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Thread: Allgemeine Neuigkeiten

  1. #771
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    Soziale Netzwerke:Vorreiter der digitalen Welt

    Die Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken ist mittlerweile Standard unter Internetnutzern. Eine BITKOM-Studie zu sozialen Netzwerken zeigt, dass 76 Prozent aller Internetnutzer Mitglied in mindestens einer Online-Community sind, bei den unter 30-Jährigen sind es gar 96 Prozent. „Soziale Netzwerke haben in kürzester Zeit eine enorme Entwicklung vom Nischenphänomen zum Internetstandard gemacht“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

    Durchschnittlich sind die Mitglieder in 2,4 Communitys angemeldet. Sie unterhalten dort im Schnitt insgesamt 133 Kontakte. Jüngere Nutzer sind dabei kontaktfreudiger: Fast jeder Dritte unter 30 Jahren hat über 200 Personen auf seiner Kontaktliste, Nutzer ab 50 hingegen begnügen sich größtenteils mit weniger als 30 Freunden. Die Nutzungsdauer variiert sehr stark. Elf Prozent der Community-Mitglieder ordnet BITKOM als Heavy User ein – sie verbringen täglich mehr als zwei Stunden in den Netzwerken. Frauen liegen in der Community-Nutzung mit 80 zu 74 Prozent deutlich vor den Männern. „Junge Frauen werden zu den Vorreitern in der digitalen Welt“, sagte Kempf.

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  3. #772
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    Verbände schreien nach Kopierschutz-Keule - "selbstverschuldetes Jammern"

    Rund sieben Prozent aller Internet-Nutzer in Deutschland laden angeblich illegal Musik, Filme oder Bücher herunter. Dies zumindest geht aus einer Studie in eigener Sache von mehreren Branchenverbänden hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Vertreter der Produzenten nahmen die Ergebnisse zum Anlass, um erneut eine Verschärfung des Urheberrechts zu verlangen.

    "Die Situation ist so unerträglich geworden, dass wir fordern, dass rechtsstaatliche Verhältnisse im Internet tatsächlich hergestellt werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis. Die Bundesregierung müsse jetzt endlich ihr Wort einlösen, das Bundeskanzlerin Angela Merkel vor zwei Jahren auf der Frankfurter Buchmesse gegeben habe.

    Konkret verlangt der Börsenverein zusammen mit der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) die Einführung von Warnhinweisen vor der Nutzung von Filesharing-Plattformen, die illegale Kopien von Musik oder anderen Inhalten bereitstellen. Die drei Verbände wollen auf diese Weise das Unrechtsbewusstsein verstärken. Sie verweisen darauf, dass 24 Prozent der Bevölkerung das Ansehen von aktuellen Kinofilmen auf Plattformen wie dem inzwischen geschlossenen Portal kino.to für rechtlich erlaubt halten.

    Die rechtliche Bewertung solcher sogenannter Streaming-Angebote ist unter Juristen umstritten. Der GfK-Studie zufolge nutzt allerdings eine zunehmender Anteil von Internet-Nutzern die technischen Möglichkeiten, um Musik oder Filme von Streaming-Angeboten wie dem Internet-Radio aufzuzeichnen und zu speichern. Ein weiterer vor allem bei jüngeren Internet-Nutzern verbreiteter Trend sei der Austausch von Festplatten mit Medieninhalten, heißt es in der Studie.

    Die Platzierung von Warnhinweisen setze die Mitwirkung der Internet-Provider voraus, sagte Skipis vor Journalisten. Freiwillig werde die kaum zu bekommen sein. Daher sei auch hier der Gesetzgeber gefordert.

    Der für die Interessen der Internet-Nutzer eintretende Verein Digitale Gesellschaft wies die Forderungen zurück und sprach von einem "selbstverschuldeten Jammern". Der Vereinsvorsitzende Markus Beckedahl erklärte in einer E-Mail-Mitteilung: "Wer nur teure und dann auch noch mangelhafte, restriktive Angebote macht, darf sich nicht wundern, wenn der wirtschaftliche Erfolg ausbleibt." Damit dürfte er vielen Kritikern verschärfter Urheberrechtsregelungen aus dem Herzen sprechen.

    GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy räumte ein, dass die Branche noch attraktive Online-Angebote für Verbraucher und sinnvolle Geschäftsmodelle für das Internet entwickeln müsse. "Die fallen nicht vom Himmel, wir sind mitten auf dem Weg." Reichlich spät, monieren Kritiker.

