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Thread: Allgemeine Neuigkeiten

  1. #51
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    Stabile Umsätze mit TV-Geräten im zweiten Quartal 2021

    Die Umsätze mit Fernsehgeräten sind in Deutschland im zweiten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Plus von knapp einem Prozent leicht angestiegen. So wurde von April bis Juni 2021 ein Umsatz von rund 831 Millionen Euro erzielt. Dem gegenüber stehen ein Stückzahlrückgang von 18,5 Prozent auf knapp 1,3 Millionen sowie ein Anstieg des Durchschnittspreises aller verkauften TVs um 24 Prozent auf 657 Euro. Der Anstieg des Durchschnittspreises hat zwei Ursachen: die Kundinnen und Kunden haben höherwertigere und besser ausgestattete TV-Geräte gekauft und zudem ist im Markt je nach Kategorie ein Preisanstieg zwischen sechs und acht Prozent zu verzeichnen. Dieser beruht einerseits auf knappen Komponenten, wie beispielsweise Displays, und andererseits auf gesteigerten Logistikkosten aufgrund der weltweit eingeschränkten Verfügbarkeit von Containern.

    Die im zweiten Quartal 2021 verkauften Fernsehgeräte waren zu 75 Prozent mit UHD-Auflösung ausgestattet, 45 Prozent hatten eine Bilddiagonale von 55 Zoll und größer (> 140 cm). Noch deutlicher zeigt sich dieses Bild bei den Umsatzanteilen: UHD-Geräte stehen bei 91 Prozent und TVs mit 55 und mehr Zoll Bilddiagonale bei 67 Prozent. Zudem sind Smart TVs, also Fernsehgeräte mit Internetzugang, beliebt. Ihr Anteil an der verkauften Stückzahl im zweiten Quartal 2021 beträgt 93 Prozent, der Umsatzanteil liegt bei 98 Prozent. Mit der Komfort-Funktion Sprachsteuerung sind bereits 76 Prozent aller von April bis Juni 2021 abgesetzten TV-Geräte ausgestattet. Mit 88 Prozent ist auch bei dieser Ausstattung der Umsatzanteil höher als der Stückzahlanteil.

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  3. #52
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    Smart Home-Umfrage: Hohes Interesse, aber noch Zurückhaltung

    Smartphone und Tablet sind für viele Menschen zum ständigen Begleiter und Universalwerkzeug zur Lösung verschiedenster Alltagsaufgaben geworden. Wie weit die Steuerung und Kontrolle von Geräten im eigenen Haushalt per App inzwischen etabliert ist, war die Frage, die eine im Juli von YouGov im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics GmbH in Deutschland und Großbritannien durchgeführte repräsentative Umfrage beantworten sollte.

    Dabei zeigte sich, dass die tatsächliche Nutzung von Smart-Home-Lösungen in beiden Befragungsländern noch nicht stark verbreitet ist, aber gleichzeitig ein recht hohes Interesse für eine zukünftige Nutzung besteht. Spitzenreiter bei der aktuellen Nutzung sind die Steuerung und Kontrolle von TV, Audio- oder Video-Geräten im Haushalt. 18 Prozent der Befragten aus Großbritannien und 16 Prozent der Befragten aus Deutschland geben an, dass sie Unterhaltungselektronik-Produkte per App steuern. Weitere 30 Prozent in Großbritannien und 25 Prozent in Deutschland können sich eine solche Nutzung in Zukunft vorstellen.

    Lampen und Beleuchtung

    Die Steuerung der Beleuchtung ist für viele Befragte ein weiteres interessantes Anwendungsfeld. In Großbritannien setzen bereits 11 Prozent auf smarte Beleuchtungslösungen, weitere 36 Prozent können sich eine intelligente Lichtsteuerung für die Zukunft vorstellen. Auf ähnlichem Niveau sind die Werte in Deutschland: 13 Prozent nutzen bereits smarte Lichtlösungen, 30 Prozent sind offen für eine zukünftige Nutzung.

    Heizung und Klima

    Stetig steigende Energiekosten sind häufig ein Grund, um Heizungen, Heizkörper oder Klimaanlagen mit smarten Funktionen aufzurüsten. So lässt sich beispielsweise die Heizung aus der Ferne steuern oder sie regelt die Temperaturen ganz automatisch entsprechend den Anwesenheitszeiten der Bewohnerinnen und Bewohner. 10 Prozent der in Großbritannien Befragten geben an, dass sie bereits Lösungen im Einsatz haben, mit denen sie die Temperaturen im Zuhause smart regeln. Weitere 39 Prozent können sich mit dem Gedanken einer zukünftigen Nutzung gut anfreunden. Bei den in Deutschland Befragten liegt die aktuelle Nutzung bei 8 Prozent, ein weiteres Drittel (33 Prozent) ist offen für eine zukünftige Nutzung.

    Sicherheitslösungen

    Die Steigerung des Sicherheitsgefühls ist eine weitere Disziplin, für die smarte Lösungen bereit stehen. 13 Prozent der Briten nutzen bereits Anwendungen, bei denen smarte Kameras Bilder aus der Wohnung, dem Haus oder Garten auf das Smartphone oder Tablet schicken. Weitere 36 Prozent können sich eine zukünftige Nutzung vorstellen. Bei den Befragten aus Deutschland liegt diese Nutzung erst bei 7 Prozent, allerdings können sich auch hier deutlich mehr, nämlich 30 Prozent, eine zukünftige Nutzung vorstellen. Smarte Sensoren wie beispielsweise Bewegungs- oder Rauchmelder und Sensoren, die geöffnete Fenster oder Türen signalisieren, stehen ebenfalls hoch im Kurs. In Deutschland sind sie in 12 Prozent der Haushalte aktuell im Einsatz, zukünftige Nutzung können sich 36 Prozent der Befragten vorstellen. In Großbritannien liegt die aktuelle Besitzrate mit 11 Prozent der Haushalte zwar etwas niedriger, allerdings sind hier 45 Prozent offen für eine Anschaffung in Zukunft.

