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Thread: Allgemeine Neuigkeiten

  1. #881
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    Die wichtigsten Hightech-Themen 2013

    Big Data hat sich in die Spitzengruppe der wichtigsten Hightech-Themen geschoben. Das ergab die jährliche Trendumfrage des Hightech-Verbands BITKOM in der ITK-Branche. Danach sehen 37 Prozent der befragten Unternehmen Big Data als maßgeblichen Trend des Jahres. Spitzenreiter ist wie in den Vorjahren Cloud Computing mit 59 Prozent der Nennungen, gefolgt von mobilen Anwendungen mit 48 Prozent. Ein Dauerbrenner bleibt mit 33 Prozent das Thema IT-Sicherheit. Im Zusammenhang mit der mobile IT-Nutzung steht das Thema Bring Your Own Device (BYOD), das 27 Prozent der ITK-Unternehmen als wichtige Herausforderung nennen. Unter BOYD wird die Einbindung privat angeschaffter Geräte wie Smartphones in die IT-Umgebungen von Unternehmen und anderen Organisationen verstanden. Social Media bleibt mit 22 Prozent ebenfalls ganz oben auf der Agenda. „Immer mehr IT-Anwender erkennen die enormen Möglichkeiten von Big Data“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Big Data ermöglicht die blitzschnelle Auswertung riesiger Datenmengen aus unterschiedlichsten Quellen. Damit sind völlig neue Analysen für wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke möglich.“ Die wichtigsten Trends im Überblick:

    Cloud Computing
    Beim Cloud Computing erfolgt die Bereitstellung und Nutzung von IT-Leistungen nach Bedarf über Datennetze (in der „Wolke“) anstatt auf lokalen Rechnern. Dieser strukturelle Wandel betrifft die gesamte IT-Industrie und nahezu alle Anwender. Die Anbieter müssen ihre Software und Services cloud-fähig machen und die Anwender entscheiden, ob und wann sie auf die neue Technologie setzen sollen. In einem schwierigen konjunkturellen Umfeld werden kostengünstige Cloud-Lösungen die Konsolidierung von IT-Umgebungen in Organisationen vorantreiben. Neben professionellen Nutzern profitieren auch Privatanwender vom Trend zum Cloud Computing. Sie werden ihre Daten zunehmend in der Cloud speichern und somit an jedem Ort und mit unterschiedlichen Geräten darauf zugreifen können. Die weit verbreiteten Internetanwendungen wie E-Mail, soziale Netzwerke oder Videodienste laufen bereits fast ausschließlich in der Cloud.

    Mobile Computing
    Die Verbreitung mobiler Kommunikationsgeräte steigt rasant. Bis zum Jahr 2015 werden nach BITKOM-Berechnungen zwei Drittel aller Bundesbürger ein Smartphone nutzen und ein Viertel einen Tablet Computer. Die Grenzen zwischen den Geräteklassen verschwimmen zusehends: Mini-Tablets konkurrieren künftig mit den größeren Smartphones. Klassische Personal Computer (Desktops und Notebooks) verlieren insbesondere bei der Mediennutzung über das Internet an Bedeutung. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, organisationsinterne Daten und Anwendungen auf mobilen Geräten sicher und verlässlich zugänglich zu machen. Dabei folgen viele den Wünschen ihrer Mitarbeiter und binden privat angeschaffte Smartphones und Tablets ein, die mit unterschiedlichen Betriebssystemen arbeiten. Entsprechende Projekte laufen unter dem Stichwort Bring Your Own Device. Für Privatanwender steigt die Verfügbarkeit ortsbezogener Dienste, die in der Regel über Smartphone-Apps genutzt werden. Dabei profitieren sie vom weiteren Ausbau der LTE-Technologie, die schnellere Datenübertragungen in den Mobilfunknetzen ermöglicht.

    Big Data
    Unter Big Data wird die sekundenschnelle Auswertung riesiger Datenmengen verstanden. Entscheidend ist dabei, dass die Informationen aus vielfältigen Quellen stammen und unterschiedlichste Formate haben können. So können mit Big-Data-Anwendungen zum Beispiel die Erfahrungen von Patienten mit bestimmten Medikamenten oder Behandlungsmethoden ausgewertet werden, die diese in Internetforen oder sozialen Netzwerken beschreiben. Dabei muss der Datenschutz gewährleistet sein. In Unternehmen liefern Big-Data-Methoden dem Management wichtige Informationen für die Vorbereitung von geschäftskritischen Entscheidungen.

