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Thread: Allgemeine Neuigkeiten

  1. #711
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    Frankreich bekommt „Google-Steuer“

    Frankreich will ab dem 1. Januar 2011 mit einer „Google-Steuer“ von den riesigen Umsätzen in der Welt des Internets profitieren. Unternehmen mit Sitz in Frankreich sollen künftig auf ihre Onlineeinnahmen eine Sonderabgabe zahlen, hat eine Kommission aus Parlament und Senat am 14. Dezember in Paris beschlossen. Der Steuersatz beträgt ein Prozent und wird auf den Nettobetrag fällig. Die Abgabe wird „Google-Steuer“ genannt, weil sie ursprünglich direkt den Suchmaschinen-Riesen und seine Mitbewerber treffen sollte.

    Die Kommission erarbeitet zurzeit ein Kompromisspaket für den Staatshaushalt 2011, der von beiden Kammern des Parlaments bereits gebilligt wurde. Nach erheblichen Änderungen am Entwurf erarbeiten nun Vertreter von Senat und Nationalversammlung einen Kompromiss, der dann nur noch formal angenommen werden muss. Dass der neue Gesetzesartikel wieder gekippt wird, gilt als unwahrscheinlich. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte bereits Anfang des Jahres eine Sonderabgabe für Google sowie für dessen Konkurrenten gefordert.

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  3. #712
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    Internet-Telefondienst Skype stundenlang ausgefallen

    Alle Kontakte „offline“ hieß es am 22. Dezember für Millionen Nutzer des Internet-Telefondienstes Skype. Der beliebte Anbieter für Gespräche, Videokonferenzen und Textnachrichten vom Computer und mobilen Geräten aus war für viele Anwender stundenlang nicht erreichbar. Sie konnten sich entweder nicht anmelden oder erreichten, wenn es ihnen gelang, kaum einen ihrer Online-Kontakte. Auch in der Nacht zum 23. Dezember war das Problem nicht gelöst. Zuletzt hatte Skype 2007 einen ähnlich massiven Ausfall erlebt.

    Das in Luxemburg angesiedelte Unternehmen entschuldigte sich in seinem Blog für die Störung. Es begründete sie mit einem Problem in den so genannten „Superknoten“, über die ein Großteil der Verbindungen läuft. Eigentlich gilt das Netzwerk von Skype als äußerst stabil, weil Millionen von Computern direkt über das Internet verbunden sind und einander Daten zuschieben. Aber ohne die Hilfe der als Superknoten fungierenden Rechner ist das System überfordert. „Unter normalen Umständen sind die Superknoten in großen Zahlen verfügbar. Unglücklicherweise wurden heute viele von ihnen wegen eines Problems in einigen Skype-Versionen vom Netz genommen“, heißt es in dem Blogbeitrag. Nun sollen Mega-Superknoten helfen, die Skype nach eigenen Angaben schnellstmöglich installieren will.

    Das Unternehmen beziffert die Zahl seiner Nutzer auf mehr als eine halbe Milliarde. Viele nutzen das System, um miteinander über das Internet zu chatten - auch Unternehmen greifen zu diesem Zweck auf Skype zurück. Zudem hat es sich - vor allem bei Jugendlichen - als kostengünstiger Ersatz für Gespräche über das klassische Handy- oder Telefonnetz etabliert. Während der Weihnachtsfeiertage dürfte Skype besonders auch für Videogespräche zwischen Familienmitgliedern genutzt werden, die einander nicht besuchen können.

  4. #713
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    Verbraucher können Phishing-Mails melden

    Verbraucher haben ab sofort die Möglichkeit, sogenannte Phishing-Mails bei Verbraucherschützern zu melden. Zugleich bekommen Internetnutzer eine neue Möglichkeit, sich über aktuelle Abzock-Bedrohungen zu informieren. Dazu haben das Bundesministerium für Verbraucherschutz und die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen auf der Seite www.verbraucherfinanzwissen.de ein „Phishing-Radar“ eingerichtet. Dabei handelt es sich um ein Forum, in das Warnungen vor Internet-Betrügern eingestellt werden können.

    Beim Phishing handelt es sich um das Abfischen von Konto- oder Kreditkartendaten, Passwörtern und anderen sensiblen Informationen über eigens dafür erstelle Webseiten. Diese sehen den nachgeahmten Originalen – zum Beispiel von Banken – täuschend ähnlich. Auf die Seiten werden Verbraucher in der Regel mit Phishing-E-Mails gelockt. Der beste Schutz ist, solche Mails einfach ungelesen zu löschen. Jeder Verbraucher sollte wissen: Banken fragen niemals vertrauliche Kundendaten wie Kontonummer oder PIN per E-Mail, Telefon oder SMS ab.

