Der Showdown zwischen Befürwortern und Gegnern der Übernahme von UPC Schweiz durch Sunrise findet vorerst nicht statt: Die Schweizer Telekommunikationsgesellschaft zieht die Notbremse und sagt mit Zustimmung des UPC-Mutterkonzerns Liberty Global die für 23. Oktober 2019 vorgesehene außerordentliche Hauptversammlung (AGV) ab.
Auf der Hauptversammlung sollten die Sunrise-Aktionäre über die geplante Kapitalerhöhung in Höhe von 2,8 Milliarden Franken entscheiden. Die Zustimmung zur Kapitalerhöhung war die letzte Bedingung, um die Übernahme von UPC vollziehen zu können.
Aufgrund klarer Hinweise von Aktionären und der Ankündigung von Freenet, gegen die Kapitalerhöhung zu stimmen, sei der Verwaltungsrat von Sunrise zum Schluss gekommen, dass die deutliche Mehrheit der Aktionäre die Kapitalerhöhung nicht unterstütze, heißt es in einer Mitteilung.
„Wir bedauern die Annullation der AGV. Wir haben viel Zeit in die Gespräche mit unseren Aktionären investiert und sind weiterhin von den strategischen und finanziellen Gründen der Übernahme überzeugt“, sagte Peter Kurer, Präsident des Verwaltungsrates von Sunrise.
Liberty Global hatte zuletzt versucht, den Aktionären die Kapitalerhöhung durch eine Beteiligung in Höhe von 500 Millionen Franken und den Einstieg als Gesellschafter bei dem fusionierten Unternehmen schmackhaft zu machen. Zuvor war der Umfang der Kapitalerhöhung bereits von 4,1 auf 2,8 Milliarden Franken gesenkt worden. Freenet lehnt die Übernahme weiterhin ab.
Wie es nun weitergeht, ist unklar. Der Kaufvertrag („Share Purchase Agreement“) hat ein „Long-Stop“-Datum per 27. Februar 2020 und bleibt in Kraft, bis eine Partei ihn kündigt.




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