Der Krieg ist so alt wie Europa – und jetzt tobt er wieder hier am Kontinent. Der aggressive Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine zerstörte die Illusion des friedlichen europäischen Miteinander. Ungehemmt drehen sich Aufrüstung und Gewaltspirale nach oben – militärisch wie verbal. Wer für Abrüstung, Verhandlungen oder gegen Waffenlieferungen ist, gilt plötzlich als naiv und verantwortungslos. Doch was heißt das in der Bewertung des Schaffens und Wirkens der gewaltfreien Kämpfer und Kämpferinnen der Geschichte, die zivilen Ungehorsam und Widerstand, Verhandlungen und Kompromisse als ihre Waffen wählten?

„Universum History“ präsentiert ab Freitag, dem 5. August 2022, um 22.35 Uhr in ORF 2 in der vierteiligen Serie „Ikonen des Friedens“ zwei Frauen und Männer, die sich dezidiert für Gewaltfreiheit aussprachen: Bertha von Suttner („Bertha von Suttner – Die Waffen nieder!“, 5. August), die österreichische Friedensnobelpreisträgerin, Pionierin der internationalen Friedensbewegung, Mahatma Gandhi („Mahatma Gandhi – Kampf ohne Gewalt“, 12. August), der mit den Prinzipien „Gewaltlosigkeit“ und „ziviler Ungehorsam“ die Unabhängigkeitsbewegung in Indien geprägt hat, Martin Luther King („Martin Luther King – ‚I have a dream‘, 19. August), den Pastor und Bürgerrechtsaktivisten, der erfolgreich mit gewaltfreien Methoden das Ende der Rassentrennung und Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung in den USA erzwang. Und Betty Williams („Betty Williams – Nordirlands Friedensfrauen“, 26. August), die in Nordirland die Frauen der verfeindeten Bürgerkriegsparteien in der Bewegung „Peace People“ vereinte und mit landesweiten Protestmärschen für eine Beilegung der kriegerischen Auseinandersetzung protestierte. Bertha von Suttner, Martin Luther King und Betty Williams erhielten den Friedensnobelpreis, Mahatma Gandhi gilt bis heute als Ikone der Gewaltfreiheit. Alles umsonst?