    Die Anteile illegaler Downloads sind bei den verschiedenen Medieninhalten höchst unterschiedlich, wie die Erhebung zur "Digitalen Content-Nutzung" der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ergab. Die höchste Pirateriequote gibt es demnach bei Spielfilmen mit 83,2 Prozent. Danach folgen ganze Musikalben (74,3 Prozent), E-Books (60,9 Prozent), TV-Serien (60,5 Prozent), einzelne Musiktitel (44,7 Prozent) und Hörbücher sowie Hörspiele (26,1 Prozent).

    Bei den illegal heruntergeladenen Alben registrierte die Studie eine Zunahme von 35 Prozent binnen Jahresfrist auf 46 Millionen. Hingegen gab es bei illegalen Downloads einzelner Musiktitel einen Rückgang um 28 Prozent auf 185 Millionen.

    "Wir haben festgestellt, dass mehr als 20 Prozent der Deutschen im letzten Jahr Medieninhalte heruntergeladen haben, davon ein Viertel illegal, und das sehr intensiv", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie, Florian Drücke. Demnach hätten im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Personen Musik, Filme, Hörbücher oder E-Books illegal heruntergeladen. Dies entspricht einem Anteil von sieben Prozent der 51,7 Millionen Internet-Nutzer, welche die jüngste ARD/ZDF-Onlinestudie ermittelt hat.

    Sowohl für Kinofilme als auch für TV-Serien nutzten der GVU zufolge die meisten in Deutschland kostenlose legale Videostreaming-Seiten wie Myvideo. Insgesamt 1,3 Millionen Menschen konsumierten dort in 2010 Filme. TV-Serien sahen sich sogar 2,1 Millionen Internetnutzer auf solchen Seiten an. Auf Platz 2 der beliebtesten Online-Angebote folgten im Kinofilmbereich illegale Streaming-Portale wie kino.to mit ebenfalls 1,3 Millionen Nutzern.

    Platz 2 für TV-Serien nahm mit 2,0 Millionen Interessenten das legale Angebot von Mediatheken ein, die auf den Webseiten der TV-Sender zu finden sind, auf Platz 3 folgten bei diesen Inhalten illegale Streaming-Portale mit einer Million Onlinern. Die legalen kostenpflichtigen Download-Plattformen lagen in 2010 auf Platz 4 der Nutzerzahlen bei Filmen (eine Million Menschen) und bei TV-Serien (0,8 Millionen Menschen).

    Wie hoch die Schäden durch Raubkopien tatsächlich ausfallen, ist höchst umstritten. So hatte im vergangenen Jahr die US-Regierung festgestellt, dass die Zahlen der Medienkonzerne in diesem Bereich stark übertrieben und auch die Auswirkungen deutlich geringer sind als angenommen. Unter anderem Verbraucherschutzverbände drängen seit jeher darauf, den ehrlichen Kunden in den Mittelpunkt der Bemühungen zu stellen und ihn nicht durch verbraucherunfreundliche Verfahren nachhaltig zu vergraulen.

    So müssen zum Beispiel alle Käufer einer Spielfilm-DVD einen nicht überspringbaren Raubkopierer-Hinweis zu Beginn über sich ergehen lassen, während dieser Spot bei Raubkopien gänzlich fehlt. Die Musikindustrie hat bereits die Konsequenzen gezogen: Einen Kopierschutz gibt es seit längerem nicht mehr, der offene Standard MP3 hat sich durchgesetzt.

    Tatsächlich manövrierten sich die Hollywood-Studios mit restriktiven Kopierschutzvorgaben bei Lizenzverträgen und "Zertifizierungsprogrammen" zuletzt zunehmend in eine Sackgasse: Ob die zahlende Kundschaft die immer härteren Restriktionen im Umgang mit regulär erworbenen Inhalten auf Dauer hinnimmt, scheint angesichts der schleppenden Umsätze der Musikindustrie und noch immer wenig beachteten Video-on-Demand-Angeboten fraglich. Dass sich mit einem verschärften Urheberrecht daran etwas ändert, ebenfalls.

