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Thread: Allgemeine Neuigkeiten

  1. #801
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    Fernsteuerung für vermisste Handys

    Mit Apps werden Handys zu echten Multifunktionsgeräten. Oft genügt ein kleines Stück Software – die so genannte App – um ein Handy zur mobilen Fahrplanauskunft, zur Taschenlampe oder zum Babyphone zu machen. BITKOM stellt in loser Folge besonders nützliche und interessante Apps vor. Heute: Die Fernsteuerung für vermisste Handys.

    Auf Smartphones sind viele persönliche und geschäftliche Daten gespeichert: Telefonnummern, Geburtstage, E-Mails, private Fotos und Videoclips, Musik oder auch vertrauliche Dokumente. Datensicherungen sind wichtig, falls das Handy verloren oder gestohlen wird. Für alle gängigen Handy-Betriebssysteme gibt es inzwischen Apps oder auch interne Systemfunktionen, mit denen die Geräte im Bedarfsfall aufgespürt und aus der Ferne gesteuert werden können: von der Fernlöschung von Daten bis zur Aktivierung der Kamera ist alles möglich.

    Für Modelle mit dem Betriebssystem Android gibt es eine umfangreiche kostenlose Notfall-Software, falls das Gerät nicht mehr auffindbar ist: Mit der App „Android Lost“ (www.androidlost.com) lassen sich Smartphones über jeden Internet-PC fernsteuern. Die Funktionen reichen von einer SMS an eventuelle Finder bis zu umfangreichen Datenlöschungs-und Überwachungsfunktionen. Dies sind unter anderem:

    • Lauter Alarm, falls das Handy zum Beispiel nur in der Wohnung verlegt wurde. So kann es leichter gefunden werden.
    • Senden der GPS-Position an die hinterlegte Google-Mailadresse.
    • Senden einer Textbotschaft an mögliche Finder, die beim Neustart des Geräts angezeigt wird.
    • Benachrichtigung per E-Mail, falls eine andere SIM-Karte eingelegt wird, und damit Hinweise auf einen möglichen Dieb.
    • Auslesen von zuletzt gesendeten und empfangenen SMS. Diese werden an die hinterlegte E-Mail-Adresse gesendet.
    • Auslesen von getätigten oder empfangenen Anrufen – ebenfalls mit Benachrichtigung per E-Mail.
    • Sperren des Geräts und Ändern der PIN aus der Ferne.
    • Löschen der Inhalte von Speicherkarte und Gerätespeicher.

    Sogar die Handy-Kamera lässt sich unbemerkt aus der Ferne aktivieren. Je nach Situation kann der Eigentümer so ein Bild von dem Ort machen, wo er das Handy verloren hat, oder ein Foto eines mutmaßlichen Diebs. „Im Fall eines Verlusts ist sicher jeder Handybesitzer dankbar, wenn er weiterhin Zugriff auf sein Gerät hat“, erklärt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Apps mit Schutzfunktionen dürfen aber nicht missbraucht werden.“ So ist es u.a. strafbar, solche Apps auf den Handys von anderen zu installieren und diese heimlich zu überwachen.

    Auch Apple bietet für Handys mit dem Betriebssystem iOS einen Notfall-Dienst an. Auf www.icloud.com kann sich jeder iPhone-Nutzer, der sein Gerät entsprechend eingerichtet hat, den Standort des Telefons anzeigen lassen. Wenn das Smartphone mittels GPS aufgespürt wurde, lässt es sich mit einem Zahlencode sperren oder sogar komplett löschen. Bei einem Diebstahl kann man so verhindern, dass sensible Daten in die falschen Hände geraten. Wird das Gerät wiedergefunden, kann man es mit vorher gesicherten Daten bespielen und wieder in Betrieb nehmen.

    Das Betriebssystem Windows Phone 7 ermöglicht ähnliche Funktionen. Über www.windowsphone.com kann man den Standort des Smartphones bestimmen. Außerdem kann man das Handy klingeln lassen, sperren oder löschen. Wie Apple bietet auch Microsoft den Service gratis an.

