Ausstrahlungsdatum: Donnerstag, 28. März 2019, ab 22.25 Uhr, SRF 1
Mit der Free-TV-Premiere des Spielfilms «Brexit – Chronik eines Abschieds» mit Benedict Cumberbatch zeigt SRF nochmals, wie es zum Entscheid für den Brexit kam. Davor diskutiert Wasiliki Goutziomitros in «#SRFglobal» mit ihren Gästen über den Schaden, den dieser Entscheid bereits vor dem eigentlichen Austritt angerichtet hat.
Am 23. Juni 2016 entschieden die Wählerinnen und Wähler in Grossbritannien den Austritt aus der EU – den sogenannten Brexit. Am 29. März 2019 läuft die Frist ab, gemäss der Grossbritanniens EU-Mitgliedschaft um Mitternacht beendet werden und eine Übergangsperiode beginnen soll. Allerdings hat Premierministerin Theresa May bereits um eine Verschiebung um drei Monate gebeten.
Am Abend bevor die ursprüngliche Frist abläuft, zeigt SRF 1 um 22.55 Uhr als Free-TV-Premiere den Spielfilm «Brexit – Chronik eines Abschieds.» Der Film zeigt, wie es so weit kommen konnte, dass die Briten Ja zum Brexit sagten. Benedict Cumberbatch – bekannt als Titelheld der Serie «Sherlock» – spielt den Politstrategen Dominic Cummings, der als Leiter der Ja-Kampagne auf neue Methoden der Wählerbeeinflussung setzte, die dem aussichtslos scheinenden Unterfangen zum Sieg verhalfen.
Zunächst entledigt sich Cummings seiner konservativen, kampagneninternen Gegner, bildet dann eine professionelle Truppe, die es ihm ermöglicht, auf die schärfsten Waffe zu setzen, die der politische Wahlkampf im 21. Jahrhundert kennt: die sozialen Medien. Als ein Mitarbeiter der Datenfirma Cambridge Analytica ihm verspricht, dass er mit Mikro-Targeting präzise Menschen ansprechen kann, die bisher nie gewählt haben, erfasst Cummings intuitiv das Potenzial.
«#SRFglobal» zum Brexit – Der Schaden ist angerichtet
Vor dem Spielfilm diskutiert Wasiliki Goutziomitros in «#SRFglobal» um 22.25 Uhr auf SRF 1 mit ihren Gesprächspartnern über den Schaden, den der Entscheid für einen Austritt von Grossbritannien aus der EU angerichtet hat, noch bevor der Brexit umgesetzt ist.
Ob in den Industriegebieten im Norden Englands, der Londoner City oder den Wirtschaftszahlen für Grossbritannien: Der Brexit macht sich bereits jetzt bemerkbar. Die Regierung sagt voraus, dass die britische Wirtschaft mit dem Brexit schrumpfen wird. Tragische Ironie der Geschichte: Am stärksten betroffen werden jene Regionen sein, die 2016 den Brexit am deutlichsten befürwortet haben.
Doch Schäden lassen sich nicht nur auf wirtschaftlichem Gebiet festmachen. Für die traditionellen Parteien erweist sich das Feilschen um den EU-Austritt als Zerreissprobe. Das Parlament hat seine «normale» gesetzgeberische Arbeit praktisch eingestellt. Und in der britischen Öffentlichkeit wie auch im Privaten wird jedes Thema überlagert von der Unsicherheit, die der Brexit mit sich bringt.
Der Brexit entpuppt sich in Grossbritannien immer mehr als «unicorn», als Einhorn. Dieses ist im Königreich Sinnbild für aussichtslose politische Begehrlichkeiten. Darüber debattiert Wasiliki Goutziomitros, die «#SRFglobal» erstmals moderiert, mit Henriette Engbersen, Grossbritannien-Korrespondentin SRF, Sebastian Ramspeck, EU-Korrespondent SRF, und Haig Simonian, britischer Publizist, ehemals «Financial Times».




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