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Thread: Allgemeine Neuigkeiten

  1. #31
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    Ermittler heben riesigen illegalen Marktplatz im Internet aus

    Ermittler haben den nach eigenen Angaben wohl weltweit größten illegalen Marktplatz im Darknet ausgehoben und den mutmaßlichen Betreiber festgenommen. Die Plattform mit der Bezeichnung DarkMarket sei am Montag geschlossen und die Server abgeschaltet worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag mit. Der 34 Jahre alte mutmaßliche Betreiber, ein Australier, sei am Wochenende nahe der deutsch-dänischen Grenze festgenommen worden.

    „Der DarkMarket war bis zum Zeitpunkt der Schließung mit seinen fast 500 000 Nutzern und mehr als 2400 Verkäufern der wohl weltweit größte Darknet-Marktplatz“, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Geführt wurden die Ermittlungen von der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg (ZKI) und der Landeszentralstelle Cybercrime (LZC) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz. Auch ausländische Behörden waren beteiligt.

    Den Angaben zufolge wurden über den Marktplatz mehr als 320 000 Geschäfte abgewickelt und über 4650 Bitcoin sowie 12 800 Monero - zwei der gängigsten Kryptowährungen - bewegt. Das entspreche nach derzeitigem Kurs einer Summe von mehr als 140 Millionen Euro. Auf dem Marktplatz seien vor allem Drogen gehandelt worden. Daneben wurden auch Falschgeld, gestohlene oder gefälschte Kreditkartendaten, anonyme Sim-Karten, Schadsoftware und vieles andere mehr zum Kauf angeboten.

    Die weitreichende Infrastruktur von DarkMarket mit mehr als 20 Servern in Moldawien und der Ukraine sei beschlagnahmt worden. Die Ermittler erhoffen sich aus den dort gespeicherten Daten neue Fahndungsansätze. Für den mutmaßlichen Betreiber wurde Untersuchungshaft angeordnet. Er habe bislang keine Angaben zur Sache gemacht, hieß es.

    An den Ermittlungen waren den Angaben zudem die Landeskriminalämter aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, mehrere US-amerikanische Behörden - darunter das FBI - sowie Polizeistellen in Australien, Dänemark, der Schweiz, der Ukraine und Moldawien beteiligt. Europol habe bei der Koordinierung geholfen.

    Laut Generalstaatsanwaltschaft geht der Fahndungserfolg auf die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem sogenannten Cyberbunker an der Mosel zurück. Dort sei zeitweise auch DarkMarket gehostet worden.

    In dem alten Bunker im rheinland-pfälzischen Traben-Trarbach sollen acht Tatverdächtige über Jahre hinweg ein illegales Rechenzentrum für kriminelle Geschäfte im Darknet betrieben haben. Die Anklage wirft der mutmaßlichen Bande in dem laufenden Prozess Beihilfe zu mehr als 249 000 Straftaten vor: Vor allem millionenschwere Drogendeals, aber auch Cyberangriffe und Falschgeldgeschäfte sollen über Server im Cyberbunker gelaufen sein.

    Die unterirdische Anlage war Ende September 2019 in einer großen Aktion mit Hunderten Polizisten nach fünfjährigen Ermittlungen ausgehoben worden. In dem Prozess, der bis Ende 2021 terminiert ist, müssen sich vier Niederländer, drei Deutsche und ein Bulgare verantworten. Erstmals in Deutschland stehen mutmaßliche Betreiber krimineller Plattformen im Darknet vor Gericht.

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  3. #32
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    EU-Kommission bestellt zwölf Galileo-Navigationssatelliten der 2. Generation

    Die Europäische Kommission hat am 20. Januar 2021 zwei Aufträge für zwölf Satelliten (jeweils sechs Satelliten) im Gesamtwert von 1,47 Mrd. EUR vergeben. Den Zuschlag erhielte ThalesAleniaSpace (Italien) und Airbus Defence & Space (Deutschland), gab die EU-Kommission bekannt. Der Bremer Satellitenbauer OHB ging nach einem offenen Wettbewerb beim Auftrag leer aus.