    Bei einigen Nokia-Geräten mit dem Betriebssystem Symbian ist ebenfalls eine Sperrung aus der Ferne möglich – mit einer einfachen SMS. Dazu müssen ein Sicherheits-Passwort und ein vordefinierter SMS-Text im Gerät angelegt werden. Anschließend lässt sich das Smartphone mit einer entsprechenden Kurzmitteilung von jedem anderen Handy sperren.

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  3. #802
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    Re: Allgemeine Neuigkeiten

    Computer-Virus zwölf Jahre unentdeckt


    Anti-Viren-Programme werden zum Teil mehrmals täglich aktualisiert. Doch am City College in San Francisco vergingen zwölf Jahre, bis ein Computer-Virus entdeckt wurde, der dort seit 1999 sensible Daten abfing. Wie der San Francisco Chronicle berichtete, sollen Zehntausende Studenten und Mitarbeiter von dem Diebstahl betroffen sein. Da viele von ihnen die Hochschul-PC auch für Online-Banking und Einkäufe nutzen, dürften neben persönlichen Daten auch Bankinformationen und Kreditkartendaten gestohlen worden sein.

    Entdeckt wurde der Viren-Befall Ende November 2011, als der IT-Chef des College David Hotchkiss auf regen Datenverkehr aufmerksam wurde, der jede Nacht um 22 Uhr begann. Nachdem er zunächst nur auf einem PC ein Rootkit samt Keylogger entdeckt hatte, stellte sich bald heraus, dass insgesamt sieben verschiedene Varianten des Schädlings im Hochschul-Netzwerk aktiv waren. Sie sendeten Daten an Kriminelle in zehn verschiedenen Ländern, darunter auch China und Russland.

    Daten von Studenten besonders beliebt
    Über 700 IP-Adressen konnten dem so genannten "Russian Business Network" zugeordnet werden, das sich auf den Diebstahl und Weiterverkauf sensibler Daten konzentriert. Vor allem die Daten amerikanischer Studenten werden fleißig gesammelt, denn unter Online-Kriminellen gelten Studenten als Investition in die Zukunft: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie zu den Besserverdienenden gehören. Missbraucht werden die Daten oft erst Jahre später, weil sie dann noch wertvoller geworden sind.

    Höhe des Schadens unklar
    Da Server und Arbeitsplatzrechner im gesamten Hochschulnetz befallen waren, also in Verwaltung und Lehrbetrieb, geht Hotchkiss davon aus, dass viele Nutzer den Virus auch auf ihre privaten Notebooks und USB-Sticks übertragen haben. "Wir werden womöglich nie wissen, wie groß der Schaden ist und wie viele Menschen betroffen sind", so Hotchkiss gegenüber der Zeitung. Nach eigenen Angaben unterrichtet die Hochschule jährlich knapp 100.000 Menschen. Die Zahl der Betroffenen muss die Hochschule aber so weit wie möglich herausfinden, denn nach kalifornischem Recht müssen Cyber-Opfer informiert werden, wenn persönliche Daten gestohlen wurden. Die Untersuchung dürfte mehrere Monate dauern, das FBI wurde eingeschaltet.

    Viele Hochschulen mit veralteter Technik
    Der Fall zeigt, wie schlecht es um den Zustand der IT an vielen Hochschulen gestellt ist. Notorisch knappe Finanzen und überfrachtete Richtlinien sind Grund für veraltete Hardware und mangelnde Sicherheit. Oft mangelt es aber auch am nötigen Sicherheitsbewusstsein. Als David Hotchkiss 2010 seinen Job am City College begann, stellte er fest, dass seine Kollegen seit über zehn Jahren mit den gleichen Passwörtern arbeiteten.

    dpa

  4. #803
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    BITKOM fordert Nachbesserungen im EU-Datenschutz

    Der Hightech-Verband BITKOM spricht sich für eine Vereinheitlichung des Datenschutzes in Europa aus und fordert Verbesserungen an dem heute vorgelegten Entwurf für eine EU-Datenschutzverordnung.

