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Thread: Allgemeine Neuigkeiten

  1. #931
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    60 Stunden am Telefon

    Jeder Bundesbürger verbrachte im vergangenen Jahr durchschnittlich knapp 60 Stunden am Telefon. Noch wird dabei meist über das Festnetz telefoniert: Etwa 60 Prozent der Gesprächszeit geht über das Festnetz. Allerdings nahm die Gesamtzahl der Festnetzminuten im vergangenen Jahr um knapp 3 Prozent auf 178 Milliarden ab. Im Mobilfunk wuchs die Gesprächszeit hingegen um rund 2,5 Prozent auf 110 Milliarden Minuten. Die Gesamtzahl aller Telefonminuten sank um knapp 1 Prozent auf 288 Milliarden Minuten. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur. „Dank stark gefallener Preise und günstiger Flatrates machen sich die meisten Verbraucher keine Gedanken mehr, ob sie per Handy oder Festnetz telefonieren“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Handy-Gespräche machen in Deutschland mittlerweile fast 40 Prozent aller Gesprächsminuten aus, 2008 waren es erst 30 Prozent. Laut einer Studie der Europäischen Kommission kostete ein Mobilfunkgespräch hierzulande etwas weniger als im EU-Schnitt und deutlich weniger als in vergleichbaren Flächenländern: Pro Minute wurde in Deutschland 2011 für ein Inlandsgespräch 8,8 Cent gezahlt. Der EU-Schnitt lag bei 9,1 Cent. In Großbritannien zahlten Kunden umgerechnet 9,7 Cent, in Frankreich 12,7 und in Spanien 13,3 Cent. Rohleder warnte, eine Abschaffung der Roaming-Gebühren für Auslandstelefonate in der EU würde zwangsläufig dazu führen, dass die Preise für Inlandstelefonate und mobile Internetnutzung steigen. „Eine Abschaffung der Roaming-Gebühren würde das komplette Preisgefüge in der Mobilkommunikation ins Rutschen bringen“, so Rohleder.

    Die Netzbetreiber seien auf die Erlöse aus dem Roaming dringend angewiesen, um die anstehenden Milliardeninvestitionen in den Netzausbau stemmen zu können. Leidtragende einer Abschaffung wären die einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen, die wenig reisten und derzeit von den niedrigen Gebühren für Inlandsgespräche am stärksten profitierten.

    Die Zahl der Festnetztelefon-Anschlüsse sank 2012 in Deutschland laut Bundesnetzagentur leicht von 38 auf 37,7 Millionen. Dabei nimmt die Nutzung klassischer Telefon- und Schmalbandnetze wie analoge Anschlüsse oder ISDN weiter ab. Immer mehr Verbraucher entscheiden sich für das Telefonieren über DSL- oder Kabelfernsehnetze sowie IP-basierte Telefondienste. Auch die Zahl der Mobilfunkverträge ist im gleichen Zeitraum erstmals leicht gesunken: von 114 auf rund 113 Millionen. Grund für den Rückgang: Einige Sim-Karten, die längere Zeit inaktiv waren, sind ausgebucht worden. Laut einer repräsentativen Umfrage im BITKOM-Auftrag haben 87 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahre mindestens ein Handy.

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  3. #932
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    E-Books erobern den Massenmarkt

    Ein Fünftel (21 Prozent) aller Bundesbürger liest elektronische Bücher (E-Books). Das geht aus einer aktuellen Studie des Hightech-Verbands BITKOM hervor, bei der 2.500 Personen zur Nutzung von E-Books befragt wurden. Danach liegt der Anteil der E-Book-Nutzer in der Bücher lesenden Bevölkerung sogar bei 29 Prozent. Nur drei Viertel aller Deutschen lesen Bücher. „E-Books sind in der breiten Bevölkerung angekommen und haben sich zu einem Massenmarkt entwickelt“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse. „Das Potenzial für ein weiter hohes Wachstum des E-Book-Marktes ist groß.“ So können sich laut Umfrage 27 Prozent der E-Book-Skeptiker vorstellen, in Zukunft digitale Bücher zu lesen. Gleichzeitig wächst die Basis von Geräten, die sich sehr gut für das Lesen von E-Books eignen. Nach BITKOM-Prognosen werden im Jahr 2013 rund 8 Millionen Tablet Computer und 832.000 spezielle E-Book-Reader in Deutschland verkauft. Berg: „Tablet Computer werden voraussichtlich das wichtigste Mediengerät – auch für E-Books.“

