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Thread: Allgemeine Neuigkeiten

  1. #1
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    Allgemeine Neuigkeiten

    Ein Drittel aller PC-Anwender ignoriert Support-Ende von Windows 7

    Rund 30 Prozent aller PC-Anwender haben immer noch das veraltete Betriebssystem Windows 7 im Einsatz. Das geht aus Berechnungen des Sicherheitsunternehmens ESET hervor. Für die Uralt-Software gibt es von diesem Dienstag an keinen kostenlosen Support durch Microsoft mehr. Außerdem unterstützt der Konzern künftig auch nicht mehr die Server-Betriebssysteme Microsoft Server 2008 und 2008 R2. „Wer weiterhin die drei Dinosaurier im Einsatz hat, muss mit gravierenden Folgen für die Sicherheit seiner Daten beziehungsweise seines Unternehmens rechnen“, sagte Sicherheitsexperte Thomas Uhlemann von ESET. „Entfallen die regelmäßigen Sicherheit-Patches, werden bekanntgewordene Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen.“

    Zu den öffentlichen Einrichtungen, die den Umstieg auf ein modernes Betriebssystem nicht geschafft haben, gehört die Berliner Stadtverwaltung. Dort waren im Dezember erst knapp zwei Drittel der 82 000 IT-Arbeitsplätze auf Windows 10 umgestellt worden. Experten gehen davon aus, dass das Land Berlin eine sechsstellige Summe für einen gesonderten Support-Vertrag ausgeben muss, um die noch nicht umgestellten Arbeitsplätze am Laufen zu halten.

    Windows 7 kam vor über zehn Jahren am 22. Oktober 2009 als Nachfolger des erfolglosen Windows Vista auf den Markt. Auch der Nachfolger Windows 8 kam mit Startschwierigkeiten und überzeugte viele Nutzer nicht. Daher blieben vor allem viele Unternehmen Windows 7 über Jahre hinweg treu.

    Die Schwachstellen des Systems, die künftig nicht mehr kostenlos geflickt werden, könnten Cyberangriffe erleichtern, warnte ESET.

    Entwickler von Schadprogrammen hätten bereits gezielt Schadcodes für bekannt gewordene Windows-Schwachstellen programmiert. „Der Umstieg auf ein modernes Betriebssystem ist für Unternehmen und Privatanwender unausweichlich“, sagte Uhlemann. „Cyberkriminelle warten nur darauf, nicht mehr geschlossene Sicherheitslücken bei Windows 7 auszunutzen. Die weiterhin hohen Nutzerzahlen versprechen fette Beute.“

  2. Z2U.com - IPTV
  3. #2
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    Microsoft schließt gravierende Windows-Schwachstelle

    Microsoft hat eine brisante Sicherheitslücke in seinem Windows-Betriebssystem geschlossen, dank der sich böswillige Schadsoftware als legitime Programme ausgeben konnte. Der Hinweis kam vom US-Abhördienst NSA, der die Schwachstelle entdeckte und dem Softwarekonzern meldete. Die Lücke kann nur durch die Installation des am Dienstag veröffentlichten Updates für Windows 10, 8.1 und Windows Server (2012, 2016 und 2019) geschlossen werden.

    Für das veraltete Betriebssystem Windows 7, das noch auf Millionen PCs läuft, wird es dagegen kein kostenloses Sicherheitsupdate mehr geben. In dem Hinweis zum monatlichen Sicherheits-Update verwies Microsoft lediglich darauf, dass der Support für Windows 7 und ältere Server-Systeme am Dienstag (14. Januar) ausgelaufen sei. Firmen und Organisationen können über einen kostenpflichtigen Wartungsvertrag noch mit dem notwendigen Patch versorgt werden. Bei Privatkunden dagegen können neue Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden.

    Bei US-Geheimdiensten gibt es ein Abwägungsverfahren, in dem entschieden wird, ob eine von ihnen entdeckte Sicherheitslücke stillschweigend ausgenutzt oder zum Schließen gemeldet wird. Vor einigen Jahren wurde eine einst von der NSA genutzte Schwachstelle öffentlich bekannt und machte die Welle von Angriffen mit dem WannaCry-Trojaner möglich. Das Schadprogramm verschlüsselte Computer und forderte Lösegeld. Betroffen waren unter anderem britische Krankenhäuser und Anzeigen auf Bahnhöfen in Deutschland.

    Im aktuellen Fall fand die NSA heraus, dass Windows unter Umständen gefälschte Vertrauenswürdigkeitszertifikate von Software akzeptierte. Solche Zertifikate sind in vielen Fällen die Voraussetzung dafür, dass Programme auf Computern laufen dürfen. Dieses System sei grundsätzlich weiterhin sicher, nur seine Umsetzung in diesem konkreten Fall müsse korrigiert werden, betonte die NSA.