    „Es ist höchste Zeit, den Datenschutz EU-weit zu harmonisieren“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Der heute vorgelegte Verord-nungsentwurf ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem international einheitlich hohen Datenschutzniveau. Das Internet und moderne Geschäftsmodelle machen an den Grenzen Deutschlands nun mal nicht Halt.“

    Besonders positiv hebt BITKOM hervor, dass der Entwurf eine stärkere Abstimmung der europäischen Datenschutzbehörden vorsieht, damit die neuen Vorschriften einheitlich ausgelegt werden. Zudem setze die Kommission auf die Selbstregulierung der Wirtschaft als Ergänzung zu Gesetzen und stärke die betrieblichen Datenschutzbeauftragten.

    Kritik hingegen übt BITKOM an der Ausweitung des Einwilligungsprinzips, wodurch Internetnutzer künftig in zahlreichen Einzelfällen eine jeweils gesonderte Zustimmung zur Datenverarbeitung geben müssen. „Es ist nur auf den ersten Blick verbraucherfreundlich, für alles und jedes eine gesonderte Einwilligung zu verlangen, und sei es noch so nachrangig“, erklärte Prof. Kempf. „Mit einem solchen Ansatz würde das Web zu einem Hindernisparcours umgebaut.“ Zwar seien einige problematische Vorgaben aus ersten Entwürfen offenbar überarbeitet worden, insgesamt würden die Bedingungen für die Datenverarbeitung jedoch erschwert.

    Kempf sagte weiter: „Was wir brauchen, ist keine Verschärfung des europäischen Datenschutzrechts über das in Deutschland geltende, ohnehin sehr hohe Niveau hinaus. Wir brauchen eine Modernisierung, die Freiheitsrechte und Schutzbedarf im Internet in Einklang bringt. Die jetzt vorgelegte Verordnung schießt in vielen Bereichen über das Ziel hinaus.“

    BITKOM zufolge sollte die EU-Gesetzgebung noch stärker dazu genutzt werden, neben den Rechten der Bürger auch den EU-Binnenmarkt zu stärken. Dies sei wichtig, um innerhalb Europas einen gleichberechtigten Wettbewerb zu schaffen und europäischen Datenschutz-Vorstellungen auch international Bedeutung zu verschaffen. Dieser Ansatz kommt BITKOM zu kurz. Kempf: „Wir brauchen einen ausgewogenen Rechtsrahmen, der Freiheit für Innovationen und unternehmerisches Handeln lässt und gleichzeitig Grenzen setzt, um Missbrauch von Daten zuverlässig zu verhindern.“

    Am morgigen Donnerstag wird der Europäische Datenschutztag begangen. Diesen Aktionstag mit Veranstaltungen in zahlreichen Ländern gibt es seit 2007. Er wurde vom Europarat ins Leben gerufen. Anlass ist die Europäische Datenschutzkonvention, die bereits am 28. Januar 1981 unterzeichnet worden war

  5. #804
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    Breitband-Anschlüsse: Deutschland in der Spitzengruppe

    Der Breitband-Boom in Deutschland setzt sich fort. Lange Zeit haben deutsche Haushalte schnelle Internet-Zugänge im internationalen Vergleich nur mäßig genutzt. Nun ist man in der Spitzengruppe angekommen. Inzwischen nutzen fast vier von fünf Haushalten (78 Prozent) einen schnellen Breitband-Zugang ins Netz. Damit hat sich die Zahl dieser Anschlüsse seit 2004 mehr als vervierfacht und beträgt nun 31 Millionen. Deutschland liegt klar über dem europäischen Schnitt, auf Rang 6. Dies gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute bekannt. Basis sind neue Zahlen von Eurostat. „Die Breitband-Strategie des Bundes und die Milliarden-Investitionen der Netzbetreiber haben es ermöglicht, dass Deutschland bei der Breitband-Nutzung inzwischen vorne dabei ist“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Schnelle Internet-Zugänge mit mindestens 1Mbit/s sind in Deutschland für über 99 Prozent der Haushalte verfügbar. Nur jeder fünfte Haushalt nutzt dieses Angebot nicht.

