Ausschreibung von weiteren DMB-Kapazitaeten
Die Landesanstalt fuer Kommunikation Baden-Wuertemberg (LFK) unterstuetzt ein bundesweites Erprobungsprojekt fuer den DMB-Standard. Ueber die vor wenigen Tagen ausgeschriebenen terrestrischen Uebertragungskapazitaeten sollen mobile Rundfunkdienste erprobt werden.
Erst kuerzlich wurden auch im Nachbarland Rheinland-Pfalz DRM-Frequenzen ausgeschrieben.
DMB steht fuer Digital Multimedia Broadcasting und erlaubt die Uebertragung von Fernsehen, Hoerfunk und Mediendiensten auf mobilen Empfangsgeraeten.
Im Rahmen der Ausschreibung wird nun ein Plattformbetreiber gesucht, der ca. 3-4 Fernsehprogramme oder handyangepasste Fernsehformate zusammenstellt und mit Mobilfunkbetreibern in den Markt bringt.
Ziel des Projektes sei, Erkentnisse ueber die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit von Fernsehen, Hoerfunk und Mediendiensten ueber mobile Endgeraete zu erhalten.
Mit erheblichen Investitionen soll bei entsprechender Akzeptanz ein bundesweites Sendernetz entstehen.
Zunaechst ist zur Fussball-Weltmeisterschaft 2006 die Einfuehrung von DMB an allen jeweiligen Spielstaetten geplant (Transponder NEWS berichtete).
Im Anschluss soll die Versorgung von weiteren Ballungsraeume und der Autobahnen geprueft werden.
Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten hatte sich darauf verstaendigt, umgehend Schritte zur Durchfuehrung von Erprobungsprojekten in den Bundeslaendern einzuleiten.
Bis 30. November 2005 ist die Ausschreibung in weiteren Bundeslaendern geplant.
Anschliessend wollen die Landesmedienanstalten gemeinsam denjenigen Bewerber um den Plattformbetrieb auswaehlen, der am besten geegignet erscheint, das Projekt zu verwirklichen.
DMB nutzt die bislang kaum verwenderten Frequenzen im L-Band des DAB-Frequenzbereiches.
Die Vielfalt der technischen und wirtschaftlichen Fragestellungen sowohl fuer DMB wie auch beim Konkurrenzsystem DVB-H bereitet noch erhebliche Probleme.
Es sei aber das erklaerte Ziel der LFK, auf der Grundlage der im geltenden Recht vorgesehenen flexibleren Versuchs- und Erprobungsregelungen einen Rahmen für innovative Projekte zu bieten.