  4. #773
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    50 Elektrogeräte und 7 Fernbedienungen pro Haushalt

    Der deutsche Durchschnittshaushalt verfügt nach Schätzung des BITKOM über mehr als 50 Elektro- und Elektronikgeräte und sieben Fernbedienungen, Tendenz steigend. Die Geräte wie Fernseher, Stereo-Anlage, Mobiltelefon, Kühlschrank, Waschmaschine oder die elektrische Heizungssteuerung führen bislang ein Inseldasein. Das ändert sich derzeit. Die Geräte werden immer stärker vernetzt, entweder direkt untereinander oder per Internet. „Die Digitalisierung der Unterhaltungselektronik ist abgeschlossen, nun folgt sehr schnell die Vernetzung aller Elektro- und Elektronikgeräte“, sagt Michael Schidlack, CE-Experte beim Hightech-Verband BITKOM.

    Allerdings nutzten bislang nur wenige Privathaushalte die vielen Vorteile der Vernetzung. Deshalb hat der Verband für technisch interessierte Verbraucher einen Leitfaden rund um Heimvernetzung erstellt. Die Publikation vermittelt auf verständliche Weise Grundlagenwissen, zeigt den Nutzen und die Möglichkeiten des vernetzten Heims und hilft, die richtigen Schritte auf dem Weg zu einem modernen Zuhause zu gehen. Dann können beispielsweise Musik und Videos zentral gespeichert und einfach an die Bildschirme und Lautsprecher im gerade genutzten Zimmer übertragen werden. Ein Einbruch oder Wasserschaden wird automatisch erkannt und gemeldet, die Heizung kann von überall intelligent und umweltfreundlich gesteuert werden.

    Schidlack: „Das Bedürfnis vieler Kunden, sich beim Anschluss und der Einrichtung elektronischer Geräte helfen zu lassen, ist eine Chance für Fachhändler – insbesondere bei Fragen der Heimvernetzung.“ Dabei unterstützt die Initiative „PluralMedia“, die der BITKOM mit anderen Organisationen ins Leben gerufen hat. Dort können sich Verkäufer und Handwerker sowie Fachmärkte zu Heimvernetzungs-Spezialisten ausbilden und zertifizieren lassen. So wird die Qualität der Beratung und Installation erhöht und zudem den Verbrauchern die Auswahl eines Fachgeschäfts erleichtert. Auf der Kongressmesse ConLife in Köln wurden kürzlich die „Hifi-Profis“ aus Frankfurt/M. als erste TÜV-zertifizierte Händler gekürt. Weitere Zertifizierungen folgen und sollen so zum Erkennungszeichen für verbrauchergerechten Service rund um das vernetzte Heim werden.

    Derzeit boomt der deutsche Markt für privat genutzte vernetzbare Produkte der IT, Telekommunikation und Consumer Electronics, die direkt oder indirekt einen Internet-Zugang haben. Dazu gehören beispielsweise PCs, Tablets, Smart-Phones, Connected TVs, Blu-ray-Player mit Internet-Zugang, Internet-Radios, Webcams. Dieser Markt wächst in diesem Jahr um fast 28 Prozent auf über 16 Milliarden Euro.

  5. #774
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    Apps-Boom geht weiter - Im Durchschnitt 17 Programme je Mobiltelefon

    Apps legen rasant an Beliebtheit zu: Bei mehr als 15 Millionen Deutschen sind die kleinen Programme inzwischen auf dem Handy oder Smartphone installiert. Das ergibt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Vor einem Jahr hatten erst 10 Millionen Bundesbürger Apps auf ihrem Handy. „Durch Apps wird das Handy für immer mehr Nutzer zum Universalgerät“, sagt BITKOM-Präsidiumsmitglied René Schuster. „Die Zusatzprogramme helfen in zahlreichen Alltagssituationen und im Job.“

    Besitzer geeigneter Handys haben im Durchschnitt 17 Apps auf ihrem Mobiltelefon. In der jüngeren Generation werden die Mini-Programme besonders intensiv genutzt: 14- bis 29-jährige Handynutzer haben im Schnitt 22 Apps installiert. Dabei sind 14 Prozent der Handynutzer unsicher, ob ihr Gerät überhaupt für Apps geeignet ist. Vor allem ältere Anwender ab 60 Jahren geben an, sich damit nicht auszukennen. Nur jeder dritte (32 Prozent) Handybesitzer geht bisher davon aus, dass auf seinem Mobiltelefon Apps laufen. Gut die Hälfte (53 Prozent) ist der Ansicht, dass ihr Gerät entsprechende Programme nicht verarbeiten kann. Schuster: „Der App-Markt befindet sich noch am Anfang und hat ein enormes Potential nach oben.“

    Populär sind etwa Apps zur Navigation oder für den Zugriff auf soziale Netzwerke. Auch Reiseinformationen, das Fernsehprogramm oder Online-Medien können per App abgerufen werden. Zahlreiche Entwickler programmieren immer mehr solche Anwendungen. So lassen sich Handys mit Hilfe von Apps sogar als Babyphone oder Taschenlampe nutzen. Nach BITKOM-Berechnungen existieren derzeit weltweit rund 520.000 Apps. Im Jahr 2010 waren fast 90 Prozent aller in Deutschland herunter geladenen Apps kostenlos. Der Durchschnittspreis kostenpflichtiger Apps lag bei 3,25 Euro.

