Wie verändert sich die Arktis durch die globale Erwärmung? Zwei ZDF-Teams reisen entlang des Polarkreises, einmal rund um den Nordpol: In der ersten Folge von "Nordlichter – Leben am Polarkreis" geht es am Mittwoch, 1. Januar 2020, 23.20 Uhr im ZDF, von Spitzbergen bis in den Osten Sibiriens. Am Donnerstag, 2. Januar 2020, 22.15 Uhr im ZDF, rücken der Osten Grönlands, die Inseln der Nordwestpassage und die Ölfelder in Alaska in den Blick.

Phoebe Gaa, Leiterin des ZDF-Studios in Moskau, startet in Folge eins in Spitzbergen und erkundet, wie sich das arktische Meereis mehr und mehr zurückzieht. Kreuzfahrtunternehmen bietet sich damit die Chance, ihre Gäste in immer weiter nördlich gelegene Gebiete zu bringen – der Wunsch, einmal im Leben Nordlichter zu sehen, ist meist stärker als die Bedenken, in ein fragiles Ökosystem vorzustoßen. Auf der nordwestsibirischen Jamal-Halbinsel wird das ZDF-Team Zeuge eines ambitionierten russischen Wirtschaftsprojektes: Die Firma Novatek hat dort Gasfelder erschlossen und gleich eine ganze Stadt gebaut: Sabetta. Der Seehafen mit einem Terminal für Flüssiggas soll Dreh- und Angelpunkt der Nordostpassage werden, die dank des schmelzenden Meereises ohne die Begleitung von Eisbrechern befahren werden kann. In Jakutien drängen sich der ZDF-Korrespondentin zwei Geräusche auf: das unerbittliche Summen der Mückenschwärme, die die sibirische Tundra im Sommer heimsuchen, und das stete Plätschern, das der tauende Permafrost am Ufer des Flusses Kolyma hervorruft. Die erste Folge endet in Tschukotka im äußersten Nordosten Russlands, einer Region, die näher an Alaska als an der russischen Hauptstadt Moskau liegt.

Johannes Hano, Leiter des ZDF-Studios in New York City, begleitet in Folge zwei eine Inuit-Familie durch den grönländischen Scoresbysund. Hunderte Kilometer geht es in kleinen Booten durchs Packeis. Auf der Expedition durch die Fjorde erfährt das Team, wie sich durch den Klimawandel die Welt der Inuit verändert. Und auch die militärische Situation in der Arktis verändert sich: Es werde einen Run auf Rohstoffe geben, prophezeit General Patrick Carpentier, Kommandeur der kanadischen Joint Task Force North. Die Veränderungen in der arktischen Welt erlebt das ZDF-Team auch auf seiner Reise auf einer der gefährlichsten Straßen Nordamerikas: Knapp 700 Kilometer lang windet sich der Dalton Highway durch die dichten Wälder Alaskas über den mächtigen Yukon River.