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Thread: Allgemeine Neuigkeiten

  1. #21
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    IFA 2020 Special Edition: Tech-Branche meldet sich zurück

    IFA, gfu und GfK zeigten zur Eröffnung der IFA 2020 Special Edition, die vom 3. bis 5. September 2020 stattfindet, ihre Zuversicht, dass die Tech-Branche sich von den wirtschaftlichen Unsicherheiten der Pandemie erholen wird. Sie sprachen auf der IFA Global Press Conference vor internationalen Medien, die nach Berlin gekommen sind. Tausende weitere Zuschauern aus aller Welt verfolgten die Veranstaltung im IFA Xtended Space – live und on demand.

    Jens Heithecker, Executive Director der IFA Berlin, hob die Bedeutung und Symbolkraft des diesjährigen Branchentreffs in Berlin hervor: „Wenn es darum geht, Geschäfte zu machen, geht nichts über die persönliche Verbindung. Deshalb ist die IFA 2020 als physischer Event ein so wichtiges Zeichen. Sie ist ein Symbol und zeigt, dass wir gemeinsam über die Pandemie und ihre Folgen hinausschauen können. Wir werden zu einer Normalität zurückkehren und es liegt an der Branche, den Händlern, Medien und Verbrauchern, diese ‚Normalität' gemeinsam zu gestalten.“

    „Wir sind gemeinsam mit unserem Partner Messe Berlin zuversichtlich, dass die IFA 2020 Special Edition erfolgreich sein wird, trotz der erschwerten Rahmenbedingungen durch die COVID-19-Pandemie“, sagte Kai Hillebrandt, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu Consumer & Home Electronics GmbH, Veranstalterin der IFA. „Als Innovationsplattform mit vielen Neuheiten-Präsentationen wird die IFA zum richtigen Zeitpunkt im Vorfeld der umsatzstärksten Zeit wichtige Impulse setzen.“

    Peter Feld, CEO der GfK, ein weltweit führender Anbieter von Daten und Analytik, stellte die neue Plattform „gfknewron“ vor, die der Branche helfen soll, die richtigen Entscheidungen für ihr Business zu treffen: „Disruption, Beschleunigung, Datenüberfluss bestimmen unsere Welt. Deshalb müssen Unternehmen schneller denn je aus dem ganzen Datenrauschen das richtige Signal erkennen. Das ist auch der Grund, weshalb sich GfK radikal zu einem Technologieunternehmen wandeln musste. 'gfknewron' ist die GfK-eigene KI-basierte Software-Plattform, die schnelle und umsetzbare Empfehlungen liefert, basierend auf verlässlichen Daten.“

    Die GfK und die gfu Consumer & Home Electronics GmbH lieferten dazu für die diesjährige IFA 2020 Special Edition den wichtigen Branchen- und Marktkontext – und damit neue Erkenntnisse, wie sich der weltweite Markt für Consumer Electronics und Home Appliances in der ersten Hälfte 2020 entwickelt hat. Die Daten zeigen, dass der globale Markt für technische Konsumgüter (ohne Nordamerika und Südafrika) im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatzrückgang von 5,8 Prozent auf 306 Milliarden Euro erlebte. Im Vergleich zu anderen Sektoren ist dieser Rückgang jedoch relativ gering. Durch die Digitalisierung und den Aspekt, dass sich Verbraucher während der Hochphase der COVID-19 Pandemie verstärkt zuhause aufhielten, stieg vor allem die Nachfrage nach Produkten für die eigenen vier Wände.

    Teilnahme an der IFA 2020 Special Edition
    Für die Teilnahme an der IFA 2020 Special Edition ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Registrierte Teilnehmer erhalten außerdem Zugang zum Xtended Space, der digitalen Erweiterung der IFA 2020 Special Edition.

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  3. #22
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    Telekom schaltet 3G-Netz in Deutschland im Sommer 2021 ab

    Die Deutsche Telekom schickt im Sommer 2021 die veraltete 3G-Technik in den Ruhestand. Wie das Unternehmen am 18. September mitteilt, soll das 3G-Netz der Telekom in Deutschland ab dem 30. Juni 2021 abgeschaltet werden und Platz für schnellere Technologien machen.

    „Durch die 3G-Abschaltung nächsten Sommer können wir unser Netz weiter verbessern“, sagt Dirk Wössner, Telekom Deutschland-Chef. „Das freiwerdende 3G-Frequenzspektrum nutzen wir für die modernsten Technologien. Wir wollen LTE für alle und bauen jeden Tag an Deutschlands größtem 5G Netz.“

    Vor rund 20 Jahren hat die dritte Mobilfunk-Generation 3G (UMTS/HSPA+) das mobile Internet Zeitalter eingeläutet. Die atemberaubende Technik von damals gehört heute jedoch längst zum alten Eisen. Bereits seit zehn Jahren surfen Telekom-Kunden mit der vierten Mobilfunk-Generation 4G/LTE zehnmal schneller im Internet und telefonieren in bester Sprachqualität. Inzwischen ist sogar schon die fünfte Mobilfunk-Generation (5G) für mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland verfügbar und setzt neue Maßstäbe.

