Am Wochenende setzt ORF III Kultur und Information die „Nationalfeiertagswoche“ anlässlich des 100-jährigen Republikjubiläums mit u. a vier „zeit.geschichte“-Neuproduktionen am Samstag, dem 27. Oktober 2018, fort. Am Sonntag, dem 28. Oktober, gedenkt ORF III des am 24. Oktober verstorbenen Journalisten, Zeitzeugen und KZ-Überlebenden Rudolf Gelbard mit dem Dokumentarfilm „Der Mann auf dem Balkon“. Zudem zeigt ORF III u. a. alle vier Teile der „Bockerer“-Filmreihe sowie die neue ORF-III-Eigenproduktion „Die schönsten Stimmen Österreichs“ in „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“.
Samstag, 27. Oktober: vier „Filmklassiker in Rot-Weiß-Rot“ (ab 9.20 Uhr), viermal „zeit.geschichte“ mit „Österreichs Soldaten – Weltweit im Einsatz“ (19.25 Uhr), Folgen drei und vier von „Auf den Spuren der Republik“ (20.15 Uhr, 21.00 Uhr), „Im Dreieck der Macht“ (21.50 Uhr), „DENK mit KULTUR“ mit Krisch und Werger (22.40 Uhr), Werger-Konzert in „Soundcheck Österreich“ (23.35 Uhr)
Mit vier „Filmklassikern in Rot-Weiß-Rot“ startet ORF III in den Programmtag. Publikumsliebling Hans Moser ist in allen vier Produktionen – „Schäm dich, Brigitte“ (9.10 Uhr), „Wir bitten zum Tanz“ (10.35 Uhr), „Ober, zahlen!“ (12.00 Uhr) und Hallo, Dienstmann (13.30 Uhr) – mit unterschiedlichen Missverständnissen und Liebeswirren konfrontiert.
Ab 19.25 Uhr zeigt ORF III in der Programmleiste „zeit.geschichte“ vier Neuproduktionen, beginnend mit der Dokumentation „Österreichs Soldaten – Weltweit im Einsatz“ von Walter Seledec. Der Film begibt sich auf die Spuren des österreichischen Bundesheers und beginnt seine Erkundungen in der Zeit der Monarchie, als sich bereits die k. u. k. Truppen am internationalen Geschehen beteiligten.
Im Hauptabend folgen die beiden letzten Filme der vierteiligen Dokureihe „Auf den Spuren der Republik“ mit Altbundespräsident Heinz Fischer als Präsentator. Zunächst geht es in „1966–1989“ (20.15 Uhr) um Wirtschaftswunderjahre. Eine heile Zeit für viele, aber auch eine Periode, in der die Österreicher/innen langsam vom Schatten ihrer eigenen Vergangenheit heimgesucht werden. 1968 ist das Jahr der Studentenunruhen sowie der Niederschlagung des Prager Frühlings, was auch Österreich die Härte des Kalten Kriegs spüren lässt. Anschließend ist die vierte und letzte Folge „1989–2018“ (21.00 Uhr) zu sehen. Ende der 1980er Jahre ist Österreich nach dem Fall Waldheim mit der Aufarbeitung der NS-Zeit beschäftigt. Die Rede von Bundeskanzler Vranitzky 1991, in der er die Mitverantwortung Österreichs an den Verbrechen dieser Zeit betont, bringt eine nachhaltige Wende im Umgang mit der Vergangenheit. 1995 findet Österreich seinen Platz in der Europäischen Union. Innenpolitisch werden allerdings Wendezeiten eingeläutet, die das Ende der gewohnten Regierungsaufteilung zwischen SPÖ und ÖVP bedeuten.
