Ausstrahlungsdatum: Mittwoch, 28. November 2018, 22.25 Uhr, SRF 1

Keine andere Stadt hat eine vergleichbare Museumsdichte wie Basel, doch es kriselt in der helvetischen Kulturhauptstadt. Überfüllte Depots, defizitäre Häuser und zu wenig Personal zeichnen die fünf öffentlichen Museen aus. Was läuft schief in der Basler Museumspolitik? Eva Wannenmacher moderiert die Sendung.

Der Fall Basel
Der Skandal ist nicht mehr zu übersehen. Seit dem Finanzloch im Kunstmuseum und einem Ausstellungstop im Historischen Museum brodelt es heftig in der Basler Museumslandschaft. Ende letzten Jahres zog die Politik sogar die Reissleine und forderte einen Entscheidungstop bei den Museen. Unterfinanzierte Häuser, veraltete Organisationsstrukturen und baufällige Gebäude. Basel braucht dringend ein Konzept, wie es mit den öffentlichen Museen weitergehen soll.

Die Not des Kunstmuseums
Als der neue Direktor des Kunstmuseums Basel Josef Helfenstein seinen Job vor zwei Jahren antrat, wusste er nicht, worauf er sich einliess. Knapp ein Jahr später musste er Alarm schlagen. Sein Museum hatte zwar einen Neubau, aber war völlig unterfinanziert. Eine Betriebsanalyse kam dieses Jahr dann zum Schluss, es fehlt nicht nur an Geld und Personal, sondern auch an einer angemessenen Führungsstruktur. Das soll sich jetzt ändern.

In Gefahr – Der Ruf einer Museumsstadt
Jetzt, wo man ein Finanzloch nach dem anderen stopfen muss, gerät die Vorsteherin des Präsidialdepartements Elisabeth Ackermann unter Beschuss. Wie konnte es soweit kommen, fragt sich die Basler Politik. Ausgestattet mit einem Globalbudget und einem grossen Handlungsspielraum sind die fünf öffentlichen Museen nämlich in kantonaler Hand. Hat die Aufsicht versagt, und was macht das Präsidialdepartement, damit Ähnliches nicht wieder passiert?