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Thread: Allgemeine Neuigkeiten

  1. #11
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    Großangriff auf Chrome-User: Millionen laden Spyware herunter

    Bislang unbekannte Drahtzieher haben einen besonders hinterhältigen Angriff auf Nutzer des weltweit meistgenutzten Internet-Browsers Google Chrome durchgeführt. Etwa 32 Millionen User sollen so Malware heruntergeladen haben, die sich als Chrome-Update verkleidet habe.

    Das geht aus einem englischsprachigen Blogeintrag der Forscher von Awake Security hervor. Die internationale Nachrichtenagentur Reuters berichtete indes auf Basis der Erkenntnisse der Security-Spezialisten, dass arglos heruntergeladene Add-ons für Chrome für Millionen User zum gefährlichen Datenleck wurden, Suchhistorien und andere persönliche Informationen von einer bislang nicht identifizierten Drittpartei gezielt abgeschöpft werden konnten.

    Dabei sei die Schadsoftware gezielt so designt worden, dass Antivirus-Programme diese nicht aufspüren können, berichtet Awake Security-Gründer Gary Golomb laut Reuters.

    Während sich bei Nutzern des marktführenden Browsers nun Unsicherheiten einstellen, äußerte sich Google-Sprecher Scott Westover der Nachrichtenagentur gegenüber eher vage: Wann immer man über Infiltrationen durch unlautere Erweiterungen informiert werde, nutze man diese Vorfälle als Trainingsgrundlage zur Verbesserung der automatischen und manuellen Abläufe zur Eindämmung von Cyberkriminalität.

    Weitere Details zu Wirkweise und Hintergründen den neusten Massenangriffs auf Chrome-User wollte Tech-Gigant Google nicht weiter diskutieren.

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  3. #12
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    Trotz 12.000 Antennen: Darum ist das neue Telekom-Netz oft nicht nutzbar

    Es sollte der 5G Boost im Telekom-Netz sein. 16 Millionen Einwohner Deutschlands sollen seit dieser Woche 5G nutzen können. Doch trotz 5G-Versorgung, 5G-Handy und 5G-Tarif ist oft kein 5G-Empfang vorhanden. Das ist der Grund.

    Zwar wirkt das 5G-Netz der Telekom trotz der 12.000 umgerüsteten Antennen auf der Landkarte immer noch wie ein Flickenteppich – doch 5G sendet. Im DSS-Verfahren sendet die Telekom mit einem Spektrum von 15 MHz sowohl LTE als auch 5G. Das Problem: Während alle halbwegs aktuellen Handys LTE auf Band 1 – das sind die bisherigen UMTS-Frequenzen – empfangen können, ist das bei 5G längst nicht so.

    Zum einen unterstützen längst nicht alle 5G-Handys der ersten Generation 5G N1, wie das Frequenzband im 5G-Netz heißt. Dadurch ist beispielsweise auch das Samsung Galaxy S10 5G raus. Doch selbst, wenn du N1 in der technischen Beschreibung findest, einen 5G-Tarif der Telekom hast und auch im abgedeckten Bereich bist: Viele Handys loggen sich derzeit nicht in das neue Netz ein. Gemeinsame Recherchen von teltarif und inside digital zeigen, warum das so ist: Den Handys fehlt die richtige Software.

    Samsung S20 kann das 5G-Netz erst im Juli nutzen
    Wie uns die Telekom Pressestelle auf Anfrage mitteilte, bekommt beispielsweise das Samsung Galaxy S20 in der 5G-Variante das notwendige Software-Update erst noch. Es werde spätestens am 6. Juli bereitstehen. „Aktuell unterstützt das S20 also 5G im 3.x GHz-Netz“, präzisiert die Telekom. Das Netz allerdings sendet nur in wenigen Innenstadtbereichen verschiedener Großstädte.

    Neben dem S20 von Samsung vermarktet die Telekom auch das OnePlus 8 und OnePlus 8 Pro sowie das Huawei P40 Pro. Während das Huawei-Gerät schon funktioniert, fehlt dem OnePlus-Modell ebenfalls noch das notwendige Update. Mit ihm ist „in ein paar Tagen“ zu rechnen. Ob es einen Unterschied zwischen bei der Telekom und im freien Handel gekauften Geräten gibt, sagte uns die Telekom auch auf Nachfrage nicht.