    Social Business
    Die Bedeutung von Social Media für Unternehmen reicht über die Präsenz in sozialen Netzwerken weit hinaus und betrifft sämtliche Abteilungen einer Organisation. So muss der Service in die Beantwortung von Kundenanfragen in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter eingebunden werden, die Personalabteilung kommuniziert dort mit potenziellen Mitarbeitern und die Produktentwicklung bindet Kunden mit Hilfe von Crowdsourcing in den Innovationsprozess ein. Der Wandel zum Social Business erfordert daher tief greifende Veränderungen der internen Prozesse und den Aufbau entsprechender IT-Systeme.

    IT-Sicherheit
    Ein Dauerbrenner bleibt das Thema IT-Sicherheit. Mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung weiter Bereiche der Wirtschaft rücken neue Angriffsszenarien in den Fokus. Neben Computern, Smartphones und Tablets sind künftig auch internetfähige Fernseher, Haussteuerungen oder Maschinen potenzielle Angriffsziele. Dafür entwickeln Hersteller und IT-Sicherheitsexperten entsprechende Lösungen. Die europäische IT-Sicherheitsbehörde ENISA hat als größte Gefährdung im Jahr 2013 so genannte Drive-by-Exploits genannt. Dabei handelt es sich um manipulierte Webseiten, auf denen sich Internetnutzer Schadsoftware einfangen können.

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  3. #882
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    Teil-Einigung bei Urheberrechtsabgaben auf USB-Sticks

    Der Hightech-Verband BITKOM hat sich mit den Verwertungsgesellschaften ZPÜ, VG Wort und VG Bild Kunst für einen begrenzten Zeitraum auf die Höhe der Urheberrechtsabgaben für USB-Sticks und Speicherkarten geeinigt. Der Vertrag bezieht sich rückwirkend auf den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis zum 30. Juni 2012. BITKOM-Mitgliedsfirmen zahlen für diesen Zeitraum wie bereits zuvor eine reduzierte Abgabe in Höhe von 8 Cent pro Stück. Der Tarif liegt sonst bei 10 Cent pro Stück. Der alte Vertrag war von den Verwertungsgesellschaften zum 31. Dezember 2011 gekündigt worden, um höhere Zahlungen der Anbieter zu erreichen. Mit den Abgaben auf Geräte und Speichermedien sollen legale Privatkopien von urheberrechtlich geschützten Inhalten abgegolten werden. „Wir haben für einen begrenzten Zeitraum eine pragmatische Lösung gefunden“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Den bestehenden Dissens zwischen Herstellern und Verwertungsgesellschaften über die Höhe der Abgaben löst die Einigung nicht.“

    Seit dem 1. Juli 2012 fordern die Verwertungsgesellschaften eine Abgabe in Höhe von 91 Cent für USB-Sticks und Speicherkarten (SD-Karten, Mini-SD-Karten u.ä.) mit einer Kapazität von bis zu vier Gigabyte. Auf USB-Sticks mit mehr als vier Gigabyte sollen 1,56 Euro fällig werden und bei entsprechenden Speicherkarten sogar 1,95 Euro. Im Handel kosten USB-Sticks mit vier Gigabyte Speichervolumen derzeit ab ca. 5 Euro. Aus Sicht des BITKOM stehen die Forderungen der Verwertungsgesellschaften in keinem Verhältnis zu den Verkaufspreisen und beeinträchtigen die betroffenen Unternehmen sowie Verbraucher unzumutbar. „Die Forderungen der Verwertungsgesellschaften sind absolut unverhältnismäßig“, sagte Rohleder. Der BITKOM lässt die Angemessenheit der Forderungen derzeit von der Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt prüfen.

    Für Hersteller und Importeure von Speichermedien ist der Beitritt zum Gesamtvertrag bis spätestens März/April 2013 möglich.

  4. #883
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    Grundsatzurteil: Anspruch auf Schadenersatz bei Internet-Ausfall

    Der Bundesgerichtshof hat am Donnerstag entschieden, dass Internet-Nutzer bei einem Netzausfall Anspruch auf Schadenersatz haben. Das Urteil ist von zentraler Bedeutung.

    Internet-Nutzer haben nach einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs Anspruch auf Schadenersatz, wenn der Anschluss ausfällt. Der Zugang zum Internet sei auch im privaten Bereich von zentraler Bedeutung für die Lebensführung, entschied der BGH in dem am Donnerstag verkündeten Urteil. Deshalb bestehe auch ohne Nachweis eines konkreten Schadens ein Ersatzanspruch, wenn die Nutzungsmöglichkeit entfällt. Das gleiche gelte für den Telefonanschluss.

    Damit zählen Internet und Telefon zu den wenigen Wirtschaftsgütern, bei denen sich ein Ausfall typischerweise "auf die materiale Grundlage der Lebenshaltung signifikant auswirkt". Dies ist Voraussetzung für einen Ersatzanspruch bei Ausfall der bloßen Nutzungsmöglichkeit. Bislang war dies vor allem für die Nutzung von Kraftfahrzeugen und Wohnhäusern anerkannt.

