Beim Salzburger Privatsender ServusTV dreht sich das Personalkarussell: Gerhard Jelinek legt mit Jahresende seine Tätigkeit als Bereichsleiter der Diskussionsformate nieder und "Links.Rechts.Mitte"-Moderator Christoph Kotanko wird künftig nicht mehr für den Sender von Red-Bull-Boss Didi Mateschitz tätig sein. Entsprechende Medienbericht hat ServusTV gegenüber der APA bestätigt.
Während Jelinek in Verhandlungen über eine andere Position innerhalb des Senders ist, ist der Abgang von Kotanko endgültig. Als Grund dafür nennt der langjährige Kurier-Chefredakteur gegenüber der APA "Personalentscheidungen und inhaltliche Weichenstellungen". Es sei zunehmend erschwert worden, im Rahmen der Sendung "Links.Rechts.Mitte" eine "anspruchsvolle Auseinandersetzung von Meinungsmachern verschiedener Weltanschauungen" zu machen, wird Kotanko zitiert.
Darauf habe er ServusTV-Intendant Ferdinand Wegscheider bereits Mitte April hingewiesen. Nicht gerade förderlich dürfte der wöchentliche, "satirische" Kommentar "Der Wegscheider" sein, der im Vorfeld von "Links.Rechts.Mitte" ausgesendet wird, da er für "Erklärungsaufwand" sorge. Für "Der Wegscheider" mussten ServusTV und sein Intendant erst kürzlich Schelte vom Presseclub Concordia einstecken. Die Sendung entspreche vor allem in Hinblick auf die COVID-Pandemie nicht den Grundsätzen der Objektivität, Meinungsvielfalt und journalistischen Sorgfalt. Auch dass es in den zehn vergangenen Monaten drei verschiedene Talk-Bereichsleiter gegeben habe, habe Kotanko in seiner Entscheidung, sich vom Sender zu verabschieden, bestärkt.




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