    Ein guter Zeitpunkt also, sich von der veralteten Technik zu verabschieden. Die aktuell von 3G blockierten Frequenzen setzt die Telekom anschließend für die wesentlich leistungsfähigeren Technologien 4G und 5G ein. Die wenigen Bereiche, die bisher über 3G, aber nicht über 4G versorgt sind, bekommen nun eine leistungsstarke 4G-Versorgung.

    Tarif und das verwendete Gerät müssen die jeweilige Technik unterstützen
    Damit Kunden die neuen Mobilfunkstandards nutzen können, müssen der Tarif und das verwendete Gerät die jeweilige Technik unterstützen. Die Telekom hat die Umstellung für ihre Kunden durch verschiedene Maßnahmen bereits gut vorbereitet, damit sie früh von der Netzmodernisierung profitieren können.

    LTE in allen Tarifen ohne Zusatzkosten
    Die Verträge der Kunden werden vorab für die Nutzung von 4G/LTE erweitert. So profitieren sie automatisch und ohne Zusatzkosten von der Umstellung. Egal welchen Tarif die Telekom-Kunden nutzen - LTE ist inklusive. Bereits heute sind nahezu alle Verträge für die Nutzung von 4G/LTE freigeschaltet. Und bis zur Abschaltung von 3G im Sommer 2021 werden auch die wenigen Restbestände den Zugang zum LTE-Netz bekommen. Beim Wechsel auf einen aktuellen Tarif ist zusätzlich zu 4G/LTE in vielen Fällen sogar die 5G-Nutzung inklusive. Mit einem entsprechenden Gerät kann dann auch die volle Leistung der neuesten Technologie genutzt werden. Übrigens haben auch alle Drittanbieter mittlerweile Zugriff auf LTE im Telekom-Netz und können entsprechende Angebote für ihre Kunden schnüren.

    Für wen lohnt sich ein LTE-fähiges Gerät?
    Eigentlich für jeden. Surfen über WLAN ist natürlich auch nach der 3G-Abschaltung unverändert möglich. Wer jedoch unterwegs im Internet surft oder Videos und Fotos mit Freunden teilen möchte, nutzt am besten ein aktuelles Smartphone. Durch den Wegfall von 3G können Geräte, die nicht LTE-fähig sind, das Internet nur noch über 2G nutzen. Damit sind einfache Anwendungen weiterhin möglich, dauern aber gegebenenfalls deutlich länger als bisher gewohnt. Hier lohnt ein Wechsel auf ein neues Gerät.

    Telefonate auch mit alten Telefonen weiterhin möglich
    Telefonate laufen nach der Abschaltung von 3G entweder über 2G oder im 4G-Netz per Voice-over-LTE (VoLTE, Sprache über LTE). Über das 2G-Netz können selbst Kunden ohne moderne Geräte weiterhin miteinander sprechen. Wer ausschließlich telefonieren will, braucht also kein neues Telefon. Das 2G-Netz hat eine Bevölkerungsabdeckung von mehr als 99 Prozent.

    Für eine bestmögliche Sprachqualität empfiehlt sich jedoch die Verwendung eines VoLTE-fähigen Geräts. Das Telefonieren über 4G/LTE wird bis zum Zeitpunkt der Abschaltung in allen Telekom-Tarifen ohne Zusatzkosten möglich. Die meisten Privatkunden können bereits im Laufe des Jahres 2020 mit ihren Tarifen in hoher Sprachqualität über LTE telefonieren.

    Kann mein Telefon bereits LTE?
    Meist verrät ein Blick aufs Display, ob das eigene Gerät fit für die schnelle Datenübertragung ist. Tauchen im Gebrauch am oberen Bildrand die Bezeichnungen „4G“ oder „LTE“ auf, brauchen sich Kunden um nichts weiter zu kümmern.

    Ob sie bereits ein LTE-fähiges Telefon besitzen oder eventuell ein neues Gerät benötigen, erfahren die Kunden auch auf den Hilfe-Seiten im Internet unter www.telekom.de/hilfe/3g-abschaltung. Ein Anruf bei den kostenfreien Service-Hotlines oder ein Besuch im Telekom-Shop bringen ebenfalls Klarheit.

    Für Kunden, deren Telefone noch nicht LTE-fähig sind, gibt es attraktive Angebote. Hierzu zählen neben Smartphones auch Telefone für besondere Kundengruppen. Beispielsweise wird es ab Herbst 2020 auch spezielle Telefone für Senioren in den Telekom-Shops geben. So ist der Umstieg auf neue, leistungsfähigere Geräte leicht.

