Als Stilvision in seinen Anfängen 1919 radikal modern, ist das Bauhaus heute längst ein Synonym für guten Geschmack. 2019 wird der 100. Geburtstag der Architektur- und Designschule Made in Germany gefeiert. 3sat zeigt in mehreren Dokumentationen und Reihen, wie das Bauhaus den Blick auf Design revolutionierte und noch bis heute nachwirkt.

Den Auftakt macht am Samstag, 23. März, 19.20 Uhr, die erste Folge der dreiteiligen Dokumentationsreihe „Raumwelten“ von Juliette von Förster. In „Raumwelten“ verraten die Innenarchitektin Stephanie Thatenhorst, Bühnenbildner Florian Lösche und das Designer-Duo Lorenz + Kaz, wie sie Räume erschaffen und welchen Einfluss die Bauhaus-Ästhetik auf ihre Arbeiten hat. Die beiden weiteren Folgen sind am Samstag, 30. März, und Samstag, 6. April, jeweils um 19.20 Uhr zu sehen. Erstausstrahlungen.

Ab Donnerstag, 28. März, 19.20 Uhr, wiederholt 3sat-Kulturzeit“ in seinem Programm die für den Grimme-Preis nominierte Reihe „Bauhausfrauen“. Der erste Beitrag „Experiment & Improvisation“ erzählt von den Gründungsjahren des Bauhauses, der zweite Beitrag „Technik & Avantgarde“, am Donnerstag, 4. April, handelt von der Zeit des Umzugs nach Dessau, und der dritte Beitrag „In die Welt & aus der Welt“, am Freitag, 12. April, beschäftigt sich mit der Auflösung des Bauhauses durch die Nazis und den Nachfolgejahren.

Die Frauen am Bauhaus haben maßgeblich zur internationalen Erfolgsgeschichte der Avantgardebewegung beigetragen. Doch prestigeträchtige Bereiche wie die Architektur blieben weiterhin den männlichen Studenten und Lehrkräften vorbehalten. In ihrer Dokumentation „Bauhausfrauen. Die vergessenen Pionierinnen einer Kunstbewegung“, am Samstag, 13. April, um 19.20 Uhr in Erstausstrahlung, würdigt Filmemacherin Nico Weber das Schaffen der Frauen am Bauhaus.

Ab 20.15 Uhr folgt die zweiteilige Dokumentation „Die Bauhaus-Revolution“ in Erstausstrahlung. Filmemacher Claudius Gehr zeichnet darin die Geschichte des Bauhauses nach. Der erste Teil (1919–1933) schildert die Entwicklung des historischen Bauhauses an den drei Standorten Weimar, Dessau und Berlin. Der zweite Teil (1933– 2019) erzählt, wie es mit prominenten Bauhäuslern wie Josef Albers, Mies van der Rohe oder Walter Gropius sowie den Bauhaus-Ideen nach 1933 weiterging und wie das Bauhaus weltweit zu einem Synonym für gelungene Architektur und Design wurde.

Am Sonntag, 14. April, zeigt 3sat um 11.50 Uhr die Dokumentation „Johannes Itten – Bauhaus-Pionier“ über Leben und Werk des bedeutenden Kunsttheoretikers und -pädagogen. Um 12.45 Uhr folgt die Dokumentation „Design-Legende und Zuhause. Die Meisterhäuser in Dessau“ und zum Abschluss stellt um 13.15 Uhr die Dokumentation „Bauhaus – ein neues Haus für’s Bauhaus“ das neue Bauhaus-Museum in Weimar vor.