    Wer in dem neuen Forum eine Warnung postet, sollte dabei folgende Angaben machen: Betreffzeile der Phishing-E-Mail, Zeitpunkt des Mail-Eingangs, Name und Absenderadresse der Mail sowie der Name der Einrichtung oder des Unternehmens, dessen Seite gefälscht worden ist, empfehlen die Verbraucherschützer. Keinesfalls sollte man aber auf die in den Phishing-Mails verlinkten Seiten gehen. Die Nachrichten der Abzocker können alternativ auch an die E-Mail-Adresse [email protected] weitergeleitet werden.

  5. #714
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    Hack: Konsole Playstation3 steht jetzt offen wie ein Scheunentor

    Die Playstation3 von Sony steht offen wie ein Scheunentor: Am Dienstagabend (Ortszeit) veröffentlichte ein Programmierer eine eigene Firmware, mit der sich eigenentwickelte Software auf der Spielekonsole ausführen lässt.

    Dabei gibt es keine speziellen Vorgaben: Jede Firmware des japanischen Elektronikherstellers lässt sich modifizieren, der Patch ist für jede PS3-Hardware geeignet. Nach dem Vorgang taucht im Menü der Playstation nach Angaben des Hackers "KaKaRoTo" der Menüpunkt "Install Package Files" auf. Damit steht der Installtion sogenannter Homebrew-Software nichts mehr im Weg. An dieser Stelle lässt sich eine entsprechende Anleitung abrufen.

    Das Abspielen raubkopierter Software ist über den Hack, der auf grundlegenden Vorarbeiten des fail0verflow-Teams basiert, dagegen nicht möglich. Ob das so bleibt, ist eher zweifelhaft. Denn vor kurzem hatte der Hacker George Hotz alias Geohot den Rootkey der Playstation3 veröffentlicht. Damit lässt sich inzwischen jede Software signieren und der Spielkonsole vorgaukeln, dass sie von Sony autorisiert wurde. Eine Änderung dieses Rootkeys ist auf bestehenden Konsolen nicht möglich. Geohot war über seine Jailbreak-Software "BlackRa1n" bekannt geworden, die Apple-Geräte wie iPod und iPhone aufsperrt.

    Sony hatte mit einer Änderung seiner Playstation3-Strategie im vergangenen Jahr den Zorn von Konsumenten und Entwickern auf sich gezogen: So wurde die Möglichkeit der Konsole, ein Linux-Betriebssystem zu installieren, wieder abgeschaltet - obwohl der Konzern gerade mit diesem Feature heftig die Werbetrommel gerührt hatte. Für Tausende Kunden war Linux ein Hauptgrund, das Gerät zu einem vergleichsweise hohen Preis von damals rund 600 Euro zu kaufen. War zunächst nur die neue, billigere Konsolengeneration Playstation3 Slim von dem Schritt betroffen, knipste Sony später per aktualisierter Firmware auch bei der Ur-Konsole die Funktion "Install Other OS" aus.

  6. #715
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    Rapidshare gewinnt Prozess gegen Atari

    Der schweizerische Internet-Hoster Rapidshare hat ein Gerichtsverfahren gegen den Spieleproduzenten Atari gewonnen.

    Rapidshare hatte Berufung gegen eine Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf vom vergangenen März eingelegt, wonach das Unternehmen keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen habe, um die Verbreitung des Computerspiels "Alone in the dark" über seine Plattform zu verhindern. Das Oberlandesgericht Düsseldorf habe die Klage von Atari nun unter Abänderung des ursprünglichen Urteils abgewiesen, teilte Rapidshare am Donnerstag mit (Aktenzeichen: I-20 U 59/10).

    Die Richter hätten die Anstrengungen gegen die Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material anerkannt und zusätzliche geforderte Maßnahmen als unzumutbar oder nicht zielführend eingeordnet, hieß es. So könne Rapidshare nicht auferlegt werden, per Wortfilter alle Dateien aufzuspüren und zu löschen, in deren Dateinamen bestimmte Schlüsselbegriffe vorkommen, teilte das Unternehmen weiter mit. Dabei entstehe die Gefahr, dass auch legale Dateien gelöscht würden, deren Dateinamen die entsprechenden Schlüsselbegriffe enthielten. Auch eine manuelle Überprüfung von Inhalten, bei denen der Verdacht auf Rechtsverletzungen bestehe, stehe wegen des damit verbundenen personellen Aufwands in keinem angemessenen Verhältnis zum Erfolg.