    So können Handybesitzer erkennen, ob auf ihrem Gerät Apps laufen:

    Aktuelle Modelle mit Internetzugang, Multimedia-Funktionen und berührungsempfindlichem Bildschirm (Touchscreen) sind mit hoher Wahrscheinlichkeit App-fähig. Dann spricht man auch von einem Smartphone. Aber auch auf manchen klassischen Handys ohne Touchscreen lassen sich kleine Zusatzprogramme installieren, teils auf Basis der Programmiersprache Java.

    In aller Regel finden sich im Benutzermenü des Telefons Hinweise darauf, ob das Gerät App-fähig ist. Wird man dort nicht fündig, kann man einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen. Auch auf Webseiten der Hersteller wird der Funktionsumfang vieler Handys beschrieben. Dort finden Kunden auch Hinweise, wo sie Apps herunterladen können. Das ist je nach Handymodell direkt in Online-Shops der Hersteller möglich.

  6. #775
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    Gerücht: Playstation 4 soll im April 2013 auf den Markt kommen

    Der Branchendienst "Bitmop" will in Erfahrung gebracht haben, dass Sonys Playstation 4 in 19 Monaten auf den Markt kommt. Bisher hatte der japanische Konzern immer dementiert, dass eine neue Konsole geplant sei.

    Laut eigener Aussage habe "Bitmop" diese Information von einer Person erhalten, die bei Sony-Investorentreffen anwesend gewesen sei. Angaben über die technische Ausstattung der Konsole habe die Quelle nicht gemacht.

    Ob es sich dabei um ernstzunehmende Informationen oder Gerüchte handelt bleibt abzuwarten. In den vergangenen Monaten berichteten zahlreiche Webseiten über einen angeblichen Verkaufsstart der PS4. Sony äußerte sich bislang nicht zu den Gerüchten. Konzern-Chef Jack Tretton betonte im Rahmen der diesjährigen Spielemesse E3, dass ein PS3-Nachfolger in näherer Zukunft nicht geplant sei.

  7. #776
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    Aufregung um Speicherung von Handy-Daten

    Die Speicherung von Verbindungsdaten durch Mobilfunk-Anbieter sorgt wieder für Aufregung. Datenschützer werfen den Unternehmen vor, dadurch mit einer illegalen Vorratsdatenspeicherung gegen die Rechtslage zu verstoßen. Die Netzbetreiber weisen das zurück und betonen, im Rahmen der Gesetze zu handeln und die Informationen nur für technische Zwecke und die Abrechnung aufzubewahren.

    Anbieter speichern einen bis sechs Monate lang
    Die neue Diskussion wurde am 7. September von einem Bericht der „Berliner Zeitung“ ausgelöst. Unter Berufung auf eine Aufstellung der Münchner Generalstaatsanwaltschaft hieß es, große Anbieter wie T-Mobile, Vodafone und E-Plus speicherten mindestens einen bis sechs Monate lang, welcher Mobilfunkkunde wann aus welcher Funkzelle wie lange mit wem telefoniert hat. Von der Zeitung befragte Datenschützer kritisierten, die Unternehmen verstießen damit gegen die Vorgaben des Verfassungsgerichtsurteils zur Vorratsdatenspeicherung.