    Nach den Ergebnissen der Umfrage gibt es kaum Unterschiede bei der E-Book-Nutzung zwischen Frauen (21 Prozent) und Männern (22 Prozent). Im Vergleich der Generationen sind die Unterschiede ebenfalls moderat. Im Alter von 14 bis 29 Jahren liegt der Anteil der E-Book-Leser bei 25 Prozent, von 30 bis 49 Jahren bei 26 Prozent. Eine etwas geringere Nutzung gibt es in der Altersgruppe von 50 bis 64 Jahren mit 19 Prozent. In der Generation 65 Plus sind es nur noch 12 Prozent. Hauptgrund dafür ist die deutlich geringere Internetnutzung in dieser Altersklasse.

    Mit einem Anteil von 62 Prozent kaufen die meisten E-Book-Nutzer digitale Bücher auf den Webseiten von Online-Buch-Shops wie Amazon, Thalia.de oder Ebook.de.

    Knapp ein Fünftel (18 Prozent) kauft E-Books in den vorinstallierten Shops ihrer Lesegeräte, zum Beispiel dem Kindle Store, den Shops von Hugendubel, Weltbild oder dem Bertelsmann Club auf dem Tolino oder dem iBook Store. Immerhin 8 Prozent kaufen direkt bei den Autoren und 6 Prozent auf den Webseiten der Verlage. „Neben dem Kauf einzelner E-Books etablieren sich alternative Nutzungsformen für elektronische Bücher“, sagte Berg. So leihen sich 17 Prozent der E-Book-Leser digitale Bücher in öffentlichen Bibliotheken und 15 Prozent bei kommerziellen Anbietern aus. Ebenfalls 15 Prozent beziehen kostenlose E-Books, etwa Literatur-Klassiker beim „Project Gutenberg“. Insgesamt nutzen 49 Prozent der E-Book-Leser Alternativen zum Kauf einzelner Dateien.

    Das am häufigsten gebrauchte Lesegerät ist laut der BITKOM-Umfrage immer noch der Computer: 77 Prozent der befragten E-Book-Leser nutzen Desktop-PC, Notebook oder Netbook, um digitale Bücher zu lesen. „E-Books werden in den meisten Fällen erst auf den Computer geladen und dann auf ein anderes Lesegerät übertragen“, erläutert Berg. So nutzen drei Viertel der „Computer-Leser“ ihre E-Books auf mindestens einem weiteren Gerät. Überraschend stark schneiden Smartphones ab: 58 Prozent lesen E-Books auf Smartphones. Erst danach folgen Tablet Computer mit 21 Prozent und spezielle E-Reader mit 18 Prozent.

    Entscheidender Grund für die Nutzung von E-Books ist deren leichte Verfügbarkeit. 54 Prozent nutzen E-Books, weil sie immer „griffbereit“ sind. Fast genauso wichtig ist den Lesern, dass sie über das Internet sehr einfach und schnell neue Bücher kaufen oder leihen können (53 Prozent). Das geringe Gewicht nennen 42 Prozent und die besonderen Funktionen von E-Books 41 Prozent der Befragten. Die mit Abstand beliebteste Funktion ist das digitale Lesezeichen, das zwei Drittel aller E-Book-Leser nutzen. Ein Drittel verwendet die Stichwortsuche, ein Viertel macht sich Notizen und jeweils ein Achtel markiert Textstellen oder nutzt die Übersetzungsfunktion. Berg: „E-Book-Leser haben ihr gesamtes Bücherregal immer in der Tasche, entweder im Gerät oder in der Cloud.“

  4. #933
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    Große Karriere der kleinen Signale

    Ob Funklautsprecher, Kameras oder ganze Smart-Home-Installationen: Immer mehr Geräte der Consumer Electronics können nach dem internationalen Standard NFC (Near Field Communication) durch bloße Berührung über extrem schwache Funksignale Kontakt miteinander aufnehmen und Daten austauschen.