    Mit dem Auftrag initiiert die Kommission den Start der 2. Generation des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo. Ziel sei es, Galileo im Vergleich zum globalen Wettbewerb vor der technologischen Kurve zu halten und es als eine der leistungsstärksten Satellitenpositionierungsinfrastrukturen der Welt zu erhalten und es gleichzeitig als Schlüsselelement für die strategische Autonomie Europas zu stärken.

    Die ersten Satelliten dieser zweiten Generation sollen Ende 2024 in die Umlaufbahn gebracht werden, hieß es. Die neuen Fähigkeiten beruhen auf hochinnovativen Technologien (digital konfigurierbare Antennen, Verbindungen zwischen Satelliten, neue Atomuhrtechnologien, Einsatz vollelektrischer Antriebssysteme). Diese Satelliten werden die Genauigkeit von Galileo sowie die Robustheit und Widerstandsfähigkeit seines Signals verbessern, was für das kommende digitale Jahrzehnt sowie für mehr Sicherheit und militärische Nutzung von entscheidender Bedeutung sein wird.

    Mit dem Galileo-Satellitennavigationssystem betreibt Europa ein hochmodernes System für Positionierung, Timing und Navigation, das weltweit als das leistungsstärkste dieser Art anerkannt ist. Galileo ist seit 2016 in Betrieb und bietet Signaldienste für zwei Milliarden Benutzer auf der ganzen Welt. Derzeit befinden sich 26 Satelliten im Orbit.

    Noch in diesen Jahr sollen im dritten Quartal zwei weitere Satelliten aus der ersten Generation gestartet werden (InfoDigital berichtete). Es handelt sich um die beiden ersten Batch-3-Satelliten FM23 und FM24, die vom Bremer Satellitenbauer OHB gebaut wurden. OHB verfügt über Aufträge für den Bau von insgesamt 34 Satelliten der ersten Generation im Programm Galileo. 22 dieser Satelliten sind bereits Teil der aktuellen Konstellation, die verbleibenden zwölf Satelliten befinden sich in unterschiedlichen Produktions- und Teststadien. Dieser Auftrag sei davon nicht betroffen.

    Im Mai 2018 leitete die Kommission das Ausschreibungsverfahren zur Beschaffung einer ersten Charge von zwölf Satelliten der zweiten Generation im Rahmen eines Wettbewerbsdialogs ein, mit dem Ziel, zwei Verträge (doppelte Quelle) mit jeweils sechs Satelliten zu unterzeichnen.

    Das Ausschreibungsverfahren wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) per Delegation durchgeführt. Nach zwei Monaten detaillierter technischer und finanzieller Bewertung der Industrieangebote empfahl die ESA der Kommission, mit ThalesAleniaSpace und Airbus Defence & Space fortzufahren, die die besten technischen und finanziellen Angebote darstellten.

  4. #33
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    „König der Schadsoftware“ Emotet ist entmachtet

    Eine internationale Ermittlergruppe hat nach eigenen Angaben die kriminelle Software „Emotet“ unschädlich gemacht. Die Polizeibehörde Europol teilte in Den Haag mit, die weltweite Infrastruktur auf mehreren hundert Rechnern sei zunächst unter Kontrolle gebracht und dann zerstört worden. Der Einsatz habe mehr als zwei Jahre gedauert. Er sei unter deutscher und niederländischer Leitung mit Ermittlern aus acht Ländern durchgeführt worden. Der Einsatz war von Europol und Eurojust koordiniert worden.

    Mit Hinweis auf andauernde Ermittlungen äußerte sich Europol nicht zu möglichen Festnahmen.

    „Die Zerschlagung von Emotet ist ein herausragender Erfolg des Bundeskriminalamtes und seiner internationalen Partner“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer. „Wir haben in den letzten Monaten gesehen, wie gefährlich eine Schadsoftware wie Emotet für Behörden, Wirtschaft und Gesellschaft sein kann“, wird der CSU-Politiker in einer Mitteilung seines Ministeriums zitiert.

    Die Software „Emotet“ wurde von Kriminellen für sogenannte Cyber-Angriffe eingesetzt. Versteckt in einem unscheinbaren Word-Dokument, häufig getarnt als harmlos wirkender Anhang einer E-Mail oder auch als Link, brach sie in Computernetzwerke ein und eröffnete die Möglichkeit, sensible Daten zu kopieren oder zu blockieren. Die Täter erpressten damit Unternehmen und Behörden. Auch viele privaten Computernutzer tappten in die Emotet-Falle.