    Bis die 5G-Updates für die Handys da sind, profitierst du in jedem Fall vom besseren LTE-Netz. Unverständlich ist allerdings, warum die Telekom diese Information nicht transparent mitteilt und stattdessen für Frustration bei den Kunden sorgt, die das 5G-Netz ausprobieren wollen.

    Wichtig: Damit du 5G bei der Telekom nutzen kannst, brauchst du auch einen 5G Tarif. Die Nutzung von 5G ist nur dann möglich, wenn du einen original Telekom-Vertrag der aktuellsten Generation hast. Auch mit den Prepaid-Karten der Telekom ist in der aktuellen Generation 5G generell möglich. Nach Angaben der Telekom haben 2 Millionen Kunden einen 5G-fähigen Vertrag.

  4. #13
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    Meldepflicht und harte Strafen: Gesetz gegen Hass im Netz beschlossen

    Wer im Internet hetzt, Menschen bedroht und drangsaliert, muss künftig mit deutlich härteren Strafen rechnen. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstag ein ganzes Gesetzespaket gegen Hass und Hetze im Netz. „Wir senden damit das ganz klare Signal aus, dass wir diese Taten nicht hinnehmen und uns mit Nachdruck dagegen zur Wehr setzen“, erklärte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD). Im Extremfall kann sogar ein Like auf Facebook künftig eine harte Strafe nach sich ziehen - wenn der Nutzer durch eine große Reichweite sehr viel öffentliche Aufmerksamkeit auf einen Hass-Post lenkt.

    Lambrecht warnte, aus Worten im Internet könnten schnell Taten werden und verwies auf den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, den antisemitischen Terroranschlag in Halle und die rassistischen Morde in Hanau. „Wer hetzt und droht, muss mit Anklagen und Verurteilungen rechnen“, betonte sie. „Das sind entschlossene Schritte gegen Menschen- und Demokratiefeinde, die ein gefährliches Klima der Gewalt schüren.“

    Die AfD warf den Regierungsfraktionen vor, mit dem Gesetz die Meinungsfreiheit massiv einzuschränken. Grenzen würden bewusst verwischt. Die Union widersprach: Es gehe nicht darum, Meinung zu unterdrücken, sondern die Meinungsfreiheit im Netz zu schützen.

    Die Änderungen im Detail:
    MELDEPFLICHT FÜR HASS IM NETZ: Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter müssen bestimmte Posts künftig nicht nur löschen, sondern sofort dem Bundeskriminalamt (BKA) melden. Um die Täter schnell zu identifizieren, müssen sie auch IP-Adressen weitergeben. Das umfasst etwa Neonazi-Propaganda, die Vorbereitung einer Terrortat, Volksverhetzung, Gewaltdarstellungen, aber auch die Billigung von Straftaten, Mord- und Vergewaltigungsdrohungen sowie die Verbreitung von Missbrauchsfotos und -videos.
    Bei besonders schweren Straftaten wie Terrorismus und Tötungsdelikten sollen nach einem Richterbeschluss auch Passwörter verlangt werden dürfen. Sind die Passwörter bei den Anbietern verschlüsselt gespeichert, werden sie auch genauso übermittelt.

    HÄRTERE STRAFEN FÜR BEDROHUNGEN: Wer anderen Körperverletzung oder sexuelle Übergriffe androht oder ankündigt, etwa das Auto des anderen anzuzünden, begeht künftig eine Straftat - wie bisher nur bei Morddrohungen. Für solche Äußerungen im Internet drohen Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren, bei öffentlichen Morddrohungen von bis zu drei Jahren.
    Beleidigungen im Internet sollen ebenfalls mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden. „Öffentliche Beleidigungen sind laut und aggressiv, für Betroffene können sie wie psychische Gewalt wirken“, argumentiert die Bundesregierung.

    BILLIGUNG VON STRAFTATEN: Bisher ist es nur strafbar, bereits begangene Taten öffentlich zu befürworten - künftig gilt das auch für angekündigte Straftaten. „Dies richtet sich gegen Versuche, ein Klima der Angst zu schaffen“, erklärte das Justizministerium. Ein Beispiel: Wenn jemand im Internet die Aussage befürwortet, ein Mensch gehöre „an die Wand gestellt“. Ob ein einfaches Like unter einem Post dafür ausreicht, hängt unter anderem davon ab, welche Reichweite der Nutzer hat. Die Gerichte müssen beurteilen, ob er mit seiner Befürwortung „den öffentlichen Frieden stört“.