    So entfallen umständliche Einstellungsarbeiten, Funk- und Netzwerkverbindungen bauen sich automatisch auf, die gewünschte Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Geräten ist sofort möglich. Zum Beispiel: Das mit NFC ausgestattete Smartphone soll Musik an einen Funklautsprecher senden, der ebenfalls NFC unterstützt. Beide Geräte berührten einander, stellen automatisch eine Bluetooth-Funkverbindung her, und die Übertragung kann ohne weitere Vorbereitung sofort beginnen. Ein ähnliche Anwendung: Das Smartphone soll eine mit NFC ausgestattete Kamera über W-LAN fernsteuern. Eine kurze Berührung genügt, um automatisch die W-LAN-Verbindung aufzubauen und das Kamera-Sucherbild auf das Smart-phone-Display zu übertragen. Einfacher geht es nicht.

    Smartphones mit NFC-Ausstattung können auch NFC-Tags scannen. Das sind kleine programmierte Mikrochips, die nicht selber senden, sondern nur passiv Daten zur Verfügung stellen. Sie sind zum Beispiel in Klebe-Etiketten eingebettet, etwa an Warenregalen im Ein-zelhandel. So kann das Smartphone Preise, Produktinformationen oder Internetadressen auslesen. Zuhause kann ein NFC-Tag das persönliche Einstellungsprofil des ganzen ver-netzten Haushalts übertragen: Das Smartphone liest die gespeicherten Daten und füttert damit die Smart Home Steuer-App. Die Heizung fährt dann auf Wunschtemperatur, und die Beleuchtung schaltet sich überall dort ein, wo sie gebraucht wird.

    Das NFC-Funksystem kann zur Datenübertragung nur sehr kurze Distanzen überbrücken – maximal einen Zentimeter. Diese Auslegung hat mit Sicherheitsaspekten zu tun: NFC wurde ursprünglich für elektronische Bezahlsysteme entwickelt. Niemand sollte die Möglichkeit haben, aus größerer Distanz in eine Transaktion einzugreifen oder unbefugt Informationen mitzulesen. Heute spielt die Technik auch eine wachsende Rolle in Systemen für Zugangskontrollen, Mautabrechnungen oder elektronische Arbeitszeiterfassung. Auch Skipässe, Tankkarten oder virtuelle Nahverkehrstickets funktionieren immer öfter mit NFC-Unterstützung.

    Besonders schnelle Verbreitung aber erfährt die NFC-Technik jetzt im Umfeld der Consumer Electronics überall dort, wo eine kurze Berührung komplizierte Bedienschritte ersetzen kann. „Wir sind gespannt“, sagt Hans Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu - Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, „welche NFC-Anwendungen sich die Ingenieure in den nächsten Monaten noch einfallen lassen, um den Umgang mit komplexer Technik zu erleichtern. Viele Funktionen im vernetzten Heim, die heute noch komplizierte Einstellungsschritte erfordern, ließen sich mit NFC-Unterstützung in Zukunft wesentlich vereinfachen.“

  5. #934
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    Boom bei Tablet Computern hält an

    Tablet Computer werden weiter stark nachgefragt. In diesem Jahr werden voraussichtlich 8 Millionen Geräte verkauft, wie der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Berechnungen von EITO bekannt gibt. Damit wächst der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 59 Prozent, als noch rund 5 Millionen Tablet Computer verkauft wurden. Auch der Umsatz legt in diesem Jahr deutlich zu. 2012 wurden mit Tablet Computern erst 1,8 Milliarden Euro umgesetzt. 2013 wächst der Umsatz um voraussichtlich 55 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. „Das Interesse der Verbraucher an Tablet Computern ist weiterhin sehr hoch. Der Boom hält an“, sagt Michael Schidlack, BITKOM-Experte für Unterhaltungselektronik. „Mit Tablet Computern werden neue Zielgruppen erschlossen: Die intuitive Bedienung der Geräte macht sie auch für weniger versierte Anwender interessant.“ Der Durchschnittspreis für einen Tablet Computer sinkt in diesem Jahr um 2,6 Prozent auf rund 345 Euro. Ein Grund hierfür ist der Trend zu kleineren Geräten mit 7 bis 8 Zoll Bildschirmgröße. Sie kosten deutlich weniger als Tablet Computer mit Bildschirmdiagonalen von 9 bis 10 Zoll.

