Österreich strebt offenbar den mittelfristigen Ausstieg aus dem terrestrischen Digitalfernsehen DVB-T2 HD an. Nachfolger soll 5G Broadcasting werden. Der ORF, dessen Sendertochter ORS und Privatsender forderten ungewohnt einträchtig ein 5G-Broadcast-Netz auf den Frequenzen zwischen 470 und 700 Megahertz, die auch künftig dem Rundfunk vorbehalten sein sollen, heißt es in der Tageszeitung "Standard".
Sie verlangen Auflagen für die künftigen 5G-Mobilfunkbetreiber in der Frequenz-Ausschreibung. Sie sollen – von der SIM-Karte unabhängige – Empfangseinrichtungen für 5G-Broadcast in jenen Endgeräten nicht sperren dürfen, die sie mit ihren Mobilfunkverträgen anbieten. Das bedeutet: Der Zugang zu 5G Broadcasting soll über Smartphones, Tablets, Set-Top-Boxen und Fernseher ohne SIM-Karte und Vertrag möglich sein.
Der ORF geht noch einen Schritt weiter. Er will neben Fernsehen auch Hörfunk über die nächste Mobilfunkgeneration im Broadcast-Modus ausstrahlen und den aktuellen digital-terrestrischen Standard DAB+ dabei überspringen.




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