    MEHR SCHUTZ FÜR KOMMUNALPOLITIKER: Kommunalpolitiker werden unter den besonderen Schutz des Paragrafen 188 des Strafgesetzbuches gestellt.
    Der schützt eine „im politischen Leben des Volkes stehende Person“ vor übler Nachrede und Verleumdung. Angewendet wird er bislang vor allem bei Bundes- und Landespolitikern.
    Auch Angriffe auf medizinisches Personal in Notaufnahmen, auf Ärzte und Pfleger, sollen härter bestraft werden - genauso wie es bisher schon für Angriffe auf Polizisten, Feuerwehrleute und Soldaten vorgesehen ist. Für solche Attacken drohen bis zu fünf Jahre Haft.

    ANTISEMITISCHE TATEN: Wenn es für eine Tat antisemitische Motive gibt, soll das künftig strafverschärfend wirken. So sollen auch die Ermittlungsbehörden besonders sensibilisiert werden. Die Änderung ist laut Ministerium eine Reaktion auf einen enormen Anstieg registrierter antisemitischer Straftaten. Seit 2013 hätten diese um 40 Prozent zugenommen.

    SPERREN IM MELDEREGISTER: Lokalpolitiker, Ehrenamtler und Journalisten können künftig einfacher verhindern, dass Unbekannte ihre Adresse rausfinden. Auskunftssperren für ihre Daten im Melderegister werden erleichtert. Derzeit kann jeder den vollen Namen und die Anschrift anderer bei den Behörden erfragen. Wenn es ein „berechtigtes Interesse“ gibt, sind auch Auskünfte etwa zu Familienstand und Staatsangehörigkeiten möglich.

  5. #14
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    Tausende Server haben Sicherheitslücken

    Tausende Server in Deutschland sind so fehlerhaft eingerichtet, dass Angreifer darauf sensible Daten ausspionieren können. Das berichten die Wochenzeitung „Die Zeit“ sowie das Computermagazin „c't“ in ihren aktuellen Ausgaben. „Angreifer haben ein leichtes Spiel und können neben Code auch Zugangs- und Nutzerdaten abgreifen“, schreibt die „c't“.

    Der Flensburger IT-Sicherheits-Unternehmer Matthias Nehls hatte zuvor rund 41 000 Systeme ermittelt, die fehlerhaft konfiguriert sind.

    Damit könne man ohne großen Aufwand Codearchive von Programmen auslesen lassen, in denen zum Beispiel Zugangsdaten zu Datenbanken mit sensiblen Daten von Kunden gespeichert sein können. Dabei handelt es sich im so genannte Repositories des Versionskontrollsystems Git.

    Wie Recherchen der „Zeit“, der „c't“ und des NDR zeigen, waren von der Schwachstelle auch Server von Dax-Konzernen oder Hochschulen betroffen. Zudem fanden sich unter den betroffenen Systemen auch Server von Mittelständlern, Arztpraxen, Online-Shops und Stadtwerken - und das, obwohl die Problematik seit Jahren bekannt ist.

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeigt sich davon nicht überrascht. „Viele kleine und mittelgroße Organisationen machen sich um ihre IT-Sicherheit keinen Kopf, da muss es erstmal knallen, bevor sie die richtigen Schutzmaßnahmen einleiten“, teilte Deutschlands Cybersicherheitsbehörde der „Zeit“ mit.

    Die „c't“ empfiehlt betroffenen Anwendern von Git, den Mangel in jedem Fall schleunigst zu beheben. „Wer sich nicht sicher ist, kann einfach http://meine*domain.de/.git/config im Browser aufrufen.“ Zeige der Browser eine Konfigurationsdatei an, sei der Server von dem Problem betroffen.

  6. #15
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    Europa ist digital zu abhängig von USA und China

    Eine breite Allianz aus Wissenschaftlern, IT-Experten und Medienmanagern hat die EU zum Bau einer eigenständigen Digital-Infrastruktur für Europa aufgerufen. Es ist nach Ansicht des Bündnisses „höchste Zeit“ für eine Alternative zu den Internetriesen aus den USA und China.