    Tablet Computer werden vielseitig eingesetzt. Mehr als jeder zweite Tablet-Nutzer (56 Prozent) spielt auf seinem Gerät, 53 Prozent kaufen damit online ein. 48 Prozent betrachten Fotos, 46 Prozent besuchen Soziale Netzwerke. Am häufigsten werden Tablet Computer jedoch zum Schreiben und Lesen von E-Mails genutzt (64 Prozent der Tablet-Nutzer) sowie zum Surfen im Web (60 Prozent). Schidlack: „Mit Tablet Computern lassen sich viele Alltagsaufgaben auch unterwegs erledigen.“

  6. #935
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    Online-Shopping in Deutschland besonders beliebt

    Online-Shopping ist in Deutschland viel beliebter als in den meisten anderen europäischen Ländern. Zwei Drittel (65 Prozent) der Bundesbürger kaufen im Internet ein, europaweit sind es lediglich 45 Prozent. Insgesamt ist Online-Shopping in den vergangenen Jahren deutlich populärer geworden: 2008 kauften hierzulande erst 53 Prozent der Bürger im Internet ein, der EU-Schnitt lag damals bei 32 Prozent. Das gab der Hightech-Verband BITKOM heute in Berlin bekannt. Basis der Zahlen sind aktuelle Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat.

    „Online-Shopping steht in Deutschland in der Tradition des erfolgreichen Versandhandels mit seiner international herausragenden Logistik, kurzen Lieferzeiten und einem hohen Verbraucherschutz“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Die Internet-Shops haben rund um die Uhr geöffnet, die Preise und Leistungen können mit wenig Aufwand verglichen werden. Außerdem gelten in Deutschland sehr verbraucherfreundliche Gesetze für den Umtausch der bestellten Waren. Sie können innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückgegeben werden. Im europäischen EU-Vergleich fallen starke regionale Unterschiede auf. Der Einkauf im Internet ist vor allem in Nord- und Westeuropa populär: Am größten ist der Anteil der Online-Shopper mit 76 Prozent in Norwegen. Es folgen Schweden (74 Prozent), Dänemark und Großbritannien (je 73 Prozent) sowie Luxemburg (68 Prozent). Deutschland teilt sich mit den Niederlanden und Finnland Rang 6. Eine weit geringere Rolle spielt der private E-Commerce hingegen in den Ländern Süd- und Osteuropas. So lag der Anteil der Online-Shopper in Spanien (31 Prozent), Italien (17 Prozent) oder Rumänien (5 Prozent) deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Ein Grund: Die Internet-Nutzung ist in südeuropäischen Ländern generell niedriger.

    Internet-Shopping ist in Deutschland auch dank seiner einfachen und sicheren Bezahlmethoden beliebt. Laut einer repräsentativen Umfrage unter rund 1.000 Internet-Nutzern im vergangenen Jahr zahlen die meisten Online-Shopper (58 Prozent) per Rechnung, gut jeder zweite nutzt Online-Bezahldienste (52 Prozent), 46 Prozent zahlen per Lastschrift. Die Bezahlung von Online-Käufen per Lastschrift bleibt trotz des Gesetzes zum einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) möglich. „Der SEPA-Rat hat nach längeren Diskussionen beschlossen, dass sich an der bisherigen Geschäftspraxis für die Erteilung von Lastschrift-Mandaten im Internet doch nichts ändern wird“, so Kempf. Dieser Konsens wird getragen vom Bundesministerium der Finanzen, der Deutschen Bundesbank, der Deutschen Kreditwirtschaft und den Wirtschaftsverbänden, die im SEPA-Rat vertreten sind. Der BITKOM hatte mehrfach an alle im SEPA-Rat vertretenen Parteien sowie an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht appelliert, einen reibungslosen Lastschriftverkehr ohne erhöhte Barrieren in der SEPA-Welt zu gewährleisten.