    Technisch gesehen hat der Fehler bei der Prüfung von Signaturen mit einer Schwachstelle in einer Software-Komponente für die Verschlüsselungstechnik (Windows CryptoApi) zu tun. Das gilt sowohl für Codesignaturen als auch für so genannte TLS-Zertifikate. Bei einem Angriff habe der Benutzer keine Möglichkeit, eine Datei als bösartig zu erkennen, da die digitale Signatur scheinbar von einem vertrauenswürdigen Anbieter stammt, erläuterte Microsoft.

  4. #3
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    WhatsApp erreicht zwei Milliarden Nutzer

    Der Chatdienst WhatsApp hat die Marke von zwei Milliarden Nutzern geknackt. Die Facebook-Tochter betonte dabei am Mittwoch ausdrücklich, dass die Inhalte standardmäßig mit Komplett-Verschlüsselung vor fremdem Zugriff geschützt sind.

    WhatsApp-Chef Will Cathcart sagte dem „Wall Street Journal“, die Popularität von WhatsApp bei den Nutzern zeige, dass verschlüsselte Kommunikation verteidigt werden müsse.

    Zuletzt hatte die US-Regierung einen neuen Anlauf gemacht, vom Silicon Valley Hintertüren für Ermittler in Verschlüsselungssystemen zu fordern. Die Behörden kritisieren, dass sie auch mit richterlichem Beschluss nicht an Nachrichten von Kriminellen herankommen - anders als bei klassischen SMS oder Telefonaten, wo es gesetzlich verordnete Überwachungsschnittstellen gibt. Die Tech-Unternehmen kontern, dass eine Hintertür für Behörden potenziell auch von Online-Kriminellen missbraucht werden könnte und deshalb die Sicherheit der Nutzer-Daten gefährden würde.

  5. #4
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    Smartphone-Betriebssystem: Was Android 11 alles kann

    Google hat eine allererste Version des künftigen Android 11 veröffentlicht, die sich an Entwickler richtet und auf Pixel-Smartphones installiert werden kann. Trotzdem verrät der Internetkonzern bereits jetzt, wohin die Android-Reise geht und welche neuen Funktionen in das mobile Betriebssystem einziehen sollen.

    Neu ist etwa die Unterstützung von 5G-Mobilfunknetzen, die unter anderem ein spezielles Bandbreiten-Management umfasst. Android soll künftig auch mit mehr Display-Formfaktoren zurecht kommen - vom Klapp-Bildschirm bis hin zu für die Frontkamera gelochten Panels (Pinhole) oder Displays, die sich links und rechts nach außen hin wölben (Waterfall).

    Auch einen besseren Überblick über laufende Chats und Konversationen verspricht Google bei Android 11: Diese sollen einen eigenen Bereich im Benachrichtigungsmenü erhalten, das sich von oben herunterziehen lässt. Speziell für Chat-Apps soll es eigene Benachrichtigungs-Blasen (Bubbles) zum schnellen Lesen und Antworten geben.

    Verbesserungen kündigt Google auch in Sachen Privatsphäre an: App-Berechtigungen sollen Nutzerinnen und Nutzer künftig auch temporär vergeben können - insbesondere bei besonders sensiblen Zugriffen wie auf Standort, Mikrofon oder Kamera. Praktisch soll das etwa so aussehen, dass eine App solche Rechte nur so lange hat, wie sie benutzt wird. Verlässt man die App, erlöschen auch die Rechte.

    Fertig entwickelt dürfte Android 11 nicht vor Herbst dieses Jahres sein. Bis das Betriebssystem dann auf ersten Geräten zu finden ist, dürften weitere Monate ins Land ziehen - von Googles Pixel-Geräten einmal abgesehen.

  6. #5
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    Home Electronics Markt wächst 2019 um 0,6 Prozent

    Der Markt für Home Electronics-Produkte (HE), dargestellt im HEMIX, Home Electronics Market Index, ist im Gesamtjahr 2019 um 0,6 Prozent gewachsen und hat so ein Umsatzvolumen von 42,6 Milliarden Euro erreicht. Das gab die gfu Consumer & Home Electronics GmbH im Rahmen der Veröffentlichung Ihrer jährlichen Marktzahlen der HE-Branche bekannt.

    „Der Umsatzzuwachs im Markt für Home Electronics-Produkte ist auf die positive Entwicklung der Produktsegmente privat genutzte IT-Produkte sowie Elek-trogroß- und Kleingeräte zurückzuführen, während die klassische Unterhaltungselektronik und die privat genutzten Telekommunikationsprodukte insgesamt rückläufig waren“, konstatiert Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Aufsichtsrats der gfu Consumer & Home Electronics GmbH, Frankfurt.

    Das Segment Consumer Electronics (klassische Unterhaltungselektronik, privat genutzte IT-Produkte und privat genutzte Telekommunikation) musste einen Rückgang um 1,5 Prozent auf 27,7 Milliarden Euro hinnehmen. Hier entwickelte sich die Sparte der privat genutzten IT-Produkte mit einem Plus von 4,1 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro in 2019 positiv. Im Bereich der klassischen Unterhaltungselektronik steht für 2019 ein Minus von 5,6 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zu Buche. Die Sparte der privat genutzten Telekommunikation verzeichnete mit knapp 12,1 Milliarden Euro einen Rückgang um 1,4 Prozent.