    „Für Zuwachs bei der Nutzung sorgten außerdem sinkende Preise bei gleichzeitig höheren Bandbreiten“, so Rohleder. Immer höhere Geschwindigkeiten und die Kombination von Fernsehanschluss, Internetzugang sowie Telefonie machen die Paketangebote für immer mehr Kunden attraktiv.

    Laut Bundesnetzagentur haben die TK-Unternehmen zwischen 1998 und 2010 über 93 Milliarden Euro in den Ausbau der Netze investiert. „Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die flächendeckende Verfügbarkeit von schnellen Internetverbindungen unverzichtbar“, sagte Rohleder. Wichtige Zukunftsprojekte, wie intelligente Strom- und Verkehrsnetze, seien auf ein leistungsfähiges Breitbandnetz angewiesen.

    Die Bundesregierung will durch Breitbandstrategie den Ausbau der Infrastruktur beschleunigen. Mit dem Ausbau der Mobilfunknetze mit dem neuen Standard LTE (Long Term Evolution) werden auch die letzten „weißen Flecken“ in der Breitbandversorgung geschlossen. In einem zweiten Schritt wird die Entwicklung zu deutlich höheren Geschwindigkeiten forciert. Im Jahr 2014 sollen 75 Prozent aller Haushalte Zugang zu Anschlüssen mit mindestens 50 MBit/s haben.

  6. #805
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    Urteil gegen Gründer von Raubkopie-Börse "Pirate Bay" bestätigt

    Drei Gründer der Internet-Tauschbörse "Pirate Bay" haben ihren Kampf gegen die schwedische Justiz endgültig verloren. Der Oberste Gerichtshof verweigerte die Zulassung zu einer erneuten Berufung in dritter Instanz, wie Stockholmer Medien am Donnerstag berichteten.

    Die drei Männer waren zuletzt im November 2010 wegen Beihilfe zur Verletzung des Urheberrechts zu vier bis zehn Monaten Haft sowie Schadensersatz verurteilt worden. Der Fall weist Parallelen zu den in Deutschland und dem benachbarten europäischen Ausland durchgeführten Beschlagnahmungen und Festnahmen rund um das illegale Streaming-Portal kino.to auf.

    Der erste Prozess gegen die "Pirate Bay"-Gründer Peter Sunde, Fredrik Neij und Gottfrid Svartholm Warg sowie den Financier Carl Lundström im Frühjahr 2009 fand auch international starke Beachtung. Das Verfahren gegen Warg wurde wegen Krankheit ausgekoppelt. Die drei jetzt rechtskräftig verurteilten Männer müssen 46 Millionen Kronen (5,2 Millionen Euro) Schadensersatz zahlen.

    Internationale Musikkonzerne und die US-Filmindustrie waren als Nebenkläger beteiligt und maßen dem Verfahren große Bedeutung in ihrem Kampf gegen die illegale Bereitstellung von Kopien urheberrechtlich geschützter Werke zu. "Pirate Bay" galt über mehrere Jahre als einer wichtigsten Plattformen dafür und war auch Namenspate für die zuerst in Schweden gegründete Piratenpartei in ihrem Kampf um eine Anpassung des Urheberrechts an die veränderten Bedingungen im Internet.

  7. #806
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    Mobiles Internet erhöht die Anforderungen an den Datenschutz

