Selbstbewusst beginnt die Kronen Zeitung die lineare Offensive von krone.tv. Regionale Stärke und ‚digitale DNA‘ sollen zum USP gegenüber anderen Bewegtbild-Angeboten von Printmarken werden.
Ende April hat krone.tv als bisher vorrangig digitales Bewegtbild-Angebot der Kronen Zeitung den *finalen Schritt in die lineare TV-Welt gemacht und ist nun auf Satellit (Astra), Kabel (A1, telitall) und terrestrisch (über simpli im Großraum Wien und Graz) verfügbar. Dass man das nicht an die große Glocke hängen wollte, hat mehrere Gründe. Einerseits sollen zuvor in Sachen Distribution Fakten geschaffen werden, wie *krone.*tv-Leiter Max Mahdalik gegenüber HORIZONT erklärt: Die Ausweitung der Kabelpräsenz sei „das nächste große Ziel“. Da könne „es auch schon demnächst wieder Vollzugsmeldungen geben“.
IP übernimmt Vermarktung
Krone-Multimedia-Geschäftsführer Michael Eder will heuer „drei wesentliche Säulen aufbauen und pflegen: Distribution, Vermarktung und Disposition, also Seher- und Kundenansprache; für beide gehört natürlich auch die Markenbindung dazu. Was die Vermarktung angeht, werden wir mit der IP Österreich in den Herbst starten, die sich als der für uns beste Partner erwiesen hat“.
Abgesehen davon denkt *Krone Multimedia die lineare TV-Präsenz in größerem Maßstab. Eder will „den linearen *Fernsehbereich peu à peu erweitern, so wie es für *unsere Strategie, die aus dem *Digitalen heraus entstanden ist, Sinn macht. Wir sind im Printmarkt und im Digitalmarkt die Nummer eins, das heißt, für uns zählen auch im Fernsehmarkt nur Erfolge“. Die *Investitionen in den TV-Bereich müssten „sich selbst tragen, das heißt: Ja, genauso wie man im Print- und im Digitalbereich für sich *betrachtet profitabel *wirtschaften muss und auch profitabel wirtschaftet, ist das auch im Fernsehbereich so“.
Auch Mahdalik betont: „Unsere DNA ist digital. Alle großen linearen Sender probieren jetzt, ins Digitale zu gehen. Wir haben den schönen Vorteil, dass wir von der anderen Seite kommen: Wir sind schon im Digitalen.“ Gerade angesichts der *digitalen Erfolge könne man sich nun ohne Druck auch „linear sehr schön ausbreiten“. Das Resultat soll TV mit vermehrter User-Interaktion sein – als Vollprogramm mit Nachrichten ebenso wie Unterhaltung und Service. Das schulde man nicht zuletzt der ebenso breit aufgestellten Printmarke Kronen Zeitung, deren Qualitäten es „nun auch auf den Fernsehbereich“ umzulegen gelte, geplantermaßen künftig mit starker Regionalkomponente: „Selbstverständlich muss und wird die Kronen Zeitung als überregionales Medium mit in jedem Bundesland vertretenen Redaktionen auch im Bewegtbild ihre Stärken ausspielen. Da gibt es neben dem ORF eben nur uns, die das stemmen können“, so Eder.
„Das bedeutet jetzt nicht, dass wir nächste Woche aus jedem Bundesland eine Nachrichtensendung produzieren werden“, ergänzt Mahdalik. Nachsatz: „Das wird schon ein bisschen dauern.“




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