Ausstrahlungsdatum: Montag, 4. Februar 2019, 22.55 Uhr, SRF 1

In wenigen Tagen entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Zersiedelungs-Initiative. Bei «Schawinski» werden im Streitgespräch die wichtigsten Argumente für und gegen die Initiative diskutiert: mit Befürworter Bastien Girod (Grüne/ZH) und Gegner Christian Wasserfallen (FDP/BE).

Zuerst war die Unterstützung der Zersiedelungs-Initiative äusserst gross, nun zeichnet sich gemäss der aktuellen Umfrage von gfs.bern ein knapper Abstimmungsausgang ab. Das Begehren der Jungen Grünen fordert unter anderem einen Einzonungsstopp: Neue Bauzonen dürften künftig nur noch bewilligt werden, wenn an einem anderen Ort vergleichbare Flächen ausgezont werden. Dies sei der einzige Weg, die Zersiedelung der Schweiz zu stoppen und Grünflächen zu schützen. Den Gegnern ist dies zu radikal. Sie sehen im revidierten Raumplanungsgesetz (RPG) eine ausreichende Lösung und warnen vor Mieterhöhungen, sollte die Initiative angenommen werden.

Kurz vor der Abstimmung lädt Roger Schawinski zum Streitgespräch: Nationalrat Bastien Girod (Grüne/ZH) setzt sich für die Initiative seiner Jungpartei ein. Er sagt: «Die Initiative stellt eine sinnvolle Ergänzung des revidierten RPG dar, denn nur sie stellt sicher, dass die Bauzonen nicht weiter wachsen und effizient mit dem Boden umgegangen wird.» Ganz anders sieht es hingegen der Berner FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen: «Das Resultat der Zersiedelungs-Initiative wäre kontraproduktiv und schädlich für das ganze Land.» Er bezeichnet sie sogar als «Reisswolf im Schafspelz». Wer hat die besseren Argumente?