    Am „Safer Internet Day“ haben Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf die Bedeutung des Datenschutzes beim mobilen Internet hervorgehoben: „Es ist praktisch, unterwegs im Internet surfen und überall E-Mails abrufen zu können – aber auch auf Smartphones und Tablet-PCs darf der Schutz persönlicher Daten nicht zu kurz kommen.“ Ministerin Aigner sagte in Berlin: „Die Verbraucher erwarten zu Recht, dass das Schutzniveau bei mobilen Diensten und Geräten genauso hoch ist wie bei stationären Endgeräten. Ich sehe hier eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft. Die Sicherheitsstandards müssen mit der technologischen Entwicklung Schritt halten. Dazu gehören auch datenschutzfreundliche Voreinstellungen von Smartphones.“ „Wenn immer mehr Geräte und Online-Dienste mobil vernetzt sind, steigen die Anforderungen an Datenschutz und Aufklärung“, sagte auch BITKOM-Präsident Prof. Kempf. Vier von fünf Internetnutzern veröffentlichen oder speichern Daten im Web, ergab eine neue repräsentative Umfrage im Auftrag des BITKOM. Eine Mehrheit der Nutzer (63 Prozent) glaubt, das Thema Datenschutz werde „eher unterschätzt“. „Deshalb raten wir Anbietern zu Transparenz. Nur so entsteht Vertrauen“, sagte Kempf. Datenschutz ist BITKOM zufolge bereits in vielen Firmen Chefsache: Branchenübergreifend ist bei 41 Prozent die Zuständigkeit in der Geschäftsführung angesiedelt, in 33 Prozent der Fälle bei einem Bereichsleiter und in jedem vierten Unternehmen (25 Prozent) bei einer Fachabteilung. In der ITK-Branche ist der Datenschutz sogar zu 68 Prozent innerhalb der Geschäftsführung verankert.

    Anlässlich des „Safer Internet Day“ haben das Bundesverbraucherministerium und der Hightechverband BITKOM am 7. Februar 2012 zur Konferenz „Mobiles Internet? Ja, sicher!“ in Berlin eingeladen. Mehr als 250 Experten aus Wirtschaft, Politik und Verbraucherschutz diskutieren bei dem 5. Kongress zum „Safer Internet Day“ vor allem über Datenschutz und Sicherheit auf Smartphones. Inzwischen sind laut BITKOM 43 Prozent aller in Deutschland verkauften Handys Smartphones, also internetfähige Multimedia-Telefone. Sehr beliebt sind Mini-Programme, so genannte Apps, die auf den Geräten installiert werden können – vom Chatprogramm bis zur Fahrplanauskunft. Mehr als 15 Millionen Handybesitzer nutzen Apps, im Schnitt sind 17 Programme pro Gerät installiert. „Bei Smartphones und Apps sollten Verbraucher so sorgfältig auf Ihren Schutz achten wie am PC“, sagte Kempf. Der BITKOM-Präsident rät, etwa auf vertrauenswürdige Quellen von Downloads zu achten und Datenschutzerklärungen gründlich zu lesen. Unternehmen ihrerseits könnten mit verständlichen Formulierungen dazu beitragen, dass die Anwender sich auch auf mobilen Geräten mit den Regelungen auseinandersetzen. Unabhängig von den Endgeräten lesen bislang 30 Prozent der Anwender nie Datenschutzerklärungen, weitere 49 Prozent nur selten oder manchmal.

    Nach der neuen BITKOM-Erhebung haben rund 43 Millionen Bundesbürger ein persönliches Online-Profil, das sind 80 Prozent der Internetnutzer. Die meisten Onliner (72 Prozent) veröffentlichen ihre persönlichen Angaben, Fotos oder Interessen in einem sozialen Netzwerk. 16 Prozent präsentieren sich in einer Singlebörse, 13 Prozent auf einer privaten Homepage.

    Aigner betonte vor diesem Hintergrund die Bedeutung der aktuellen Initiative der EU-Kommission für einen einheitlichen Datenschutz in Europa: „Datenschutz ist ein grenzüber-greifendes Thema. Wir brauchen europaweit ein möglichst hohes Datenschutzniveau, das den deutschen Standard erreicht. Dabei muss der Schutz der persönlichen Daten der Verbraucher gewährleistet sein – unabhängig davon, in welchem EU-Land sie leben oder in welchem Land die Unternehmen, die ihre Daten verarbeiten, ihren Sitz haben.“ Die zersplitterte Rechtslage in Europa habe bisher dazu geführt, dass sich einzelne Unternehmen bevorzugt in einem EU-Land mit einem niedrigeren Datenschutzniveau als in Deutschland niederlassen. „Ich bin für einen einheitlichen Datenschutz in Europa. Ich setze mich außerdem dafür ein, dass dieses Schutzniveau für alle Unternehmen gilt, die sich an den europäischen Markt richten, auch wenn sie keinen Sitz in der EU haben.“

