Als die TV-Journalistin Alexandra Wachter im Juli 2020 beim Interview mit Bundeskanzler Sebastian Kurz auf Beantwortung ihrer Fragen insistiert und dem Regierungschef ein thematisch passendes Zitat aus der deutschen Zeit vorhält, verliert der sonst meist kontrollierte Regierungschef die Contenance. "Aber Sie haben ja ein eigenes Hirn", fährt er die Puls 4-Redakteurin Wachter an. Damit hat sie sich einen Namen als zu jeweils Mächtigen kritisch-distanzierte und sachlich wohl vorbereitete Interviewerin gemacht.

Medienhaus Wien zeichnet sie mit dem Walther Rode-Preis 2021 für ihre "insgesamt couragierte und sozial engagierte Arbeit" aus, begründen MHW-Geschäftsführer Andy Kaltenbrunner und Daniela Kraus vom Presseclub Concordia die Jury-Entscheidung: "Wachters exzellent vorbereitete und mit Hirn, Selbstvertrauen und Hartnäckigkeit geführten Interviews ermöglichen den Blick hinter die message control." Die Journalistin habe sich zudem als Vorsitzende des "Frauennetzwerks Medien" immer wieder ermutigend und wirksam für Gerechtigkeit und Gleichbehandlung eingesetzt.