    Smarte Schlösser sind aktuell noch eine Ausnahmeerscheinung. Nur 2 Prozent der in Großbritannien Befragten haben eine smarte Schließlösung für ihr Haus oder ihre Wohnung im Einsatz, 27 Prozent können sich eine zukünftige Nutzung vorstellen. Vergleichbar sind die Zahlen für Deutschland. Aktuellen Einsatz smarter Schließlösungen geben hier 3 Prozent an, eine zukünftige Nutzung kann sich jeder vierte Befragte (25 Prozent) vorstellen.

    Kleine und große Hausgeräte

    Vergleichsweise niedrig ist aktuell der Besitz von Hausgeräten mit smarten Funktionen bei den Befragten. Nur jeweils 3 Prozent der in Großbritannien Befragten geben an, dass sie große Hausgeräte wie Geschirrspüler oder Waschmaschine oder kleine Hausgeräte wie Küchenmaschinen oder Kaffee-Vollautomaten smart steuern oder kontrollieren. Die niedrige aktuelle Nutzung zeigt aber das Zukunftspotenzial: Bei den großen Hausgeräten können sich das 33 Prozent für die Zukunft vorstellen, bei den kleinen Hausgeräten 21 Prozent der Briten. In Deutschland liegt die aktuelle Nutzung mit jeweils 4 Prozent geringfügig höher. Zukünftig ihre großen Hausgeräte per App zu kontrollieren können sich 28 Prozent der in Deutschland Befragten vorstellen. Bei kleinen Hausgeräten ist das für 24 Prozent vorstellbar.

    Den Hausputz anderen überlassen? „Gern“, sagen 8 Prozent der in Deutschland Befragten und meinen damit, dass sie bereits über einen smarten Staubsaugroboter verfügen. Weitere 22 Prozent können sich vorstellen, den Staubsaug-Job zukünftig dem Roboter zu überlassen. Bei den Befragten in Großbritannien ist der aktuelle Besitzstand in diesem Segment mit 2 Prozent zwar deutlich niedriger, dafür ist die Offenheit für den zukünftigen Einsatz mit 21 Prozent auf nahezu gleichem Niveau.

    Garten und Balkon

    Gerade in der Sommer-Urlaubszeit stehen Garten- und Balkonbesitzer häufig vor der Herausforderung sich um die Pflanzen trotz Abwesenheit kümmern zu müssen. Smarte Lösungen können hier unterstützen, sind aber bisher kaum verbreitet. Nur jeweils 1 Prozent der in Großbritannien Befragen geben an, dass sie einen smarten Mähroboter oder ein smartes Bewässerungssystem einsetzen. Für eine zukünftige Nutzung offen sind 17 Prozent (Mähroboter) respektive 21 Prozent (smartes Bewässerungssystem). Leicht höher sind die Zahlen bei den in Deutschland Befragten. Jeweils 3 Prozent nutzen bereits smarte Mähroboter oder Bewässerungssysteme, 18 Prozent (Mähroboter) beziehungsweise 24 Prozent (Bewässerung) können sich mit einer zukünftigen Nutzung anfreunden.

    Positive Grundeinstellung aber auch Sicherheitsbedenken

    „Unsere Befragungsergebnisse zeigen, dass Besitz und Nutzung von Smart-Home-Lösungen immer noch hinter den Erwartungen der Tech-Branche liegen. Dass aber über alle smarten Produktkategorien ein großer Anteil der Befragten einen zukünftigen Einsatz in Betracht zieht, zeigt das große Potenzial, das weiterhin für smarte Lösungen besteht“, so Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu Consumer & Home Electronics GmbH.

    Grundsätzlich zeigt die aktuelle Befragung eine generelle Offenheit der Konsumentinnen und Konsumenten für smarte Lösungen. Allerdings je nach Kategorie in unterschiedlicher Ausprägung. Smarte Schlösser und Schließlösungen wollen beispielsweise 36 Prozent der in Großbritannien Befragten auch zukünftig nicht nutzen. In Deutschland liegt die Ablehnung solcher Lösungen mit 28 Prozent etwas darunter. Die Überwachung des eigenen Heimes per smarter Videokamera lehnen 18 Prozent der in Großbritannien Befragten ab. Mit 19 Prozent ist die Ablehnungsquote in Deutschland auf nahezu gleichem Niveau.

    Nach den Gründen für die Ablehnung befragt, entstehen auf beiden Seiten des Kanals ähnliche Gewichtungen: 38 Prozent der Ablehner in Großbritannien und 35 Prozent in Deutschland befürchten Sicherheitsrisiken, also dass es einen unautorisierten Zugriff von außen auf Schlösser oder Kameras geben könnte. 23 Prozent (Großbritannien) beziehungsweise 19 Prozent (Deutschland) befürchten, dass die Hersteller der Technologien Daten über das Nutzungsverhalten sammeln könnten. Dass die Technologie für sie zu kompliziert und fehleranfällig sei, befürchten 21 Prozent in Großbritannien und 23 Prozent in Deutschland.