    Allein in Deutschland verzeichnete das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden einen Schaden von 14,5 Millionen Euro. Betroffen waren etwa das Kammergericht Berlin, die Stadtverwaltung Frankfurt am Main und das Klinikum Fürth.

    Die ukrainische Staatsanwaltschaft teilte in Kiew mit, dass dort mehrere Personen festgenommen worden seien. Der Gesamtschaden in den getroffenen Ländern wurde auf 2,5 Milliarden US-Dollar beziffert, umgerechnet also etwa 2,1 Milliarden Euro.

    In Deutschland wurden 17 Server beschlagnahmt, wie das BKA mitteilte.

    Die Ermittler sprachen von „einem bedeutenden Schlag gegen die international organisierte Internetkriminalität und zugleich eine wesentliche Verbesserung der Cybersicherheit in Deutschland“.

    Emotet war eines der „gefährlichsten Instrumente für Cyber-Attacken“ der letzten Jahre, sagte eine Sprecherin von Europol. Zuerst war es 2014 als sogenannter Trojaner aufgetaucht, eine Schadsoftware, die sich als nützliche Datei tarnt. „Die Emotet-Infrastruktur funktionierte im Kern wie ein erster Türöffner in Computer-Systeme auf weltweiter Ebene“, so die Behörde. „Das System konnte auf einzigartige Weise ganze Netzwerke infizieren nur durch den Zugang zu ein paar wenigen Geräten.“

    Sobald der illegale Zugang gelungen war, wurde dieser an Cyber-Kriminelle verkauft. Diese konnten wiederum eigene Trojaner einschleusen, um etwa an Bank-Daten zu gelangen, erbeutete Daten weiterzuverkaufen oder aber Lösegeld für blockierte Daten zu erpressen. Die Malware war etwa versteckt in gefälschten Rechnungen, Lieferankündigungen oder angeblichen Informationen über Covid-19.

    Wenn der Nutzer aber auf den angegeben Link klickte oder den Anhang öffnete, installierte sich die Malware selbst und verbreitete sich rasend schnell.

    Zur Zerschlagung der Emotet-Infrastruktur erklärte Arne Schönbohm, Präsident des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) in Bonn: „Vor bald drei Jahren bereits war es das BSI, das Emotet als „König der Schadsoftware“ bezeichnet hatte.

    Seitdem haben wir immer wieder eindringlich vor der Gefährdung durch Emotet gewarnt und auf die teils erheblichen Folgen für Unternehmen, Behörden, Institutionen und nicht zuletzt auch für die Bürgerinnen und Bürger hingewiesen.“ Zehntausende Rechner von Privatpersonen seien mit Emotet infiziert worden, mit der Folge, dass das Online-Banking manipuliert oder Passwörter ausspioniert wurden.

    Das BSI habe damit begonnen, zusammen mit Providern in Deutschland die betroffenen Anwender zu informieren, damit diese ihre infizierten Computer und Laptops bereinigen können.

  5. #34
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    Neue Effizienzlabel für große Haushaltsgeräte, TVs und Monitore ab März

    Wer sich ab dem 1. März 2021 ein neues großes Haushalts- oder Consumer Electronics-Gerät anschaffen will, wird vielleicht von einem ungewohnten Buchstaben auf dem Energielabel überrascht sein, denn die Europäische Kommission hat die Richtlinien für das Energie-Effizienzlabel grundlegend überarbeitet.

    Ab dem 1. März 2021 ist dieses neue Label für Handel und Hersteller bindend. Dies betrifft als erstes Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Waschtrockner, TV-Geräte und Computer-Monitore.

    Hatten sich die Konsumenten in den letzten Jahren zunehmend daran gewöhnt, dass eine große Mehrheit der Geräte in der Energieeffizienzklasse A angesiedelt war, muss sich nun auf neue Klassifizierungen umgestellt werden: Denn nach Auffassung der EU-Kommission litten Vergleichbarkeit und Aussagekraft des Labels in der Vergangenheit unter zu vielen Ergänzungen und Zusatzinformationen. Tatsächlich waren Produkte nämlich häufig nicht allein in Klasse A angesiedelt, das A wurde oftmals zusätzlich mit bis zu drei Pluszeichen ergänzt. Des Weiteren gab es sogar noch die Zusatzinformation, um wieviel Prozent ein Gerät „A+++“ unterbieten würde. Nicht ganz zu Unrecht lässt sich folgende paradoxe Situation feststellen: Die erfolgreichen Anstrengungen der Hersteller, immer effizientere Produkte zu entwickeln, haben die Aussagekraft des Labels verwässert.