  4. #23
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    Youtube muss Daten von Raubkopierern wohl nicht an Filmfirmen geben

    Die Videoplattform Youtube muss das Verfolgen von Raubkopierern höchstwahrscheinlich nicht durch die Herausgabe von Nutzerdaten wie E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder IP-Adresse ermöglichen. Das zeichnete sich am Donnerstag in einer Verhandlung des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe ab. Das Urteil soll in den nächsten Wochen oder Monaten verkündet werden. (Az. I ZR 153/17)

    Geklagt hat der Filmverleiher Constantin. Er will Schadenersatz von drei Nutzern, die 2013 und 2014 die Kinofilme „Parker“ und „Scary Movie 5“ bei Youtube eingestellt hatten. Dort wurden sie tausendfach abgerufen. Aber die Verantwortlichen verbergen sich hinter Decknamen.

    Und anders als in Internet-Tauschbörsen hinterlassen Nutzer auf Plattformen wie Youtube nicht sichtbar ihre IP-Adresse.

    Eine 1990 ins noch ältere Urheberrechtsgesetz eingefügte Vorschrift verpflichtet den Betreiber aber nur zur Herausgabe von „Namen und Anschrift“. Auch die zugrundeliegende EU-Richtlinie spricht lediglich von „Namen und Adressen“. Das hilft Filmfirmen wie Constantin wenig.

    Die BGH-Richter sind eigentlich der Meinung, dass damit heutzutage auch E-Mail-Adressen und sogar Telefonnummern gemeint sein könnten - schließlich schreiben sich die Leute übers Smartphone auch Nachrichten. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH), dem sie den Fall vorgelegt hatten, aber inzwischen ausgeschlossen. Damit ist der Ausgang vorgezeichnet. Der Senat sei an das gebunden, was der Gesetzgeber gewollt habe, sagte der Vorsitzende Richter Thomas Koch.

    Der Anwalt von Constantin kritisierte, damit laufe der Auskunftsanspruch ins Leere. Youtube kenne weder die echten Namen noch die Anschriften. Der Anwalt von Youtube entgegnete, das Problem komme gar nicht mehr vor, seit die Plattform das System „Content ID“ einsetze. Das ist eine speziell entwickelte Software, die überprüft, ob hochgeladene Videos mit geschützten Werken übereinstimmen.

  5. #24
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    Prozess um Darknet-Cyberbunker beginnt

    Die Schaltstelle für millionenschwere kriminelle Geschäfte im Darknet war in einem ehemaligen Bunker versteckt. Über fünf Etagen unter der Erde verteilt standen mehr als 400 Server, über die Kriminelle aus aller Welt Drogen verkauften, Cyberangriffe starteten oder Falschgeld vertickten. Ende September 2019 war der Cyberbunker in Traben-Trarbach (Rheinland-Pfalz) in einer großen Polizeiaktion ausgehoben worden. Nun beginnt der Prozess gegen die Betreiber: Ab Montag (19. Oktober) müssen sich acht mutmaßliche Cyberkriminelle wegen Beihilfe zu mehr als 249 000 Straftaten vor dem Landgericht Trier verantworten.

    Was ist das Besondere an dem Verfahren? Erstmals stehen nicht die Täter im Fokus, die im Darknet etwa Drogen oder Waffen verkaufen, sondern die, welche die Geschäfte erst möglich machen. „Es ist das erste Verfahren überhaupt dieser Art“, sagt Oberstaatsanwalt Jörg Angerer von der Landeszentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz. Die Anklage richtet sich gegen Betreiber eines „Bulletproof-Hosts“ (kugelsicherer Gastgeber), der gegen Entgelt kriminellen Kunden ein vor dem Zugriff der Polizei sicheres Datenzentrum zur Verfügung stellt.

    Beschuldigt sind vier Niederländer, drei Deutsche und ein Bulgare.

    Kopf der Gruppe soll ein 60 Jahre alter Niederländer sein, der den zuvor von der Bundeswehr genutzten Bunker Ende 2013 erworben hatte.

    Laut Anklage war er derjenige, der alle geschäftlichen Entscheidungen traf. Ein weiterer Niederländer soll als eine Art Manager fungiert haben, eine Deutsche war die „Buchhalterin“. Die übrigen im Team zwischen 21 und 60 Jahren seien als Administratoren für Technik und IT zuständig gewesen. Sie sollen in wechselnder Beteiligung bei den Taten dabei gewesen sein.

    Was ist über die Server gelaufen? Dicke Fische waren der weltweit zweitgrößte Darknet-Marktplatz für verbotene Güter namens „Wall Street Market“, den Ermittler im Frühjahr 2019 zerschlagen hatten - unter anderem mit rund 240 000 Betäubungsmittel-Deals im Wert von gut
    36 Millionen Euro. Gehostete Seiten waren demnach auch der Marktplatz „Cannabis Road“ mit knapp 4000 Einzelverkäufen von Cannabisprodukten - und das Untergrundforum „Fraudsters“, über das Daten, Falschgeld, Ausweise und Drogen gehandelt wurden.