  7. #936
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    Programmieren lernen im Web

    Die Bedeutung von Software wird in den kommenden Jahren quer durch die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft weiter deutlich steigen, etwa durch Innovationen wie Industrie 4.0, Big Data oder Intelligente Netze. Dennoch gehört Informatik in Deutschland weiterhin nicht zu den Pflichtfächern. Die Folge: Programmiersprachen werden nur von wenigen beherrscht. „Programmieren lernen hilft, die Funktionsweise vieler Anwendungen im Alltag besser zu verstehen und nutzen zu können“, sagt Manuel Fischer, Software-Experte beim BITKOM. „Das Lernen einer Programmiersprache erweitert nicht nur die eigenen Fähigkeiten. In Zeiten des wachsenden Fachkräftemangels entstehen so auch neue berufliche Perspektiven.“ Der Erwerb von Programmierkenntnissen ist nicht mehr an ein Studium gebunden, sondern lässt sich auch durch Online-Kurse unabhängig von Zeit und Ort verwirklichen. BITKOM gibt Tipps, wie man im Internet programmieren lernen kann:

    Online-Workshops
    In Online-Workshops wird Schritt für Schritt das Wissen zu ganzen Programmiersprachen vermittelt. Webseiten wie tryruby.org oder learnjavaonline.org konzentrieren sich dabei auf eine einzige Programmiersprache. Andere Angebote, etwa codeacademy.com, bieten Kurse zu verschiedenen Programmiersprachen. Die Kurse funktionieren in der Regel direkt im Webbrowser, zusätzliche Software muss nicht installiert werden. In kleinen Schritten setzen die Nutzer die gezeigten Beispiele selbst um. Einige Angebote setzen zur zusätzlichen Motivation auf Belohnungssysteme, wie sie aus Computerspielen bekannt sind: Für jeden Lernfortschritt gibt es Punkte, die über Soziale Netzwerke mit Freunden geteilt werden können. Viele der Angebote zum Programmieren-Lernen sind kostenlos.

    Videokurse
    Wer sich lieber per Video die Grundlagen der Programmierung beibringen möchte, findet ebenfalls im Internet einige Angebote. Auf Videoportalen wie YouTube oder Vimeo gibt es viele verschiedene Kanäle, die kostenfrei genutzt werden können. In der Regel wird ein bestimmtes Projektziel ausgegeben, etwa die Programmierung eines Taschenrechner-Programms oder einer App für Mobilgeräte. In kurzen Videos werden die einzelnen Schritte zur Fertigstellung des Programms dargestellt.

    Im Web gibt es auch eine Reihe kostenpflichtiger Video-Workshops. Entsprechende Angebote können pro Kurs mehrere Stunden Videomaterial enthalten, das direkt auf dem heimischen Rechner angeschaut werden kann. Die Auswahl an Workshops reicht von Kursen für Einsteiger bis zu sehr speziellen Themen, etwa der agilen Software-Entwicklung mit Scrum. Die Video-Workshops können einzeln gekauft werden. Einige Anbieter ermöglichen auch den Zugriff auf das gesamte Angebot für einen festen Betrag pro Monat. Einzelne Video-Workshops kosten zwischen 30 und 60 Euro, Flatrates gibt es ab 20 Euro pro Monat.

    Online-Vorlesungen
    Seit einiger Zeit bieten auch immer mehr Universitäten ganze Kurse online an, auch im Bereich Software. Über spezielle Internet-Plattformen kann an den Kursen teilgenommen werden. Einige Plattformen entwickeln Seminare, die nur im Internet angeboten werden. Zu den Online-Plattformen zählen etwa Coursera, Udacity, edX oder openHPI. Anders als Online-Workshops orientieren sich die Kurse an klassischen Universitätsseminaren. Zu den einzelnen Sitzungen gibt es Video-Vorlesungen, die per Webbrowser abrufbar sind. Teil der Online-Seminare sind in der Regel Communities, in denen sich die Teilnehmer untereinander austauschen können. In einigen Kursen gibt es Aufgaben, die selbstständig gelöst und eingereicht werden müssen. Teilweise sind auch Prüfungen vorgesehen. Bei erfolgreichem Abschluss wird ein Zertifikat ausgestellt. Die überwiegende Mehrheit der Kurse kann kostenlos belegt werden.

  8. #937
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    "Bild Music": Neues Online-Musik-Angebot von Bild.de

    Am kommenden Donnerstag (17. Oktober) startet Bild.de ein neues Musikangebot: Unter dem Namen "Bild Music" bietet das Portal seinen Nutzern in Kooperation mit dem Streaming-Dienst Ampya von ProSiebenSat.1 zukünftig mehr als 20 Millionen Musiktitel und fast 60.000 Musikvideos zum On-Demand-Abruf. Für Bild.de-User ist das Angebot in den ersten 30 Tagen gratis, danach kostet es 9,99 Euro im Monat.