  5. #884
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    BITKOM zieht Bilanz zur Enquete-Kommission

    Der Hightech-Verband BITKOM zieht ein positives Fazit der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestags. Nach mehr als zweieinhalb Jahren kommt die Kommission am Montag (28. Januar) zu ihrer letzten Sitzung zusammen. Der Schlussbericht soll im April im Bundestag beraten und verabschiedet werden. „Die Enquete-Kommission legt eine in diesem Umfang und in dieser Qualität einzigartige Analyse der wichtigsten Herausforderungen der digitalen Welt vor“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

    Die Kommission hat nach Auffassung des BITKOM insgesamt sehr gut und konstruktiv gearbeitet. Vertreter aller Bundestagsfraktionen, von Wissenschaft, digitaler Wirtschaft und Netzgemeinde wurden an einen Tisch gebracht. Trotz der heterogenen Zusammensetzung konnte in der Kommission zu vielen wichtigen Themen wie der Bildungspolitik, der Umweltpolitik oder der Arbeitsmarktpolitik ein breiter Konsens gefunden werden. „Die Kommission ist sich zum Beispiel einig, dass auf jede Schulbank ein Computer gehört“, so Rohleder. Ebenfalls einhellige Meinung ist, dass die Themen Internet und digitale Gesellschaft eine dauerhafte Verankerung in Parlament und Regierung benötigen. „Die Arbeit der Enquete-Kommission muss in einem ständigen Ausschuss des Bundestags fortgeführt werden“, sagt Rohleder. „Innerhalb der Bundesregierung sollte an zentraler Stelle ein für die Themen der digitalen Welt verantwortliches Ressort eingerichtet werden. An seine Spitze gehört ein Staatsminister, mit einem festen Platz am Kabinettstisch. Er sollte u.a. die über zahlreiche Ressorts hinweg verstreuten Aktivitäten rund um die digitale Wirtschaft und Gesellschaft koordinieren und untereinander abstimmen.“

    Bei den auf die jeweiligen Analysen folgenden Handlungsempfehlungen der Kommission sieht BITKOM überwiegend Licht, aber auch etwas Schatten. Rohleder: „Vieles ist sehr gut gelungen. Einige Berichtsteile wie zum Urheberrecht und zum Datenschutz aber sind teils widersprüchlich geraten.“ Dennoch habe die Kommission ihr Ziel erreicht und könne dem Deutschen Bundestag zu den meisten Themen wertvolle Handlungsempfehlungen überreichen.

    Überrascht zeigt sich Rohleder von der geringen Nutzung der mit großem Aufwand eingeführten Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürger. Erstmals war es für alle Interessierten möglich, an einer Bundestags-Enquete auf elektronischem Weg teilzunehmen. Allerdings hat es so nur wenige Anregungen gegeben. Auch die Möglichkeit, online über Vorschläge aus dem Netz abzustimmen, wurde kaum genutzt. „Von Schwarmintelligenz hat die Enquete-Kommission leider zu wenig gespürt“, so Rohleder. „Auf dem Weg in die E-Democracy ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.“ - Rohleder ist als Sachverständiger Mitglied der Enquete-Kommission.

  6. #885
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    Geplante EU-Datenschutzverordnung schießt über Ziel hinaus

    Der Hightech-Verband BITKOM hat anlässlich des 7. Europäischen Datenschutztages vor einer Überregulierung aus Brüssel gewarnt. Nach der Vorlage eines Entwurfs für eine EU-weit einheitliche Datenschutzverordnung hatte das Europaparlament kürzlich Vorschläge für eine weitere Verschärfung vorgelegt. Aus Sicht der Hightech-Industrie verfehlen viele der geplanten Regelungen das Ziel, den Datenschutz zu modernisieren. „Der Schutz unserer Privatsphäre wird nicht dadurch besser, dass jede Datenverarbeitung mit bürokratischen Hürden versehen wird“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Nach der geplanten Datenschutzverordnung werden viele bislang kostenlose Online-Dienste in Europa nicht mehr möglich sein.“ Der Grundsatz „Keine Datenverarbeitung ohne Einwilligung“ klinge zwar sinnvoll, sei in der Praxis aber kaum umzusetzen und schränke die Benutzerfreundlichkeit massiv ein. Das gelte zum Beispiel für die Einblendung von Werbung auf Webseiten oder Bonitätsprüfungen bei Bestellvorgängen im Internet.

