Investments von 7,3 Millionen Euro in der jüngsten im Frühjahr ausgestrahlten Staffel, 49 unterstützte Start-ups, dazu Durchschnittsreichweiten von bis zu 275.000 Sehern. Das Unternehmercasting "2 Minuten 2 Millionen" hat sich nach sieben Ausgaben in der TV- und Start-up-Szene etabliert, keine Frage. Die neuen, gerade in Vorbereitung befindlichen Folgen der achten Staffel der Start-up-Show sollen nun – auch der Coronakrise geschuldet – eine neue Ausrichtung erhalten. Der Fokus soll nicht mehr nur auf kreativen Unternehmensideen, sondern auch auf Wirtschaftshilfe für gefährdete Traditionsunternehmen liegen, wie Patrick Schubert, Unterhaltungschef von Puls 4, im Gespräch mit HORIZONT erklärt. "Wir wollen der aktuellen Situation auch in dieser Show gerecht werden und der Krise ordentlich entgegenwirken. Wenn die Idee aufgeht, könnte sich das zur größten Wirtschaftshilfe des Landes entwickeln. Jedenfalls wollen wir aber Traditionsbetrieben aus der Krise helfen."

'Mehr Investoren, mehr Power'
Konkret wird die Anzahl der Investoren von fünf auf zehn erweitert. Wer neben Bauunternehmer Hans Peter Haselsteiner, Winzer Leo Hillinger und Investor Florian Gschwandtner auf der Bühne sitzt, ist allerdings noch nicht zu hundert Prozent fixiert. Schuberts Hintergedanke dabei: "Mehr Investoren bringen noch mehr Power und Investments, um den Start-ups zu helfen." Diese hätten sich in der Krise ohnehin als sehr resistent erwiesen, weil sie insgesamt schneller und flexibler agieren würden.

Zur aktuellen Produktion – die unter größtmöglichen Sicherheitsmaßnahmen stattfindet – werden rund 100 Bewerber geladen. Die Bewerbungen insgesamt hätten sich, so Schubert, gegenüber der vergangenen Staffel um noch einmal 17 Prozent gesteigert. "Circa 450 Start-ups haben sich gemeldet. Viele Ideen sind direkt aus der Krise heraus entstanden, unter anderem eine App, die den Patienten das Warten im Vorzimmer des Arztes erspart, spezielle Desinfektionsmittel oder Onlineservices zur richtigen Coronatherapie – insgesamt viele Dinge, die das Leben der Menschen besser machen wollen", meint Schubert. Auch das ist ein Effekt von Corona.

Im Sales-Bereich von Puls 4 ist man mit der Show ebenfalls hochzufrieden. Man sei mehr oder minder ausgebucht, Kooperationen wie jene mit dem Rewe-Konzern, der Produkte aus der Show in seinen Filialen vertreibt, werden auch in der neuen Staffel fortgesetzt. Und: Mit der neuen Showidee "2 Minuten 2 Mentoren" ist es laut Schubert gelungen, "eine Nachwuchs-Förder-Show zu etablieren, in der junge Menschen die Möglichkeit haben, ihre Visionen und sozialen Ideen vor hochkarätigen Mentoren zu pitchen – quasi die Unterstufe zur dienstäglichen Hauptabendshow", die im Jänner oder Februar 2021 durchstarten wird.

Während "2M2M" den Unterhaltungsgedanken wirtschaftlich übersetzt, tut dies "The Masked Singer Austria" seit Dienstag wieder in traditioneller Weise. Schubert über die PULS-4-Show: "Man muss in diesen Zeiten auch den Eskapismus bedienen, das Publikum mit auf eine Reise nehmen und sie ablenken." Unter 30 Showideen bei Puls 4 seien aber auch welche, die stark an die "gesellschaftliche Solidarität appellieren".