Im Rahmen des ORF-TV-Programmschwerpunkts „100 Jahre Frauenwahlrecht“ (Details unter http://presse.ORF.at) präsentiert Stefan Lenglinger „Heimat Fremde Heimat“ am Sonntag, dem 10. März, um 13.30 Uhr in ORF 2 mit folgenden Beiträgen:
Emanzipation versus Tradition
„Traditionen sind nicht fördernd, wenn eine Frau sich zu emanzipieren versucht. Die Erwartungen in traditionellen Gesellschaften führen dazu, dass die Frauen öfter auf ihre eigenen Wünsche und Freiheiten verzichten müssen“, sagt die Hebamme und Psychotherapeutin Fidan Gültekin. Sie hat die von ihrem Kulturkreis vorgesehene untergeordnete Rolle der Frau abgelegt und hilft auch anderen Frauen, sich zu emanzipieren. Ein Beitrag von Mehmed Akbal.
Frauenrechte und Flüchtlingsfrauen
Während Österreich 100 Jahre Frauenwahlrecht und damit den Fortschritt der Frauenrechte feiert, ist man in orientalischen und patriarchal geprägten Ländern noch nicht so weit. Viele Flüchtlingsfrauen, vor allem Muslima, entdecken hierzulande die Emanzipation für sich. Sie versuchen, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, flüchten aus Gewaltbeziehungen und legen zum Teil das Kopftuch ab. Doch nicht alle schaffen die Gratwanderung zwischen Tradition und westlicher Lebensweise. Eva Maria Kaiser berichtet.
„Ein fesches Dirndl“ – Eine Wahlheimat-Odyssee
Erst als sie sich ein Dirndl kaufte und es anlässlich einer Trachtenhochzeit anzog, ist sie so richtig in Österreich angekommen – dieses Schlüsselerlebnis machte Zdenka Becker nach 40 Jahren Migration. „Ein fesches Dirndl“ ist ein autobiografischer Roman und bereits das neunte Buch der slowakisch-österreichischen Schriftstellerin, Dichterin und Dramatikerin. Sie schildert darin die schwierige Zeit nach der Ankunft aus Bratislava, als sie hochschwanger und ohne Deutschkenntnisse in Wien ankam, bis hin zu ihrem Umzug nach Unterradlberg, Geburtsort ihres Mannes und nunmehr die eigene Wahlheimat nahe St. Pölten in Niederösterreich. Ein Porträt von Dalibor Hýsek.




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