Nachrichtensendungen, Zeitungen und Onlinemedien sind dazu da, um zu informieren. Auch über negative Ereignisse. Doch immer mehr Medienkonsumentinnen und -konsumenten empfinden die Berichterstattung als zu negativ und wenden sich von den klassischen News ab. Franz Fischlin leitet die Diskussion im «Medienclub».
Krieg, Terror, Unwetter sowie politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Krisen beherrschen die Nachrichten. Zum einen wecken solche negative Ereignisse das Interesse, zum anderen stossen sie vermehrt auf Ablehnung.
Die Zahl der Menschen, die sich konsequent von den News fernhalten, steigt. Neueste Studien zeigen, dass bereits 36 Prozent zu den sogenannten «News-Deprivierten» gehören. Als Ursache nennen die Befragten am häufigsten die Negativität der Berichterstattung.
Können Medien Gegensteuer geben? Zum Beispiel mit sogenannt «konstruktivem Journalismus», der Lösungen statt Probleme aufzeigt? Oder mit mehr «Softnews», mit Unterhaltendem? Wo sind da die Grenzen zu Beliebigkeit und Schönfärberei?
Darüber diskutiert Franz Fischlin mit seinen Gästen:
- Maren Urner, Neurowissenschafterin und Befürworterin von Konstruktivem Journalismus, Köln
- Katharina Sommer, Medienforscherin, Universität Zürich
- Nicoletta Cimmino, Radio SRF, «Echo der Zeit»
- Patti Basler, Slam-Poetin
- Michael Furger, Leiter Ressort Hintergrund «NZZ am Sonntag» und Medienkritiker
- Sermîn Faki, Leiterin Politik Blick-Gruppe
Ausstrahlung: Dienstag, 29. Oktober 2019, 22.25 Uhr, SRF 1
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