  4. #53
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    Ab ins All - Der deutsche „Weltraumbahnhof“ rückt näher

    Den geplanten deutschen „Weltraumbahnhof“ muss man sich nicht vorstellen wie Cape Canaveral in den USA oder Baikonur in Kasachstan. Stattdessen ist eine schwimmende Startplattform in der Nordsee geplant: Von einem Spezialschiff mit Startrampe soll es möglichst bald abgehen ins All - für kleine Trägerraketen, die kleine Satelliten von der Größe eines Schuhkartons transportieren. Die sind Bestandteil des neuen, milliardenschweren „New Space“-Marktes. „New Space“ bezeichnet die zunehmende Kommerzialisierung der Raumfahrt. Denn Daten werden immer wichtiger.

    Die Raketenplattform in der Nordsee rückte am Montag wieder ein Stück näher. Vier europäische Raketenhersteller unterzeichneten in Berlin Absichtserklärungen für die Zusammenarbeit mit der German Offshore Spaceport Alliance (GOSA), zu der Firmen wie das Raumfahrt- und Technologieunternehmen OHB gehören.

    Der nächste Schritt ist nun eine Machbarkeitsstudie, die zur Hälfte von der Bundesregierung finanziert wird. Geklärt sollen rechtliche und regulatorische Fragen einer Startplattform. Das Ziel der Allianz GOSA ist es, im Jahr 2023 den ersten Start eines „Microlaunchers“, so werden die Mini-Raketen genannt, aus der Nordsee zu realisieren. Heimathafen solle Bremerhaven sein.

    Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, sagte, vor allem Start-ups und mittelständische Unternehmen würden von einem vereinfachten und flexiblen Zugang ins All profitieren. „New Space“ sei ein Schlüssel für neue Technologien und datenbasierte Geschäftsmodelle wie das autonome Fahren in großen Flotten - dazu braucht man präziseste Daten.

    Die Unterzeichnung der Absichtserklärungen sei ein „echter Meilenstein“, sagte Russwurm. Deutschland habe jetzt die einmalige Chance, eine eigene „New Space“-Kette aufzubauen - Microlauncher, Trägerraketen und eine Startplattform. Microlauncher könnten die große europäische Trägerrakete Ariane ergänzen. In Deutschland gibt es mehrere Start-up-Firmen, die kleine Raketen entwickeln.

    Vor zwei Jahren hatte der BDI einen „Weltraumkongress“ organisiert und ein Konzept für einen deutschen „Weltraumbahnhof“ vorgestellt.

    Nach Darstellung der Allianz GOSA werden bis zum Jahr 2028 viermal mehr Satelliten ins All gebracht werden als in den vergangenen zehn Jahren - 86 Prozent davon würden aus dem Klein- und Kleinstsatellitensegment kommen. Ganze Wirtschaftszweige hingen von satellitenbasierten Navigationsanwendungen oder der Satellitenkommunikation ab. Der „Spaceport“ solle die Weiterentwicklung vieler wirtschaftsnaher Raumfahrtanwendungen begünstigen.

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kündigte eine „New-Space-Kleinsatelliten-Initiative“ an. Damit solle die deutsche Raumfahrtindustrie gezielt gestärkt und Spitzentechnologie in die Anwendung gebracht werden. Kleinsatelliten gehöre die Zukunft, sagte der Minister in Berlin. Ziel: von der Phase des Experimentierens in die Phase des Realisierens kommen. Der Weltraum sei ein „dynamischer Wachstumsmarkt“, sagte Altmaier.

    Durch Kleinsatelliten könnten zum Beispiel Daten zum Klima- und Umweltschutz sowie zum Katastrophenschutz gewonnen werden - der Staat könne daher „Ankerkunde“ einer Startplattform werden.

    Der Vorteil der Kleinsatelliten: Sie bewegen sich in einer vergleichsweise geringen Entfernung zur Erde - und ermöglichten deswegen äußerst schnelle Kommunikationsverbindungen, zum Beispiel für den Internetzugang in entlegenen Gebieten, wie die Unternehmensberatung Roland Berger in einer Analyse schrieb.

    Angesichts der Konkurrenz etwa aus den USA müsse Europa bei Microlaunchern schnell handeln, um noch mitmischen zu können.

  5. #54
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    Ein Kabel für alle - Einheitliche Handy-Ladebuchse rückt näher

    Der Kabelsalat in deutschen Haushalten ist kaum zu überblicken. Handy, Tablet und Kopfhörer brauchen - je nach Hersteller - oft verschiedene Ladekabel. Vor allem der iPhone-Konzern Apple mit seinem hauseigenen Lightning-Anschluss erschwert eine einheitliche Lösung in der EU bislang. Damit soll bald Schluss sein - zumindest, wenn es nach der EU-Kommission geht. Die Brüsseler Behörde legte am Donnerstag einen Gesetzesvorschlag für einheitliche Ladebuchsen in Elektrogeräten vor.

    Warum gibt es nicht längst eine einheitliche Lösung?

    Bislang setzt die EU-Kommission auf die freiwillige Zusammenarbeit der Industrie - dabei fordert vor allem das Europaparlament seit Jahren mehr Druck auf die Unternehmen. Das Ziel - ein Ladekabel für alle Geräte - hat die EU-Kommission so nicht erreicht. 2009 einigten sich 14 Handy-Hersteller - unter ihnen Apple - auf Druck der EU-Kommission in einer Selbstverpflichtung auf einen einheitlichen Standard für Netzteile. Bei den Buchsen in Smartphones und Tablet-Computern blieben von einst mehreren Dutzend Typen noch drei übrig: das inzwischen veraltete Micro-USB, das neuere USB-C und die dünneren Lightning-Anschlüsse von Apple. Der iPhone-Konzern weigert sich, auf seinen Standard komplett zu verzichten. Die Konkurrenz von Samsung über Xiaomi bis hin zu Oppo, OnePlus und Motorola verwendet inzwischen in der Regel USB-C-Buchsen in ihren Geräten.

