Es sollte ein Angriff auf die Nachrichtendominanz der BBC in ihrem Heimatmarkt werden. Doch nun wurden die Pläne des australischen Medientycoons Rupert Murdoch für einen eigenen Nachrichtenkanal in Großbritannien auf Eis gelegt. Rebekah Brooks, Vorstandsvorsitzenden von News UK - dem britischen Ableger von Murdochs News Corps -, teilte laut Guardian den Mitarbeitern des Unternehmen mit, dass die Kosten, einen TV-Nachrichtenkanal zu starten zu hoch seien und wirtschaftlich keinen Sinn machen würden. Stattdessen wolle man Publikum mit Nachrichtenshows auf Streaming-Plattformen erreichen. "Wir müssen die richtigen Produkte für das digitale Zeitalter auf den Markt bringen", wird Brooks zitiert.

David Rhodes, ein erfahrener US-Nachrichtenmanager, der vergangenes Jahr für den Start eines neuen Nachrichtensender extra nach London gezogen ist, verlässt das Unternehmen im Juni.

60 Millionen für TV-Start
Trotz der Ankündigung können sich die Briten demnächst auf einen neuen Nachrichtenkanal freuen. Denn das Konkurrenzprodukt GB News, das vom britischen TV-Veteranen Andrew Neil geleitet wird, soll trotz hoher Kosten demnächst starten. Dafür hat man bereits zahlreiche Talente von anderen Sendern angeworden.