Die vierte neue ORF-III-Doku des Abends ist „Im Dreieck der Macht“ (21.50 Uhr) von Iris Haschek über das Machtverhältnis zwischen den obersten Repräsentanten von Wiener Rathaus, Bundeskanzleramt und Leopoldinischem Trakt der Wiener Hofburg. Der Film beleuchtet mit Originalzitaten, Zeitzeugenberichten und einer Fülle historischen Archivmaterials ein ganz spezielles Beziehungsdreieck der österreichischen Zeitgeschichte – eines, das bis heute nachwirkt. Anschließend meldet sich Dialektsängerin und Moderatorin Birgit Denk samt Band mit dem Late-Night-Format „DENK mit KULTUR“ zurück, diesmal mit den Gästen „Johannes Krisch und Stefanie Werger“ (22.40 Uhr). Dass Schauspieler Johannes Krisch singen kann, weiß man spätestens seit dem „Falco Tribute Konzert“ am Donauinselfest 2017 – diesmal stimmt er den Wienerlied-Klassiker von Karl Hodina „Herrgott aus Sta“ an. Stefanie Werger gibt diesmal nicht einen eigenen Hit, sondern Janis Joplins „Me and Bobby McGee“ zum Besten.
Mehr von der Austropopperin steht abschließend In „Soundcheck Österreich“ auf dem Spielplan: „Stefanie Werger –Lampenfieber – die letzte große Rock Tournee 1999“ (23.35 Uhr). Die Sängerin präsentiert in dem Konzert ihre beliebtesten Liebesballaden und fetzigsten Songs.
Sonntag, 28.Oktober: „In memoriam Rudolf Gelbard: ORF III Spezial: Der Mann auf dem Balkon“ (9.30 Uhr und Dakapo 23.15 Uhr), Dakapo von „Der Bockerer“ (12.05 Uhr), „Der Bockerer II – Österreich ist frei“ (13.50 Uhr). „Der Bockerer III – Die Brücke von Andau“ (15.35 Uhr), „Der Bockerer IV – Prager Frühling“ (17.10 Uhr), zweimal „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ mit „Die schönsten Stimmen Österreichs“ (20.15 Uhr) und „Juan Diego Flórez & Friends“ (21.30 Uhr).
ORF III zeigt „In memoriam Rudolf Gelbard“ die Produktion „Der Mann auf den Balkon“ (9.30 Uhr und Dakapo um 23.15 Uhr) von Kurt Brazda. Der Dokumentarfilm aus dem Jahre 2008 führt nicht nur an die Schauplätze von Gelbards Kindheit in Wien, sondern begleitet ihn auch auf einer Fahrt nach Terezin/Theresienstadt, wohin er als Kind von den Nationalsozialisten verschleppt wurde. Ab 12.05 Uhr sind in ORF III alle vier Teile der „Bockerer“-Reihe von Regisseur Franz Antel zu sehen, in denen Karl Merkatz als Karl Bockerer den jeweils herrschenden Mächten Paroli bietet: Nach der Nazidiktatur im ersten Film „Der Bockerer“, der Nachkriegszeit unter Sowjetbesatzung in „Der Bockerer II – Österreich ist frei“ (13.50 Uhr) und dem Ungarnaufstand von 1956 in „Der Bockerer III – Die Brücke von Andau“ (15.35 Uhr) warten auf den eigensinnigen Wiener Fleischermeister im vierten Film im Jahr 1968 erneut politische Wirren: „Der Bockerer IV – Prager Frühling“ (17.10 Uhr).
Der Hauptabend steht im Zeichen klassischer Musikhighlights. „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ präsentiert zunächst „Die schönsten Stimmen Österreichs“ (20.15 Uhr). Ob Daniela Fally, Martina Serafin oder Andreas Schager, sie alle zählen zu den herausragenden Sängerinnen und Sängern der Nation. Die neue ORF-III-Eigenproduktion zeigt die spektakulärsten Bühnenmomente aus Klassik und Operette an beeindruckenden Schauplätzen wie der Seebühne in Mörbisch, der Felsenreitschule in Salzburg oder dem Steinbruch in St. Margarethen. Danach laden „Juan Diego Flórez & Friends“ (21.25 Uhr) zum Benefizkonzert der Superlative zugunsten von „Sinfonía por el Perú“ in die Wiener Staatsoper. Flórez’ Aufruf folgten unter anderem Anna Bonitatibus, Vittorio Grigolo, Luca Pisaroni und Clemens Unterreiner. Am Pult steht Andriy Yurkevych.




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