Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) stellt bekanntlich zum 3. Juni 2019 die Verbreitung ihrer Programme über das terrestrische digitale Antennenfernsehen (DVB-T) ein. Dies hat auch Auswirkungen auf Unitymedia Kunden im deutschen Grenzgebiet, wie der Kabelnetzbetreiber im April mitteilte. Durch die Einstellung zufolge könne der Kabelnetzbetreiber künftig nicht mehr die Schweizer Sender SF1 und SF2 für seine Kunden im Grenzgebiet einspeisen, hieß es.
Das Unternehmen empfängt derzeit das DVB-T Signal der SRG über seine grenznahen Hubs in Freiburg, Lörrach, Offenburg, Ravensburg, Singen und Villingen und speise die Sender SF1 und SF 2 in die von diesen Hubs versorgten Teile seines Kabelnetzes ein, erklärte der Kabelnetzbetreiber. Die Grundlage hierfür bilde der so genannte „Overspill“ – ein Begriff aus Zeiten, in denen ausländische TV-Signale per Antenne über die Grenze hinaus empfangbar waren. Unitymedia nutzt die Möglichkeit, seinen Kunden im grenznahen Overspill-Gebiet die Sender SF1 und SF2 – mit Ausnahme lizenzrechtlich besonders geschützter Programminhalte (z.B. Sportereignisse) – bereit zu stellen.
Mit der Abschaltung von DVB-T in der Schweiz am 3. Juni 2019 kann Unitymedia das Antennensignal nicht länger empfangen und ins Kabelnetz einspeisen. Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft nennt auf ihrer Webseite u.a. wirtschaftliche Gründe für die Einstellung der DVB-T Verbreitung.
Erfolglos nach Lösung gesucht
Der Kabelnetzbetreiber habe hat nach einer Lösung gesucht, die Programme SF1 und SF2 weiter den Kabelkunden zur Verfügung stellen zu können. Die SRG dürfe jedoch nach eigenen Angaben aus lizenzrechtlichen Gründen Gesellschaften oder Personen, die außerhalb des Gebietes der Schweiz leben, keine Smartcard zur Entschlüsselung des Satellitensignals zur Verfügung stellen.
Ab 3. Juni Standbild
Ab dem 3. Juni wird Unitymedia daher auf den Sendeplätzen von SF1 und SF2 ein Standbild senden. Das Unternehmen informiert seine Kunden in den grenznahen Gebieten via Newsletter und mittels Laufbändern im TV zur Prime-Time frühzeitig über die Änderung. Zudem wurde die lokale Presse über die Änderung in Kenntnis gesetzt.




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