    Elektro-Hausgeräte verzeichneten einen gestiegenen Umsatz von 14,9 Milliarden Euro, ein Plus von 4,7 Prozent. Die Produktsparte Elektro-Großgeräte konnte 2019, nach einem einmaligen Rückgang im Vorjahr, mit 3,2 Prozent auf neun Milliarden Euro wachsen und so wieder an die mehr als zehnjährige Erfolgsgeschichte anknüpfen. Mit Elektro-Kleingeräten wurde 2019 mit einem Plus von 7,1 Prozent auf knapp 5,9 Milliarden Euro erneut eine Umsatzsteigerung erreicht. Auch diese positive Entwicklung ist seit mehr als zehn Jahren stabil.

    Entwicklungen 2019
    Smartphones stagnieren, Wearables wachsen
    Smartphones generierten zwar den nach wie vor größten Umsatz im Segment Consumer Electronics, mussten aber 2019 einen Rückgang hinnehmen. Der Umsatz fiel um 3,5 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro, die verkaufte Stückzahl lag bei 22,1 Millionen Stück (- 4,2 %). Der Durchschnittspreis der Smartphones stieg 2019 dennoch weiter auf 492 Euro (+ 0,7 %). Wearables konnten 2019 ihr Wachstum fortsetzen. Mit einem Plus von 36,5 Prozent bei der Stückzahl auf 5,6 Millionen wurde ein Umsatz von 940 Millionen Euro (+ 38,1 %) erreicht.

    Große Bild-Formate setzen Erfolg fort – OLED- und UHD-Anteil steigen weiter
    Den größten Umsatzanteil der klassischen Unterhaltungselektronik stellt mit 3,7 Milliarden Euro der TV-Bereich. Der Umsatz gegenüber dem Vorjahr weist einen Rückgang um neun Prozent auf. Der Trend zu größeren Bilddiagonalen und gut ausgestatteten Geräten hat sich 2019 dennoch weiter fortgesetzt. Geräte mit Bildschirmen von 45 Zoll (94 cm) und größer stellen mit 2,7 Milliarden Euro (73 %) den größten Umsatzanteil. 88 Prozent des Umsatzes entfielen 2019 auf UHD-TV-Geräte mit einer Auflösung von acht Millionen Bildpunkten. Mit 4,4 Millionen wurde die Stückzahl dabei um 20 Prozent gesteigert. TV-Geräte mit OLED-Technologie konnten 2019 einen Umsatz von 571 Millionen Euro erzielen, ein Zuwachs um 11 Prozent. Der Absatz stieg um 26 Prozent auf 306.000 Stück.

    Soundbars, A/V-Zubehör und DAB+ mit Zuwachs erfolgreich
    Seine positive Entwicklung der Vorjahre setzte auch 2019 der Bereich Soundbars mit einem Umsatzzuwachs von 12,8 Prozent fort. Mit einem Absatzplus von 13,2 Prozent wurde bei der Stückzahl erstmals die Millionengrenze (1,06 Mio. Stück) überschritten. Erneut erfolgreich war mit einer Umsatzsteigerung um 35,5 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro auch das Segment Audio-/Video-Zubehör. Dabei erreichten die Kopfhörer insgesamt eine Stückzahl von 14,6 Millionen (+ 15 %) und einen Umsatz von 932 Millionen Euro (+ 61,2 %). Maßgeblich dafür sind die neuen „wireless“ Modelle mit drahtloser Bluetooth-Signalübertragung. Empfänger für Digitalradio (DAB+) verzeichneten in 2019 einen Stückzahlzuwachs um 6,6 Prozent auf 1,5 Millionen Geräte. Der Umsatz stieg dabei auf 219 Millionen Euro (+ 0,4 %).

    IT-Segment positiv
    Alle drei PC-Sparten verzeichneten in 2019 ein Umsatzplus. Die Tablet-PCs konnten um 12,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zulegen, bei einem Stückzahlrückgang um 0,3 Prozent auf knapp 4,1 Millionen Stück. Knapp vier Millionen Notebooks (- 0,4 %) wurden 2019 verkauft. Dies bedeutet 2,8 Milliarden Euro Umsatz, eine Steigerung um 2,5 Prozent. Desktop-PCs erreichten einen Absatz von einer Million Stück (+ 8,8 %) bei einem Umsatz von 824 Millionen Euro (+ 9,2 %).