    Was hat die EU-Kommission nun vorgeschlagen?

    Wenn es nach der EU-Kommission geht, soll USB-C der Standard für die Buchsen in den Geräten werden. Auch soll die Schnelllade-Technologie in allen Geräten vereinheitlicht werden. Außerdem sollen Kundinnen und Kunden nicht mehr dazu verpflichtet sein, ein Netzteil zu kaufen, wenn sie sich etwa ein neues Handy zulegen. Allerdings liefern Apple, Samsung und andere Hersteller ihre Smartphones schon jetzt ohne Netzteil aus.

    Für welche Geräte soll das Ganze gelten?

    Die EU-Kommission zielt auf sechs Geräte-Kategorien ab. Diese sind neben Smartphones auch Tablets, Kopfhörer, Lautsprecher, tragbare Spielekonsolen und Kameras.

    Was soll der Vorstoß bewirken?

    Zum einen sollen Verbraucher davon profitieren - weil weniger Kabel in ihrem Haushalt sind und sie zudem Geld sparen, wenn sie nicht mit jedem Gerät ein neues Netzteil erwerben. Zum anderen sollen Unmengen an Elektroschrott vermieden werden. Die EU-Kommission spricht von 11 000 Tonnen jährlich.

    Warum sträubt Apple sich gegen die Vereinheitlichung?

    Apple will seinen Lightning-Anschluss behalten. Der wird derzeit in allen iPhones verbaut, aber auch in manchen Tablet-Modellen wie dem aktuellen iPad 9 oder bei den AirPod-Kopfhörern. Anfangs ging es vor allem darum, dass mit Lightning extrem flache Geräte staub- und wasserdicht gebaut werden konnten, was mit dem unterlegenen Standard Micro-USB so nicht möglich gewesen wäre. Inzwischen gibt es mit USB-C aber eine brauchbare Alternative, die teilweise auch von Apple verwendet wird. Bei den Netzteilen - die ja in der Regel von den Ladekabeln getrennt werden können - setzt Apple ohnehin auf USB-C.

    Ein Apple-Sprecher teilte am Donnerstag mit: „Wir sind noch immer besorgt, dass ein strenger Regulierungsrahmen, der nur eine Art von Ladebuchsen vorschreibt, Innovation eher behindert als fördert.“ EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton widersprach entschieden: Der Vorschlag richte sich ganz und gar nicht gegen Innovation - und schon gar nicht gegen ein bestimmtes Unternehmen. Vielmehr solle er Verbrauchern zugute kommen. Apple könne Lightning natürlich weiter nutzen - müsste in diesem Fall aber zusätzlich USB-C verbauen. Zwei unterschiedliche Ladebuchsen in einem Smartphone sind allerdings nur schwer vorstellbar.

    Hat Apple auch wirtschaftliche Gründe, an der Lightning-Buchse festzuhalten?

    Ja. Der Konzern erzielt Einnahmen mit seinem Programm „Made for iPhone/iPad“ (MFI). Dritthersteller von Lightning-Kabel müssen ihre Produkte im MFI-Programm zertifizieren lassen.

    Wie geht es nach dem Ladebuchsen-Vorschlag weiter?

    Zunächst einmal müssen EU-Staaten und Europaparlament nun darüber beraten und eine gemeinsame Linie finden. Anschließend hätten die nationalen Regierungen noch ein Jahr Zeit, die neuen Regeln in nationales Recht umzusetzen. Zudem ist eine Übergangsfrist von zwei Jahren für die Unternehmen vorgesehen. Frühestens Ende 2024 wäre die einheitliche Ladebuchse also verpflichtend für die Unternehmen - und der Kabelsalat in den Haushalten würde zurückgehen. Bis dahin spielen Ladekabel vielleicht nur eine untergeordnete Rolle, weil die Geräte in Zukunft immer häufiger kabellos aufgeladen werden. Drahtlose Ladegeräte sind von dem neuen Vorschlag nicht betroffen. Die EU-Kommission argumentiert, dass das Angebot hier noch nicht so fragmentiert sei.

    Plant die EU-Kommission weitere Erleichterungen für Verbraucher?

    Ladegeräte von Handys oder Tablets wären mit dem aktuellen Vorschlag noch nicht komplett einheitlich - dafür müsste auch der Stecker, der ins Netzteil geht, vereinheitlicht werden. Dies soll mit einem Update der sogenannten Ökodesign-Richtlinie noch in diesem Jahr angegangen werden. Dann könnte die EU-Kommission auch neue Vorschriften für die Konstruktion von Handys, Tablets und Laptops, die in der EU verkauft werden, vorschlagen. Denn diese Geräte sollen nach dem Willen der Behörde grundsätzlich reparierbar und dadurch länger nutzbar werden, etwa mit austauschbaren Akkus und Software-Updates über mehrere Jahre hinweg.

  6. #55
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    Es wird luftig: Alles zum neuen Windows 11

    Bei 10 wollte Microsoft doch aufhören zu zählen. Das haben zumindest viele angenommen: Bei der Vorstellung 2015 hatte es sich so angehört, als ob das Betriebssystem zwar stetig weiterentwickelt werden, der Name Windows 10 aber bleiben würde. Doch Microsoft zählt weiter und nun steht Windows 11 vor der Tür. Fest steht: Windows-10-Nutzerinnen und -Nutzer werden nicht überfordert, müssen sich aber etwas umgewöhnen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Windows 11 im Überblick:

    Gibt es ein neues Design?
    Ja. Microsoft hat die einst umstrittenen Kacheln verbannt und das neue Startmenü öffnet sich mittig, weil auch der Start-Button in die Mitte der Taskleiste gewandert ist. Abgerundete Ecken fallen vor allem bei den Fenstern auf, alles wirkt luftiger. Der Dateimanager Explorer wurde entschlackt, die Einstellungen aufgehübscht. Zudem meldet sich das System mit neuen Klängen, Symbolen und Hintergründen.