    Grundsätzlich unterstützt die ITK-Branche die Bemühungen der EU, den Datenschutz in Europa auf ein einheitlich hohes Niveau zu bringen. Dabei müsse aber verhindert werden, dass die Regelungen eine sinnvolle Nutzung von Daten zu stark einschränken oder unmöglich machen. „Mit der Digitalisierung von Infrastrukturen in den Bereichen Energie, Gesundheit, Verkehr, Bildung und Verwaltung werden die Datenmengen noch einmal steigen“, sagte Rohleder. „Der Wert digitaler Infrastrukturen liegt insbesondere in der sinnvollen, kontrollierten Nutzung dieser Daten. Ein zu enges Datenschutzkorsett macht jedoch innovative Dienste zum Wohl der Menschen und der gesamten Gesellschaft fast unmöglich.“ Besser sei es, Anreize zu schaffen, damit Daten so oft wie möglich nur anonymisiert oder verschlüsselt verarbeitet werden, um Missbrauch auszuschließen.

    Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des BITKOM sind 93 Prozent der Internetnutzer in Deutschland der Ansicht, dass das Thema Datenschutz zunehmend wichtiger wird. 44 Prozent der Befragten meinen, dass ihre persönlichen Daten im Internet „eher unsicher“ sind, 15 Prozent sogar „völlig unsicher“. Immerhin 39 Prozent halten ihre persönlichen Daten dagegen im Internet für sicher oder sehr sicher. 35 Prozent haben aus Datenschutzgründen bereits Falschangaben im Internet gemacht. Die Hauptverantwortung für den Schutz ihrer Daten sehen Internetnutzer vor allem bei sich selbst: Gut die Hälfte (54 Prozent) der Internetnutzer ist der Ansicht, dass die Nutzer für den Schutz persönlicher Daten zuständig sind. 23 Prozent sehen die Verantwortung beim Staat, 13 Prozent bei den Datenschutzbeauftragten und nur 6 Prozent bei den Unternehmen. Rohleder: „Jeder muss seinen Beitrag zum Datenschutz leisten. Die Nutzer durch ein sorgsames und bewusstes Verhalten und die Unternehmen, indem sie ihre Angebote möglichst datenschutzfreundlich gestalten.“

    Der BITKOM hat folgende Schwachpunkte in der geplanten EU-Datenschutzverordnung identifiziert:
    • Der Anwendungsbereich der Datenschutzverordnung droht auszuufern und Sachverhalte des täglichen Lebens und Wirtschaftslebens zu erfassen, die keinen Zusammenhang mehr mit dem eigentlichen Schutzzweck der Verordnung aufweisen.
    • Um die zahlreichen Einwilligungen für die Datenverarbeitung bei Online-Angeboten korrekt einzuholen, müssen aller Voraussicht nach mehr Daten erhoben werden als zuvor. Bislang funktioniert die Datenverarbeitung vielfach auf Grundlage einer gesetzlichen Erlaubnis unter Einsatz von Pseudonymen, zum Beispiel einer dynamischen IP-Adresse.
    • Arbeitnehmer werden auf freiwillige Leistungen ihrer Arbeitgeber wie zum Beispiel Aktien- oder Gesundheitsprogramme verzichten müssen, weil diese die dazu notwendigen Daten künftig nicht mehr legal verarbeiten können.
    • Rahmenbedingungen für Start-ups und die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle verschlechtern sich massiv aufgrund erheblicher Unsicherheiten über die künftige Zulässigkeit der Datenverarbeitung. Die Wettbewerbsfähigkeit Europas wird in dieser Hinsicht erheblich beeinträchtigt.

  7. #886
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    „New York Times“ aus China gehackt: Alle Passwörter gestohlen

    Die „New York Times“ ist Ziel eines massiven Hacker-Angriffs aus China geworden. Dabei seien die Passwörter aller Beschäftigten der Zeitung gestohlen worden, berichtete die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf IT-Sicherheitsexperten. Die Angreifer hätten sich danach Zugang zu den Computern von 53 „Times“-Mitarbeitern verschafft. Die Attacke im Herbst fiel mit der Arbeit an einem Bericht über das Vermögen der Familie des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao zusammen.

    In dem am 25. Oktober veröffentlichten Artikel hieß es, Wens Verwandte hätten ein Vermögen von mehreren Milliarden Dollar angesammelt. Die Angreifer scheinen nur an Informationen im Zusammenhang mit dem Bericht interessiert gewesen zu sein, schrieb die Zeitung. Inzwischen sei das Computersystem der „New York Times“ wieder sicher gemacht worden. In den USA wird immer wieder über Hacker-Angriffe auf Unternehmen und Behörden berichtet. China weist die Vorwürfe stets zurück.