    Entwicklung 2020 von äußeren Einflüssen abhängig
    „Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich die möglichen Einflüsse des Corona-Virus auf die weltweit vernetzten Lieferketten und damit die Verfügbarkeit von Produkten sowie die Entwicklung der Kaufbereitschaft in Deutschland nicht seriös vorhersagen. Sobald diese Einwirkungen nicht mehr bestehen, sehen wir für den Home Electronics Markt, wie wir ihn im HEMIX abbilden, die Voraussetzungen für eine stabile bis leicht positive Entwicklung auf hohem Niveau aufgrund innovativer Produkte, hoher Anschaffungsbereitschaft der Konsumenten sowie dem Ersatzbedarf für das laufende Jahr als gegeben“, erklärt Hans-Joachim Kamp.

    Die Marktzahlen der HE-Branche werden von der gfu Consumer & Home Electronics GmbH sowie der GfK Retail and Technology GmbH gemeinsam einheitlich für alle Marktteilnehmer in Form des offiziellen Home Electronics Market Index HEMIX erhoben und in Kooperation mit dem Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) für jedes Quartal veröffentlicht. Der HEMIX enthält aktuelle Marktinformationen aus den Quellen der beteiligten, kompetenten Partner.

    Der HEMIX zeigt auf Basis Menge und Wert die quartalsweise Marktentwicklung in Deutschland auf. Der Home Electronics-Markt ist dabei fest und einheitlich definiert als die Summe der Verkäufe in Deutschland an private Konsumenten.

  7. #6
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    Youtube drosselt in Corona-Krise Bildqualität auch weltweit

    Youtube wird die Bildqualität nun nicht nur in Europa, sondern auch im Rest der Welt runterschrauben, um in der Coronavirus-Krise die Netze zu entlasten. Bei Videos wird als Grundeinstellung die Standard-Auflösung statt HD voreingestellt, wie die zu Google gehörende Videoplattform am Dienstag mitteilte. Die Nutzer können die Videoqualität manuell ändern. Die Drosselung in Europa war vergangene Woche zunächst für 30 Tage angekündigt worden.

    Die EU-Kommission hatte die Reduzierung beim Datendurchsatz von den Streamingdiensten eingefordert, aus Sorge, dass die verstärkte Heimarbeit und Nutzung von Unterhaltungsangeboten die Netze verstopfen. Internet-Anbieter versicherten bisher, dass sie den Anstieg schultern können. Allerdings könnte die lokale Netzanbindung an den Wohnorten ein Nadelöhr sein. Der EU-Kommission geht es darum, dass die Auslastung der Netze das Arbeiten von zu Hause und Zugang zu Bildungsangeboten erlaubt.

  8. #7
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    IFA 2020 kann nicht wie gewohnt stattfinden

    Aufgrund des gestern seitens des Landes Berlin kommunizierten Verbots von Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern bis 24. Oktober 2020 kann die IFA 2020, die weltweit bedeutendste Messe für Consumer Electronics und Home Appliances, nicht im gewohnten Rahmen stattfinden.

    Die Veranstalter der IFA, gfu und Messe Berlin, diskutieren aktuell die nun notwendigen Schritte und finalisieren ein bereits in der Erarbeitung befindliches Alternativkonzept für die IFA 2020, das auf den Stärken der IFA als Leitmesse und führende Innovationsplattform aufbauen wird. Weitere Details zur aktualisierten Planung werden in Kürze vorgestellt.

    Derartig belebt wird es dieses Jahr auf der IFA nicht aussehen können Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu Consumer und Home Electronics GmbH erklärt dazu: „Die neuen Rahmenbedingungen treffen uns natürlich nicht völlig überraschend. Sie schaffen nun aber Klarheit und ermöglichen uns, gemeinsam mit unserem Partner Messe Berlin sowie namhaften Ausstellern, eine konkrete Planung und Vorbereitung.“

  9. #8
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    IFA 2020 in neuer Form – Zutritt nur für Fachbesucher und Journalisten

    Die IFA, die weltweit bedeutendste Messe für Consumer Electronics und Home Appliances, findet 2020 auf Grund der Entwicklungen durch die Corona-Pandemie als dreitägige Veranstaltung ausschließlich für Fachbesucher und Journalisten sowie nur auf Einladung statt.

    Mit dem Konzept der IFA 2020 werden Gesundheit und Sicherheit höchste Priorität haben. Die diesjährige Sonderausgabe der IFA, die an drei Tagen – vom 3. bis 5. September – geplant ist, werde alle durch die COVID-19-Pandemie notwendig gewordenen Auflagen berücksichtigen, teilte die Messe Berlin GmbH am 19. Mai mit. Eine Teilnahme an der IFA 2020 sei nur nach Registrierung oder auf Einladung möglich, hieß es. Dadurch werde die Teilnehmerzahl streng limitiert.

    Die IFA 2020 wird die erste Gelegenheit für die Consumer Electronics- und Home Appliances-Industrie seit dem Ausbruch der Pandemie bieten, neue Produkte und Dienstleistungen direkt den Medien und so auch den Konsumenten sowie dem Handel zu präsentieren. Die IFA findet traditionell zum besten Zeitpunkt für Marken, Hersteller und den Handel auf der ganzen Welt statt: Kurz vor der wichtigsten Verkaufssaison des Jahres, die vom Singles Day über Black Friday und Cyber Monday, bis Weihnachten sowie Chinese New Year reicht.