    BITKOM-Präsident Prof. Kempf sagte: „Das Internet macht nicht an deutschen oder europäischen Grenzen Halt. Deshalb sollten wir den Datenschutz auch international harmonisieren und einen Dialog mit der Politik und Anbietern außerhalb der EU führen. Innerhalb der EU brauchen wir vor allem eine Modernisierung des Datenschutzrechts. Die Regeln müssen so gestaltet sein, dass Datenmissbrauch verhindert und gleichzeitig die Bedienungsfreundlichkeit von Internetdiensten gewährleistet bleibt.“

    Weitere Informationen zum Kongress „Mobiles Internet? Ja, sicher!“ gibt es im Internet unter www.bmelv.bund.de. Für Verbraucher haben das Bundesverbraucherministerium und der BITKOM gemeinsam mit weiteren Partnern Tipps zur sicheren Smartphone-Nutzung zusammengestellt. Das Informationsblatt „Mobile Sicherheit – Ortung – Datenschutz“ ist unter www.bitkom.org/Flyer-Mobile-Sicherheit kostenfrei verfügbar. Zudem bietet BITKOM ab sofort einen Online-Kurs zum Datenschutz an – mit einem Kapitel zu Smartphones. Das E-Learning-Angebot ist unter www.bitkom.org/datenschutz zugänglich.

  8. #807
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    Mehr Jugendschutz im Internet

    Der Hightech-Verband BITKOM hat die offizielle Anerkennung zweier Jugendschutzprogramme fürs Internet begrüßt. „Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Jugendschutz im Web“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat als zuständige staatliche Instanz gestern erstmals zwei Schutzprogramme anerkannt. Die beiden Filter für eine kindgerechte Internetnutzung stammen von dem gemeinnützigen Verein JusProg und der Deutschen Telekom. Damit soll verhindert werden, dass Kinder und Jugendliche für ihr Alter ungeeignete Webseiten sehen. Zahlreiche Anbieter arbeiten intensiv an Programmen für den Jugendschutz. Bisher war es aber fast unmöglich, eine formale Anerkennung zu erhalten, was die Verbreitung der Angebote behindert hat.

    Rohleder appellierte an Eltern, die Jugendschutz-Angebote im Web aktiv zu nutzen. „Technische Lösungen können gerade bei kleineren Kindern wichtig sein und den Erwerb von Medienkompetenz flankieren.“ BITKOM unterstützt auch die von Staat und Wirtschaft getragene Initiative „FragFinn.de“, einen geschützten Surf-Raum für Kinder. Ferner engagiert sich der Verband in Initiativen wie „Deutschland sicher im Netz“. Dort bekommen Jugendliche und Erziehungsberechtigte Unterstützung für mehr Sicherheit im Internet. Zudem hat BITKOM Tipps für Eltern veröffentlicht. Sie sind abrufbar unter http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM_Tipps_Kinder_und_Jugendliche_im_I nternet.pdf.

  9. #808
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    Samsung bestätigt Gerüchte um neues Galaxy Tab 2

    Der koreanische Elektronikriese Samsung hat die seit kurzem kursierenden Gerüchte rund um den Nachfolger für das Galaxy Tab bestätigt. Das Galaxy Tab 2 kommt zuerst in einer 7-Zoll-Ausführung und läuft auf Basis des neuesten Google-Betriebssystems Android 4.0 „Ice Cream Sandwich“. Das Gerät landet im März im Handel. Ungeachtet dessen setzt sich der Patent-Krieg zwischen Samsung und Apple weiter fort.

    „Das neue Galaxy Tab 2 wird eine angenehme Multimedia-Erfahrung und effiziente Kommunikation gewährleisten“, so J. K. Shin, Leiter der IT- und Mobilsparte des Konzerns, in einer Aussendung. Der Tablet-PC kommt in einer Wi-Fi- und 3G-Ausführung mit HSPA+. Im Inneren des Devices werkt ein Dualcore-Prozessor mit einer Taktung von einem Gigahertz. Der Bildschirm mit PLS-Kapazität löst mit 1024 x 600 Pixel auf. Zwei Kameras sind an Bord. Die Optik auf der Rückseite liefert Bilder mit einer Auflösung von drei Megapixeln, die Frontkamera erreicht VGA-Qualität. Mit dabei ist auch ein Bluetooth-3.0-Modul sowie A-GPS. Der Akku birgt eine Kapazität von 4.000 mAh.