    Zwar wird das Label auch in Zukunft wie gewohnt die Skala von A bis G und die Ampel-Farbeinstufung von Grün bis Rot anwenden, allerdings sind die Richtwerte für die Energieeffizienz angepasst worden. Dies wird dazu führen, dass die Einstufung A vorerst die Ausnahme sein wird. Wer zuvor nach bestem Wissen und Gewissen Geräte angeschafft hat, deren Effizienz in den grünen Bereichen angesiedelt war, landet ab März in den Bereichen Hellgrün bis Rot. Beispielsweise werden viele Kühlschränke, die sich bisher mit einem „A+++“ und Grün schmücken durften, nun in den Klassen D (Hellgrün) oder E (Orange) landen, nur die besonders energieeffizienten Modelle werden voraussichtlich ein C (und weiterhin Grün) erreichen. Natürlich werden die Geräte zwischen Ende Februar und Anfang März nicht über Nacht ineffizienter oder schlechter – nur die Kriterien für eine Spitzeneinstufung sind mit dem neuen Label dann deutlich schärfer geworden.

    Viel Unwissen über anstehende Änderungen
    Dass es in wenigen Wochen zu Änderungen beim Energielabel kommt, ist vielen Konsumenten aktuell noch nicht bekannt. Bei einer jüngst durchgeführten repräsentativen Umfrage* der gfu gab fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) an, dass sie von der Änderung nichts wissen. Weitere 37 Prozent wissen, dass sich etwas ändern wird, können aber nicht genau sagen, was.

    Wird erläutert, dass die Änderungen zu einer besseren Unterscheidbarkeit bei der Energieeffizienz der Produkte führen, begrüßt die Mehrheit der Befragten (54 Prozent) das neue Label. Nur elf Prozent lehnen die Änderungen ab – der Rest ist unentschieden oder hat sich noch keine Meinung gebildet. Von der Sinnhaftigkeit schärferer Kriterien ist ebenfalls eine deutliche Mehrheit überzeugt: 59 Prozent sind der Meinung, dass die Hersteller so mehr Anreize haben, an der Effizienz ihrer Produkte zu arbeiten. Trotz der mehrheitlich positiven Einstellung zum neuen Label, befürchtet aber immerhin ein Drittel der Befragten, dass sie – zumindest in der Anfangszeit – Schwierigkeiten bei der Umgewöhnung haben werden. Durchaus gespalten zeigen sich die Befragten wenn sie entscheiden sollen, ob die EU-Effizienzkriterien aufstellen soll, oder ob der Markt das nicht auch ohne „Ansagen von oben“ regeln kann. 40 Prozent sind für politische Regelungen, 26 Prozent dagegen.

    Das neue Label bringt nicht nur eine breitere Verteilung über die Effizienzklassen mit sich – dem neuen Bewertungsmaßstab liegen unter anderem auch Änderungen bei den Berechnungsgrundlagen für die Energieeffizienz zu Grunde. So ging man beispielsweise bei der Berechnung des Jahres-Energieverbrauchs bisher von unterschiedlichen Zyklen aus. Bei Spülmaschinen wurde mit 280 Durchgängen pro Jahr kalkuliert, bei Waschmaschinen mit 220 Waschladungen. Zukünftig wird der Energieverbrauch einheitlich auf 100 Durchgänge bezogen – was dann eine einfache Umrechnung auf die persönlichen Nutzungsgewohnheiten ermöglichen soll.