  8. #887
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    9 von 10 Unternehmen nutzen einen Breitbandanschluss

    In Deutschland haben im vergangenen Jahr fast neun von zehn Unternehmen (88 Prozent) einen Breitbandanschluss genutzt. 2003 waren es noch deutlich weniger als die Hälfte (42 Prozent). Damit hat sich die Breitbandnutzung in der Wirtschaft innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Allerdings hat sich der Anteil der Unternehmen mit Breitband-Anschlüssen seit 2009 nicht mehr weiter erhöht. „Unternehmen, die auf Breitband verzichten, lassen Chancen ungenutzt auf der Straße liegen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Schnelles Internet wird durch die Verbreitung mobiler Geräte und neue Anwendungen für Smartphones und Tablets in den kommenden Jahren für Unternehmen noch wichtiger. Kempf: „Breitband ist inzwischen bundesweit nahezu flächendeckend zu niedrigen Preisen und vielfach sogar mobil verfügbar.“

    Vor allem kleine Unternehmen verzichten derzeit noch häufig auf einen schnellen Internetanschluss. Von den Unternehmen mit weniger als 5 Beschäftigten verfügen nur rund zwei Drittel (65 Prozent) über einen festen Breitbandzugang. Bei Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten sind es bereits 79 Prozent, bei weniger als 50 Beschäftigten 86 Prozent. Bei Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten beträgt die Quote bereits 95 Prozent, ab 250 Beschäftigten steigt sie dann auf 98 Prozent. „Gerade kleine Unternehmen sollten prüfen, ob sie durch eine bessere Vernetzung mehr Marktzugang erhalten können und so ihre Wettbewerbschancen signifikant erhöhen“, so Kempf.

    Im Branchenvergleich sind die ITK-Branche selbst (99 Prozent) sowie die Medienbranche (98 Prozent) die Spitzenreiter bei der Nutzung fester Breitbandanschlüsse. Schlusslichter sind Baugewerbe (83 Prozent) und Verkehrsbranche (82 Prozent). Bei Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben beträgt der Anteil 85 Prozent. Der Handel und die übrige Dienstleistungsbranche kommen jeweils auf 88 Prozent. In der Industrie sind 91 Prozent der Unternehmen mit schnellen Breitbandanschlüssen ausgerüstet.

    „Fertigungsunternehmen werden mit dem Trend hin zur Industrie 4.0 künftig ohne einen leistungsfähigen Internetanschluss nicht mehr erfolgreich wirtschaften können“, so Kempf.Im europäischen Ländervergleich liegt Deutschland bei der Nutzung von Breitband-Anschlüssen durch Unternehmen in etwa im europäischen Durchschnitt (90 Prozent). Spitzenreiter sind Finnland und Island mit 98 Prozent. Schlusslicht ist mit deutlichem Abstand Rumänien (63 Prozent) vor Bulgarien (76 Prozent) und Polen (77 Prozent).

  9. #888
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    Das Internet wird zur Videothek

    Filmfans greifen zunehmend online auf legale Videoangebote zu. Mehr als jeder vierte Bundesbürger (22 Millionen) bezieht Filme und Serien online, entweder als Download oder indem er Datenträger wie Blu-rays oder DVDs per Internet bestellt. Das entspricht 41 Prozent der Internetnutzer in Deutschland. Zudem nutzen 3,5 Millionen Deutsche (7 Prozent) kostenpflichtige Streaming-Dienste. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech Verbands BITKOM. Vor allem 18- bis 29-jährige Internetnutzer (58 Prozent) beziehen Filme online. Bei den 30- bis 49-Jährigen ist es jeder Zweite (51 Prozent). „Medien werden zunehmend über das Internet gekauft, das gilt auch für Filme“, sagte Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des BITKOM. „Streaming-Dienste werden aufgrund eines wachsenden Angebots und mobiler Breitbandanschlüsse immer beliebter. Zudem bieten immer mehr Fernseher entsprechende Services ab Werk.“

    BITKOM gibt Tipps, wie Filme im Internet gekauft oder geliehen werden können:

    Filme als Download
    Filme werden im Internet in der Regel als Datei verkauft. Nach der Bezahlung kann diese dann komplett heruntergeladen und jederzeit angeschaut werden. Die meisten Download-Portale bieten Filme in der Standardauflösung oder als HD-Version an. Letztere bietet eine höhere Bild- und Tonqualität. Viele der als Download angebotenen Filme und Serien enthalten nur eine Tonspur, entweder die deutsche oder englische. Fans englischsprachiger Originalfassungen müssen daher vor dem Kauf auf die korrekte Version achten. Außerdem sind viele Filme mit einem digitalen Rechtemanagement (DRM) versehen. So können die Dateien nur auf dafür vorgesehenen Geräten abgespielt werden.