    „Nach all den Veranstaltungsausfällen der vergangenen Monate braucht unsere Branche dringend diese Plattform, um ihre Innovationen zu präsentieren. Die IFA bietet dafür nicht nur den besten Zeitpunkt, sondern auch noch effiziente Beteiligungsmöglichkeiten“, sagt Jens Heithecker, Executive Director der IFA Berlin. Virtuelle Veranstaltungen seien zwar nützlich, aber ihnen fehle „die menschlich emotionale Verbindung, die Veranstaltungen wie die IFA Berlin so unglaublich wertvoll machen“, so Heithecker weiter.

    Das Konzept für die IFA 2020 wird in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden in Deutschland die Gesundheit und die Sicherheit aller Teilnehmer gewährleisten. Die Messe Berlin wird sicherstellen, dass Abstandsregeln, eine sorgfältige Kontrolle der Teilnehmerzahl und andere wirksame Maßnahmen der öffentlichen Hygiene gewährleistet werden können.

    Aufgrund der aktuell bestehenden Regelungen wird die IFA 2020 nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein, sondern als reine Einladungsveranstaltung durchgeführt.

    Vier Veranstaltungen – eine IFA
    Die diesjährige IFA wird aus vier eigenständigen Veranstaltungen bestehen und aktuell mit nicht mehr als 1.000 Teilnehmern pro Tag für jede Veranstaltung geplant.

    Auf dieser Basis können die Veranstalter eine gesicherte Umgebung planen, hoffend, dass sich die allgemeinen Rahmenbedingungen bis zur Veranstaltung weiterhin verbessern.

    Die vier Veranstaltungen der IFA 2020 sind:

    IFA Global Press Conference
    Die IFA hat ihre Global Press Conference, welche normalerweise im April stattfindet, in den September verlegt und in eine globale Plattform für Innovation und Technologie entwickelt.

    Zur IFA Global Press Conference werden rund 800 Journalistinnen und Journalisten aus mehr als 50 Ländern nach Berlin eingeladen, so dass die Hersteller ihre neuesten Produkte und Technologien live und direkt vor Ort präsentieren können.

    Alle Keynotes und Unternehmenspressekonferenzen finden nur auf den von der IFA kuratierten Keynote-Bühnen statt. Dadurch wird auch die Anzahl der Produktionsmitarbeiter vor Ort gering gehalten und sichergestellt, dass sowohl auf der Bühne, als auch im Plenumsbereich für die Medien höchste Hygienestandards eingehalten werden.

    Zusätzlich zu den Unternehmenspressekonferenzen wird für die Industriepartner die Möglichkeit bestehen, intelligente Unternehmens- und Markenpräsentationen anzufertigen, um diese in Interviews und weiterführenden Gesprächen mit Medienvertretern vorzustellen.

    Für die Journalisten wird die IFA Global Press Conference in diesem Jahr die bisher effizienteste Art und Weise sein, über die Technologie-Highlights zu berichten. Es ist ihre erste Gelegenheit nach dem Ausbruch der Pandemie, alle diesjährigen Innovationen und neuen Produkte an einem Ort zu sehen und durch persönliche Interviews mit den Unternehmen über spannende Themen und Trends zu berichten.

    Die IFA Opening Keynote wird am 3. September 2020 von Cristiano Amon, Präsident von Qualcomm, gehalten: „Konnektivität und drahtlose Technologie waren noch nie so wichtig wie heute. Ich freue mich bei der IFA Opening Keynote neueste Entwicklung zu 5G, KI und anderen Spitzentechnologien vorzustellen, die die Welt in diesen beispiellosen Zeiten und darüber hinaus gestalten werden.“

    IFA NEXT trifft auf IFA SHIFT Mobility
    Anlässlich der Spezialausgabe der IFA 2020 kombiniert die IFA ihre beiden Innovationsplattformen – IFA Next und IFA SHIFT Mobility – zu einem exklusiven Live-Event für die internationale Tech-Community. Die Veranstaltung bringt Technologie-Startups und Unternehmen aus dem Bereich der vernetzten Mobilität zusammen. Die neue Plattform verschafft ihnen so nicht nur die dringend benötigte Öffentlichkeit, sondern auch wichtige Industriekontakte. Für Innovatoren, Disruptors, Tech-Journalisten und digitale Influencer wird dies die wichtigste Veranstaltung des Jahres sein, an der sie teilnehmen können.

    IFA Global Markets
    In den letzten drei Jahren hat sich IFA Global Markets zur größten europäischen Sourcing-Plattform für OEMs und ODMs entwickelt. Nun wird sie in diesem Jahr die erste spezielle Sourcing-Messe der Welt sein. Die Botschaft der IFA-Partner aus der Industrie war klar: Sie brauchen eine Sourcing-Plattform, um ihre Lieferketten, die von der Unterbrechung durch die COVID-19-Pandemie betroffen sind, wiederherzustellen und zukunftsorientiert neu aufzustellen.

