Ausstrahlungsdatum: Mittwoch, 16. Januar 2019, 22.25 Uhr, SRF 1

Frauen in Leitungsfunktionen in Kulturinstitutionen? Fehlanzeige. Frauen dürfen zwar in der zweiten Reihe agieren, dürfen singen, tanzen und kuratieren. In Museen, Theatern und Orchestern bestimmen aber Männer, wo es lang geht. Eine Quote für Frauen in Führungspositionen würde das radikal ändern. Eva Wannenmacher moderiert die Sendung.

Nur Regisseurinnen in Karlsruhe
Am Badischen Staatstheater in Karlsruhe haben Frauen das Sagen. Schauspieldirektorin Anna Bergmann engagierte für die nächsten drei Spielzeiten nur Regisseurinnen, riskiert den weiblichen Blick auf Theaterstücke und verändert ganz nebenbei auch noch die hierarchischen Strukturen an ihrem Theater radikal. «Kulturplatz» befragt Anna Bergmann und beobachtet Proben am vielleicht spannendsten Sprechtheater Deutschlands.

Männerwelt Architektur
In der Architektur arbeiten weitaus mehr Männer als Frauen, obwohl an den Hochschulen und Universitäten der Anteil von Studentinnen bei nahezu 50 Prozent liegt. Doch kaum beginnt der Berufsalltag, entwerfen fast nur Männer, was gebaut wird. Der Anteil von Architektinnen, die im gelernten Beruf aktiv sind, liegt in der Schweiz bei nur knapp 25 Prozent. Warum ist die Welt der Architektur so hermetisch männlich? Wie kann das geändert werden?

Zwei Frauen und ihr Weg nach oben
Tilla Theus ist eine der erfolgreichsten Architektinnen der Schweiz – Madeleine Carruzzo, geboren in Sion, wurde als erste Frau Mitglied der Berliner Philharmoniker. Beide haben es geschafft, in Männerdomänen erfolgreich zu sein und Widerstände zu überwinden. Denn dass Frauen Architektur schaffen oder in einem männerdominierten Ensemble ihren Platz finden, war noch vor nicht allzu langer Zeit schlicht undenkbar.

Szenen einer Ehe
Am Badischen Staatstheater Karlsruhe inszeniert Anna Bergmann «Szenen einer Ehe» nach dem Filmklassiker von Ingmar Bergmann. Die Geschichte einer Liebesbeziehung, eines Scheiterns, einer Eskalation – inszeniert von einer Frau. Arbeiten Frauen am Theater anders? Wie empfinden die Schauspieler Sina Kiessling und Timo Tank den Blick einer Regisseurin auf dieses Stück?