    Zum Kundenstamm gehörte auch die Darknet-Plattform „Flugsvamp“, die illegale Betäubungsmittel und verschreibungspflichtige Medikamente im Wert von 30 bis 40 Millionen Euro umsetzte. Auch der Botnetz-Angriff auf 1,25 Millionen Telekom-Router Ende November 2016 wurde laut Generalstaatsanwaltschaft über Server im Cyberbunker gesteuert.

    Geschätzter Schaden: zwei Millionen Euro. Zudem fanden Ermittler auf den Servern eine Liste mit fast 6600 Darknet-Webseiten, bei denen es sich um betrügerische Bitcoin-Lotterien sowie Marktplätze für Waffen, Mordaufträge und Kinderpornografie gehandelt habe.

    Warum haben die Ermittler fast fünf Jahre gebraucht, bis sie zuschlugen? „Weil es sehr aufwendig war, nachzuweisen, dass die Betreiber Kenntnis von den Machenschaften ihrer Kunden hatten“, sagt Angerer. Das sei aber zentral gewesen, um sie wegen Beihilfe anklagen zu können. Gelungen sei es über die Überwachung des Netzknotens im Rechenzentrum. Unter anderem anhand von Chats könne man belegen, dass die kriminelle Vereinigung von den Machenschaften wusste und diese durch die Bereitstellung der Server „maßgeblich unterstützt und gefördert“ habe.

    Wieviel IT war im Ex-Bunker der Bundeswehr? Die bei dem Zugriff sichergestellte Datenmenge unter anderem auf 886 physischen und virtuellen Servern umfasst zwei Millionen Gigabyte: Auf CD gebrannt wären das 2,6 Millionen CDs, die aufeinander gestapelt eine Höhe von 8000 Metern ergäben, hatte Kriminalhauptkommissar Patrick Fata vom Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz erklärt. Einige physische und virtuelle Server seien noch „voll verschlüsselt“.
    Die Auswertung der Server läuft noch. „Ja, wir sind noch dran und es wird auch noch dauern“, sagt Angerer. Nach einer Grobauswertung ist das jetzige Verfahren auf sieben Tatkomplexe beschränkt. Es könne aber sein, dass nach der „Feinauswertung“ der Computer weitere Anklagen wegen neuer Beihilfe-Taten auf die Bande zukämen.

    Die Daten der kriminellen Kunden des Cyberbunkers würden daraufhin geprüft, ob sie zum Nachweis von Straftaten reichten, sagt der Oberstaatsanwalt. Es gebe auch schon weitere Verfahren, die sich aus dem Cyberbunker-Komplex ergeben hätten. „Sie sind gerade angelaufen.

    Da sind wir noch in der verdeckten Phase.“ Es seien „durchaus potente Kunden“ darunter.

    Das „Bunkerverfahren“ ist nach Angaben des Landgerichts Trier bis Ende 2021 jeweils auf montags und donnerstags terminiert - Feiertage ausgenommen. Wegen der Corona-Pandemie sind im Gerichtssaal nur 23 Sitzplätze für Besucher zugelassen, darunter elf für Medienvertreter.

    Am ersten Prozesstag könnte zunächst die 40-seitige Anklage verlesen werden.

  6. #25
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    Studie: Wie teuer ist Mobilfunk im Ländervergleich?

    Mobilfunkpreise in Deutschland liegen durchgängig im Mittelfeld, egal welcher Nutzertyp man ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des US-Marktforschers Tarifica, die der IT-Branchenverband Bitkom in Auftrag gegeben hat.

    Der länderübergreifende Vergleich von Tarifen in Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Japan, den Niederlanden, Polen, Schweden, der Schweiz, Spanien, den USA und im Vereinigten Königreich orientiert sich an sechs exemplarischen Nutzerprofilen: Gelegenheits- und Normalnutzer, Social Networker, Smartphone-Gamer, Experte sowie Heavy-User.

    Günstiges Polen und Italien
    Ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie: Mit nur einer Ausnahme bieten Polen und Italien gleichbleibend die günstigsten Mobilfunkverträge für alle Profile an, während es in der Schweiz, den Vereinigten Staaten und Japan oft die teuersten Angebote gibt.

    Immerhin haben Gelegenheitsnutzer (max. 1 GB Datenvolumen; min. 0 Gesprächsminuten; 20 Mbit/s Download-Speed) und Normalnutzer (max. 3 GB; min. 150 Minuten; 20 Mbit/s) in Deutschland die zweitniedrigsten Durchschnittskosten aller untersuchten Länder. Als Grund dafür nennt die Studie ein breites Angebot an Anbietern ohne eigenes Netz und Submarken in diesem Segment. Im günstigsten Tarif zahlen Verbraucher in Deutschland im Schnitt 5,20 Euro pro Monat.

    Zero Rating ist typisch deutsch
    Als eine Besonderheit in Deutschland werten die Marktforscher das sogenannte Zero Rating, also die Kostenfreiheit für bestimmte Dienste in einem Angebot. Diese sei vor allem bei höherpreisigen Tarifen zu finden. Konkret geht es meist um Streaming-, Gaming- oder Social-Media-Apps, die unabhängig vom Datenvolumen eines Vertrags genutzt werden können.