    Der neue Musik- und Videoplayer wird in das Bild.de-Portal integriert. Bestandteil der Kooperation mit Ampya sind neben den Musiktiteln- und Videos auch Aktionen zu Videopremieren, Pre-Listenings und Live-Events. So haben die Nutzer von "Bild Music" zum Start die Möglichkeit, Karten für ein Exklusiv-Konzert von Lady Gaga zu gewinnen.


    "Bild Music" ist über die Ampya-App auch als Applikation für iOS und Android in den jeweiligen App-Stores verfügbar. Für die Anmeldung kann der Bild.de-Login genutzt werden. Der Music-Streaming-Service Ampya bietet neben Musik und Videos noch rund 100.000 Radiostationen sowie ein eigenständiges Musiknewsportal.

    Q:inside-digital.de

  9. #938
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    5 Jahre Betriebssystem Android

    Android feiert sein fünfjähriges Jubiläum. Am 21. Oktober 2008 kam in den USA dieses Betriebssystem für Smartphones neu auf den Markt. Als erstes Gerät war das Mobiltelefon G1 damit ausgestattet. Später wurde es auch bei Tablet Computern und einigen Notebooks eingesetzt. 2013 sollen laut Marktforschungsunternehmen Gartner weltweit knapp 870 Millionen Geräte verkauft werden, auf denen das Betriebssystem läuft. Das ist ein prognostizierter Marktanteil von knapp 37 Prozent. Bei Smartphones liegt der weltweite Android-Anteil höher: Im zweiten Quartal 2013 war Android auf vier von fünf verkauften Geräten installiert. Es folgen die Apple-Plattform iOS, Microsofts Windows Phone sowie der Smartphone-Pionier Blackberry. In Deutschland laufen gut drei Viertel aller im Sommer 2013 verkauften Smartphones laut dem Marktforschungsunternehmen Kantar mit Betriebssystem Android von Google. Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM nutzen aktuell über 40 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren ein Smartphone.

    Android basiert auf Linux, sein Quellcode kann kostenlos genutzt und verändert werden. Entwickelt wurde es von der Open Handset Alliance, hinter der vor allem Google steht. Die verschiedenen Versionen des Betriebssystems tragen meist den englischen Namen einer Süßspeise, die kommende Version 4.4 trägt beispielsweise die Bezeichnung „KitKat“.

    Das Betriebssystem steuert die Grundfunktionen eines Smartphones, PCs, Laptops und Tablet Computer. Es entscheidet darüber, wie das Gerät zu bedienen ist und welche Anwendungen möglich sind. Für jede Plattform gibt es zahlreiche Zusatzprogramme, sogenannte Apps, die der Nutzer auf seinem Gerät installieren kann. BITKOM-Experte Johannes Weicksel: „Einen großen technologischen Sprung machten die Betriebssysteme durch die Umstellung auf eine berührungs- und gestenempfindliche Steuerung mit den Fingern über den Bildschirm.“

  10. #939
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    Deutscher ITK-Markt nimmt 2014 Fahrt auf

    Der Umsatz mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik soll in diesem Jahr auf dem Rekordwert von 152 Milliarden Euro (plus 0,1 Prozent) stabil bleiben und 2014 um 1,6 Prozent auf 154,4 Milliarden Euro wachsen. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM heute auf seiner Konjunktur-Pressekonferenz in Berlin mit. Grundlage der Markteinschätzung sind aktuelle Prognosen des European Information Technology Observatory (EITO). Der BITKOM senkt damit seine Prognose aus dem Frühjahr, als für dieses Jahr noch mit einem Plus von 1,4 Prozent gerechnet worden war. „Die meisten Segmente wachsen weiter deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft. In einigen Bereichen sehen wir dagegen Umsatzrückgänge, die jeweils ganz unterschiedliche Ursachen haben“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. So belastet der Absatzrückgang bei TV-Geräten den Markt für Unterhaltungselektronik, und bei IT-Hardware gibt es eine gewisse Kaufzurückhaltung bei Desktop PCs und Laptops. Die Informationstechnologie wächst der BITKOM-Prognose zufolge in diesem Jahr um 2,0 Prozent auf 74,7 Milliarden Euro, 2014 um 2,8 Prozent auf 76,8 Milliarden Euro. Deutlich zulegen kann im laufenden Jahr das Geschäft mit Software, das um 4,9 Prozent auf 18,1 Milliarden Euro wächst. Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen wie Outsourcing und Wartung steigen um 2,4 Prozent auf 35,7 Milliarden Euro. Schwächer entwickelt sich der Markt für IT-Hardware, der in diesem Jahr voraussichtlich um 1,1 Prozent auf 21 Milliarden Euro schrumpfen wird. Während das Geschäft mit Desktop PCs und Laptops deutlich rückläufig ist, verstärkt sich der Verkaufsboom bei Tablet Computern. In diesem Jahr soll der Umsatz laut BITKOM um 48 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro steigen – im Frühjahr war nur ein Plus von rund 11 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro erwartet worden.