    Ähnliche mathematische Vereinfachungen gibt es auch bei TV-Geräten und Monitoren. Bisher wurde von vier Stunden täglicher Nutzung ausgegangen, das neue Label gibt den Energiehunger eines Gerätes über 1.000 Stunden gemittelt an. Neu ist auch die separate Ausweisung der Effizienzklasse beim Einsatz der Technologie zur Kontraststeigerung, High Dynamic Range (HDR), die aufgrund größerer Spitzenhelligkeit mehr Energie benötigt. Wie sich die hinter dem neuen Label stehenden Ökodesign-Richtlinien auf die Weiterentwicklung der Bildqualität von TV-Geräten auswirken werden, kann zukünftig durchaus noch spannend werden. Die jüngste Generation von Displays hat eine 8K-Auflösung, also viermal mehr Bildpunkte als die aktuell am besten verkauften Ultra-HD TVs. Je mehr Pixel, also Bildpunkte, ein Display hat, umso mehr Fläche beanspruchen auch die Zwischenräume um die Pixel herum. Und diese Zwischenräume „schlucken“ Licht, also Energie. So besteht aktuell das Risiko, dass die von ihrer Detailauflösung her hochwertigsten Displays den Vorgaben des Ökodesigns nicht mehr entsprechen. Würde ein Gerät die G-Kategorie verfehlen, müsste es vom Markt genommen werden.

    Label informiert nicht nur über Energieverbrauch
    Das neue Label wird aber nicht allein über den Energieverbrauch der Produkte informieren. Je nach Gerätekategorie finden sich weitere nützliche Informationen: Bei Waschmaschinen beispielsweise über den Wasserverbrauch und die Dauer eines Waschzyklus. Und auch über die Geräusch-Emissionen der Produkte informiert das Label. Das ist besonders hilfreich, wenn der Aufstellort die offene Wohnküche und nicht der abgeschiedene Kellerraum ist.

    „Das neue Effizienzlabel sorgt für eine verbesserte Verbraucherinformation und steigert gleichzeitig den Einsatz der Hersteller weiter stark in die Entwicklung nachhaltiger Produkte zu investieren. Das sind zwei sehr positive Effekte“, kommentiert Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu Consumer & Home Electronics GmbH, den anstehenden Wechsel der Label-Kriterien. Gleichzeitig gibt sie aber zu bedenken: „Bei den aktuellen Kriterien wird es aber speziell für die TV-Hersteller eine große Herausforderung darstellen, das Ziel Steigerung der Bild- und Tonqualität mit den Vorgaben zur Energieeffizienz in Einklang zu bringen. Es kann nicht im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten sein, wenn am Ende Qualität und Erlebnis durch beeindruckende Bilder und tollen Kinosound auf der Strecke bleiben.”

  6. #35
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    EUTELSAT KONNECT: nächster Spotbeam für Deutschland aktiviert

    Der Satellit EUTELSAT KONNECT fährt weiter seine Kapazitäten hoch. Von den fünf für Deutschland vorgesehenen Spotbeams wurde nun der vierte aktiviert. Dadurch deckt der Satellit der nächsten Generation jetzt 93 Prozent Deutschlands ab und sind die konnect Internetdienste damit ab sofort nahezu flächendeckend verfügbar.

    Dank des neuen Satelliten sind erstmals mit den neuen konnect Diensten Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s im Download möglich. Damit wird Internet via Satellit zur echten Alternative für langsames DSL und selbst Vectoring. Denn die über Kupfer angebotenen „bis zu“-Geschwindigkeiten nehmen technologiebedingt mit zunehmender Entfernung vom Verteilerkasten deutlich ab. Auch im Vergleich zum Mobilfunk kann Eutelsat punkten, denn die konnect Dieste kommen ohne massive Drosselungen beim Datenvolumen aus.

    Eutelsat bietet aktuell unter der Marke konnect drei Tarife an: Der Einstieg in die Welt hoher Datenraten beginnt bei 30 MBit/s. Wer mehr möchte, kann 50 MBit/s oder 100 MBit/s wählen. Der monatliche Preis liegt zwischen 29,99 Euro und 69,99 Euro. Hinzu kommt eine einmalige Aktivierungsgebühr von nur 49 Euro.

    EUTELSAT KONNECT leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum Schließen einer großen Versorgungslücke für über 200.000 Haushalte, die keinen Zugang zu schnellem Internet haben. Diese unterversorgten Haushalte können nun dank konnect Bandbreiten erhalten, mit denen auch Homeoffice, Homeschooling oder Streaming ohne Bild- und Tonprobleme reibungslos funktionieren.