  7. #26
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    Home Electronics Markt wächst um 6,5 Prozent in den ersten drei Quartalen 2020

    Home Electronics-Produkte mit Display und Elektro-Hausgeräte sind in Pandemie-Zeiten stark nachgefragt. Geräte mit Display unterhalten einerseits, wenn ein Großteils des Privatlebens in den eigenen vier Wänden stattfinden muss. Andererseits überbrücken sie die verordnete Distanz und verbinden die Menschen privat und geschäftlich über das Internet. Elektro-Hausgeräte unterstützen in Zeiten von „stay@home“ und machen das Leben komfortabler. Der aktuelle Home Electronics Markt Index für die ersten drei Quartale zeigt daher deutliche Umsatzzuwächse für TV-Geräte, Smartphones, Notebooks, Tablet-PCs, Monitore sowie bei Elektro-Groß- und -Kleingeräten. Der gesamte Home Electronics Markt wächst in den ersten drei Quartalen 2020 auf mehr als 31 Milliarden Euro.

    Kai Hillebrandt, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu Consumer & Home Electronics GmbH, sagt zur Marktentwicklung: „Homeoffice und Fernunterricht waren und sind für viele Menschen an der Tagesordnung. Dazu kommen die angeordneten Verhaltensregeln sowie die Kontakteinschränkung zum Schutz der Gesundheit in der aktuellen Pandemie-Situation. Dies erfordert geeignete Home Electronics-Produkte, zum Beispiel um miteinander in Kontakt zu bleiben, und führte dazu, dass sich der Wachstumskurs im Markt für Home Electronics auch im dritten Quartal fortsetzte. Die Branche konnte dabei von einer erhöhten Nachfrage profitieren, denn die Konsumenten fokussieren sich mehr auf ihr Zuhause. Entsprechend positiv entwickelte sich der Umsatz in den ersten drei Quartalen mit einem Zuwachs von 6,5 Prozent.“

    Besonders Produkte mit Display waren im Zeitraum von Januar bis September 2020 verstärkt nachgefragt. So wurde mit Fernsehgeräten ein Umsatz von 2,6 Milliarden Euro (+ 5,5 Prozent) erzielt. Die verkaufte Stückzahl stieg um 5,3 Prozent auf 4,6 Millionen TV-Geräte, während der Durchschnittspreis mit 565 Euro stabil (+ 0,2 Prozent) blieb.

    Dank eines auf 500 Euro (+ 3,8 Prozent) gestiegenen Durchschnittspreises verzeichnete die Sparte der Smartphones ein Umsatzplus von drei Prozent auf mehr als 7,6 Milliarden Euro. Dabei sank die verkaufte Stückzahl leicht um 0,8 Prozent auf knapp 15,3 Millionen Geräte.
    Im Segment der privat genutzten IT-Produkte steigerten Notebooks ihren Umsatz um 21,7 und Tablet-PCs um 19,9 Prozent. Es wurden 20,6 Prozent mehr Notebooks als im Vorjahreszeitraum verkauft, nämlich mehr als 3,1 Millionen und auch die Anzahl der verkauften PC-Tablets nahm um 3,9 Prozent auf mehr als 2,8 Millionen Stück zu. Während der Durchschnittspreis der Notebooks annähernd stabil blieb (+ 0,9 Prozent, 730 Euro), stieg er bei den Tablet-PCs um 15,4 Prozent auf 379 Euro spürbar an. Auch Monitore erreichten deutliche Stückzahl- und Umsatzzuwächse, so wurden von Januar bis September 2020 mehr als 2,5 Millionen Monitore (+ 40,2 Prozent) bei einem Umsatz von 573 Millionen Euro (+ 43,1 Prozent) verkauft.

    Die seit langem positive Entwicklung im Bereich der Elektro-Hausgeräte setzte sich in den ersten drei Quartalen 2020 ebenfalls fort: Das Umsatzplus bei Elektro-Großgeräte betrug in diesem Zeitraum sieben Prozent und liegt bei knapp sieben Milliarden Euro. Bei den Elektro-Kleingeräten fällt der Zuwachs mit 12,8 Prozent und mehr als 4,4 Milliarden Euro Umsatz noch stärker aus.

    Mit einem Umsatz von mehr als 19,6 Milliarden Euro weist der Bereich Consumer Electronics in den ersten drei Quartalen 2020 ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. Dabei entwickelte sich vor allem das Segment der privat genutzten IT-Produkte mit einem Umsatzzuwachs von 16,9 Prozent auf knapp 5,4 Milliarden Euro äußert positiv. Die privat genutzten Telekommunikationsprodukte verzeichnen ein Wachstum von 3,4 Prozent auf mehr als 8,5 Milliarden Euro, was neben den Smartphones vor allem an einem erneuten Wachstum der Core Wearables (+ 11,6 Prozent Umsatz) lag. Das Segment Unterhaltungselektronik konnte mit einem Umsatz von knapp 5,7 Milliarden Euro den Umsatzrückgang im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 leicht verringern auf minus 2,3 Prozent. Dies lag neben den positiven TV-Zahlen vorwiegend am Wachstum der Videogames-Konsolen (+ 13,8 Prozent Umsatz).