    Atari hatte außerdem gefordert, dass Rapidshare Suchanfragen in bestimmten Linksammlungen unterbinden solle. Das Gericht wies auch diese Forderung zurück, da Rapidshare mit den genannten Websites in keinerlei Verbindung stehe und es dem Unternehmen folglich unmöglich sei, Einfluss auf deren Inhalte zu nehmen.

  7. #716
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    Strenge Vorgaben für Datenschutz im Internet geplant

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) plant einem Medienbericht zufolge strenge gesetzliche Vorgaben für den Datenschutz im Internet. Besonders schwere Eingriffe in das Persönlichkeitsrecht, wie die Veröffentlichung von Daten, die „ein umfangreiches Persönlichkeits- oder Bewegungsprofil des Betroffenen ergeben können“, sollen demnach unzulässig sein. Dies gelte auch für die Veröffentlichung personenbezogener Daten „etwa im Sinne einer ehrverletzenden Prangerwirkung“, schreibt der „Wiesbadener Kurier“ (Ausgabe vom 29. Januar) unter Berufung auf einen Entwurf zur Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes.

    Ebenso unzulässig sollen Telemedien sein, „durch die Gesichter oder andere biometrische Merkmale systematisch und umfassend oder geschäftsmäßig abgeglichen werden, um eine natürliche Person zu ermitteln“. Für Verstöße gegen das Gesetz sind dem Bericht zufolge Bußgelder bis zu einer Höhe von 300.000 Euro vorgesehen. Betroffene sollen auch Schadensersatzansprüche geltend machen können. Ausnahmen von den Regelungen des Gesetzes seien vorgesehen, falls der Nutzer „bewusst und eindeutig“ seine Einwilligung zur Datenveröffentlichung gegeben hat.

  8. #717
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    Universales Ladegerät für Smartphones wird vorgestellt

    Bald ist Schluss mit den unterschiedlichen Ladegeräten für Handys. In Zukunft gibt es ein universales Ladegerät für alle Handys, die an einen Computer angeschlossen werden können. Das erste Modell wird am 8. Februar in Brüssel an EU-Kommissar Antonio Tajani überreicht, teilte der Hightech-Verband BITKOM am 7. Februar mit. Damit erfüllt die Industrie eine freiwillige Selbstverpflichtung aus dem Jahr 2009. „Vom einheitlichen Standard für Handy-Ladegeräte profitieren Verbraucher und Umwelt“, sagte BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Die ersten Geräte werden in diesem Jahr in den Handel kommen. Handynutzer können künftig auf Reisen das eigene Ladegerät auch mal zuhause lassen, da beispielsweise viele Hotels über passende Geräte verfügen werden. Außerdem kann man sein Universal-Ladegerät künftig beim Kauf eines neuen Mobiltelefons weiter nutzen. Damit fällt weniger Elektroschrott an. Zudem sind die neuen Ladegeräte sehr energieeffizient.

    Auf dem Weg zum universalen Ladegerät mussten die Handy- und Chiphersteller einige technische Hürden überwinden. Die Akkus waren in der Vergangenheit technologisch sehr unterschiedlich. Der elektrochemische Aufbau war sehr unterschiedlich. Es gab zudem stark unterschiedliche Spannungen und Kapazitäten in den einzelnen Handy-Modellen. Das hat die Verwendung eines einzigen, energieeffizienten Universal-Ladegeräts unmöglich gemacht. Mittlerweile werden jedoch in Handys Lithium-Ionen-Batterien verwendet. Das hat die Voraussetzung für einheitliche Ladegeräte und Stecker geschaffen. Der neue Standard nutzt mit Micro-USB einen sehr flachen Stecker, der auch in schlanke Gerätedesigns passt. Er definiert zudem einheitliche elektrische Parameter für diesen Anschluss. Damit funktionieren auch Geräte unterschiedlicher Hersteller sicher und zuverlässig miteinander.

    „Die Telekommunikationshersteller haben in wenigen Jahren etwas geschafft, was anderen Branchen in Jahrzehnten nicht gelungen ist: einheitliche Stecker und Standards für Ladegeräte“, sagte Scheer. Dies dürfte auch Signalwirkung für andere Bereiche haben. Bald würden auch Hersteller von Digitalkameras,
    MP3-Player oder Navigationsgeräten auf den Standard für Handys setzen.

  9. #718
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    Nokia verbündet sich mit Microsoft

    Jahrelang war Nokia die unangefochtene Nummer eins im Handy-Markt. Doch bei den boomenden Computer-Handys verloren die Finnen den Anschluss. Jetzt kommt der Befreiungsschlag: Nokia springt auf Microsofts Plattform Windows Phone auf – die bisher wenig Erfolg hat.