    Schwächer als noch Anfang des Jahrs erwartet entwickelt sich die Unterhaltungselektronik. In diesem Segment werden die Umsätze um fast 11 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro zurückgehen. Nach zwei Rekordjahren wird jetzt damit gerechnet, dass der Umsatz mit TV-Geräten, die 44 Prozent des Gesamtmarkts für Unterhaltungs¬elektronik ausmachen, von 5,9 auf 5 Milliarden Euro zurückgeht. Im kommenden Jahr wird es voraussichtlich eine leicht positive Entwicklung bei der Unterhaltungselektronik geben, der Umsatz soll dann um 1,2 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro zulegen. Neben einer Stabilisierung des TV-Geschäfts dank technologischer Innovationen wie Ultra-HD sowie den positiven Impulsen durch sportliche Großereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft werden vor allem die Umsätze mit Spielkonsolen dank einer neuen Gerätegeneration, die zum Jahreswechsel auf den Markt kommen, kräftig anziehen.

    In der Telekommunikation geht der der BITKOM in diesem Jahr von stabilen Umsätzen bei 66 Milliarden Euro aus, 2014 wird ein Plus von 0,5 Prozent auf 66,3 Milliarden Euro erwartet. Die Umsätze mit TK-Infrastruktur werden in diesem Jahr um 2,9 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro zulegen. Hauptgrund dafür sind die Investitionen der Telekommunikationsanbieter in moderne Breitbandnetze. Hauptumsatztreiber ist aber weiterhin der boomende Smartphone-Absatz. In diesem Jahr werden laut BITKOM 26,4 Millionen Geräte verkauft, der Umsatz steigt von 7,5 auf 8,4 Milliarden Euro.

    Bei den Telekommunikationsdiensten ist die Entwicklung wie schon in der Vergangenheit sehr uneinheitlich. Während das Geschäft mit mobilen Datendiensten um mehr als 5 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro wächst, geht der Umsatz mit mobilen Gesprächen um rund 9 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro zurück. Das Geschäft mit Sprachdiensten im Festnetz reduziert sich um 7 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Ursachen sind nicht nur der scharfe Preiswettbewerb, sondern die Eingriffe der staatlichen Regulierungsbehörden, die seit Jahren zu sinkenden Terminierungsentgelten im Inland und stark fallenden Einnahmen durch Roaming-Gebühren im Ausland führen.

    Das etwas verhaltenere Wachstum hat keine Auswirkungen auf die Beschäftigungsentwicklung. Bereits Ende 2012 wurde mit 902.000 Beschäftigten erstmals die Marke von 900.000 Beschäftigten übersprungen. In diesem Jahr werden voraussichtlich weitere 15.000 Arbeitsplätze entstehen, so dass Ende des Jahres 2013 bei den Unternehmen der BITKOM-Branche 917.000 Menschen beschäftigt sein werden. Größte Arbeitgeber sind Unternehmen der Informationstechnologie, die voraussichtlich 698.000 Arbeitsplätze stellen. Das entspricht einem Zuwachs von 19.000 Stellen. Bei Telekommunikationsunternehmen werden 206.000 Beschäftigte erwartet, bei Herstellern von Unterhaltungselektronik rund 13.000. Kempf: „Softwarehäuser und IT-Dienstleister sind die Haupttreiber der positiven Beschäftigungsentwicklung. Hier setzt sich Umsatzwachstum unmittelbar in zusätzliche Arbeitsplätze am Standort Deutschland um.“