    Anbieter weisen Vorwürfe zurück
    Die Mobilfunk-Anbieter wiesen die Vorwürfe zurück. „Wir verstehen die ganze Aufregung nicht“, hieß es etwa bei Vodafone. „Es ist eine lange gängige Praxis, die mit dem Datenschutzbeauftragten abgesprochen ist.“ Auch eine Telekom-Sprecherin betonte: „Der Vorwurf ist unsererseits nicht nachvollziehbar.“ Ein E-Plus-Sprecher sagte: „Eine auch nur ‚begrenzte’ Vorratsdatenspeicherung im Sinne der durch das Bundesverfassungsgericht untersagten Praxis findet nicht statt.“

    Mobilfunker berufen sich auf Telekommunikationsgesetz
    Laut Telekommunikationsgesetz können Anbieter Verbindungsdaten bis zu sechs Monate lang speichern, soweit dies technisch oder für die Abrechnung nötig ist. Genau darauf berufen sich die Netzbetreiber. Zum Beispiel, wenn ein Kunde später seine Mobilfunk-Rechnung beanstande, könnte es nötig sein, Verbindungsdaten oder Informationen über seinen Standort an einem bestimmten Tag nachzuschlagen. Oder wenn für bestimmte Tarifmodelle ermittelt werden müsse, ob der Kunde im Umkreis seines Wohnorts noch zu Festnetz-Konditionen mit dem Handy telefonieren dürfe. In Branchenkreisen wird allerdings auch eingeräumt, dass diese innerbetriebliche Speicherung einen Nebeneffekt haben kann: Müssen die Anbieter ihre Informationen auf richterlichen Beschluss für Ermittlungsbehörden öffnen, gehören auch diese Daten dazu.

    Datenschützer schlagen Alarm
    Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, ein Zusammenschluss von Datenschutz-Aktivisten, schlug Alarm. „Die illegale Kommunikations- und Bewegungsdatenspeicherung der deutschen Telekommunikationsbranche bringt Millionen von Menschen in die Gefahr strafrechtlicher Ermittlungen, weil sie zufällig am falschen Ort waren oder mit der falschen Person telefoniert haben“, kritisierte Arbeitskreis-Mitglied Patrick Breyer. „Die Datenberge schaffen auch die permanente Gefahr von Datenpannen und Datenverkauf.“ Die Datenschützer sehen in dem Vorgehen der Netzbetreiber eine illegale Fortsetzung der Vorratsdatenspeicherung, die 2010 vom Bundesverfassungsgericht gekippt worden war. Ein politischer Streit verhinderte bisher eine Neuregelung. Der Arbeitskreis forderte den Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar auf, die Unternehmen mit einem Bußgeld zu belegen.

  8. #777
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    Eco-Verband warnt vor Angriffswellen von Kriminellen auf mobile Endgeräte

    Während der Verband der deutschen Internetwirtschaft Eco gravierende Erfolge bei der Abwehr von Schadsoftware aus dem Internet meldet, warnt der Interessenverband am 14. September gleichzeitig vor neuen Angriffswellen auf mobile Geräte wie Smartphones sowie Pads und Tablets. „Mit der rasanten Verbreitung einer neuen Generation mobiler Endgeräte werden neuartige Kriminalitätsformen nicht lange auf sich warten lassen“, befürchtet der Vorsitzende des Eco-Verbandes, Michael Rotert.

    Attraktivität für Kriminelle bei Nutzung von Bezahldiensten mit Smartphones
    Der mobile Angriff ist für Kriminelle besonders attraktiv, weil moderne Smartphones längst nicht mehr nur Telefon, E-Mail- und Surfstation sind, sondern von immer mehr Verbrauchern beispielsweise auch für Mobile Banking und andere Bezahldienste genutzt werden, erläutert der Eco. Schätzungen zufolge betreiben heute schon rund ein Drittel der europäischen Smartphone-Nutzer regelmäßig Online-Banking über ihre mobilen Geräte. Vier von fünf Experten für mobiles Internet sind sich sicher, dass Smartphones bereits in wenigen Jahren die Geldbörse ersetzen können, hat eine Umfrage von Eco im Rahmen mehrerer Fachtagungen der Kompetenzgruppe Mobile ergeben.

    Zusammenarbeit bei mobilen Bezahlsystemen notwendig
    „In dem Moment, in dem Smartphones in größerem Stil als digitale Geldbörsen zum Einsatz gelangen, wird es zu einer neuen Kriminalitäts-Welle kommen", sagt der Eco-Vorsitzende Michael Rotert voraus. Er fordert daher alle Marktteilnehmer von mobilen Bezahlsystemen zu einer intensiven Zusammenarbeit beim Thema Sicherheit auf – von den Geräteherstellern über die Internet Service Provider und Mobilfunkgesellschaften bis hin zu den beteiligten Banken und Kreditkartenunternehmen. Der Eco-Verband stehe als Moderator für alle Beteiligten zur Verfügung, sagte Rotert auf dem Anti-Spam-Kongress im Rahmen der Internet Security Days. Die von Eco und der Intergenia AG gemeinsam organisierten Internet Security Days gehören mit über 700 Teilnehmern zu einer der größten Internet-Sicherheitskonferenzen in Europa.