    Europa müsse die Hoheit über Daten und digitale Infrastrukturen erlangen, heißt es in einem Appell unter Führung des früheren SAP-Managers Henning Kagermann und des Intendanten des Bayerischen Rundfunks (BR), Ulrich Wilhelm. Ein solches digitales Ökosystem müsse den europäischen Werten wie Offenheit und Vielfalt folgen.

    „Wir wollen digitale Souveränität stärken – also die Selbstbestimmung Europas als Rechts- und Wertegemeinschaft und jedes einzelnen Nutzers“, sagte Kagermann laut einer Mitteilung. Die Corona-Krise zeige, wie Digitalisierung das ganze Leben durchdringe, aber auch wie abhängig Europa von Plattformbetreibern außerhalb sei. Dies gefährde die Freiheit und Privatsphäre der Bürger.

    Das Bündnis fordert besonders Deutschland zum Handeln auf, das aktuell die EU-Ratspräsidentschaft hat, sowie auch Frankreich. Zudem appelliert es an das Parlament und die EU-Kommission mit deren Digitalstrategie. Die Herausforderung sei so groß, dass es ohne staatliches Handeln keine Aussicht auf Erfolg gebe.

    Wilhelm engagiert sich seit längerem für eine solche Infrastruktur. „Wenn Europa jetzt kraftvoll handelt und eine ambitionierte Initiative startet, kann ein öffentlicher digitaler Raum entstehen, der faire Zugangs- und Nutzungsbedingungen bietet, den öffentlichen Diskurs stärkt und die identitätsstiftende Pluralität Europas sicherstellt“, sagte er der Mitteilung zufolge.

    Zu den Kosten einer derartigen Initiative machte das Bündnis keine Angaben. In einem dpa-Interview hatte Wilhelm gesagt: Experten gingen zunächst von einem niedrigeren einstelligen Milliardenbetrag aus. „Gemessen an den Riesensummen, die jetzt zur Stabilisierung der Wirtschaft fließen, geht es hier um relativ kleine Beträge.“

  7. #16
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    So viele 5G-Masten funken seit dem Start vor einem Jah

    Seit dem Start der ersten Antennen für kommerzielle 5G-Netze vor einem Jahr sind einige zehntausend Masten ans Netz gegangen. Von Vodafone funken nach Angaben des Unternehmens aktuell mehr als 600 5G-Antennen. Der Telekommunikationskonzern hatte am 16. Juli als erster Anbieter ein kommerzielles 5G-Netz gestartet.

    Bis zum Jahresende will Vodafone mehr als 8000 Antennen in Betrieb genommen haben und mehr als 10 Millionen Menschen damit versorgen.

    Die große Differenz zwischen den Zahlen komme dadurch zustande, dass aktuell viele Masten für die Anschaltung vorbereitet würden, die dann gleichzeitig an den Start gehen sollten, erklärte ein Sprecher.

    Die Telekom vermeldete Mitte Juni bereits knapp 12 000 aktive 5G-Antennen - bis zum Ende dieser Woche sollen laut einer Mitteilung noch 15 000 weitere ans Netz gehen. Bis Ende des Jahres peilt der Konzern 40 000 aktive 5G-Masten an.

    Telefónica hingegen habe derzeit noch keine Masten im kommerziellen Betrieb, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Man habe bereits etliche aufgerüstet, werde diese aber erst dann in Betrieb nehmen, wenn eine bemerkbare Versorgung gewährleistet sei. Bis zum Jahresende soll 5G für Kunden der Telefónica-Marke O2 in den fünf größten deutschen Städten - also in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt - verfügbar sein. Auch der Neueinsteiger 1&1 Drillisch befindet sich weiterhin in den Vorbereiten für ein eigenes 5G-Netz.

    Gleichzeitig versorgen die Netzbetreiber erste Industriestandorte mit sogenannten 5G-Campusnetzen, mit denen Maschinen und Fahrzeuge vernetzt werden. Für die meisten Privatkunden ist 5G derzeit allerdings noch weniger nützlich, da etliche Smartphones den Mobilfunkstandard noch gar nicht unterstützen. Für die breite Versorgung ist daher die Abdeckung mit 4G, also LTE-Netz, wichtiger - bei dieser sind die Betreiber derzeit damit beschäftigt, Ausbaulücken zu schließen. Insbesondere Telefónica hat dabei Nachholbedarf, weshalb die Netzagentur zuletzt ein Zwangsgeld angedroht hatte.