    Filme als Stream
    Verbraucher können Filme aus dem Internet auch direkt anschauen. Anders als beim Kauf einer Datei müssen sie so nicht komplett heruntergeladen werden. Stattdessen werden sie gestreamt. Der Vorteil: Der Film startet direkt, es muss nicht gewartet werden bis eine Datei vollständig heruntergeladen wurde. Wie beim Download von Filmen gibt es auch bei den Streams häufig eine normal und eine hochaufgelöste Version. In der Regel ist nur eine Tonspur, entweder deutsch oder englisch, vorhanden. Um Video-Streams nutzen zu können, wird ein schneller Breitbandanschluss benötigt. Für einen Film in Standardauflösung ist ein stabiler Internetanschluss mit mindestens 2,5 Mbit/s zu empfehlen, für HD-Versionen mit einer Auflösung von 1280 mal 720 (720p) sollte er mindestens 6 Mbit/s leisten. Wer Videos in Full-HD, also mit 1920 mal 1080 Bildpunkten, schauen möchte, sollte einen Online-Zugang mit mindestens 8 Mbit/s haben. Insbesondere bei hochaufgelösten Filmen ist eine Netzwerkverbindung per Kabel zum Router zu empfehlen.

    Filme auf Datenträgern
    Wie vom stationären Handel gewohnt, können auch im Internet Filme auf Datenträgern bezogen werden. Gemeint sind damit in der Regel DVDs oder Blu-rays. Der Vorteil: Auf den Datenträgern befinden sich in der Regel mehrere Tonspuren sowie Bonusmaterial zu den Filmen, etwa Regie-Kommentare. Blu-rays bieten darüber hinaus eine besonders hohe Bild- und Tonqualität. Nur sie nutzen die Full-HD-Bildqualität moderner Flachbildfernseher komplett. Filme auf DVD oder Blu-ray können im Web auch geliehen werden. Viele Online-Videotheken bieten Pauschalangebote an. Für einen festen Betrag im Monat hat der Kunde immer mindestens einen Film zu Hause. Schickt er diesen zurück, erhält er den nächsten per Post. Überziehungsgebühren oder ähnliches fallen in der Regel nicht an.

  10. #889
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    Die zehn größten Gefahren im Internet

    Die größte Bedrohung für Internetnutzer sind derzeit so genannte Drive-by-Downloads. Dabei handelt es sich um Schadprogramme, die sich Nutzer beim Besuch manipulierter Webseiten einfangen können. Auf dem zweiten Platz liegen Würmer und Trojaner. Trojaner führen auf infizierten Computern unerkannt gefährliche Funktionen aus und digitale Würmer verbreiten sich selbst über das Internet. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM im Rahmen eines Rankings der zehn größten Gefahren aus dem Internet im Jahr 2013. Basis der Angaben ist ein aktueller Bericht der European Network and Information Security Agency. „Die Cybergangster agieren immer raffinierter“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf am Vortag des „Safer Internet Day“. „Drive-by-Downloads sind besonders tückisch, weil sie kaum zu erkennen sind und allein der Besuch einer manipulierten Webseite für den Angriff auf den eigenen Rechner ausreicht.“ Weitere Gefahren sind Attacken auf Datenbanken und Webanwendungen, massenhaft gekaperte und ferngesteuerte Computer (Botnets) oder betrügerische Mails und Webseiten (Phishing). Der BITKOM erläutert die wichtigsten Bedrohungen und zeigt, wie sich Nutzer schützen können.

    Drive-by-Downloads von Schadsoftware
    Beim Besuch manipulierter Webseiten laden sich Internetnutzer unbewusst Schadsoftware auf den eigenen Rechner. Dabei werden in der Regel Sicherheitslücken von Browsern oder Zusatzprogrammen (Plugins) ausgenutzt. Drive-by-Downloads gelten inzwischen als wichtigster Verbreitungsweg für Computerviren und haben damit sogar die E-Mail verdrängt. Nutzer können sich schützen, indem sie immer die neuesten Versionen ihres Browsers und der genutzten Plugins wie Flash, Java sowie des Adobe Reader verwenden.

    Trojaner/ Würmer
    Würmer und Trojaner gehören zu Klassikern unter den Schadprogrammen. Vor allem die Gefährlichkeit von Trojanern steigt wieder, da Cyberkriminelle zunehmend soziale Netzwerke und mobile Plattformen als Verbreitungsweg nutzen. Die Programme nisten sich unerkannt in einem Computersystem ein und führen dann gefährliche Aktionen aus, zum Beispiel übertragen sie Passwörter, die der Nutzer am Gerät eingibt. Einen guten, aber keinen absoluten Schutz bieten die jeweils aktuellsten Antivirenprogramme. Nutzer sollten zudem darauf achten, keine Software aus unsicheren oder unbekannten Quellen zu installieren.