    Strategie-wende bei Nokia: Der weltgrößte Handy-Hersteller verbündet sich mit Microsoft, um seinen Abwärtstrend zu stoppen. Nokia werde unter anderem Microsofts Betriebssystem Windows Phone als zentrale Smartphone-Plattform übernehmen, teilten die Unternehmen am 11. Februar mit. Nokia hatte im Smartphone-Markt zuletzt deutlich an Boden gegen erfolgreichere Rivalen wie Apple mit seinem
    iPhone und das Google-Betriebssystem Android verloren. Marktanteile und Gewinne sanken.

    „Heute wird aus einem Kampf mobiler Geräte ein Kampf zwischen mobilen Ökosystemen, und unsere Stärken in diesem Bereich ergänzen sich“, hieß es in einem gemeinsamen Brief von Elop und Microsofts-Chef Steve Ballmer. Nokia setzte bei den Computer-Telefonen bisher vor allem auf das eigene Betriebssystem Symbian, das aber als veraltet gilt. Das System solle weiter unterstützt werden, hieß es am 11. Februar. Auch die Arbeit an der neuen offenen Plattform MeeGo werde fortgesetzt. Vor allem wollen die beiden Konzerne aber Windows Phone gemeinsam weiterentwickeln. So werde Nokia die Erfahrungen aus der Handy-Gestaltung und Unterstützung verschiedener Sprachen einbringen, hieß es. Außerdem wird Nokia die Microsoft-Suchmaschine Bing für seine
    Handys und Dienste übernehmen. Nokias eigener Karten-Dienst wird bei Microsoft integriert.

    Zudem verordnet Nokia-Chef Stephen Elop dem Konzern eine neue Struktur. Das Telefon-Geschäft wird aufgeteilt: Ein Bereich soll sich künftig mit
    Smartphones beschäftigen, ein anderer die Marktführung bei günstigeren einfachen Handys sichern. Nokia stehe an einem entscheidenden Scheideweg, sagte Elop. Der Kanadier stieß erst im Herbst von Microsoft zu Nokia.

    Die Allianz mit Microsoft war allgemein erwartet worden. In den vergangenen Tagen häuften sich Medienberichte über Verhandlungen zwischen den beiden Unternehmen. Zudem gelangte eine interne Brandrede Elops in die Öffentlichkeit, in der er schonungslos den Zustand von Nokia kritisierte. Unter anderem verglich er den Konzern mit einem Mann, der auf einer brennenden Bohrinsel steht und sich metertief ins eiskalte Wasser stürzen müsse, um zu überleben. Am 11. Februar ergänzte Elop im Kurznachrichtendienst Twitter: „Heute taucht Nokia nach vorn.“

    Unter Druck steht Nokia vor allem bei den Smartphones. Ende vergangenen Jahres konnte Android das Symbian-System von Nokia überholen, beide liegen jetzt mit gut 30 Prozent vorn. Die Schwäche bei den teuren Computerhandys drückt auch die Gewinne. Und da die Smartphones einen immer größeren Anteil am Mobilfunk-Geschäft haben, verliert Nokia auch an Boden im gesamten Handy-Markt. Im vergangenen Jahr fiel der Marktanteil nach Zahlen der Marktforscher von Gartner von 36,4 auf 28,9 Prozent. In früheren Jahren führte Nokia noch souverän mit rund 40 Prozent.

    Microsoft hatte sein Smartphone-Betriebssystem Windows Phone 7 im vergangenen Herbst auf den Markt gebracht. Die Plattform erwischte einen eher zögerlichen Start: Im vierten Quartal lag der Marktanteil bei gut drei Prozent. Einige Hersteller ließen durchblicken, dass sie vom Absatz der Geräte enttäuscht gewesen seien.

  10. #719
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    Zahl der App-Downloads explodiert

    Die deutschen Handy-Nutzer haben im Jahr 2010 rund 900 Millionen mobile Anwendungen – kurz Apps – auf ihre Mobiltelefone geladen. Damit hat sich die Zahl der App-Downloads im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (plus 112 Prozent). Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Grundlage von Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance. „Die vielfältigen Anwendungen sind ein Schlüssel für den Erfolg des mobilen Internets“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Friedrich Joussen zum Start des Mobile World Congress in Barcelona. „Für fast jeden Zweck, gibt es heute eine App.“ Apps sind Programme, die sich Smartphone-Nutzer aus dem Internet auf ihr Gerät laden können. Die Anwendungen reichen von Spielen oder Nachrichten über E-Book-Reader bis zu Fahrplan- und Übersetzungsdiensten. Nach BITKOM-Berechnungen existieren derzeit weltweit rund 520.000 Apps.