  8. #17
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    USA: Kongress schießt sich auf Tech-Giganten ein

    Im US-Kongress zeichnet sich ein harter Kurs gegenüber amerikanischen Technologie-Riesen ab, was schärfere Regeln zur Einschränkung ihrer Marktmacht zur Folge haben kann. In einer einzigartigen Anhörung stellten sich die Chefs von Amazon, Apple, Facebook und Google fünf Stunden lang den Fragen von US-Abgeordneten zu ihrer Marktmacht. Während von Demokraten Vorwürfe unfairen Wettbewerbs kamen, prangerten Republikaner eine Unterdrückung konservativer Ansichten an.

    Die Anhörung habe ihn überzeugt, dass diese Unternehmen in ihrer heutigen Form eine „Monopol-Macht“ besäßen, sagte der Vorsitzende des Unterausschusses für Wettbewerb und Wirtschaftsrecht, David Cicilline. „Einige sollten zerschlagen werden, andere muss man angemessen regulieren.“ Ihre Kontrolle über den Markt erlaube es ihnen, Wettbewerb zu unterdrücken. „Das muss ein Ende haben.“ Der zum Justizausschuss gehörende Unterausschuss wird nun einen Bericht mit Empfehlungen verfassen.

    Demokraten und Republikaner stören sich dabei an unterschiedlichen Dingen. Bei den Fragen demokratischer Abgeordneter ging es vor allem um den Vorwurf unfairen Wettbewerbs mit Konkurrenten. Republikaner im Ausschuss nutzten die Zeit hingegen, um erneut anzuprangern, dass Online-Unternehmen konservative Ansichten unterdrückten. Das behauptet unter anderem immer wieder US-Präsident Donald Trump. Er drohte bei Twitter, mit Präsidenten-Verfügungen gegen die Tech-Konzerne vorzugehen, sollte der Kongress nicht hart genug durchgreifen.

    So wurde Google-Chef Sundar Pichai vom Abgeordneten Greg Steube gefragt, warum seine Wahlkampf-Mails bei seinem eigenen Vater automatisch im Gmail-Spam-Ordner landeten. Der Abgeordnete Jim Jordan forderte von Pichai Zusicherungen, dass der Internet-Konzern nicht dem demokratischen Präsidentschaftsanwärter Joe Biden helfen werde.

    Die Demokraten nahmen in einer Fragerunde vor allem die Gründer und Chefs von Facebook und Amazon, Mark Zuckerberg und Jeff Bezos, in die Mangel. So wurde Bezos mit Fragen dazu überschüttet, ob Amazon Daten von Händlern nutze, die Waren auf der Plattform des Konzerns verkaufen, um ihnen mit eigenen Angeboten Konkurrenz zu machen. Der Amazon-Chef sagte, es gebe zwar interne Vorschriften dagegen, er könne aber nicht garantieren, dass sie nie verletzt worden seien.

    Auch den anderen Unternehmen wurde vorgeworfen, Daten auf ihrer Plattform aktiver Anbieter zum eigenen Vorteil zu verwenden.

    Bezos konnte zudem nicht ausschließen, dass auf Amazons Plattform auch gestohlene Artikel verkauft worden seien. Insgesamt zeigten seine Antworten, wie weit er sich inzwischen vom Tagesgeschäft des weltgrößten Online-Händlers losgelöst hat. So wusste Bezos zum Beispiel nicht, ob Händler, die auf Amazons Plattform verkaufen, Telefonnummern angeben müssen.

    Im Fall von Facebook konzentrierten sich die Abgeordneten auf die Übernahmen der Fotoplattform Instagram und des Chatdienstes WhatsApp.

    Der Abgeordnete Joseph Neguse brachte Zuckerberg dazu, zu sagen, dass Instagram und WhatsApp nicht nur die Angebote des Online-Netzwerks ergänzten, sondern auch Wettbewerber gewesen seien. Dieses Eingeständnis könnte unter Umständen noch wettbewerbsrechtlich relevant werden. Dazu wurde eine Grafik aus einer internen Facebook-Präsentation eingeblendet, in der es auf Basis von Zahlen aus dem Jahr 2011 hieß, auf das Online-Netzwerk entfielen 95 Prozent der Social-Media-Erlöse in den USA. Die US-Wettbewerbshüter hatten seinerzeit kein Problem mit den Übernahmen von Instagram 2012 und WhatsApp 2014.