    Attacken auf Datenbanken und Websites
    Angriffe auf Datenbanken per SQL-Injection und auf Webseiten mittels Cross Site Scripting (XSS) sind weit verbreitet. XSS trifft vor allem die Anbieter von Online-Diensten, da Cyberkriminelle mit dieser Methode das Aussehen von Webseiten verändern können. Möglich ist aber auch das Auslesen von Login-Daten. Anwender können sich nur schützen, indem sie zum Beispiel Javascript oder Flash deaktivieren, was aber den Surfkomfort mindert. Noch wichtiger ist, dass Betreiber von Webseiten ihre Seiten sehr sorgfältig programmieren und überwachen.

    Viren-Baukästen
    Viren-Baukästen (Exploit Kits) sind Programme, die die Entwicklung individueller Schadsoftware ermöglichen und Cyberangriffe praktisch automatisieren. Die Programme können Drive-by-Downloads initiieren und nutzen eine Vielzahl weiterer Verbreitungswege, um Computer zu infizieren. Typisch für Viren-Baukästen ist ihre einfache Handhabung, die sie auch für technische Laien benutzbar macht.

    Botnetze
    Ein Botnetz ist ein Netzwerk infizierter Computer. Die Rechner werden über das Internet zusammengeschaltet und von einem Botmaster kontrolliert. Aus Botnetzen können Spam- und Phishing-Mails versendet oder Webserver mit massenhaften Anfragen lahmgelegt werden (s.u.). Zudem können Cyberkriminelle auf den befallenen Computern Passwörter und andere Daten abgreifen. Das größte bislang entdeckte Botnetz umfasste rund 30 Millionen einzelne Rechner. Der Trend geht inzwischen zu kleineren Botnetzen, die nach Bedarf für kriminelle Zwecke eingesetzt werden. Nutzer sollten zum Schutz aktuelle Software und die neuesten Virenscanner inklusive Firewall verwenden. Die Webseite www.botfrei.de überprüft, ob der eigene Rechner Teil eines Botnetzes ist und reinigt ihn bei Bedarf.

    Denial-of-Service-Attacken
    Denial of Service bedeutet „Verweigerung eines Dienstes“. Cyberkriminellen geht es darum, einen Webserver lahmzulegen, damit bestimmte Webseiten nicht mehr aufzurufen sind. Angreifer erreichen dieses Ziel, indem sie den Server mit massenhaften Anfragen beschäftigen und dieser unter der Last zusammenbricht. Neben erpresserischen Absichten wird diese Form des Angriffs auch häufig bei Protestaktionen eingesetzt. Die Angriffe können von einem einzelnen Computer oder von vielen ausgeführt werden, zum Beispiel aus einem Botnetz. Die Abwehr dieser Attacken muss von den Server-Administratoren gewährleistet werden.

    Phishing
    Bekannt wurde Phishing durch den Versand von E-Mail-Links zu gefälschten Bank-Seiten, auf denen die Opfer Kontozugangsdaten (PIN) und Transaktionsnummern (TAN) eingeben sollten. Inzwischen senden Kriminelle per E-Mail meist einen Trojaner, der die Daten heimlich ausspäht und überträgt. Angriffsziele sind neben Banken auch Bezahldienste, Online-Händler, Paketdienste oder soziale Netzwerke. Zuletzt sind Phishing-Angriffe verstärkt auf Smartphones beobachtet worden. Schutz bietet vor allem ein gesundes Misstrauen. Banken und andere Unternehmen bitten ihre Kunden nie per E-Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben. Diese Mails am besten sofort löschen. Das Gleiche gilt für E-Mails mit Dateianhang oder Anfragen in sozialen Netzwerken.

    Datenklau und Datenverluste
    Im Jahr 2012 gab es erneut spektakuläre Fälle, bei denen Cyberkriminelle Nutzerdaten von bekannten Online-Diensten erbeuten konnten. Neben den persönlichen Angaben ist vor allem der Verlust von Kreditkartendaten kritisch. Zudem können sich Hacker mit den gewonnenen Informationen auch bei anderen Diensten mit falscher Identität einloggen. Hauptgründe für Datenverluste sind Hacker-Angriffe und eingeschleuste Schadsoftware. Daneben spielen auch physische Angriffe und das so genannte Social Engineering eine Rolle. Dabei versuchen Kriminelle das Vertrauen von Mitarbeitern oder deren Angehörigen zu gewinnen, um Zugang zu kritischen Informationen zu erlangen.