    „Die nach wie vor von der Corona-Pandemie bestimmte Situation lässt keine belastbare Prognose für das Gesamtjahr 2020 zu. Da aber für viele Home Electronics-Produkte weiterhin eine große Nachfrage besteht, sind wir für den Gesamtmarkt der Consumer Electronics sowie der Elektro-Hausgeräte vorsichtig optimistisch hinsichtlich einer weiter positiven Entwicklung, speziell für das anstehende Cyberweek- und Weihnachtsgeschäft. Dabei spielt auch die gesenkte Mehrwertsteuer eine fördernde Rolle“, erklärt Kai Hillebrandt abschließend.

    Die Marktzahlen der HE-Branche werden von der gfu Consumer & Home Electronics GmbH sowie der GfK Retail and Technology GmbH gemeinsam einheitlich für alle Marktteilnehmer in Form des offiziellen Home Electronics Market Index HEMIX erhoben und in Kooperation mit dem Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) für jedes Quartal veröffentlicht. Der HEMIX enthält aktuelle Marktinformationen aus den Quellen der beteiligten, kompetenten Partner.

    Der HEMIX zeigt auf Basis Menge und Wert die quartalsweise Marktentwicklung in Deutschland auf. Der Home Electronics-Markt ist dabei fest und einheitlich definiert als die Summe der Verkäufe in Deutschland an private Konsumenten.

  8. #27
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    RKI veröffentlicht neue Version der Corona-Warn-App

    Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht in einer verbesserten Variante zum Herunterladen bereit. Am Mittwochnachmittag ist die aktuelle Version 1.7 im Google Play Store und dem App Store von Apple erschienen. Mit dem Update kann die Risikoüberprüfung nun mehrmals täglich erfolgen. Bislang erfolgte die Aktualisierung nur einmal am Tag. Außerdem erhalten positiv getestete Nutzer mit der aktuellen Version eine Erinnerung, wenn sie ihr Testergebnis noch nicht geteilt haben sollten.

    Die im Juni gestartete Warn-App des Robert Koch-Instituts (RKI) kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben.

    Die Anwendung, die von den beiden deutschen Tech-Konzernen SAP und Deutsche Telekom im Auftrag des RKI entwickelt wurde und betrieben wird, ist inzwischen mehr als 22 Millionen Mal auf geeigneten Smartphones heruntergeladen worden. Die Zahl der aktiven Nutzer liegt etwas unter diesem Wert, da manche Anwender die App wieder deinstalliert oder den Bluetooth-Funk dauerhaft deaktiviert haben. In Deutschland werden insgesamt schätzungsweise 53 Millionen Smartphones aktiv genutzt, auf denen die App laufen könnte.

    Mit der aktuellen Version 1.7 können nun Nutzer schneller über mögliche Risikobegegnungen informiert werden. Die mehrmals tägliche Überprüfung erfolgt nach Angaben des RKI automatisch. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Smartphone mit dem WLAN verbunden ist.

    Die standardmäßige, tägliche Risikoüberprüfung wird weiterhin unabhängig vom WLAN einmal am Tag durchgeführt, bei Bedarf also über das Mobilfunknetz.

    Des Weiteren erhalten Nutzer zwei Stunden nachdem sie das positive Testergebnis in der App geöffnet haben eine Erinnerung, das Ergebnis zu teilen, sofern das noch nicht geschehen ist. Nach weiteren vier Stunden erfolgt eine zweite Erinnerung, wenn die Nutzer das Testergebnis dann noch nicht geteilt haben. Mit einem Klick auf die Erinnerung gelangen die Anwender direkt zur Funktion zum Teilen ihres Ergebnisses. Die Macher der App reagieren damit auf die Tatsache, dass längst nicht alle App-Anwender, die positiv getestet wurden, das Ergebnis auch in die Anwendung eingetragen und damit die digitale Warnkette ausgelöst haben.

    Die am Mittwoch veröffentlichte Version ist das erste von insgesamt vier geplanten Updates der Corona-Warn-App bis zum Jahresende 2020.

    In den weiteren Aktualisierungen soll ein Kontakt-Tagebuch eingeführt werden, im dem die Anwender selbst eintragen können, mit wem sie sich wann getroffen haben. Außerdem sollen Informationen rund um die Entwicklung der Pandemie in die App integriert werden.