    Bedrohung für Unternehmen durch mobile Malware
    Nach Einschätzung von Rotert befindet sich die Smartphone-Sicherheit derzeit ungefähr an dem Punkt, an dem die PC-Sicherheit 1998 stand. Zwar gibt es zurzeit Schätzungen zufolge nur etwa 150 verschiedene sog. Schädlingsfamilien für Smartphones, aber das entspricht immerhin in etwa einer Verdoppelung in den letzten zwölf Monaten – Tendenz steigend. Für Unternehmen ist das Bedrohungspotenzial durch mobile Malware besonders hoch, weil die Schadsoftware über die Smartphones, Pads oder Tablets Zugang zum Firmennetzwerk finden kann. Umfragen zufolge stellt dies die drittgrößte Sorge von IT-Verantwortlichen in Bezug auf mobile Geräte dar (nach dem Diebstahl und dem Verlust der Geräte). Bei der Eco-Umfrage „Internet-Sicherheit 2011“ haben die Firmen im Vergleich aller Bedrohungspotenziale der Smartphone-Sicherheit den dritten Platz zugewiesen, nach Schadsoftware und E-Mail-Sicherheit und noch vor dem aktuellen Thema Cloud-Sicherheit.

    Applikationsmarktplätze stellen einen wichtigen Schutzwall dar
    Allerdings profitiert die heutige Smartphone-Sicherheit von der Entwicklung seit den frühen PC-Tagen in 1998. Vor allem die Applikationsmarktplätze stellen einen wichtigen Schutzwall dar, wie der jüngste AppStore-Report der European Network and Information Security Agency (ENISA) ausweist. Dazu erklärt der ENISA-Sicherheitsexperte Giles Hogben: „Die Marktplatzbetreiber wie Apple, Google, Microsoft oder Nokia haben die Möglichkeit, mithilfe einer Eingangskontrolle sicherzustellen, dass über ihre Stores keine Schädlingssoftware zum Verbraucher gelangt. Um die Appstore-Sicherheit weiter zu optimieren, hat ENISA fünf Verteidigungslinien identifiziert und erläutert, wie sie am besten verwendet werden."

  9. #778
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    Zahl der Handybesitzer steigt auf 61 Millionen

    Die Zahl der Handybesitzer hat in Deutschland erstmals die Marke von 60 Millionen überschritten. Das geht aus einer neuen Erhebung für den Hightech-Verband BITKOM hervor. Demnach telefonieren 61 Millionen Deutsche mobil. Das entspricht 87 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren. Derzeit werden die letzten weißen Flecken Deutschlands mit dem neuen, mobilen Superbreitband LTE erschlossen. „Damit steigt die Attraktivität der Mobilfunkangebote weiter. In der Mobilkommunikation ist Deutschland auf dem Weg zur Vollversorgung“, so BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

    Insbesondere Senioren haben deutlich aufgeholt. Inzwischen verfügen knapp drei Viertel (72 Prozent) der Bundesbürger ab 65 Jahren über einen Mobilfunkanschluss, vor einem Jahr waren es erst 61 Prozent. In der jungen und mittleren Altersgruppe besitzt demgegenüber fast jeder ein Handy. Kempf: „Gerade für Senioren kann ein Handy im Alltag eine große Hilfe sein. Es bringt nicht nur Flexibilität, sondern auch mehr Sicherheit. Das ist für ältere oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen von Vorteil.“

  10. #779
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    38.000 offene Stellen für IT-Experten

    In der deutschen Wirtschaft gibt es aktuell rund 38.000 offene Stellen für IT-Experten. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der freien Arbeitsplätze um 10.000 angestiegen, was einem Zuwachs von 36 Prozent entspricht. Das ist das Ergebnis einer Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte, die der Hightech-Verband BITKOM heute in Berlin vorgestellt hat. Bei der repräsentativen Umfrage wurden 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen befragt. „Der Bedarf an IT-Experten ist kräftig gestiegen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Die schwächeren Aussichten der Gesamtkonjunktur haben derzeit keine Auswirkungen auf die Beschäftigung im Hightech-Sektor.“ Nach Einschätzung der befragten Firmen hat sich parallel der Fachkräftemangel verschärft. 58 Prozent sagen, dass ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. Das ist ein höherer Wert als in den Boom-Jahren 2007 und 2008. Kempf: „Die Reformen in der Bildungs- und Zuwanderungspolitik müssen forciert werden, um die Leistungsfähigkeit des Hightech-Standorts Deutschland zu sichern.“