    Rogueware/Scareware
    Diese Computerviren bedienen sich der Mittel Täuschung und Angst. So wird dem Nutzer eine Infektion seines Computers gemeldet, die erst gegen Bezahlung behoben wird. Weit verbreitet sind Schadprogramme, die Logos von Bundespolizei, Landeskriminalämtern oder Institutionen wie der Gema verwenden. Der Virus legt das Computersystem lahm. Die Sperrung erfolge aufgrund einer illegalen Handlung und werde erst gegen Zahlung einer Strafe wieder aufgehoben. Auf solche Erpressungsversuche sollten sich Nutzer keinesfalls einlassen. Zudem sollten Antivirenprogramme und Firewall auf dem neuesten Stand sein.

    Spam
    Spam ist das einzige Cybercrime-Phänomen, das tendenziell abnimmt. Dennoch sind etwa 90 Prozent aller E-Mails Spam. Ein Grund für den Rückgang ist die Ausschaltung einiger großer Botnetze in den vergangenen Jahren. Deutlich besser geworden sind die Spamfilter der E-Mail-Provider. Trotzdem ist weiter höchste Vorsicht geboten, da zunehmend gefährliche Schadsoftware in Spam-Mails enthalten ist. Nutzer sollten keine Mails unbekannter Herkunft öffnen und auch bei Nachrichten von bekannten Online-Diensten genau hinschauen.

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    Hightech-Branche für 2013 optimistisch

    Die Hightech-Unternehmen sind mit Schwung ins neue Jahr gestartet. Drei Viertel (75 Prozent) der IT- und Telekommunikationsunternehmen rechnen im ersten Halbjahr mit steigenden Umsätzen. Weitere 14 Prozent gehen von Umsätzen auf Vorjahresniveau aus, nur rund jedes neunte Unternehmen (11 Prozent) erwartet schlechtere Geschäfte. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Hightech-Verbands BITKOM in der deutschen ITK-Branche hervor. Der BITKOM-Index verbessert sich damit deutlich von 41 auf 64 Punkte. „Die BITKOM-Branche war und ist ein Wachstumsmotor für Deutschland. Sie wird in diesem Jahr damit deutlich stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. Als Querschnittstechnologie hat IT eine herausragende Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit fast aller anderen Branchen. Die Zuversicht der BITKOM-Unternehmen ist ein gutes Signal für die gesamte Volkswirtschaft“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

    Besonders zuversichtlich sind Softwarehäuser (87 Prozent gehen von Umsatzsteigerungen aus) sowie Anbieter von IT-Dienstleistungen (82 Prozent). Der ungebrochene Boom bei Smartphones und Tablets mit steigendem Bedarf an mobilen Lösungen sowie die weiter hohe Nachfrage nach Cloud-Computing führen hier zu wachsenden Umsätzen. Auch bei den zuletzt skeptischeren Herstellern von Hardware und Kommunikationstechnik überwiegt wieder der Optimismus: 69 bzw. 61 Prozent rechnen für das erste Halbjahr mit steigenden Erlösen.

    Das Gesamtjahr dürfte für die Hightech-Branche ähnlich gut laufen: 78 Prozent der Unternehmen erwarten für 2013 steigende Umsätze, nur 7 Prozent einen Umsatzrückgang. Damit verbinden sich gute Nachrichten für den Arbeitsmarkt. Mehr als jedes zweite Unternehmen (57 Prozent) will im Laufe des Jahres Personal einstellen, nicht einmal jedes zehnte (9 Prozent) befürchtet einen Stellenabbau. „Die bevorstehende CeBIT dürfte angesichts dieser Zahlen der Auftakt für ein sehr gutes IT-Jahr werden“, sagte Kempf. Getragen wird diese Zuversicht vor allem durch bessere Geschäfte mit Dienstleistern und der Industrie. 72 bzw. 70 Prozent der ITK-Unternehmen rechnen in diesen Zielmärkten mit steigenden Umsätzen. Positiv sind die Aussichten auch mit Blick auf den Handel (60 Prozent) und den öffentlichen Sektor (56 Prozent). Etwas zurückhaltender sind die Erwartungen beim Geschäft mit Privatkunden (44 Prozent).

    Größtes Problem der Branche bleibt der Fachkräftemangel. Rund jedes zweite ITK-Unternehmen (53 Prozent) bezeichnet unverändert die Fachkräftesituation als behindernd für das eigene Geschäft. Verbessert haben sich verglichen mit dem Jahresende 2012 die Exportnachfrage sowie die Finanzierungssituation. Nannten damals noch 18 Prozent die Exportnachfrage und 15 Prozent die Finanzierungssituation als behindernd für das eigene Unternehmen, so sind es jetzt nur noch 8 bzw. 9 Prozent.

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