    Deshalb hat Eutelsat auch die jüngste Initiative von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zur Unterstützung unterversorgter Haushalte in Deutschland begrüßt. Wer sich für einen Internetanschluss via Satellit entscheidet, soll einen einmaligen Gutschein über 500 Euro erhalten, der zum Beispiel für die Installationskosten und das Empfangsequipment eingesetzt werden könnte.

    Eutelsat arbeitet hier mit professionellen Installateuren zusammen, sodass die hohe Qualität der konnect Internetdienste jederzeit gewährleistet ist.

    Im März 2021 wird auch der fünfte Spotbeam des Satelliten EUTELSAT KONNECT aktiviert sein. Dann beträgt die Verfügbarkeit 100 Prozent.

  7. #36
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    EU-Kommission will Wegfall der Roaming-Gebühren verlängern

    Verbraucher sollen nach dem Willen der EU-Kommission weiter vom Wegfall der Roaming-Gebühren in Europa profitieren. Die Brüsseler Behörde schlug am Mittwoch vor, die bestehenden Regeln über Ende Juni 2022 für weitere zehn Jahre zu verlängern. Zugleich soll an einigen Stellschrauben gedreht werden.

    Seit dem 15. Juni 2017 entfallen in den 27 EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen die Roaming-Gebühren. Somit können Verbraucher mit ihrem Handy zu den gleichen Kosten telefonieren, im Internet surfen oder SMS schreiben wie zu Hause. Einer neuen Eurostat-Erhebung zufolge sind die EU-Vorgaben sehr beliebt. Der Gebrauch von Datenroaming sei vom Sommer 2016 bis zum Sommer 2019 um das 17-fache gestiegen. Allerdings beklagen die EU-Bürger demnach noch einige Defizite. Ein Drittel der Befragten kritisierte, dass sie auf Reisen mit weniger Tempo im Internet unterwegs seien als zu Hause.

    Nach dem Willen der EU-Kommission soll sich das ändern. Die Behörde schlug am Mittwoch unter anderem vor, dass Nutzern beim Roaming künftig wann immer möglich die gleiche Qualität der Dienste zur Verfügung stehen sollte. Auch sollen Verbraucher in dem EU-Land, in dem sie reisen, kostenlos den Notruf kontaktieren können. Außerdem sollen sie ohne Angst vor explodierenden Rechnungen Service-Hotlines etwa von Fluggesellschaften oder Versicherungen anrufen können. Zudem schlägt die EU-Kommission vor, die Preise, die die Netzbetreiber sich gegenseitig für das Roaming in Rechnung stellen, weiter zu kappen.

    Bevor die Regeln tatsächlich ab Mitte 2022 gelten, müssen EU-Staaten und Europaparlament sich noch auf eine gemeinsame Linie einigen.

  8. #37
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    Corona-Phänomen Zoom arbeitet an Zukunft nach Pandemie

    Der Videokonferenz-Dienst Zoom rechnet nach dem explosiven Wachstum in der Corona-Krise auch für dieses Jahr mit kräftigen Zuwächsen. Für das angebrochene Geschäftsjahr peilt die Firma ein Umsatzplus von mindestens 42 Prozent an. Anleger feierten die frischen Quartalszahlen und die Prognose mit einem Kurssprung von zeitweise rund neun Prozent im nachbörslichen Handel am Montag.

    Im Ende Januar abgeschlossenen vergangenen Geschäftsjahr sprang der Umsatz von 623 Millionen auf 2,65 Milliarden Dollar (2,19 Mrd Euro) hoch. Die große Frage ist, wie weit Zoom noch wachsen kann - oder ob das Unternehmen im Corona-Boom mit Lockdowns und Heimarbeit sein Marktpotenzial weitgehend ausgeschöpft hat. Noch ungewiss ist auch, wie sehr Videokonferenzen nach dem Ende der Pandemie im Alltag verankert bleiben werden.

    Der Plan von Zoom für die Zukunft ist, die starke Position bei Videokonferenzen als Brückenkopf zu nutzen, um sich dauerhaft auch im künftigen Büroalltag festzusetzen. Der Schlüssel dafür ist Telefonie: Zoom Phone soll die bisherigen Telefonsysteme der Unternehmen ersetzen und gleichzeitig eine nahtlose Integration mit Videokonferenzen erlauben. Im vergangenen Quartal gewann Zoom als Telefonkunden unter anderem die Universität von South Carolina mit 21 000 Anschlüssen und den weltgrößten Musikkonzern Universal Music.

