Bewegtbild und 360-Grad-Vermarktung sind im Lokalen angekommen. Das Niederösterreichische Pressehaus will nach Relaunch und Digital-Ausbau seiner Medien ins TV-Geschäft, wie Geschäftsführer Michael Ausserer bestätigt. Derzeit verhandelt man den Erwerb eines TV-Senders.

Bei den Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) war man in den vergangenen Monaten hochaktiv. "Die Printausgaben wurden optisch und inhaltlich modernisiert, das NÖN-Markenlogo aufgefrischt und unser Onlineportal nön.at umfangreich erneuert. Dieser Relaunch war ein zentraler Meilenstein für die NÖN-BVZ-Mediengruppe – und er hat sich nicht zuletzt auch sehr positiv auf die Werbeumsätze ausgewirkt", erzählt Michael Ausserer, Geschäftsführer Niederösterreichisches Pressehaus. Dieser Effekt halte nach wie vor an und trage dazu bei, „dass NÖN und BVZ (Anm.: das burgenländische Wochenblatt ist ebenfalls im Besitz des Niederösterreichischen Pressehauses) auch heuer trotz aller Teuerungen und Herausfordungen wirtschaftlich sehr stabil unterwegs sind. Der Trend entwickelt sich weiter sehr positiv," so Ausserer.

Webshop, Eventkalender, TV
Im Zuge des durchgeführten Relaunches hat die Mediengruppe einen digitalen Prozess eingeleitet, der im heurigen Jahr zielstrebig vorangetrieben werden soll. Die NÖN baut aktuell einen modernen Webshop und arbeitet an der Entwicklung des größten digitalen Eventkalenders Niederösterreichs. "Und wir verhandeln derzeit über die Akquise eines Fernsehsenders, um künftig auch mittels Bewegtbild/Videos die zentrale Stellung als Medienmarke in Niederösterreich weiter zu stärken. Für uns ist 2022 somit ein ganz zentrales und wichtiges Jahr, in dem die Weichen für die Zukunft für weiterhin viele erfolgreiche Jahre gelegt werden", verrät Ausserer.

Um welchen TV-Veranstalter es sich konkret handelt, darüber hält er sich noch bedeckt. Über den R9-Verbund vermarktet die IP Österreich etwa N1, im Zentralraum St.Pölten ist P3TV aus St. Pölten aktiv.