„Da sind schon die Schwammerln drinnen“: Das provisorische Carport-Dach ist nur einer der vielen Baumängel, die Bausachverständiger Günther Nussbaum bei einem Pfusch-Bau in der Steiermark entdeckt. Kleine Mängel, die fatale Folgen für das Haus haben können: Das neugebaute Haus von Harry Gruber ist alles andere als schlüsselfertig. Eine 400.000 Euro teure Luxus-Eigentumswohnung in Wien entpuppt sich als Mogelpackung. Bei dem Vollpfusch schrillen Nussbaums Alarmglocken nicht nur aufgrund der dramatischen Ergebnissein einer Luftdichtheitsprüfung. Im Anschluss sagt die Finanzpolizei der österreichischen Schattenwirtschaft wieder den Kampf an und begibt sich unter anderem auf die Suche nach Schwarzarbeitern in einer Autowerkstatt.

Pfusch am Bau
Donnerstag, 29. November 2018, 20.15 Uhr bei ATV

Eigentlich wollten sich Harry Gruber und Sabine Schörgenhuber im steirischen Löffelbach in ihrem neu gebauten Haus niederlassen. Regional gebaut sollten sie das schlüsselfertige Haus ein dreiviertel Jahr nach Baubeginn beziehen. Doch dann verzögerte sich der Bau bereits am Anfang um mehrere Monate. Beim Bau entdeckten die beiden immer wieder Dinge, die ihnen komisch vorkamen. Von Seiten der Baufirma wurden sie immer vertröstet. Harry Gruber ließ nicht locker. Doch dann drohte man sogar mit einem Baustopp, sollten die Rechnungen nicht weiterbezahlt werden, auch wenn nach Herrn Grubers Ansicht, mangelhafte Leistungen erbracht wurden. „Ich bin mir vorgekommen wie ein hilfloses Kind“, sagt Harry Gruber und ruft den Bausachverständigen Günther Nussbaum zur Hilfe. Schon auf den ersten Blick entdeckt er kleinere Fehler, die dennoch zu großen Schäden am Haus führen können. Ein größerer Pfusch liegt beim Carport vor. Nicht nur, dass eine falsche Tür montiert wurde, das provisorische Dach hält den Witterungen nicht stand. „Da sind schon die Schwammerl drinnen“, verkündet Nussbaum, als er die Holzkonstruktion des Dachs begutachtet. Doch das war nur der Anfang. Es wird das ganze Verhandlungsgeschick von Günther Nussbaum benötigen, um den Häuslbauern zu ihrem Recht zu verhelfen.

Den Boden unter den Füßen verliert Adele Ludwig in Wien. Ende 2017 zieht sie berufsbedingt nach Wien und gibt dafür ihr Haus in Deutschland auf. In einer Eigentumswohnung wollte sie sich in Österreich ein neues Heim schaffen. Für knapp 400.000 Euro erwarb sie eine als exklusiv beworbene 90 Quadratmeter große Wohnung. Doch die vermeintliche Luxus-Wohnung entpuppt sich nach und nach als Mogelpackung. Bei der Stiege fehlen nach Monaten noch immer die Absturzsicherung und der Handlauf, bei den Fenstern und Türen scheint es reinzuziehen und die Heizung kann nur für die gesamte Wohnung reguliert werden. Als Frau Ludwig die Ergebnisse einer Luftdichtheitsprüfung vorlegt, schrillen bei Günther Nussbaum die Alarmglocken und er beschließt sich dem Pfusch-Fall anzunehmen. Doch nicht nur in der Wohnung sind Mängel zu finden, auch am angeblich abgeschlossenen Außenbereich muss nachgearbeitet werden. „Das schaut aus wie eine Tropfsteinhöhle“, sagt Nussbaum als er die Fassade begutachtet. Für Adele Ludwig steht fest: Sie möchte nur mehr aus der Wohnung raus.

Die Finanzpolizei
Donnerstag, 29. November 2018, 21.20 Uhr bei ATV

„Die Ladefläche von diesem Auto geht plötzlich nicht auf.“ Franz, Leiter der Finanzpolizei Wien, ist misstrauisch. Die Finanzpolizei geht einer Spur nach. Sie haben den Verdacht in einer Autowerkstatt mehrere Schwarzarbeiter zu finden. Und wenn die Beamten eine Fährte wittern, dann ist meist etwas im Busch.
Gemeinsam mit einer Sondereinheit der Polizei plant die Finanzpolizei einen Zugriff auf eine illegale Spielerstätte. Immer wieder werden illegale Automaten zur Geldwäsche genutzt. Als der Betreiber des Lokals nicht auf die Aufforderungen die Türen zu öffnen reagiert, muss die WEGA die Türen gewaltvoll öffnen. Ob es den Beamten gelingt wichtige Beweisstücke zu sichern?
Über 400 Finanzpolizisten in ganz Österreich versuchen gegen Sozialbetrug, Lohndumping und illegale Beschäftigung anzukämpfen. Mit Wirtschaftsschäden in Millionenhöhe, stellen vor allem Baufirmen einen Hochrisikobereich in der Finanzwirtschaft dar. Eine Wohnsiedlung in Wien hat die Aufmerksamkeit der Finanzpolizei auf sich gezogen: „Es sind einige Subfirmen da, die unser besonderes Interesse bereits in der Vergangenheit geweckt haben“, meint Franz bei der Großbaustellen-Kontrolle. Können die Finanzpolizisten ihren Verdacht bestätigen?