Die Geschichte von außergewöhnlichen Frauen, eines legendären Kaufhauses und einer großen Liebe – erzählt über mehrere Jahrzehnte eines bewegten Jahrhunderts – das ist „Torstraße 1“ (Arbeitstitel). Für die Event-Serie finden aktuell die Dreharbeiten in Berlin, Brandenburg und im sächsischen Görlitz statt, wie TVNOW, der Streamingdienst der Mediengruppe RTL, heute bekannt gab.

Vor der Kamera stehen Nina Kunzendorf („Der große Fake – Die Wirecard-Story“, „In aller Stille“), Alexander Scheer („Gundermann“) und Samuel Finzi („Schachnovelle“, „Die Hochzeit“) sowie die beiden Nachwuchstalente und Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller Naemi Feitisch und Ludwig Simon. Im Berlin der späten 1920er Jahre lassen sie die dramatische deutsche Zeitenwende aus der Perspektive einer jungen Frau und einer jüdischen Familie wieder aufleben – eine rauschende Zeit zwischen Aufbruch und unbändiger Lebensgier, aber auch voller dramatischer, politischer Ereignisse und berührender menschlicher Schicksale. Im Mittelpunkt der Geschehnisse: das berühmte Kaufhaus Jonass in der Torstraße 1.

Darum geht es in der Serie: Die junge Vicky Maler (Naemi Feitisch) kommt aus der Provinz ins schillernde Berlin der Zwanzigerjahre, die nicht nur golden sind, sondern auch geprägt von großer Armut. Nach kurzer Zeit gelingt ihr, was viele erträumen, sie wird Verkäuferin im neueröffneten Kaufhaus Jonass. Und nicht nur das: In einer Tanzbar verliebt sie sich in den scheinbar mittellosen Pianisten Harry (Ludwig Simon). Wenig später entpuppt sich dieser jedoch als Sohn des Kaufhausbesitzers Arthur Grünberg (Alexander Scheer). Und so beginnt eine Liebe über gesellschaftliche Grenzen hinweg, die immer unmöglich sein wird. Und die dennoch – oder gerade deswegen – alle Zeit überdauert.

Hintergrund: Den Haupt-Schauplatz der Serie gibt es heute noch zu bestaunen: Das Soho House in der Torstraße 1 – ein geschichtsträchtiger Ort mit denkwürdiger Vergangenheit. Anfang der 1920er Jahre gründete die jüdische Familie Gollhuber hier das erste Kreditkaufhaus Berlins; nach der Enteignung durch die Nazis diente das Gebäude der Hitlerjugend und zu DDR-Zeiten der SED als Zentrale. 1996 erhielten die Erben des ursprünglichen Besitzers die Immobilie zurück und verkauften sie an eine Investorengruppe, die im Mai 2010 das Soho House Berlin, ein Privatclub mit Hotelbetrieb eröffnete.

Die zwölfteilige Serie, die in zwei Blöcken mit jeweils sechs Folgen gedreht wird, startet im ersten Halbjahr 2022 auf dem Streamingdienst TVNOW, der dann RTL+ heißt, und ist später auch bei VOX zu sehen.