    Apple-Chef Tim Cook bekam im Vergleich damit weniger harte Fragen. Diese drehten sich vor allem darum, ob Apple Entwickler konkurrierender Apps in seiner Download-Plattform benachteilige und von App-Anbietern zu hohe Abgaben verlange.

    Die vier Top-Manager waren per Videokonferenz zu der Anhörung in Washington zugeschaltet. Die Corona-Krise drückte dem Termin ihren Stempel auf. Die Konzernchefs mussten versichern, dass ihnen hinter der Kamera keine Mitarbeiter halfen. Die Abgeordneten mussten außerhalb ihrer Redezeit Masken tragen. „Setzen Sie ihre Maske auf!“, wurden sie mehrfach ermahnt. Bezos unterlief indes der gleiche Fehler wie vielen Heimarbeitern in der Corona-Krise: Er redete bei einer Antwort drauflos, ohne die Stummschaltung zu deaktivieren.

    Schon vor den ersten Fragen wurde deutlich, dass die Abgeordneten den Online-Firmen sehr kritisch gegenüberstehen. „Unsere Gründer verneigten sich nicht vor dem König, genauso sollten wir uns nicht vor den Kaisern der Online-Wirtschaft verneigen“, sagte der demokratische Politiker David Cicilline. Demokrat Jamie Raskin sprach in Anlehnung an die ‚Räuberbarone‘ - die mächtigen und rücksichtslosen US-Kapitalisten aus dem 19. Jahrhundert - von ‚Cyber-Baronen‘.

    Auf Anleger machten die Attacken der Abgeordneten dagegen wenig Eindruck: Die Aktien der Tech-Firmen notierten kaum verändert. Die Amerikanischen Tech-Konzerne profitierten lange von einer insgesamt sehr behutsamen Regulierung in den USA, doch vor einigen Jahren drehte der Wind.

  9. #18
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    Firefox-Entwickler Mozilla streicht rund ein Viertel der Jobs

    Der Firefox-Entwickler Mozilla streicht als Folge der Corona-Krise etwa jeden vierten Arbeitsplatz und will sein Geschäft mit der beschleunigten Entwicklung neuer Dienste ausbauen.

    Rund 250 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, der Standort in Taiwan wird geschlossen, wie Mozilla-Chefin Mitchell Baker am Dienstag (Ortszeit) ankündigte.

    Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie hätten den Umsatz erheblich gedrückt, räumte Baker ein. Eine zentrale Einnahmequelle von Mozilla ist ein Deal mit Google: Der Internet-Konzern bezahlt dafür, dass seine Suchmaschine im Firefox-Webbrowser voreingestellt wird. Google meldete für das vergangene Quartal einen Rückgang der Online-Werbeerlöse.

    Bei den neuen Diensten will sich Mozilla unter anderem auf Datenschutz-Angebote für Internet-Nutzer fokussieren, wie Baker ankündigte. Investitionen in Angebote für Software-Entwickler sollen dagegen zurückgefahren werden.

  10. #19
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    Die IFA NEXT Innovation Engine als Bühne für Streitgespräche und Visionen zu Trends

    Die IFA NEXT Innovation Engine treibt die Diskussionen über zukünftige Konzepte und Ideen im Bereich Technik und Mobilität voran. An drei Tagen - vom 3. bis 5. September - teilen internationale Experten ihre Ideen und Visionen in mehr als 40 Sessions - darunter namhafte CEOs, Vertreter von Start-Ups und Verbänden sowie der Autorennfahrer Mike Rockenfeller. Themen reichen von zukünftigen Mobilitätkonzepten und künstlicher Intelligenz bis hin zu herausragenden Entrepreneuren und Nachhaltigkeit.

    Im Rahmen der Start-Up-Tage werden besondere Unternehmensgründer jeden Nachmittag vor dem Publikum und einer Fachjury auftreten. Die inspirierendste Präsentation gewinnt - der Sieger des Tages wird jeden Abend gekürt.