    Im Jahr 2010 waren fast 90 Prozent aller in Deutschland herunter geladenen Apps kostenlos. Mit den 110 Millionen kostenpflichtigen Apps wurde im Jahr 2010 ein Umsatz in Höhe von 357 Millionen Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von 88 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Durchschnittspreis der Bezahl-Apps lag bei 3,25 Euro. „Die Download- und Umsatzzahlen mit mobilen Apps werden weiter steil ansteigen“, sagte Joussen. „Hier ist ein neuer, lukrativer Wachstumsmarkt entstanden.“ Neben dem Verkauf der Apps können die Anbieter zusätzliche Umsätze durch Werbung generieren, die innerhalb der Anwendungen geschaltet wird. Bei der Entwicklung und Vermarktung neuer Apps haben aus Sicht des BITKOM insbesondere regionale Anbieter gute Chancen. „Viele mobile Anwendungen sind auf die Bedürfnisse der Kunden im jeweiligen Land oder sogar einer Stadt zugeschnitten“, sagte Joussen. So liefern Apps zum Beispiel Informationen, welche Filme im Kino um die Ecke laufen, wann die U-Bahn fährt oder wo sich der nächste Bankautomat befindet.

    Treiber der App-Downloads ist die steigende Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs. Nach Angaben des BITKOM wurden im Jahr 2010 in Deutschland rund 7,4 Millionen Smartphones verkauft (plus 38 Prozent). Im Jahr 2011 rechnet der Verband mit einem Absatzplus von 36 Prozent auf 10,1 Millionen Stück. Ein Drittel aller neu verkauften Handys sind inzwischen Smartphones. Jedes neue Gerät verfügt bereits über einige vorinstallierte Apps, viele andere stehen in virtuellen Marktplätzen zum Download bereit.

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    Umsatz mit Musik-Downloads jetzt über 150 Millionen Euro

    Musik aus dem Internet ist gefragt wie noch nie: 2010 haben sich die Deutschen Songs und Musikalben für 151 Millionen Euro auf ihre PCs heruntergeladen, 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Das gab der Hightech-Verband BITKOM bekannt. „Der Markt für Musik-Downloads ist erneut um mehr als ein Drittel gewachsen“, so BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. „Immer mehr Musikfans wählen ihre Lieblingstitel bequem am PC aus. Der Höhenflug wird andauern – dank schneller Internet-Zugänge und attraktiver Preise. Wir rechnen auch 2011 mit einem starken Plus.“ Basis der Angaben ist eine repräsentative Erhebung des Instituts GfK für den BITKOM.

    Auch die Stückzahlen sind im vergangenen Jahr gestiegen: 69 Millionen Mal haben die Deutschen einen Song oder ein Album online gekauft und heruntergeladen. Das ist ein Plus von 34 Prozent gegenüber 2009 und doppelt so viel wie 2007. Die Mehrheit der Kunden sind nach wie vor Männer – doch der Frauenanteil ist von 37 auf 40 Prozent gestiegen. 55 Prozent aller Käufer sind älter als 29 Jahre. „Bezahlte Musik-Downloads sind gerade in mittleren und höheren Altersgruppen populär“, so Berg.

    Einzelsongs kosten im Download durchschnittlich 1,06 Euro. Die Preise sind über die Jahre kontinuierlich gesunken. Derzeit kommen immer mehr mobile Geräte für Downloads zum Einsatz. Handys und Smart¬phones mit UMTS-Standard übertragen schon in vielen Regionen Daten mit DSL-Geschwindigkeit. Dieses Jahr startet der UMTS-Nachfolger LTE und bietet noch schnellere Verbindungen. Nicht nur Downloads, auch Streaming-Dienste profitieren von dem Geschwindigkeitszuwachs. Bei diesen Diensten werden Lieder oder Filme in Echtzeit übertragen, aber nicht dauerhaft auf den Geräten der Nutzer gespeichert. BITKOM zufolge werden auch Tablet-PCs den Markt für mobile Downloads antreiben. Berg: „Tablet-PCs sind überall sofort startbereit und haben große, benutzerfreundliche Bildschirme. Sie sind ideal für Downloads nicht nur von Musik, sondern auch von Filmen.“

    Zur Methodik: Die Daten basieren auf einer repräsentativen Verbraucher-befragung von GfK Panel Services Deutschland. Berücksichtigt wurden Musik-Downloads auf PCs. Für Musik-Downloads auf Handys gibt der BITKOM im Frühjahr neue Marktdaten bekannt.

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