    IFA Business-, Retail- und Meeting-Lounges
    Die IFA Berlin ist jedes Jahr der wichtigste Marktplatz für Consumer Electronics und Home Appliances. Auf der IFA 2019 beispielsweise betrug das Ordervolumen rund 4,7 Milliarden Euro.

    Aufgrund der Pandemie wird es in diesem Jahr unmöglich sein, dieses Ordervolumen zu wiederholen. Um den Herstellern die dringend benötigte Möglichkeit zu bieten, den Handel vor der verkaufsstärksten Saison des Jahres zu treffen und sich mit den Geschäftspartnern austauschen zu können, veranstaltet die IFA Berlin dieses Jahr die IFA Business-, Retail- und Meeting-Lounges als Treffpunkt und Marktplatz für Industrie und Handel.

    Virtuelles IFA-Erlebnis
    Da die Messe Berlin davon ausgehen muss, dass zum Zeitpunkt der IFA weiterhin vereinzelt Reisebeschränkungen bestehen werden, plant die IFA, die Veranstaltungen durch virtuelle Streaming- und Chatangebote zu begleiten. Aber auch eine Limitierung der Besucherzahlen je Veranstaltung wird eine digitale IFA Experience notwendig und sinnvoll machen.

    Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu Consumer & Home Electronics GmbH, Veranstalterin der IFA, begrüßt das neue Konzept: „Die IFA Berlin ist die wichtigste Veranstaltung für die Consumer Electronics- und Home Appliances-Branche. In den vergangenen Wochen haben wir in enger Zusammenarbeit mit dem IFA-Team ein Konzept entwickelt, das allen unseren Industriepartnern die nötige Plattform bietet, um ihre Innovationen zu präsentieren.“

    Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin: „Unser IFA-Team hat wirklich alle Register gezogen. Ich bin unglaublich stolz darauf, wie es diese Herausforderung angegangen ist und eine überzeugende Lösung für die IFA 2020 gefunden hat.“

  10. #9
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    IFA 2020 stößt auf großes Medieninteresse

    Das Interesse der Medien, an der diesjährigen IFA Special Edition teilzunehmen, hat die aktuell angebotenen Plätze bereits überschritten. Innerhalb der ersten sechs Tage registrierten sich mehr als 800 Journalisten aus 60 Ländern, um die IFA 2020 besuchen zu können. Die interessierten Journalisten kommen aus der ganzen Welt, darunter sind Medienorganisationen aus ganz Europa, den Vereinigten Staaten, Japan, China, Korea, Singapur, Taiwan, Argentinien, Brasilien und viele weitere. Die IFA findet in diesem Jahr vom 3. bis 5. September statt und wird als dreitägige Veranstaltung durchgeführt, zu der nur akkreditierte Besucher zugelassen sind.

    Bei der IFA 2020 Special Edition gelten umfassende Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien, die in Abstimmung mit den deutschen Gesundheitsbehörden und der Messe Berlin entwickelt werden.

    Das große Medieninteresse ist für die Organisatoren der Messe Berlin keine Überraschung. Schließlich ist die IFA 2020 die erste Veranstaltung für Consumer und Home Electronics, die seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie als physisches Event stattfindet.

    "Die Tech-Branche hat in den letzten Monaten einen massiven Innovationsstau erlebt. Virtuelle Produktpräsentationen sind großartig, aber wir haben erlebt, dass sie kein vollwertiger Ersatz sind. Für die journalistische Arbeit sind Informationen aus erster Hand unverzichtbar. Die Pandemie hat uns die positiven Auswirkungen der digitalen Technologien einmal mehr bewusst gemacht; wir sind produktiv und vernetzt. In der jetzigen Situation erleben wir eine große Neugierde, sowohl vonseiten der Medien als auch vonseiten des Publikums. Sie wünschen sich eine Antwort auf die Frage, welche Innovationen sich innerhalb des „New Normal“ in der post-COVID-19-Situation durchsetzen werden“, so Jens Heithecker, IFA Executive Director.

    IFA Director Dirk Koslowski ergänzt: "Wir bekommen zahlreiche positive Rückmeldungen von Journalistinnen und Journalisten, die sich sehr darauf freuen, zur IFA nach Berlin zu kommen. Die Schnelligkeit, mit der der Großteil der Voranmeldungen bei uns eingegangen ist, zeigt uns das Vertrauen der Journalisten: Und selbstredend werden wir den hohen Standard, den sie von der IFA gewohnt sind, auch im Bereich der Sicherheit halten.“

    Das Organisationsteam der IFA Berlin hofft, dass sich der Trend beim Rückgang der Ausbreitung von COVID-19 fortsetzen wird. Dann könnte es möglich werden, einer größeren Zahl von interessierten Journalisten die persönliche Teilnahme in Berlin zu ermöglichen. "Wir nehmen weiterhin Akkreditierungsanfragen an. Sobald es mit den im September geltenden Sicherheitsvorkehrungen vereinbar ist, werden wir mehr Journalisten zulassen", bestätigt Koslowski.