  9. #28
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    Discounter und Supermärkte sollen Elektroschrott annehmen

    Alte Elektrogeräte wie Rasierer oder Handys sollen Bürgerinnen und Bürger künftig auch in Discountern und Supermärkten abgeben können. Eine entsprechende Gesetzesänderung beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin. Voraussetzung ist, dass die Ladenfläche größer als 800 Quadratmeter ist und sie selbst mehrmals im Jahr Elektrogeräte verkaufen. „Damit wird es deutlich leichter, im Alltag kleinere Elektro-Altgeräte zurückzubringen“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen, in Kraft treten sollen die Regeln erst 2022.

    Bis zu einer Kantenlänge von 25 Zentimeter soll das Recht auf Rückgabe nicht davon abhängen, ob die Kunden auch ein neues Gerät kaufen. Die Geschäfte müssen den ausgedienten Taschenrechner oder die Powerbank auf jeden Fall annehmen - auch, wenn sie anderswo gekauft wurden. Für größere Geräte soll gelten, dass Kunden sich ein neues kaufen müssen, um das alte abzugeben - etwa, wenn ein Supermarkt im Rahmen einer Aktion Fernseher anbietet.

    Auch auf Online-Händler kommen neue Pflichten zu: „Da müssen die Händler künftig Elektroaltgeräte kostenlos unkompliziert zurücknehmen und recyceln“, sagte Schulze der dpa. „Künftig dürfen große Händler, ob online oder offline, Elektrogeräte nicht mehr verkaufen, wenn sie sie nicht auch zurücknehmen.“ Zudem ist geplant, dass die Online-Verkäufer das Angebot, ein Altgerät mitzunehmen, auch aktiv machen müssen. Online-Marktplätze sollen prüfen müssen, ob die bei ihnen vertretenen Anbieter sich auch am Recycling-System beteiligen.

    Hintergrund ist, dass in Deutschland bisher weniger alte Elektrogeräte eingesammelt werden als eigentlich von der EU vorgeschrieben. 2018 waren es 43,1 Prozent bezogen auf die verkauften Geräte der drei Vorjahre, die Quote lag aber bei 45 Prozent. Seit 2019 liegt sie sogar bei 65 Prozent, offizielle Zahlen zur Sammlung gibt es noch nicht. Eigentlich sind Bürger verpflichtet, ihren Müll zu trennen - dazu gehört auch, dass Elektroschrott weder in den Restmüll noch in die gelbe Tonne oder den gelben Sack gehört.

    Allerdings kontrolliert niemand den Hausmüll, es droht keine Strafe.

    Vor dem Hintergrund strengerer Sammelpflichten wurden ab Sommer 2016 der stationäre und der Online-Handel stärker in die Pflicht genommen, Elektroschrott zurückzunehmen, um Verbrauchern den Weg zum Wertstoffhof zu ersparen. Bisher gilt die Rücknahme-Pflicht für Geschäfte aber nur, wenn sie eine Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern haben, im Online-Handel gelten Lager- und Versandflächen.

    Eine Sprecherin des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) sagte, für die Verbraucher sei nach wie vor der kommunale Wertstoffhof „die erste Adresse“, wenn es um die Entsorgung gehe. Für gute Sammelergebnisse sei daher entscheidend, „die kommunalen Sammelstrukturen zu stärken“ - etwa über eine Mitfinanzierung der Wertstoffhöfe „insbesondere durch den Onlinehandel“.

  10. #29
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    Über fünf Millionen PCs in Deutschland mit unsicherem Windows

    Behörden, Unternehmen und private Nutzer setzen noch immer massenhaft das vor einem Jahr eingestellte PC-Betriebssystem Windows 7 ein, obwohl die Software inzwischen massive Sicherheitslücken aufweist. Nach aktuellen Berechnungen des Analyseunternehmens Statcounter laufen in Deutschland rund 8,3 Prozent aller Windows-Rechner mit der veralteten Software. Das entspricht etwa vier Millionen Computern. Zusammen mit den ebenfalls unsicheren Windows-Versionen Vista, XP und 8, die noch im Einsatz sind, addiert sich das auf 5,2 Millionen Geräte, deren Betriebssystem dringend ausgetauscht werden müsste.

    Microsoft hatte vor gut einem Jahr (14.1.2020) die kostenlose Versorgung mit Updates für Windows 7 eingestellt. Unternehmen und Organisationen haben jedoch die Möglichkeit, eine Support-Verlängerung bei Microsoft einzukaufen. Davon hatte unter anderem das Land Berlin Gebrauch gemacht und einen „hohen sechsstelligen Betrag“ im Jahr 2020 ausgegeben. Die Bundeshauptstadt will den endgültigen Umstieg auf Windows 10 in diesem Jahr abschließen.

    Private Anwender können den Extra-Support von Microsoft nicht abonnieren und müssen ohne Updates auskommen. Weltweit ist Windows 7 noch auf rund 18 Prozent aller Windows-Computer zum Einsatz, die sich regelmäßig im Internet bewegen. Statcounter stellt auf über zwei Millionen Websites mit einem Tracking-Code fest, welches Betriebssystem von den Anwendern genutzt wird.