  11. #940
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    Weiterer Schritt auf dem Weg zu einem einheitlichen Datenschutz in Europa

    Der Hightech-Verband BITKOM bewertet die Einigung im Innenausschuss des Europaparlaments als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem einheitlichen Datenschutzrecht innerhalb der EU. „Die ITK-Branche unterstützt mit Nachdruck das Ziel, die hohen deutschen Datenschutzstandards europaweit zu verankern“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Alle Beteiligten müssen jedoch weiterhin intensiv an dem Entwurf der neuen EU-Verordnung arbeiten, um ein modernes Datenschutzrecht zu schaffen.“ Das europäische Datenschutzrecht müsse an die Erfordernisse des digitalen Zeitalters angepasst werden, damit die Möglichkeiten der modernen Datenverarbeitung für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt in Europa genutzt werden können. Gleichzeitig sollte es einen fairen und transparenten Umgang mit den Daten der Nutzer sicherstellen. Der BITKOM begrüßt die Pläne der EU-Parlamentarier, Anreize für die Verwendung von Technologien zur Anonymisierung und Pseudonymisierung persönlicher Daten zu schaffen. Anonymisierung bedeutet das endgültige Entfernen des Personenbezugs. Beim Pseudonymisieren wird der Personenbezug der Daten unkenntlich gemacht, er kann aber im Bedarfsfall wieder hergestellt werden. Die Pseudonymisierung stellt sicher, dass das Risiko für die Persönlichkeitsrechte in der Datenverarbeitung auf ein absolutes Minimum reduziert wird. „Die Pseudonymisierung ist ein wichtiges Instrument, um bei der Analyse von großen Datenbeständen Missbrauch zu verhindern“, sagte Kempf. So werden zum Beispiel für Testläufe von IT-Systemen, Auswertungen zur Korruptionsbekämpfung oder bei Profilbildungen zur Optimierung von Webseiten pseudonymisierte Daten verwendet.

    Ebenfalls positiv ist das deutlich praxistauglicher als zuvor formulierte ‚Recht auf Löschung‘. „Ein Recht auf Vergessen kann im Internet niemand garantieren“, sagte Kempf. Dagegen sei es möglich und sinnvoll, Anbieter zum Löschen oder Sperren persönlicher Daten zu verpflichten, wenn die Kunden einen Dienst kündigen oder berechtigterweise die Löschung verlangen.

    In anderen Bereichen besteht aus Sicht des BITKOM noch deutlicher Nachbesserungsbedarf. Nutzer sollten auch in Zukunft frei entscheiden dürfen, ob sie für Internetdienste zahlen oder kostenlose werbefinanzierte Angebote in Anspruch nehmen wollen. Diese Wahlfreiheit könnte durch das vorgesehene strenge „Kopplungsverbot“ gefährdet werden. Datenschutzrechtlich bedeutet das Verbot, dass die Erbringung von Leistungen nicht von der Einwilligung in die Verarbeitung oder Nutzung von Daten abhängig gemacht werden darf. So könnte zum Beispiel auf einer Webseite eines E-Mail-Dienstes die Einblendung von individualisierter Werbung unrechtmäßig sein, weil die dafür notwendige Datenverarbeitung eigentlich nicht für einen Webmail-Dienst benötigt wird.

    Unklar bleibt weiterhin, welche Daten überhaupt in den Anwendungsbereich der Verordnung fallen, weil die Definition des personenbezogenen Datums sehr weit gefasst ist. Eindeutige und rechtssichere Regelungen sind jedoch sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmen unverzichtbar, um neue Dienste anbieten und weiterentwickeln zu können. „Gerade für das Cloud Computing sind die momentan vorgesehenen Regelungen noch nicht sinnvoll ausgestaltet“, betonte Kempf. Klare Rahmenbedingen sind auch für eine kontrollierte Datennutzung in den Bereichen Gesundheit, Energie oder Verkehr unumgänglich.'

    Aus Sicht der ITK-Branche sollten in der Datenschutz-Grundverordnung zudem bessere Anreize für Selbstverpflichtungen der Wirtschaft verankert werden. „Selbstverpflichtungen sollten beim Datenschutz ein wichtiges Instrument zur Konkretisierung des Rechtsrahmens werden, da mit gesetzlichen Regelungen nicht jede neue Anwendung erfasst werden kann“, betonte Kempf.

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