    Und was ist mit neuen Funktionen?
    Neu sind etwa Widgets, also Fensterchen mit News, dem Wetter oder anderen Infos. Auch den Fokus-Modus für ungestörtes Arbeiten ohne Ablenkungen, der sich in der Uhren-App aktivieren lässt, gab es in Windows 10 noch nicht. Eingeführt werden zudem virtuelle Desktops, mit denen sich unterschiedliche Arbeitsumgebungen etwa für Arbeit und Freizeit selbst mit einem Monitor realisieren lassen, und das sogar mit unterschiedlichen Hintergründen.

    Was sollen Snap-Layouts sein?
    Es handelt sich dabei um eine neue Gruppierungsfunktion, die den Umgang mit vielen Fenstern und Programmen unter optimaler Ausnutzung der Displayfläche erleichtern soll. Es erscheinen Anordnungsvorschläge, sobald man bei einem Fenster rechts oben auf das Maximieren-Icon geht. Hat man sich für ein Layout entschieden und alle Fenster dementsprechend auf dem Bildschirm verteilt, ist ein Snap-Gruppe entstanden. Und die lässt sich praktischerweise in Gänze minimieren und maximieren.

    War nicht auch von Android-Apps die Rede?
    Tatsächlich sollen sich auch Android-Apps im generalüberholten Microsoft Store suchen, über den Amazon-App-Store herunterladen und unter Windows 11 nutzen lassen. In Sachen Software-Verzahnung plant Microsoft unter anderem die Integration des Xbox-Abos Game Pass und der Teams-Tools in Windows 11.

    Gibt es Windows 11 nur für neue Rechner?
    Nein. Wenn die technischen Voraussetzungen erfüllt sind und die aktuellste Windows-10-Version installiert ist, wird Windows 11 angeboten. Allerdings nicht unbedingt sofort am 5. Oktober. Die Aktualisierung wird nach und nach verteilt. Das kann Wochen, wenn nicht Monate dauern. Ungeduldige können dann und wann auch manuell prüfen, ob Windows 11 für sie schon bereitsteht, und zwar unter „Einstellungen/Windows Update/Nach Updates suchen“.

    Kostet Windows 11 Geld?
    Umsteiger zahlen nichts, der Wechsel von Windows 10 auf Windows 11 ist kostenlos. Nur wer einen neuen Rechner mit Windows 11 anschafft, zahlt eine gewisse Summe des Kaufpreises für die Lizenz. Und wer einen neuen Rechner ohne Betriebssystem kauft und Windows 11 möchte, muss natürlich eine Lizenz kaufen.

    Laufen ältere Windows-Programme?
    In aller Regel ja. Microsoft hält nach eigenen Angaben am „zentralen Design-Grundsatz der App-Kompatibilität“ fest. Kurz: Was unter Windows 10, 8 oder 7 gelaufen ist, läuft auch unter Windows 11.

    Bekommt mein Rechner denn nun Windows 11?
    Das kommt darauf an. Microsoft hat technische Mindestanforderungen festgelegt, die ein System erfüllen muss - sonst bricht der Setup-Assistent die Installation ab. Im Vergleich zu Windows 10 sind die Anforderungen deutlich gestiegen. Insbesondere wird ein vergleichsweise neuer Prozessor verlangt. Wichtig: Wer die Home-Version von Windows 11 installieren und einrichten will, kann dies laut Microsoft nur angemeldet mit einem Microsoft-Konto tun.

    Ohne Konto geht es offiziell nur in der Pro-Version.

    Kann ich vor einem Installationsversuch prüfen, ob mein Rechner die Microsoft-Kriterien erfüllt?
    Ja, dafür gibt es Testprogramme. Windows eigenes, der „PC Health Check“, wird derzeit noch überarbeitet. Man kann aber auch einfach die Freeware „WhyNotWin11“ nutzen, die sehr übersichtlich darstellt, ob und warum eine Aktualisierung vielleicht nicht möglich ist.

    Was ist, wenn mein Rechner nicht bereit ist oder ich Windows 11 gar nicht will?
    Dann passiert erst einmal gar nichts. Automatisch installiert sich Windows 11 nicht. Und man kann Windows 10 wie gehabt weiter nutzen.

    Aber irgendwann wird auch der Support für Windows 10 auslaufen, nach derzeitigem Fahrplan im Oktober 2025. Die Nutzung über diesen Zeitpunkt hinaus würde zum unkalkulierbaren Risiko, weil Microsoft dann keine Sicherheitsupdates mehr liefert - zumindest nicht gratis für Privatkunden.

    Wann sind neue Geräte mit Windows 11 verfügbar?
    Noch im Herbst. Lenovo hat etwa für November das 1,1 Kilogramm leichte 14-Zoll-Notebook Yoga Slim 7 Carbon mit OLED-Display (ab 1100 Euro) angekündigt. Und auch Asus' Zenbook 14X OLED mit 16:10-HDR-Display (ab 1300 Euro) soll noch 2021 erscheinen.

    Der allererste Windows-11-Rechner, den man kaufen kann, kommt aber natürlich von Microsoft selbst: Das neue Surface-Tablet Go 3 (ab 440 Euro) wird wie das neue Betriebssystem am 5. Oktober veröffentlicht. Im gleichen Monat folgt noch das Surface 8 Pro (ab 1180 Euro).

