Durch die Einführung des Datenübertragungsstandards DOCSIS 3.0 („Data Over Cable Service Interface Specification“) können Kabelnetzbetreiber in Deutschland wesentlich schneller, kosteneffizienter und weiträumiger die Versorgung mit schnellem Breitband-Internet verwirklichen als DSL-Betreiber. Dies ist das Ergebnis des Experten-Workshops des ANGA Competence Centers, an dem rund 120 Branchenfachleute teilgenommen haben, teilt die ANGA am 4. November mit.
DOCSIS 3.0 erlaubt es, die Kabelnetze großflächig für Download-Geschwindigkeiten von weit über 100 MBit/s vorzubereiten, selbst mehr als 300 MBit/s sind technisch darstellbar. Damit sei das Kabel in der Fläche den DSL-Anbietern um Jahre voraus, hieß es bei der ANGA. Im Gegensatz zum teuren und technisch aufwändigen Glasfaserausbau der DSL-Betreiber sind für die DOCSIS 3.0-Einführung im ersten Schritt weder nennenswerte Eingriffe in Gebäude noch Tiefbauarbeiten erforderlich. DOCSIS 3.0 passe sich nahtlos in die existierenden Kabelstrukturen ein. Dabei kommen den deutschen Kabelnetzbetreibern die bereits geleisteten massiven Investitionen in den Netzausbau ebenso zugute; diese sind weitgehend zu sogenannten HFC-Netzen ausgebaut – eine hybride Kombination aus hochleistungsfähiger Glasfaser mit robusten und kosteneffizienten Koaxialnetzen für die hausinterne Verkabelung.
Carsten Engelke, Leiter des ANGA Competence Centers, zum Ergebnis des Workshops: „Die Einführung des DOCSIS 3.0-Standards hat in Deutschland bereits begonnen und erste ANGA-Mitglieder bieten in ihren Regionen schon Internet-Flatrates von über 100 MBit/s an. Die Präsentationen und Diskussionsbeiträge des Workshops belegten eindrucksvoll die technische Überlegenheit des Kabels gegenüber den DSL-Netzen.“




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