Ausstrahlungsdatum: Mittwoch, 6. Februar 2019, 22.25 Uhr, SRF 1
Das literarische Jahr begann mit dem neuesten Roman von Michel Houellebecq – «Serotonin». Die Aufregung war gross, die erste Auflage schnell vergriffen. «Kulturplatz» fragt drei Kritiker, was hinter der Figur und dem Werk des umstrittensten Autors der Gegenwart steckt. Eva Wannenmacher moderiert die Sendung.
Das neue Buch «Serotonin»
Männer, die viel über Sex reden und fast nie welchen haben – menschliche Verwüstungen und die zunehmende Kälte in einer globalisierten Welt. Houellebecq zeichnet auch in seinem neuesten Buch ein düsteres Gemälde unserer Zeit. Literaturkritiker Stefan Zweifel, Journalistin Julia Encke und Literarturprofessorin Agathe Novak-Lechevalier über den neuesten Wurf des französischen Autors.
Der Provokateur
Die Aufregung war gross, die französische Kritik begeistert, in der Schweiz und in Deutschland hingegen machten sich auch Degout und Empörung breit: «antiliberal», «nationalistisch» «frauenverachtend» sei sein jüngstes Buch. Was ist Houellebecq? Ein genialer Provokateur, ein Prophet gar oder doch nur ein reaktionärer Polemiker?
Die Selbstinszenierung
Michel Houellebecq ist ein Meister der Selbstinszenierung – nur schon wie er seine Zigarette raucht, ist ein Markenzeichen geworden. Viel Nikotin und sein derangierter Look sind nur zwei von Houellebecqs Erkennungsmerkmalen. Und wie er eigene Aussagen mit den Überzeugungen seiner literarischen Helden verwebt, ist einzigartig und legt das Fundament für die Aufregung, die er immer wieder auslöst.




Reply With Quote