Die Übernahme von TV-Rechten der französischen Fußball-Liga ist nach Einschätzung des Senders Canal+ eine Rettungsaktion. „Wir waren in einer Notlage“, sagte der Chef der Unternehmensgruppe Canal+, Maxime Saada, am Freitag im französischen Sender RTL. „Die Vereinbarung, die wir mit der Liga gefunden haben, erlaubt es, sofort Geld von Canal+ ins System zu pumpen, um dessen Zusammenbruch zu verhindern.“
Der Ligaverband LFP hatte sich am Donnerstag mit Canal+ zur Übertragung von Spielen der Ligue 1 und Ligue 2 für den Rest der Saison geeinigt. Saada sprach von einer Übergangslösung. Wie es nach dem Ende der Spielzeit weitergeht, ist bisher nicht klar.
Ende vergangenen Jahres hatte die Fußball-Liga die Rechte vom spanischen Medienunternehmen Mediapro zurückerhalten. Damit war ein schmerzvolles Kapitel für die französischen Clubs zu Ende gegangen.
Mediapro hatte die TV-Rechte ursprünglich für den Zeitraum von 2020 bis 2024 erhalten und sollte jährlich 830 Millionen Euro an die Liga überweisen. Doch sowohl die Rate am 5. Oktober über 172,3 Millionen Euro als auch die am 5. Dezember über 152,5 Millionen Euro blieb das Unternehmen schuldig. Laut Informationen der Regionalzeitung „Le Parisien“ muss sich der Verband in dieser Saison nach dem Deal mit Canal+ mit weniger Geld zufriedengeben. Es sollen demnach 688 Millionen Euro fließen, davon 370 Millionen Euro von Canal+.




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