    SHIFT Mobility meets IFA Next bringt auf der IFA NEXT Innovation Engine technische Innovationen und Produkte mit Zukunftsthemen der Mobilität zusammen. "Sind wir bereit für die Zukunft der Mobilität", fragt eine der Präsentationen am Donnerstag. Die Antworten werden in ganztägigen Sessions aus verschiedenen Blickwinkeln rund um den faszinierenden Wandel im Mobilitäts- und Technologie-Ökosystem diskutiert.

    Die IFA 2020 Special Edition – bestehend aus physischen Live-Events, die sich auf die B2B-Kernfunktionen der IFA konzentrieren – bietet einen Treffpunkt für Industrie und Handel in den IFA Business, Retail & Meeting Lounges und branchenübergreifende Innovationen bei SHIFT Mobility meets IFA NEXT. Während sich diese Veranstaltungselemente an Fachbesucher richten, können Medienvertreter exklusiv im Rahmen der IFA Global Press Conference neueste Produkte und Services, Presse-Briefings und die IFA Opening Keynote live erleben.

    Gesundheit und Sicherheit haben höchste Priorität auf der IFA 2020 Special Edition 2020, die vom 3. bis 5. September 2020 als dreitägige Veranstaltung mit einer den aktuellen Regelungen entsprechend begrenzten Teilnehmerzahl stattfindet.

    Mit einer virtuellen Verlängerung der IFA – dem „IFA Xtended Space“ – wird dieses Live-Event durch virtuelle Streaming-Angebote, Match-Making-Tools und digitale Produktpräsentationen ergänzt. Der IFA Xtended Space wird damit sowohl den physischen Gästen als auch allen anderen international interessierten Teilnehmern zugänglich gemacht.

  11. SatEurope.net
  12. #20
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    Neues Format IFA Retail Next rüstet Einzelhandel für der Zukunft

    Der Einzelhandel hat eine Zukunft, aber wie wird sie aussehen? Wie profitieren Einzelhändler von veränderten Verbraucherverhalten? Wann besuchen digitale Konsumenten weiterhin Geschäfte? Was ist phygitales Marketing? Und wie funktioniert Omni-channeling am besten?

    Das neue Format IFA RETAIL NEXT, das auf IFA 2020 Special Edition Premiere feiert, liefert Antworten und zukunftsweisende Einblicke von Experten . Die Vorträge und Präsentationen thematisieren die Herausforderungen und Chancen des anhaltenden Wandels im Einzelhandel. Einer der Exklusivpartner von IFA RETAIL NEXT, Liganova, beschäftigt sich mit der so genannten phygitalen Sphäre. Hier genießen Kunden Omnichannelling-Verkaufserlebnisse, das heißt sowohl digital als auch physisch.

    Dr. Marc Schumacher von Liganova startet die erste IFA RETAIL NEXT und führt in die neue Ära des globalen Einzelhandels ein. Er zeigt, wie sich die Verbreitung von neuen Technologien auf die künftige Welt des Einzelhandels auswirken kann.

    An der folgenden Session nehmen Nicola Maier von Liganova und Jörn Scheipers, CEO von Studio Vaust teil. Scheipers, der mit dem Retail Award Europe ausgezeichnet wurde, steuert seine architektonische Expertise zum Thema Ladendesign bei. Lucia Balestri, Karola Booß und Meruert Kastner von der Berliner Kreativagentur Kemmler Kemmler skizzieren, wie Shared Spaces im Einzelhandel funktionieren. Sie bieten eine Möglichkeit, mehrere Branchen an einem Ort zu verbinden. Magdalena Pusch, CMO von Framen Framen spricht über die Wirkung von Out-of-Home-Monitoren. Jan Toschka, Retail General Manager Shell DACH, erweitert die Session um die Perspektive der Transformation von Tankstellen.

    Björn Ognebeni von China Briefs wendet den Blick nach Asien und fasst die jüngsten Einzelhandelstrends in China zusammen. Hans Elstner (CEO) und Jan Bügers von ROOOM demonstrieren wie Hybrid-Erlebnisse geschaffen werden können.

    IFA RETAIL NEXT findet im Rahmen von SHIFT Mobility meets IFA NEXT am zweiten Tag der IFA 2020 Special Edition, Freitag, 4. September, von 10.30 bis 12.50 Uhr auf der Innovation Engine-Bühne im CityCube der Messe Berlin statt.

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