    Zoom war mit der Corona-Krise in eine neue Liga aufgestiegen. Die Firma sollte ursprünglich Videokonferenzen für Unternehmen zur Verfügung stellen. In der Pandemie nahm aber nicht nur die Nutzung in Firmen zu: Auch Privatpersonen greifen zu Zoom für alle möglichen Gelegenheiten - von Familientreffen bis Yoga-Stunden.

    Das Geld verdient Zoom allerdings nach wie vor im Geschäft mit größeren Unternehmen. Zum Ende des Geschäftsjahres hatte Zoom über 467 000 Kunden mit mehr als zehn Mitarbeitern - binnen drei Monaten kamen rund 33 000 hinzu. Solche Kunden brachten 63 Prozent der Erlöse ein. Beim Telefonie-Angebot gewann Zoom bisher 10 700 Kunden mit mehr als zehn Mitarbeitern. Er wolle Zoom auch verstärkt als Plattform für Online-Events etablieren, sagte Gründer und Chef Eric Yuan in einer Videokonferenz mit Analysten.

    Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz auf 882,5 Millionen Dollar.

    Ein Jahr zuvor waren es gut 188 Millionen Dollar gewesen. Der Quartalsgewinn schoss von 15 Millionen auf 260 Millionen Dollar hoch.

    Im gesamten Geschäftsjahr blieb ein Überschuss von 671,5 Millionen Dollar in der Bilanz - nach vergleichsweise mageren 25 Millionen Dollar im Vorjahr.

  9. #38
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    Illegale Filmplattformen im Netz - neue Clearingstelle für Sperren

    Urheber sollen sich gegen Internetplattformen, die urheberrechtlich geschützte Filme oder Musik systematisch illegal anbieten, über eine neue Anlaufstelle zur Wehr setzen können. Dazu wurde eine Clearingstelle mit dem Ziel eingerichtet, solche Webseiten leichter sperren zu können. Am Donnerstag hat die Stelle die Sperrung eines Streamingportals veranlasst, weil dort Inhalte angeboten worden seien, die gegen das Urheberrecht verstoßen, teilte die Bundesnetzagentur in Bonn mit.

    Mit einer so genannten Domain-Name-System-Sperre (DNS-Sperre) können Provider nun den Zugriff auf eine solche Seite für ihre Kunden beschränken. Die Bundesnetzagentur teilte weiter mit, die Clearingstelle Urheberrecht im Internet (CUII) sei eine gemeinsame Initiative von betroffenen Unternehmen, Branchenverbänden und Internetzugangsanbietern. Die Bundesnetzagentur selbst gehört nicht zu der Stelle, ist aber in das Verfahren einer Sperre eingebunden: Sie muss vorher prüfen, ob bestimmte Voraussetzungen dafür vorliegen - es geht speziell um den Bereich Netzneutralität.

    „Die Clearingstelle schafft ein effizientes und zügiges Verfahren, um strukturell urheberrechtsverletzende Webseiten sperren zu lassen“, erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „Das neue Verfahren hilft, langwierige und kostspielige Gerichtsverfahren zu vermeiden, auf die Rechteinhaber bislang angewiesen sind. Die Bundesnetzagentur leistet ihren Beitrag, um die Vorgaben zur Netzneutralität zu sichern.“ Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte zuerst über die neue Clearingstelle berichtet.

    Strukturell urheberrechtsverletzende Webseiten sind solche, deren Geschäftsmodell auf massenhafte Urheberrechtsverletzungen ausgerichtet ist. Ein Beispiel: Filme können massenhaft von Nutzern illegal angesehen werden. Die Anbieter verfügen nicht über die notwendigen Streaminglizenzen, Urheber und Streamingportale werden so benachteiligt, und ihnen entgehen Einnahmen. Die illegalen Seiten erzielen zugleich selbst Werbeerlöse.

    Laut Netzagentur fehlten Rechteinhabern bislang effiziente Zugriffsmöglichkeiten, um gegen Betreiber von Webseiten vorzugehen, die das Urheberrecht systematisch verletzen. Ein Problem sei auch, dass die illegalen Streamingseiten häufig aus nicht-europäischen Ländern betrieben werden, die eine behördliche Zusammenarbeit verweigerten.

