Ausstrahlungsdatum: Montag, 15. April 2019, 22.25 Uhr und 22.55 Uhr, SRF 1
Die Buchungsplattform Airbnb will nicht einfach Wohnungen vermitteln. Gäste sollen eintauchen in fremde Kulturen und sich im Ausland zu Hause fühlen. In vielen Metropolen formiert sich Widerstand – jetzt auch in der Schweiz. Im Anschluss diskutiert Reto Lipp im «ECO Talk» über die Frage, ob Mieten angesichts Zehntausender leerstehender Wohnungen endlich günstiger wird.
Montag, 15. April 2019, 22.25 Uhr, SRF 1
«ECO»: Schwerpunkt – Airbnb – Segen oder Fluch?
Die Buchungsplattform Airbnb will nicht einfach Wohnungen vermitteln. Gäste sollen eintauchen in fremde Kulturen und sich im Ausland zu Hause fühlen. Das Image verfängt, die Sharing-Plattform ist seit ihrer Gründung 2008 zu einem Milliardenkonzern gewachsen. Denn die Vermittlung von Privatwohnungen ist lukrativ – für Airbnb ebenso wie für Wohnungsbesitzer. Doch ein Besuch in Islands Hauptstadt zeigt die Schattenseiten von Airbnb. Wie in Reykjavik formiert sich in vielen Metropolen Widerstand. Auch in der Schweiz.
Bankchefin – Eine seltene Spezies
Sandra Lienhart ist CEO der Bank Cler, der ehemaligen Bank Coop. Sie ist eine von nur zwei weiblichen Bankenchefs im Bankenland Schweiz. Eine Frau, die offen über ihren Lohn redet. Die Frauen fördern will, aber nicht mit einer Quote. Und die sagt, ihr seien auf dem Weg nach oben in dieser Männerdomäne keine Steine in den Weg gelegt worden. Das «ECO»-Porträt.
Montag, 15. April 2019, 22.55 Uhr, SRF 1
«ECO Talk»: Zehntausende Wohnungen stehen leer – Wird Mieten endlich günstiger?
Während in den Städten Wohnungsnot herrscht, werden Vermieter in den Agglomerationen ihre Wohnungen nicht los. Wer befeuert diese Kluft? Und können Mieter angesichts von 72’000 leerstehenden Wohnungen auf sinkende Mieten hoffen?
Reto Lipp diskutiert mit folgenden Akteuren und Kennern der Immobilienbranche:
– Stefan Mächler, Konzernleitungsmitglied Swisslife
Als Chief Investment Officer bestimmt Stefan Mächler über die Anlagen der grössten Immobilienbesitzerin der Schweiz. Swisslife gehören 35’000 Wohnungen. Sie müsse als Versicherung ihren Verpflichtungen nachkommen. Der Anlagenotstand habe dazu geführt, dass heute 20 Prozent der Investitionen in Immobilien liegen.
– Jacqueline Badran, SP-Nationalrätin
Jacqueline Badran sagt: Mit Wohnungen werden unzulässig hohe Renditen erzielt. Die Ökonomin argumentiert gegen die Kapitalisierung der Immobilienmärkte und für mehr gemeinnützigen Wohnungsbau. Denn beim Wohnen handle es sich um ein essenzielles Gut. Dieses müsse geschützt werden.
– Hans Egloff, Präsident Hauseigentümerverband
Für den Präsidenten des Hauseigentümerverbandes bleiben Immobilien aufgrund der tiefen Zinsen auch in den nächsten Jahren ein gutes Investment. Die Nachfrage nach Immobilien wird laut Hans Egloff hoch bleiben. Die Leerstandsquote werde aber eher unterschätzt. Kleine Immobilienbesitzer würden sehr wohl die Mieten senken, es seien eher die grossen Versicherungen und Pensionskassen, die bei Leerständen die Mieten nicht senken würden.
– Donato Scognamiglio, Gründer Iazi Immobilienberatung
Donato Scognamiglio analysiert den Schweizer Immobilienmarkt. Er beobachtet steigende Mieten vor allem dann, wenn Liegenschaften neu auf den Markt kommen oder beim Wohnungswechsel. Doch nicht überall steigen die Mieten: Im Luxusbereich sowie ausserhalb der Zentren werden Mieter dringend gesucht und teilweise mit Gratismieten und Geschenken umgarnt.




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