Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat Internet-Nutzer zu mehr Vorsicht beim kabellosen Netzzugang über WLAN aufgefordert. „Jedes offene WLAN-Netz ist eine Einladung zum Schwarz-Surfen“, sagte Aigner der „Passauer Neuen Presse“ (13. Mai). „Wer sein Netz nicht verschlüsselt, muss damit rechnen, dass Unbekannte widerrechtlich darauf zugreifen und den Internetzugang auch für Straftaten nutzen.“ Auch bei einer vorab eingestellten Verschlüsselung solle das Passwort durch ein neues ersetzt werden.
Aigner verwies darauf, dass die Daten privater WLAN-Netze zum Beispiel vom Kartendienst Google Street View erfasst würden. Internetnutzer sollten deshalb – neben der Verschlüsselung des Zugangs – in ihrer WLAN-Kennung, der SSID-Adresse, keine persönlichen Daten aufnehmen. Dann könne das WLAN schwieriger einem Standort zugeordnet werden.
Der Bundesgerichtshof hatte am 12. Mai entschieden, dass Privatleute für die unberechtigte Nutzung ihres drahtlosen Internetzugangs verantwortlich sind, wenn sie den Zugang nicht genug gesichert haben.




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