    Laut Umfrage entfallen rund 16.000 der offenen Stellen für IT-Experten auf die ITK-Branche, der Großteil davon auf Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen. Entsprechend hoch ist der Bedarf an Software-Entwicklern. 84 Prozent der ITK-Unternehmen mit freien Arbeitsplätzen suchen Software-Spezialisten für die Entwicklung neuer Anwendungen. 40 Prozent benötigen Marketing- und Vertriebsexperten und 36 Prozent IT-Berater. „Der Trend geht zu technisch und organisatorisch sehr anspruchsvollen Tätigkeiten, die eine fundierte Ausbildung erfordern“, sagte Kempf. Bei den Anwendern von ITK-Lösungen in anderen Wirtschaftszweigen gibt es rund 22.000 freie Jobs. Hier suchen 59 Prozent der befragten Unternehmen IT-Administratoren, die für den reibungslosen Betrieb von Hard- und Software in der Organisation sorgen.

    Positiv entwickeln sich die Gehälter von IT-Experten. Nach einer Untersuchung der Personalberatung Kienbaum für den BITKOM steigen die Gehälter von IT-Spezialisten in der ITK-Branche im laufenden Jahr im Schnitt um 4,7 Prozent. Andere Fachkräfte verdienen in der gesamten Industrie nur durchschnittlich 2,7 Prozent mehr. „Die Gehälter in der ITK-Branche steigen kräftig und das auf hohem Niveau“, sagte Kempf. Im Jahr 2010 erhielten Vollzeitbeschäftigte in der ITK-Wirtschaft ein Bruttojahresgehalt von durchschnittlich 60.100 Euro. Damit lag die Hightech-Branche noch vor den Energieversorgern mit rund 59.400 Euro Bruttojahresgehalt, der chemischen Industrie mit 54.600 Euro oder dem Fahrzeugbau mit 54.500 Euro.

    Die BITKOM-Umfrage zeigt, was die Firmen angesichts des Experten-Engpasses für die Gewinnung junger Mitarbeiter tun. Zwei Drittel der befragten Unternehmen bieten Praktika oder Werkstudenten-Jobs an. 54 Prozent bilden in unterschiedlichen Berufen selbst aus. Damit liegt die ITK-Branche deutlich über dem Durchschnitt der deutschen Industrie von rund 30 Prozent. Jeweils 43 Prozent kooperieren mit Schulen oder Hochschulen.

    Für die Sicherung des Nachwuchses im Hightech-Bereich schlägt der BITKOM eine Drei-Säulen-Strategie vor: weitere Reformen im Bildungssystem, eine verstärkte Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland sowie eine Qualifizierungsoffensive, mit der u.a. mehr weibliche Fachkräfte gewonnen werden können. Reformen in der Bildung müssten bereits in der Schule ansetzen. „Wir brauchen Informatik als Pflichtfach an allen Oberschulen, um mehr junge Menschen für eine Ausbildung im IT-Umfeld zu begeistern“, sagte Kempf. Gleichzeitig müsse die Kompetenz der Schülerinnen und Schüler bei PC-Anwendungen, die für Studium und Beruf relevant sind, verbessert werden. An den Hochschulen gelte es, die hohen Studienabbrecherquoten in den technischen Fächern zu senken.

    Ein weiterer Weg zu mehr Fachkräften ist eine stärkere Zuwanderung. Die Bundesregierung hat im Juni 2011 beschlossen, Berufsgruppen wie Ingenieure und Ärzte von der Vorrangprüfung auszunehmen. Dabei stellt die zuständige Arbeitsagentur fest, ob den entsprechenden Job nicht auch ein Deutscher oder ein anderer EU-Bürger machen könnte. „IT-Experten wurden bei der Abschaffung der Vorrangprüfung nicht berücksichtigt. Das ist aus unserer Sicht völlig unverständlich“, sagte Kempf. Zur Begründung heißt es, bei der Bundesagentur für Arbeit seien mehr arbeitslose IT-Fachkräfte als offene Stellen gemeldet. „Die Statistik der Arbeitsagentur spiegelt nicht die tatsächliche Situation auf dem Arbeitsmarkt wieder“, sagte Kempf. Da die Firmen nur etwa jede dritte offene Stelle der Arbeitsagentur melden, sei der Bedarf weitaus größer als die Statistik suggeriert. Zudem konzentriert sich der Mangel an IT-Spezialisten auf gut ausgebildete Experten mit Hochschulabschluss.