    Viele Nutzer unterschätzten dabei das Sicherheitsrisiko einer veralteten Windows-Version, sagte Thomas Uhlemann, Security Specialist der Sicherheits-Softwarefirma ESET, der dpa. „Eine Schwachstelle genügt und die Computer sind offen wie ein Scheunentor für Cyberkriminelle.“ Dieses Verhalten sei fahrlässig. „Informationen über bekannte Sicherheitslücken verbreiten sich in Untergrundforen rasant und werden für eine Vielzahl von Angriffsszenarien verwendet.“

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    Warum WhatsApp plötzlich massenhaft Nutzer verliert

    Das neue Jahr könnte einen Erdrutsch in Sachen Messengernutzung bringen: Bislang ist WhatsApp der weltweit am meisten genutzte Messengerdienst, erst im vergangene Jahr knackte WhatsApp die 2-Milliarden-Nutzer-Marke. Doch am Horizont scheint sich ein schnelles Ende der goldenen Ära der grünen Kurznachrichten-App abzuzeichnen. Ein Schicksal, das ich der Messenger zu großen Teilen selbst ausgesucht hat: WhatsApp gilt nicht erst seit der Übernahme durch Facebook nicht gerade als die beste Wahl in Sachen Datensicherheit, doch mit Februar werden Nutzer nun erstmals vor ein Ultimatum gestellt: Durch ein Update werden ab 8. Februar Daten von WhatsApp mit Facebook geteilt. Nutzerinnen und Nutzer des Messengers müssen dafür zwar freilich ihre Zustimmung geben, doch falls sie es nicht tun, können sie WhatsApp nicht mehr verwenden.

    Elon Musk: "Verwendet Signal"
    Die Neuigkeiten rund um das Daten-Ultimatum seitens WhatsApp und Mutterkonzern Facebook dürften nicht unschuldig daran sein, dass Signal in den vergangenen drei Tagen einen nie dagewesenen Ansturm an neuen Nutzerinnen und Nutzern erlebte. Zwischenzeitlich war der Andrang auf den blauen Messenger, der von einer Non-Profit-Stiftung entwickelt wurde, so enorm, dass der Dienst mit der Registrierung nicht nachkam. Weiteren reichweitenstarken Rückenwind gab es vom gerade erst von einem gewissen Twitter-affinen Multimilliardär, und zwar Tesla-Boss Elon Musk. Der eben erst von Bloomberg zum neuen reichsten Menschen der Welt erklärte Tech-Manager warb in einem kurzen Tweet für den Messenger, nachdem Musk in einem vorangehenden Tweet scharfe Kritik an WhatsApp-Mutter Facebook geleistet und einen direkten Bezug zwischen dem Sozialen Netzwerk und dem Sturm auf das US-Kapitol hergestellt hatte.

    "Verwendet Signal": Musks Aufruf wurde tausende Male auf Twitter geteilt und viele Menschen auf der ganzen Welt dürften diesem auch gefolgt sein. Für Signal bedeutet das eine nie vorher dagewesene Aufmerksamkeit. Die App galt, gemeinsam mit anderen Diensten wie beispielsweise Telegram, vor allem unter Menschen, die besonders viel Wert auf Datenschutz legen, als beliebte Alternative für WhatsApp. Zu den prominentesten bisherigen Signal-Usern unt Unterstützern gehören US-Whistleblower Edward Snowden und Twitter-CEO Jack Dorsey.

    Große Unterschiede zwischen den Messengern
    Wo aber liegen nun genau die Unterschiede zwischen WhatsApp und Signal? Auf den ersten Blick sieht der Aufbau der Messenger-Apps sehr ähnlich aus, und tatsächlich sollten User, die von WhatsApp auf Signal wechseln, kaum Funktionen der gewohnten App vermissen. Doch in Sachen Datenschutz klaffen die Welten der beiden Messengerdienste tatsächlich weit auseinander: Wenngleich sowohl bei WhatsApp als auch bei Signal Nachrichten verschlüsselt werden, sammelt WhatsApp laufend Daten. Dabei handelt es sich zwar nicht um die Inhalte von Nachrichten, allerdings sammelt WhatsApp sehr wohl Daten über seine Benutzer. Ab Februar werden diese auch mit gesammelten Daten von Facebook verknüpft, was vor allem der noch effizienteren Schaltung von zielgruppengerichteter Werbung dient.

    Signal hingegen verknüpft keinerlei Datensätze. Zur Registrierung wird nur eine Telefonnummer benötigt. Da Signal aus Senden finanziert wird, ist die App nicht darauf angewiesen, Profit aus den eigenen Nutzern zu generieren. Im Gegensatz zu WhatsApp wird Signal auch offen entwickelt, was bedeutet, dass User mit entsprechenden Programmierkenntnissen auch einfach nachvollziehen können, ob Signal die eigenen Versprechen in Sachen Datenschutz auch wirklich einhält.

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