    In Kürze startet für alle Fachbesucher die Registrierung für die vier parallel stattfindenden IFA-Veranstaltungen. Genauso wie bei den Regularien für Medienvertreter muss auch der Zugang für Fachbesucher streng kontrolliert werden, um die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

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    Ein Jahr nach der Versteigerung der 5G-Frequenzen: Jetzt geht's los

    Mit der fünften Generation des Mobilfunks (5G) wollen die Provider auch in Deutschland ein ultraschnelles mobiles Internet anbieten. Doch bevor der erste Funkmast mit der neuen Technik aufgerüstet werden konnte, mussten Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone sowie der Newcomer 1&1 Drillisch vor einem Jahr Milliarden für die Nutzungsrechte der 5G-Frequenzen zahlen. Inzwischen sind die ersten 5G-Stationen online. Der große Schub steht aber noch bevor.

    Die Auktion des benötigten Frequenzspektrums ging am 12. Juni 2019 nach 52 Tagen und 497 einzelnen Bieterrunden zu Ende. Insgesamt gaben die vier Provider mehr als 6,5 Milliarden Euro aus, deutlich mehr als Experten erwartet hatten - auch weil 1&1 Drillisch als Neueinsteiger unter den Netzbetreibern munter mitbot.

    Bis heute hadern die Provider mit der Tatsache, dass sie vorab für die Nutzung neuer Technologien zu Kasse gebeten werden. Aber immerhin fiel das Ergebnis der 5G-Auktion nicht so abstrus hoch aus wie noch im Sommer 2000 bei der UMTS-Auktion (3G), die damals die Bilanzen der Provider mit insgesamt 50,8 Milliarden Euro belastete.

    „Die regelmäßigen Frequenzauktionen hängen hierzulande wie Bleigewichte am Netzausbau“, schimpft stellvertretend für die gesamte Branche Markus Haas, Chef der Telefónica Deutschland. Bei den Frequenzauktionen in Deutschland hätten die Anbieter bisher insgesamt 65 Milliarden Euro „für ein Stück Papier zur Frequenznutzung“ bezahlt. „Jeder Euro lässt sich nur einmal ausgeben. Das Geld fehlt den Netzbetreibern für einen schnellstmöglichen Netzausbau.“ Mit dem Auktionserlös hätte man rund 50 000 neue Mobilfunk-Standorte bauen und viele weiße Flecken schließen können, hat die Telekom berechnet.

    Doch während die Netzbetreiber nach der fatalen UMTS-Auktion und dem Platzen der Internet-Blase im Jahr 2000 über Jahre hinweg in einer Schockstarre verharrten, machten sich die Provider nach dem Ende der 5G-Frequenzversteigerung vor einem Jahr relativ schnell an den Aufbau erster 5G-Antennen. Sie ließen sich auch nicht groß von der Tatsache beeindrucken, dass es zu diesem Zeitpunkt kaum Smartphones gab, mit denen man die Vorteile der neuen Technik hätte nutzen können.

    In Deutschland stehen derzeit rund 80.000 Mobilfunkmasten. Etliche von ihnen sind schon weitgehend auf 5G vorbereitet. Dort müssen nur einige kleinere Komponenten ausgetauscht oder hinzugefügt werden. Mit den höheren Bandbreiten von 5G wachsen aber auch die Anforderungen an die Internet-Anbindung der Mobilfunkstationen. Während für LTE (4G) oft eine Richtfunkstrecke für den Zugang ins Internet ausreichte, sollten 5G-Stationen idealerweise an einem leistungsstarken Glasfaserkabel hängen. Dazu kommt, dass für einen flächendeckenden Ausbau deutlich mehr Stationen gebaut werden müssen. Dies wird aber auch ein Prozess sein, der sich bis 2025 hinziehen wird. Die Telekom plant für dieses Jahr, über 40.000 Antennen für den 5G-Ausbau auf der 2,1 GHz-Frequenz fit zu machen. Damit will man mehr als die Hälfte der Bevölkerung mit 5G versorgen. Es werden aber viele weiße Flecken bleiben.

    Erschwert wird der Ausbau durch die Unsicherheit, ob die Provider auch Technik des umstrittenen chinesischen Technologiekonzerns Huawei verwenden dürfen, die beim Ausbau der LTE-Netze massenhaft genutzt wurde. Alle Provider betonen, beim 5G-Kernnetz definitiv keine Systeme von Huawei zu gebrauchen. Telefónica setzt hier auf Ericsson, Vodafone und die Telekom wollen in den kommenden Monaten entscheiden.

