Nachdem sich Paul Tesarek Anfang 2021 nach 21 Jahren als Chefredakteur des ORF Wien in die Pension verabschiedet hat, musste das ORF-Landesstudio ohne formalen Chefredakteur auskommen. Laut Redakteursstatut können die Mitarbeiter über ihre künftige Führung abstimmen. Bei dieser kürzlich erfolgten Abstimmung unter den rund 70 Redakteuren des ORF Wien war Ortner unter den Kandidaten mit den meisten Stimmen.

Laut Standard entfielen 16 Stimmen auf "Wien heute"-Sendungschef Peter Unger, 15 auf Oliver Ortner und ebenso 15 auf Politikredakteur Jörg Hofer. Die Abstimmung der jeweiligen Belegschaft ist für die Bestellung nicht bindend, der ORF-Generaldirektor hat das letzte Wort. Wie LEADERSNET aus sicherer Quelle erfahren hat, ist die Wahl auf Oliver Ortner gefallen.

Seit 1986 beim ORF
Von 1986 bis 2004 war Oliver Ortner bei Radio Wien tätig, viele Jahre als Beitragsgestalter und Chef vom Dienst von "Wien heute", aber auch als Moderator und Chef vom Dienst der Radio-Wien-Nachrichten. Im Jahr 2000 übernahm er die Leitung der Radio-Wien-Wortredaktion und war somit für alle Nachrichten und anderen Wort- bzw. Magazinbeiträge verantwortlich. 2003 wurde er Sendungsverantwortlicher von "Wien heute", dessen Relaunch und Re-Design er federführend begleitet hat.

Im September 2004 wechselte Ortner in die Innenpolitik- und Chronikredaktion der "Zeit im Bild" und entwickelte gemeinsam mit einem Projektteam das damals neue ORF-1-Format "ZiB 24", das er bis Dezember 2009 als Sendungsplaner und Chef vom Dienst betreute. Im Dezember 2009 wechselt er als Chef vom Dienst ins Team der "Zeit im Bild 1". 2014 wurde er deren Sendungsverantwortlicher und hat alle bundesweit ausgestrahlten Wahlsendungen als Planer und Chef vom Dienst betreut. Ab 2018 zeichnete er für die Weiterentwicklung der ORF-2-Infoformate, die Koordination und Abstimmung zwischen ORF-2-Info und ORF-2-Magazine verantwortlich.