    Und für Anfang 2022 hat Microsoft das flexible Surface Laptop Studio mit Windows 11 angekündigt: Dessen 14,4-Zoll-Touchscreen ist an einem Spezialscharnier befestigt, sodass sich das Gerät in einen Notebook-, Präsentations- und Tabletmodus klappen lässt.

  7. #56
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    Sicher surfen: Browser sollte auf Verschlüsselung achten können

    Rechner sollten nicht über unverschlüsselte Verbindungen (http) mit Internetservern kommunizieren. Denn so bietet sich potenziellen Angreifern die Chance, Daten zu erbeuten. Da inzwischen fast alle populären Browser eine Funktion bieten, die sicherstellt, dass nur verschlüsselte Verbindungen (https) aufgebaut werden, sollte man diese auch aktivieren, rät die Electronic Frontier Foundation (EFF).

    Im Firefox-Browser (seit Version 83) wird das Feature unter „Einstellungen/Datenschutz & Sicherheit/Nur-https-Modus/ Nur-https-Modus in allen Fenstern aktivieren“ eingeschaltet. Bei Chrome (ab Version 94) unter „Einstellungen/Datenschutz & Sicherheit/Erweitert/Immer sichere Verbindung verwenden“. Und im neuesten Safari-Browser (Version 15) ist die Funktion ebenso ab Werk aktiviert wie im Brave-Browser.

    Keine Weiterentwicklung für „https Everywhere“
    Nachdem nun eine „Nur https“-Funktion Aufnahme in fast alle verbreiteten Browser gefunden hat, sieht die EFF eines ihrer selbst gesteckten Ziele erreicht. Die bereits seit einem Jahrzehnt existierende Erweiterung „https Everywhere“, mit der ein im Browser fehlendes „Nur-https“-Feature nachgerüstet werden kann, will die EFF deshalb von 2022 an nicht mehr weiterentwickeln.

    Nutzerinnen und Nutzer, die die „Nur https“-Funktion in ihrem Browser aktiviert haben, können die Erweiterung - falls vorhanden - natürlich deinstallieren. Sollten unverschlüsselte Seiten (http), denen man vertraut, regelmäßig geöffnet werden müssen, lassen sich in den Einstellungen meist Ausnahmen für diese Seiten definieren.

  8. #57
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    Windows 11: Wie Microsoft mit dem kostenlose Update Geld verdient

    Microsoft räumt auf und verpasst seinem Betriebssystem Windows ein modernes Design. Eigentlich hatte der Konzern vor sechs Jahren in Aussicht gestellt, bei Windows 10 für immer zu bleiben: Doch nun hat der Softwaregigant seinem runderneuerten Betriebssystem eine neue Versionsnummer verpasst. Windows 11 startet am Dienstag (5. Oktober).

    Zur Premiere wird das System auf jeden Fall auf neuen PCs verfügbar sein. Darunter sind zum einen die neuen Surface-Rechner von Microsoft selbst. Mit an Bord sind aber auch die zahlreichen Hardwarepartner wie Lenovo, HP, Dell, Acer, Huawei und viele andere.

    Windows 11 wird jedoch auch als kostenloses Upgrade schrittweise auf bestehenden Rechnern mit Windows 10 installiert. Dabei werden allerdings nur PCs zum Zuge kommen, die eine lange Liste von Voraussetzungen erfüllen. So wird ein vergleichsweise neuer Prozessor verlangt. Das sind die Intel-Prozessoren der achten Generation, Zen-2-Chips von AMD sowie ARM-Chips der Serien 7 und 8 von Qualcomm.

    Damit werden die Benutzer älterer Systeme mit Prozessoren aus Intels sechster oder siebter Generation sowie älteren AMD-Modellen vom Wechsel zu Windows 11 ausgeschlossen.

    Bei vielen Modellen aus den Jahren 2017 und früher wird das Upgrade auf Windows 11 aber auch daran scheitern, dass auf der Hauptplatine der Rechner noch kein spezieller Sicherheitschip verbaut wurde. Dabei handelt es sich um das umstrittene Trusted Platform Module (TPM) 2.0.

    Ob es Microsoft gelingen wird, mit dem neuen Windows 11 in Verbindung mit der Sicherheitshardware moderner PCs die rapide wachsende Cyberkriminalität einzudämmern, werden die kommenden Monate und Jahre zeigen. Klar ist: Bei der Abwehr von Schadprogrammen, die ganze Computernetzwerke erobern und komplette Datenbestände verschlüsseln, könnte die Kombination von Windows 11 und TPM eine wichtige Rolle spielen.

    Umstritten wird das TPM aber vermutlich dennoch bleiben, auch wenn die PCs dadurch sicherer werden. Schließlich lassen sich mit dieser Architektur auch Identitäten genauer erkennen als es manchen Anwendern gefällt. Damit könnte beispielsweise ein Lizenzmanagement der installierten Programme viel rigider umgesetzt werden als bislang.

    Die recht hohen Voraussetzungen für Windows 11 lösten Kritik aus. Microsoft rechtfertigte sich Ende Juni in einem Blog-Eintrag: Windows 11 sei als komplettes Erlebnispaket konzipiert und entwickelt worden.

    „Wir brauchen eine Mindestsystemanforderung, die es uns ermöglicht, Software und Hardware anzupassen, um mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Menschen Schritt zu halten und den wahren Wert und die Leistung des PCs zu nutzen, um jetzt und in Zukunft die besten Erfahrungen zu bieten.“ Dazu gehöre auch der TPM-Chip, der unter anderem ein sicheres Hochfahren der Rechner ermögliche.