    In Sachen Speicher werden die Kunden aus drei Modellen wählen können. Diese liegen bei den üblichen acht, 16 und 32 Gigabyte, die sich jeweils über einen Micro SD-Slot erweitern lassen. Die Technik ist in einem 10,5 Millimeter dicken Gehäuse verbaut. Weitere Details über die Hardware, wie etwa die Größe des Arbeitsspeichers oder der genaue Typ der CPU, sind aktuell noch unbekannt. Vorinstalliert sind nicht nur die obligatorischen Google-Apps, sondern auch Software von Samsung, darunter „Kies Air“ für drahtlose Verbindung zum PC. Die Bedienung erfolgt über die bereits bekannte TouchWiz-Oberfläche, die mit einem Live-Panel aufwartet. Das Tablet hat sowohl auf den Android-Market als auch auf den proprietären Samsung-Store Zugriff.

    Die Marktpremiere erfolgt im März in Großbritannien, danach dürfte der europäische Norden folgen. Denn für die skandinavischen Länder liegt bereits eine Preisliste vor. Das Galaxy Tab 2 wird in der Wi-Fi-Version zwischen 420 und 460 Dollar (rund 320 bis 350 Euro) und in der 3G-Variante zwischen 520 und 570 Dollar (390 bis 430 Euro) kosten. Ausgaben mit einer Bildschirmdiagonale von zehn Zoll dürften in den kommenden Monaten folgen.

    Der Patentkrieg zwischen Samsung und iPad-Hersteller Apple geht derweilen munter weiter. So hat Apple nun um ein Verkaufsverbot für das Android-4.0-Lead-Phone „Galaxy Nexus“ in Kalifornien angesucht und war davor in Deutschland mit einem ähnlichen Antrag zum Galaxy Tab 10.1N gescheitert.

  10. #809
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    Erstmals mehr Smartphones als herkömmliche Handys verkauft

    In Deutschland werden im Jahr 2012 erstmals mehr Smartphones als herkömmliche Handys verkauft. Das kündigt der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Daten des internationalen Marktforschungsinstituts EITO an. Danach wird der Absatz von Smartphones in Deutschland im laufenden Jahr um 35 Prozent auf 15,9 Millionen Stück steigen. Der Umsatz legt der Prognose zufolge um 23 Prozent auf 5 Milliarden Euro zu. Insgesamt werden 28,9 Millionen Handys im Jahr 2012 abgesetzt (plus 5,5 Prozent). Damit machen Smartphones 55 Prozent aller in Deutschland verkauften Handys aus und erzielen sogar 76 Prozent des Umsatzes mit Mobiltelefonen. „Smartphones leiten eine Zeitwende im Mobilfunkmarkt ein“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Friedrich Joussen im Vorfeld des Mobile World Congress bei Vorstellung der Zahlen in Berlin. „Das mobile Internet wird die Sprachtelefonie schon bald als wichtigste Mobilfunkanwendung ablösen.“ Die Smartphone-Hersteller sind heute mit vielen Modellen in unterschiedlichen Preis- und Ausstattungsvarianten auf dem Markt.