    Schwerer fällt der Verzicht auf Huawei in der Fläche: „Wir setzen am Rande des Netzes auf mehrere Hersteller. Neben Ericsson ist das auch Huawei“, sagt der Technikchef von Vodafone Deutschland, Gerhard Mack. „Beim 5G-Netz in der Fläche haben wir nicht vor, vollständig auf Huawei-Antennen zu verzichten, weil die zum Teil schon 5G-tauglich sind und nur kleinere Komponenten ausgetauscht werden müssen.“ Diese Anlagen könne man mit bescheidenem Aufwand auf 5G hochstufen. „Wenn wir gezwungen wären, komplett auf die Technik dieses Herstellers zu verzichten, müssten wir an den betroffenen Standorten entweder die dort vorhandene Technik vollständig austauschen oder - noch schlimmer - mit Riesenaufwand den eigentlichen Mast neu bauen.“

    Ob mit oder ohne Huawei: Bevor private Anwender in ganz Deutschland lückenlos 5G nutzen können, wird der Schwerpunkt beim Ausbau im industriellen Bereich und in der Forschung liegen. Hierzulande dürfen Firmen, Universitäten und andere Organisationen lokal 5G-Frequenzen nutzen, um auf einem Campus beispielsweise vernetzte Produktionsverfahren einzusetzen, bei denen die Übertragung großer Datenmengen in Echtzeit unabdingbare Voraussetzung ist. Diese Anwendungen funktionieren auch dann, wenn noch nicht ganz Deutschland mit 5G vernetzt ist.

    Für die privaten Anwender bauen die Provider derzeit vor allem Showcases auf, die konkrete Anwendungsszenarien für 5G verdeutlichen sollen. So hat Vodafone zwei Tankstellen in Düsseldorf und Erfurt mit 5G vernetzt. „Die Fahrer können künftig solche Orte nicht nur dazu nutzen, um dort zu tanken oder das Elektroauto aufzuladen“, sagt Vodafone-Manager Mack. „Sie könnten die Zeit dank 5G auch nutzen, um große Software-Updates aufs Auto runter zu pumpen.“ Andere Showcases beschäftigen sich damit, wie Online-Gamer beim Spielen die Daten mit möglichst geringer Zeitverzögerung (Latenz) übertragen können.

    Neue Impulse kommen auch von den Smartphone-Herstellern. Im Android-Lager sind nun erste 5G-Geräte wie das Huwaei P40 Lite 5G auf dem Markt, die unter 500 Euro zu haben sind. Und für die Apple-Kunden beginnt aller Voraussicht nach die 5G-Ära in diesem Herbst mit dem iPhone 12.

    Vom 5G-Ausbau profitieren aber auch die Kunden, die gar kein 5G-Gerät haben, denn häufig wird in einem Rutsch auch die LTE-Versorgung verbessert. Bei der jüngsten Studie des Marktforschungsunternehmens Open Signal gehörte Deutschland neben Kanada und Japan zu den Ländern, in denen die Download-Geschwindigkeiten innerhalb der letzten Monate signifikant zulegten. „Da hat Deutschland als Nation massiv aufgeholt“, sagt Vodafone-Manager Mack. „Wir sind zwar noch nicht in einer Spitzenposition in Europa. Da sind die Niederlande und die Schweiz besser als wir. Aber wir haben massiv aufgeholt.“

    Um die Netzqualität weiter zu verbessern, müssen die Provider aber neue Antennenmasten aufstellen, die sie sich dann häufig auch mit ihren Wettbewerbern teilen. Doch Standorte zu finden, ist schwierig. Das hat nicht nur mit komplizierten Genehmigungsverfahren zu tun. Auch die Debatte über mögliche gesundheitsschädigende Folgen des Mobilfunks ist neu entflammt. In wirren Verschwörungserzählungen, die insbesondere auf YouTube propagiert werden, wird 5G sogar für den Ausbruch für die Corona-Pandemie verantwortlich gemacht.

    5G wird in der ersten Ausbaustufe in den Frequenzbereichen funken, die auch von 3G (UMTS) und 4G (LTE) verwendet werden. Für dieses Spektrum liegen zahlreiche Studien vor. Die meisten Wissenschaftler glauben nicht, dass Mobilfunk die Gesundheit gefährdet. Auch die zuständige Behörde sieht keinen Anlass, sich ernsthaft Sorgen zu machen. Die Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), Inge Paulini, betont: „Die gesundheitlichen Auswirkungen des Mobilfunks sind inzwischen gut erforscht.“ Demnach gebe es keinen Beleg für negative Folgen, wenn die Strahlung unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte liegt.

    In einer zweiten Ausbaustufe sollen aber auch deutlich höhere Frequenzen mit einer Wellenlänge im Millimeterbereich zum Einsatz kommen. In diesem Frequenzspektrum sind noch höhere Leistungen möglich. Die Forschungen zu möglichen gesundheitlichen Folgen stehen hier aber noch am Anfang. Und für diesen Bereich wäre auch eine neue Frequenzauktion notwendig.

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