    Anwenderinnen und Anwender, die mit ihren Maschinen nicht Windows 11 nutzen können, erleiden kurzfristig keine Nachteile. Die Softwareunterstützung für Windows 10 soll erst 2025 enden. Die Erfahrung bei der Ablösung von inzwischen stark veralteten Versionen wie Windows XP hat allerdings gezeigt, dass viele private Nutzer und auch gewerbliche Anwender sich vermutlich nicht rechtzeitig um einen sicheren Ersatz kümmern werden.

    Für Microsoft und seine Partner winkt mit dem geplanten Windows-10-Verfallsdatum aber ein riesiges Geschäft. Nach Expertenschätzungen sind derzeit rund 1,3 Milliarden Personal Computer mit Windows 10 im Einsatz. Davon werden mehrere hundert Millionen Geräte beim Check mit der „PC Health App“ von Microsoft kein grünes Licht für einen Umstieg auf Windows 11 anzeigen. Diese Rechner werden über kurz oder lang ersetzt werden müssen. Und Microsoft macht mit jedem neuen PC durch die Lizenzgebühr der Hersteller schätzungsweise 25 Dollar Umsatz.

    Einen Umsatzschub könnte Windows 11 auch dem Segment der Produktivitäts-Software bescheren. So wird das Kommunikationstool Microsoft Teams in Windows integriert, so dass eine noch schnellere und einfachere Kontaktaufnahme mit Kollegen, Freunden und der Familie möglich ist. Das dürfte die Umsätze des dazugehörigen Programmpakets Office 365 fördern und Teams-Konkurrenten wie Zoom oder Slack Sorgen bereiten. Slack beschwerte sich wegen der Bündelung schon im Herbst bei der EU-Kommission.

    Nicht rechtzeitig fertig zum Start von Windows 11 wurde die Funktion, auch Android-Apps auf dem Windows-PC laufen zu lassen. Die Unterstützung für Android-Anwendungen soll nun erst im kommenden Jahr Einzug halten. Microsoft hat das Projekt zusammen mit Amazon entwickelt. Der Internetriese betreibt selbst einen App-Store für Android-Apps und macht damit Google Konkurrenz. Microsoft bekäme über diese Kooperationen zumindest in Ansätzen wieder einen Fuß in die Tür mit mobilen Apps, denn seit dem Aus für Windows Mobile verfügt der Softwaregigant nicht mehr über eine eigene Mobilplattform.

    An der Börse kamen die angekündigten Windows-11-Innovationen gut an.

    Seit der ersten Vorstellung des Systems Ende Juni hat der Kurs der Microsoft-Aktie um rund zehn Prozent zulegt. Dabei hat auch eine Rolle gespielt, dass Windows 11 bei den Technik-Journalisten, die bereits mit der Beta-Version gearbeitet haben, durchweg gute Noten bekam.

    Potentielle Käufer, die sich einen neuen PC zulegen wollten, sollten aber wenn möglich den Kauf um einige Monate verschieben, raten Verbraucherschützer. In der Corona-Krise haben Unternehmen, Organisationen und Schulen insbesondere den Laptopmarkt quasi leergekauft. Vor diesem Hintergrund haben die Hersteller keinen Grund, attraktive Schnäppchen anzubieten. Im Sommer 2022 könnte die Lage anders aussehen.

  9. #58
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    Angriffswelle: SMS schürt Panik vor pikantem Foto-Leak

    Angriffswellen mit falschen Paketstatus-SMS hat es in den vergangenen Monaten viele gegeben. Nun ist eine neue SMS-Masche hinzugekommen. Empfänger erhalten laut Verbraucherschutzportal „Watchlist Internet“ alarmistische Kurznachrichten, in denen behauptet wird, jemand hätte ein Album mit eigenen, privaten Fotos ins Netz hochgeladen.

    Das stimmt natürlich nicht, soll aber zu unbedachten Aktionen verleiten. Und so gilt auch hier: Bloß nicht auf den Link in der SMS klicken. Denn dieser führt mitnichten zu einem Album mit eigenen Fotos. Er öffnet eine im warnenden Rot gehaltene Seite, mit der Teil zwei des perfiden Angriffsplans beginnt.

    Auf der Seite wird behauptet, das Smartphone sei mit dem Banking-Trojaner Flubot infiziert und man müsse ein Update installieren. Flubot gibt es zwar wirklich, aber wer an dieser Stelle auf „Sicherheitsupdate installieren“ tippt und anschließend auch noch der Installation einer unbekannten Anwendung zustimmt, holt sich dann tatsächlich Schadsoftware aufs Gerät.

  10. #59
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    TV-Geräte-Markt in Deutschland: Weniger Fernseher verkauft

    Die Umsätze mit Fernsehgeräten sind in Deutschland im dritten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Plus von knapp einem Prozent leicht angestiegen. So wurde von Juli bis September 2021 ein Umsatz von rund 884 Millionen Euro erzielt. Dabei stieg der Durchschnittspreis aller verkauften Fernseher von 588 Euro im dritten Quartal 2020 um knapp 20 Prozent auf 702 Euro im dritten Quartal 2021. Die Stückzahl der verkauften TV-Geräte ging in diesen drei Monaten um knapp 16 Prozent auf knapp 1,3 Millionen zurück.

