ARD-Chefredakteur Oliver Köhr kann den Wunsch nach mehr kontroversen Meinungen und unbequemen Stimmen im Programmangebot der ARD nachvollziehen. Das hatten unter anderem Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ARD-Zukunftsdialogs eingefordert. Wenige Tage vor der Bundestagswahl sagt Köhr im ARD-Unternehmenspodcast: „Dieser Wunsch ist häufig an uns herangetragen worden. Und wir versuchen bereits eine ganze Menge, um möglichst diverse und multiperspektivische Stimmen und Gesichter ins Programm zu bekommen.“ Als Beispiele nennt der ARD-Chefredakteur Pro- und Contra-Meinungsbeiträge sowie externe Kommentatorinnen und Kommentatoren in den Tagesthemen. „Wir haben angefangen, aber wir sind noch nicht am Ziel“, so Köhr.

Im ARD-Zukunftsdialog äußerten Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch den Wunsch, Diskussionsrunden und Talkshows diverser zu besetzen. Auch das könne er nachvollziehen, so Oliver Köhr. „Das Bewusstsein ist bei jeder und jedem angekommen.“

Die neue Folge des Unternehmenspodcasts „ARD-Zukunftsdialog. Der Podcast.“ ist jetzt in der ARD Audiothek abrufbar. Thema des Podcasts: „Nachrichten und Meinung - wie berichtet die ARD über Politik?“.

Der Podcast begleitet aktuell den ARD-Zukunftsdialog, ein Projekt, das das Publikum in diesem Jahr an der Diskussion über die Zukunft des Senderverbunds beteiligt. Anregungen, Ideen und Kritik der Bürgerinnen und Bürger werden im Podcast aufgenommen und mit den Macherinnen und Machern aus der ARD besprochen und diskutiert. Moderiert wird der Podcast von ARD-Journalistin Svenja Kellershohn. Der Leiter der ARD-Kommunikation, Birand Bingül, ist als Sidekick dabei.

Als zweite Gesprächspartnerin ist in der aktuellen Ausgabe des Podcasts die Journalistin Sandra Müller vom Hessischen Rundfunk zu Gast. Sie verantwortet den Politik-Podcast „Jung.Macht.Politik.“ Zum Wunsch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ARD-Zukunftsdialogs nach jüngeren Politikformaten sagt sie: „Viele junge Menschen haben irgendwo einen Punkt in ihrem Leben, ab da interessieren sie sich für Politik oder sie merken, dass es wichtig ist sich zu engagieren - sogenannte Trigger-Momente.“ Ein Programmanbieter wie die ARD müsse junge Menschen daher auch bei politischen Themen ernst nehmen und „den Erklärmodus“ ablegen.