„Die Kinder des Himalaya“ ist die Geschichte dreier Kinder, die im Hochgebirge Nepals geboren wurden. Landschaftlich zwar unglaublich schön, ist das Leben dort oben äußerst schwierig. Wer nicht sein Leben lang im Dorf bleiben will, braucht Bildung. Doch hier gibt es keinerlei Möglichkeiten, eine Schule zu besuchen. Schweren Herzens schicken die Eltern ihre Kinder schon im Alter von etwa vier Jahren nach Kathmandu. In der Hauptstadt Nepals werden sie ein Internat besuchen, das von einem buddhistischen Mönch geleitet wird. Oft vergehen zehn oder zwölf Jahre, bis die Schüler/innen ihre Eltern wiedersehen können. Der Weg ist zu weit und zu beschwerlich. Wie schwer diese langjährige Trennung auch den Erwachsenen fällt, ist den Kindern nicht klar. Mit 16 Jahren, sobald sie ihren Abschluss gemacht haben, dürfen die Jugendlichen für drei Monate nach Hause reisen, wie die „kreuz und quer“-Dokumentation am Dienstag, dem 7. Jänner 2020, um 22.35 Uhr in ORF 2 zeigt.
Die Geschichte der Heiligen Drei Könige ist allgemein bekannt – doch gab es die drei Weisen aus dem Morgenland, wie sie im Evangelium beschrieben werden, wirklich, oder ist die Geschichte eine Legende, die im Laufe der Jahrhunderte immer mehr ausgeschmückt wurde? Die „kreuz und quer“-Dokumentation „Den Heiligen Drei Königen auf der Spur“ von Stéphane Bégoin und Sonia Paramo geht dieser Frage in einer spannenden Spurensuche um 23.25 Uhr auf den Grund.
„Die Kinder des Himalaya“
Die Dokumentation begleitet das Mädchen Nima und die Burschen Tsering und Sangpo auf ihrer anstrengenden Reise. Sie führt entlang von reißenden Flüssen, durch eisige Landschaften und kaum bezwingbare Gebirgsschluchten. Es ist eine Heimkehr zu den entlegensten Dörfern, den am höchsten gelegenen bewohnten Gebieten der Erde. Seit Jahrtausenden läuft das Leben hier gleich ab. Für die jungen Erwachsenen, die in einer modernen Welt groß geworden sind, eine abrupte Umstellung. Hier gibt es kein Social Media, Mobiltelefon oder auch nur funktionierende Sanitäranlagen.
Ein Kulturschock für die Kinder des nepalesischen Hochgebirges. Und gleichzeitig die Gelegenheit, sich mit der eigenen Geschichte und dem Gefühl des Verlassenseins, aber auch mit dem harten Landleben der Familie auseinanderzusetzen. Verloren geglaubte Familienbande werden neu geknüpft. Für die drei Jugendlichen ist es eine emotionale Reise zu den eigenen Wurzeln.
„Den Heiligen Drei Königen auf der Spur“
Das Matthäus-Evangelium ist der einzige Text, der von den Heiligen Drei Königen berichtet. Die wenigen Sätze dazu wurden fast 80 Jahre nach ihrer Reise verfasst, insgesamt sind es lediglich zwölf Verse. Dennoch ist die Geschichte seit mehr als 2.000 Jahren in der christlichen Welt tief verankert. Um zu verstehen, wie der Mythos um die drei Weisen aus dem Morgenland entstanden ist und wie er von Kirche und Tradition aufgegriffen wurde, begibt sich die Dokumentation auf die Spuren, die der Text der Heiligen Schrift in der Geschichte hinterlassen hat. Er untersucht künstlerische Darstellungen, erkundet die Landschaften, durch die die Könige gereist sind, besucht Kirchen und begegnet Menschen, die versucht haben, dem Geheimnis um Kaspar, Melchior und Balthasar auf den Grund zu gehen.
Die Dokumentation erzählt die biblische Geschichte der drei Könige in aufwendigen Spielszenen. Um der historischen Realität auf die Spur zu kommen, sucht das Filmteam Fachleute im Nahen Osten und Mitteleuropa von Jerusalem bis Barcelona auf. Vom Astrophysiker der Europäischen Raumfahrtbehörde über den Bibelarchäologen aus Jerusalem und Kunstexperten aus Frankreich – alle versuchen, einen Beleg für die historische Existenz der Heiligen Drei Könige zu finden. Denn weder in Bethlehem selbst noch anderswo im Heiligen Land wurde bis heute je der geringste archäologische Beweis dafür gefunden. Neben der biblischen Schrift geben vor allem Kunstwerke Auskunft über die symbolische, religiöse und historische Realität der drei Könige. Und mit Hilfe von Computern etwa kann heute 2.000 Jahre zurückgegangen werden, um den exakt selben Himmel zu betrachten, den auch die drei Weisen damals gesehen hatten – und langsam lösen sich die Rätsel um die Weisen aus dem Morgenland. „Den Heiligen Drei Königen auf der Spur“ stellt die gängigen Ansätze der heutigen Forschung vor.




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