    Eine Ursache des gestiegenen Durchschnittspreises ist der höhere Anteil an TV-Geräten mit größeren Bilddiagonalen. So betrug beispielsweise der Umsatzanteil von TVs mit einer Diagonalen von 65 Zoll (165 cm) und größer im dritten Quartal 2021 bereits knapp 39 Prozent, bei der Stückzahl sind es knapp 21 Prozent. TV-Geräte mit 65 Zoll Bilddiagonale und größer hatten einen Durchschnittspreis von knapp 1.300 Euro im dritten Quartal 2021 (+ 9 Prozent).

    Diese Zahlen sind eine Vorabveröffentlichung aus dem HEMIX* Q1-3/2021, eine ausführliche Veröffentlichung des gesamten Marktindex für die ersten drei Quartale 2021 folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Alle angegebenen Zuwächse beziehen sich auf den jeweils vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

  11. SatEurope.net
  12. #60
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    Darknet-Syndikat zerschlagen: 150 Verhaftungen

    Einer der größten illegalen Marktplätze im Darknet wurde im Januar zerschlagen, aber die Ermittler blieben hartnäckig: Bei einer Aktion in neun Ländern gehen den Beamten 150 Verdächtige ins Netz. Geld, Drogen und Waffen werden sichergestellt.

    Internationale Ermittler haben einen Schlag gegen die Kriminalität im sogenannten Darknet gelandet. Sie nahmen rund 150 Verdächtige fest – allein 47 in Deutschland. Mehr als 26 Millionen Euro seien beschlagnahmt worden, teilte die europäische Polizeibehörde Europol am Dienstag in Den Haag mit. Außerdem seien 234 Kilogramm Drogen und 45 Schusswaffen sichergestellt worden. Einige der Verdächtigen werden von Europol als „hochrangige Ziele“ eingestuft. Es war nicht die erste Aktion gegen das Darknet: Im Januar 2021 hatten Ermittler einen der weltweit größten illegalen Marktplätze im Darknet ausgehoben, die Plattform „DarkMarket“.

    Europol als „Dark HunTOR“

    Die von Europol aktuell koordinierte Aktion „Dark HunTOR“ erstreckte sich über neun Länder – in Europa, Australien und den USA. Sie richtete sich gezielt gegen Anbieter und Käufer auf Darknet-Plattformen, also Online-Marktplätzen für illegale Waren – vor allem gegen Verkäufer mit einem hohen Umsatz. Das Darknet ist ein versteckter Teil des Internets – dort können sich Nutzer weitgehend abgeschottet und anonym bewegen.

    Viele Deutsche unter Verdächtigen
    Die meisten Verdächtigen, nämlich 65, wurden in den USA festgenommen, gefolgt von Deutschland (47) und Großbritannien (24). Ermittlungen und auch Festnahmen gab es in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, wie die Polizei Oldenburg mitteilte. Zu den beschlagnahmten Drogen gehörten 152 Kilogramm Amphetamine, 27 Kilogramm Opiate und über 25 000 Ecstasy-Pillen. Im Zuge der Aktion hatte Italien zwei illegale Online-Marktplätze mit insgesamt mehr als 100 000 Angeboten illegaler Waren geschlossen.

    Allein in Deutschland wurden etwa eine Million Euro als Bargeld oder Kryptowährung beschlagnahmt – außerdem rund 113 Kilogramm Amphetamine, 96 Kilogramm Marihuana, 4,5 Kilogramm Kokain, Schusswaffen und Elektroimpulsgeräte.

    Die stellvertretende US-Justizministerin Lisa Monaco sagte in Washington, in die zehn Monate lange und massive Operation auf drei Kontinenten seien Dutzende amerikanischer und internationaler Behörden eingebunden gewesen. Der Schlag gegen den gefährlichen Handel mit illegalen und gefälschten Drogen habe unzählige Menschenleben gerettet. Denn schon eine Pille könne tödlich sein, mahnte Monaco.

    Erst kam der Schlag gegen „DarkMarket“
    „Dark HunTOR“ folgte nach Angaben von Europol auf die Schließung von „DarkMarket“ Anfang des Jahres in Deutschland. Deutsche Ermittler hatten damals die Betreiber festgenommen und die illegale Infrastruktur ausgehoben. Dadurch war nach Angaben von Europol eine Fülle an Beweisen gesammelt und weltweit Ermittlern zur Verfügung gestellt worden. In mehreren Ländern dauerten die Ermittlungen noch an, teilte Europol mit. Grundlage für „Dark HunTOR“ sei ein Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg, teilte die Polizei mit. Die Zentrale Kriminalinspektion koordinierte auch die Operation „Dark HunTOR“ in Deutschland.

    Die Ermittlungsarbeit sei eine wesentliche Grundlage dafür, „dass nun weitere Kriminalitätsfelder im Darknet aufgehellt wurden“, sagte Johann Kühme, Polizeipräsident der Polizeidirektion Oldenburg. Derartige Ermittlungserfolge seien nur durch gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Behörden möglich: „Dies wird auch in Zukunft dazu beitragen, dass sich Cyberkriminelle nicht sicher fühlen können.“

    Drogen, Falschgeld und Kreditkarten
    Ein australisches Ehepaar soll „DarkMarket“ mit rund einer halben Million Nutzern und mehr als 2400 Verkäufern betrieben haben. Gehandelt wurde nach Angaben der rheinland-pfälzischen Landeszentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz mit illegalen Drogen aller Art, Falschgeld, gestohlenen oder gefälschten Kreditkarten, Schadsoftware und weiteren illegalen Waren.

    Der illegale Marktplatz soll im Juni 2019 im sogenannten Cyberbunker in Traben-Trarbach an der Mosel gestartet worden sein. In dem alten Bunker soll eine Bande schon vorher jahrelang ein illegales Rechenzentrum für kriminelle Geschäfte im Darknet betrieben haben.

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