    Neben der Abschaffung der Vorrangprüfung könnten kurzfristig die Verdienstgrenzen gesenkt werden für IT-Fachkräfte, die nicht aus der EU kommen: von aktuell 66.000 Euro pro Jahr auf 40.000 Euro. Aus Sicht des BITKOM sollte mittelfristig das Zuwanderungsrecht auf Basis eines Punktesystems grundlegend reformiert werden. „Deutschland muss im Ausland aktiv für den Arbeits- und Studienstandort werben“, forderte Kempf. Bisher gebe es von öffentlichen Stellen kaum Informationen über die Möglichkeiten der Migration. Ein mehrsprachiges Zuwanderungsportal im Internet könne hier Abhilfe schaffen. Diese Forderung unterstützen laut BITKOM- Umfrage vier von fünf ITK-Unternehmen. Drei Viertel sprechen sich dafür aus, die bürokratischen Hürden für die Zuwanderung zu senken. Kempf: „Deutschland schottet seinen Arbeitsmarkt immer noch zu sehr ab, statt sich dem Wettbewerb um die besten Talente in aller Welt zu stellen.“

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    Bewerbungsstart für neue Homepage-Namen rückt näher

    Der mehrmals verschobene Start für neue Homepage-Namen im Internet rückt näher: Ab dem 12. Januar 2012 will die zuständige Internet-Verwaltung Icann Bewerbungen für neue „Top Level Domains“ annehmen. Dann können Unternehmen, aber auch Städte und Regionen eigene Adress-Endungen nach dem Muster „.firma“ oder „.stadt“ erhalten. In Deutschland gibt es unter anderem Initiativen für die Adressen .berlin, .hamburg und .köln. Branchen-Domains wie .film oder .hotel sind ebenfalls geplant. „Alle interessierten Institutionen sollten ihre Vorbereitungen zur Bewerbung intensivieren, wenn sie die neuen Möglichkeiten möglichst schnell nutzen wollen“, rät der Präsident des Hightech-Verbandes BITKOM, Prof. Dieter Kempf.

    Bewerbungen sollen zunächst von Mitte Januar bis Mitte April eingereicht werden können. Icann plant, bis zum November 2012 die Anträge zu prüfen und neue Top Level Domains zuzulassen. Anfang 2013 können die Bewerber dann mit ihrer neuen Web-Adresse starten.

    Für Interessenten bietet BITKOM gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und weiteren Partnern am 4. November eine ganztägige Informationsveranstaltung in Berlin an. Die Teilnahme ist kostenlos, die Zahl der Teilnehmer allerdings begrenzt. Weitere Informationen gibt es unter www.bitkom.org/de/veranstaltungen/102_69984.aspx.

    Die wichtigsten Fragen für interessierte Firmen und Organisationen:

    1. Wer kann eine „Top Level Domain“ beantragen?
    Neben Städten und Regionen kommt dies für Branchen, Firmen und Marken in Frage. Privatleute können keine Homepage-Endung nach dem Muster „www.homepage.meier“ beantragen. Der Grund ist, dass Icann den wirtschaftlichen Betrieb der Adress-Endungen langfristig sichern will. Wer eine eigene Domain-Endung besitzt, übernimmt die kompletten Aufgaben eines Internet-Unternehmens. Dafür sind ein eigenes Geschäftskonzept und ein entsprechend hohes Startkapital nötig.

    2. Wie teuer wird eine eigene Domain-Endung?
    Allein für die Bewerbung werden rund 120.000 Euro fällig. Zusätzlich sind abhängig vom Aufwand bis zu einer halben Million Euro für Projektmanagement, Technik und Rechtsberatung nötig. Bis zu 200.000 Euro kostet der laufende Betrieb pro Jahr.

    3. Wie werden einzelne Homepages mit neuen Endungen vergeben?
    Die einzelnen Homepages mit neuen Endungen – etwa www.meier.berlin – sollen nach einem fairen, transparenten Verfahren vergeben werden. Durch bestimmte Services für Markenrechtsinhaber soll verhindert werden, dass Webseiten zu Spekulationszwecken reserviert werden.

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    By fushkrujs in forum Aktuelle Nachrichten
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