    Der Erfolg hochwertiger Multimedia-Handys sorgt für einen kräftigen Schub der mobilen Internetnutzung. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten steigt im Jahr 2012 voraussichtlich um 10 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Zusätzliche Impulse geben Tablet Computer, die sich als neue Geräteklasse etabliert haben. „Tablet Computer sind in der Regel mit einem mobilen Internetzugang ausgestattet und können so per UMTS oder LTE an fast jedem Ort in Deutschland ins Netz gehen“, sagte Joussen. Nach der BITKOM-Prognose steigt der Tablet-Absatz im Jahr 2012 um 29 Prozent auf 2,9 Millionen Geräte. Der Umsatz legt um 19 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu. „Die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablet Computern sorgt für einen enormen Anstieg der in Mobilfunknetzen übertragenen Datenmengen“, sagte Joussen. Nach Berechnungen des BITKOM wurden im Jahr 2011 erstmals mehr als 100 Millionen Gigabyte Daten in den deutschen Mobilfunknetzen übertragen. Das Datenvolumen stieg um 65 Prozent auf 108 Millionen Gigabyte. Im laufenden Jahr rechnet der Verband mit einem Anstieg auf 170 Millionen Gigabyte (plus 57 Prozent).

    Die steigenden Datenmengen in den Mobilfunknetzen erfordern von den Netzbetreibern Investitionen in ihre Infrastruktur in Höhe von 8 bis 10 Milliarden Euro. „Der bundesweite Ausbau der neuen Mobilfunktechnik LTE läuft auf Hochtouren“, sagte Joussen. Dabei gelte es, die Vorgaben der Bundesnetzagentur zu erfüllen, um die „weißen Flecken“ bei der Breitbandversorgung zu schließen. In sieben Bundesländern ist das bereits erfolgt: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein. In sechs weiteren Bundesländern wird der Ausbau schnellstmöglich fortgesetzt, für die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen gibt es keine Auflagen. Mehr als 10 Millionen Haushalte können inzwischen mit LTE versorgt werden. „Es gibt bisher keine Mobilfunktechnik, die schneller ausgerollt worden ist als LTE“, sagte Joussen. „Dank LTE steht der Mobilfunkindustrie eine neue Wachstumsphase bevor.“ Nach der Versorgung der ländlichen Gebiete folge nun der Ausbau in den größeren Städten.

    Aus Sicht des BITKOM ist für den weiteren Ausbau der Hochgeschwindigkeits-netze im Mobilfunk und im Festnetz ein regulatorisches Umfeld notwendig, das nachhaltige Investitionsanreize setzt. Die aktuelle Novelle des Telekommunikationsgesetzes zeigt hier in die richtige Richtung. Dazu gehört insbesondere eine langfristige Planungssicherheit. „Die Unternehmen rechnen in 15-Jahreszeiträumen, um die Milliardeninvestitionen wieder einzuspielen. Kurzfristige Richtungswechsel in der Politik sind da kontraproduktiv“, sagte Joussen unter anderem mit Blick auf die immer wieder aufflammende Diskussion um eine so genannte Universaldienstverpflichtung. Das sei auch vor dem Hintergrund seit Jahren sinkender Erlöse mit Sprachdiensten notwendig. Nach minus 6,5 Prozent im Vorjahr sinken die Umsätze mit Mobilfunksprachdiensten im Jahr 2012 voraussichtlich um 3,5 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro.

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    Neuer Rekord bei Mobilfunkanschlüssen in Deutschland

    Gegen Ende letzten Jahres waren in Deutschland erstmals mehr als 112 Millionen Mobilfunkanschlüsse geschaltet – ein neuer Rekordwert. Im statistischen Mittel liegt die Verbreitung von Mobilfunkanschlüssen damit bei 137 Prozent. „Mehr als jeder dritte Bundesbürger verfügt über zwei oder mehr Mobilfunkanschlüsse“, sagt René Schuster, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. „Der Bedarf an Smartphones, Tablet-PCs und anderen Geräten für den mobilen Internetzugang wird auch in Zukunft weiterhin rasant wachsen.“ 2011 wurden in Deutschland 2,1 Millionen Tablet-Computer verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Absatzplus von 162 Prozent. Die Geräte kosteten im Schnitt 534 Euro, ein Preisrückgang um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz mit Tablets stieg um 141 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

    Ebenfalls positiv bemerkbar macht sich, dass mobiles Breitband insbesondere in ländlichen Regionen den Internet-Anschluss per Festnetz ersetzt. Durch die neue Mobiltechnologie LTE werden Bandbreiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde erzielt. Mehr als sieben Millionen Haushalte verfügen bereits über Zugang zu den LTE-Netzen.

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