    Der Digitalverband Bitkom war Mitinitiator der Clearingstelle.

    Geschäftsleiterin Susanne Dehmel sagte: „Das Risiko für Verbraucher, auf solche urheberrechtsverletzenden Inhalte zu stoßen, wird sich damit deutlich reduzieren.“ Internetnutzer könnten sich so sicherer im Netz bewegen. „Das gilt auch für Eltern, die sich sorgen, dass ihre Kinder eventuell illegale, urheberrechtsverletzende Inhalte aus dem Netz herunterladen könnten.“

  10. #39
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    Nokia schafft 5G-Geschwindigkeitsrekord

    Nokia hat während eines Feldversuchs mit der Türk Telekom in der türkischen Hauptstadt Ankara einen 5G-Geschwindigkeitsrekord erzielt. Das gab das finnische Unternehmen am 22. März bekannt. Dabei wurde ein Datendurchsatz von über 4,5 Gbit/s erreicht, hieß es.

    Der Rekord sei der erste, der nur mit 5G New Radio (5GNR) erzielt wurde - unter Verwendung der AirScale 5G RAN-Lösung von Nokia auf 26 GHz mmWave-Spektrum, 800 MHz Bandbreite und einem einzelnen Endgerät.

    Während des Feldversuchs stellte die AirScale-Basisstation von Nokia eine Verbindung mit einem mobilen Gerät her, um Daten über das 26-GHz-mmWave-Spektrum der Türk Telekom mit einer Spitzengeschwindigkeit von 4,5 Gbit/s zu übertragen.

    Nokia wurde von der Türk Telekom ausgewählt, um ultraniedrige Latenz, Konnektivität und Kapazität zu liefern, die erforderlich sind, um die gesamte Bandbreite der 5G-Konnektivität im Rahmen des Feldversuchs zu testen.

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    Internet via Eutelsat KONNECT startet ab sofort in ganz Deutschland mit 100 MBit/s

    Wie geplant wurde heute ein weiterer Spotbeam des Satelliten Eutelsat KONNECT aktiviert, um Deutschland satellitenbasiertes Internet flächendeckend bereit zu stellen. Der für Internetdienste optimierte Hochleitungssatellit leuchtet mit dem jetzt aktivierten fünften Beam auch das Gebiet entlang der Grenzen zu Polen von der Ostsee bis zur tschechischen Grenze im Osten der Bundesrepublik ab.

    Die Technologie Internet via Satellit steht derzeit im besonderen Fokus des Breitbandausbaus in Deutschland, denn rund 200.000 Haushalte sind von den Ausbaugebieten der Netzbetreiber abgeschnitten, da sich in diesen Regionen der eigenwirtschaftliche Netzausbau nicht lohnt. So können die betroffenen Haushalte meist nur mit ganz wenigen Mbit/s über DSL oder Mobilfunk im Internet surfen. Der neue Konnect-Service bietet mit Download-Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s eine echte Alternative, wobei die Kapazitäten des Satelliten noch weiteres Potenzial vorhalten. In ersten Tests wurden bereits über 150 Mbit/s erreicht.

    Damit unterversorgte Haushalte Internet via Satellit nutzen, ist aktuell ein Gutschein in Höhe von 500 Euro in der politischen Diskussion, mit dem die Anschaffungskosten für das notwendige Empfangsequipment und dessen Installation beglichen werden könnten. Auf diese Weise würden lediglich die monatlichen Tarifkosten für den Nutzer anfallen. konnect bietet hier drei Tarife mit 30, 50 und 100 Mbit/s an. Der Preis liegt zwischen 29,99 Euro und 69,99 Euro pro Monat. Hinzu kommt eine einmalige Aktivierungsgebühr von 49 Euro.

    „Mit der flächendeckenden Verfügbarkeit der konnect Internetdienste bauen wir unsere Führungsposition weiter aus“, sagte Andrew Walwyn, CEO Konnect, einer Geschäftseinheit von Eutelsat. „Wir sind der erste Anbieter für Internet via Satellit, mit dem deutsche Haushalte über einen flächendeckend verfügbaren Dienst im Regelbetrieb bereits mit 100 Mbit/s im World Wide Web surfen können.“

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    By Andrushenka in forum Aktuelle Nachrichten
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