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Thread: Allgemeine Neuigkeiten

  1. #721
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    Hollywood verliert Raubkopierer-Prozess - Provider nicht haftbar

    Internetanbieter sind in Australien nicht verpflichtet, das Herunterladen oder den Austausch von Raubkopien zu unterbinden. Das bestätigte ein Berufungsgericht in Sydney am Donnerstag.

    Der Richter hielt die Entscheidung der niedrigeren Instanz aufrecht. Danach können Internetprovider nicht gezwungen werden, ihre Kunden vom Austausch illegaler Raubkopien abzuhalten. "Allein die Bereitstellung eines Zugangs zum Internet kann nicht als Mittel zu Verstößen gelten", hielt der Richter im ursprünglichen Urteil fest. Er sehe keine Anzeichen, dass das beklagte Unternehmen iiNET Verstöße billige.

    34 Filmstudios hatten die Klage gegen iiNET eingereicht, darunter Universal Pictures, Warner Bros, Sony und Disney. Die Firma iiNET mit Sitz in Perth an der Westküste ist der zweitgrößte australische Internetprovider. Die Studios, zusammengeschlossen im Australischen Verband gegen geistigen Diebstahl (AFACT), hatten Ermittler engagiert, die über iiNET Raubkopien heruntergeladen hatten. AFACT forderte den Provider dann auf, diesen "Kunden" den Zugang zu sperren. Darauf hatte iiNET nie reagiert. Deshalb klagte AFACT.

    "Wir haben immer gesagt, dass wir nichts erlaubt oder getan haben, das unsere Kunden dazu einlädt, das Copyright zu verletzen", sagte iiNET-Chef Michael Malone am Donnerstag vor dem Gericht in Sydney. iiNET-Kunden müssen Benutzer-Richtlinien anerkennen, die illegales Herunterladen verbieten. AFACT hatte argumentiert, das Unternehmen müsse auch überwachen, ob das wirklich passiere und gegebenenfalls einschreiten.

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  3. #722
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    Cloud Computing wächst zweistellig

    Cloud Computing boomt mit hohen zweistelligen Wachstumsraten. „Cloud Computing ist der Megatrend im Hightechsektor. Er wird die ITK-Branche tiefgreifend verändern“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer kurz vor Beginn der CeBIT in Hannover. Die weltweit größte Technologiemesse wird heute eröffnet. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Work and Life with the Cloud“. Beim Cloud Computing werden IT-Leistungen in Echtzeit über Datennetze (aus der „Wolke“) bereitgestellt, statt auf lokalen Rechnern. Das Angebot reicht vom Versand von Nachrichten über einen webbasierten E-Mail-Dienst über einfache Speichermöglichkeiten für Fotos und Filme im Web bis zu hochkomplexen Anwendungen für Unternehmen. Viele CeBIT-Aussteller haben das Thema in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts gestellt. Der Cloud-Umsatz mit Geschäftskunden und Privatverbrauchern wird in diesem Jahr um rund 55 Prozent auf insgesamt 3,5 Milliarden Euro steigen. Bis 2015 wird der Cloud-Markt auf 13 Milliarden Euro zulegen. Dann werden etwa 10 Prozent der gesamten IT-Ausgaben in Deutschland auf diese Technologie entfallen. Im vergangenen Jahr waren es nur 1,5 Prozent. Das Wachstum ist durchgängig zweistellig und soll auch 2012 noch bei 51 Prozent liegen. Das ergab eine aktuelle Studie der Experton Group, die der BITKOM anlässlich der Messeeröffnung vorstellte. Die Nachfrage kommt etwa hälftig von Geschäftskunden und Privatverbrauchern.

    1,9 Milliarden Umsatz entfallen derzeit auf den Geschäftskundenbereich, die Wachstumsraten liegen laut Experton-Studie in diesem Segment aktuell bei 70 Prozent. Bis 2015 sollen sich die Cloudumsätze im Business-Sektor auf 8,2 Milliarden Euro vervierfachen. Der größte Umsatzbringer im B2B-Segment ist Software-as-a-Service, also das Bereitstellen von Programmen übers Netz je nach Bedarf des Kunden. Cloud-Angebote sind auch deshalb attraktiv, weil sie standardisiert sind und nutzungsabhängig abgerechnet werden können. „Der Bezug von Diensten aus der Cloud ist ein Schritt zum atmenden Unternehmen: Anwender werden flexibler, können schneller wachsen und ihre Ideen kostengünstig umsetzen“, sagte Scheer.

    Privatverbraucher geben derzeit 1,6 Milliarden Euro für Cloud Computing aus. Jeder fünfte Internet-Nutzer in Deutschland nimmt bereits kostenpflichtige Cloud-Dienste in Anspruch. Dazu gehören beispielsweise Speichermöglichkeiten im Netz, kostenpflichtige Leistungen sozialer Netzwerke oder bestimmte Online- bzw. Browserspiele. In fünf Jahren wird fast jeder zweite (45 Prozent) Internetnutzer kostenpflichtige Dienste aus der Cloud beziehen. Die Umsätze mit Privatkunden werden bis dahin auf über 6 Milliarden Euro klettern.

    Derzeit speichert jeder dritte User private Daten in der Cloud oder pflegt dort seinen Terminkalender bzw. sein Adressbuch. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des BITKOM. „Bei Cloud-Diensten können Verbraucher mit unterschiedlichen Endgeräten auf die gleichen Daten zugreifen. In der Cloud sind die Daten sicher, eine aufwändige Synchronisation entfällt“, so Scheer. Allerdings kennt nur jeder achte Internet-Nutzer den Begriff. „Viele Menschen nutzen Cloud Computing, doch kaum einer weiß es“, sagte Scheer.

    Für viele CeBIT-Aussteller hat die Cloud-Technologie eine herausragende Bedeutung. Bei einer aktuellen BITKOM-Umfrage nannten 62 Prozent der befragten Unternehmen Cloud Computing als das Top-Thema des Jahres. Im Vorjahr stand das Thema ebenfalls an der Spitze, wurde aber nur von 45 Prozent der Firmen genannt. Die neue Technologie stellt die Anbieter vor große Herausforderungen. Viele IT-Leistungen, die bislang individuell für einzelne Kunden gefertigt wurden, werden künftig in standardisierter Form über das Netz angeboten. Hierzu brauchen die Anbieter neue Lizenzierungs- und Abrechnungsmodelle. „Cloud Computing ist zwar nur eine Evolution in der Technologie, aber eine Revolution im Business“, sagte Scheer. Diese neue Form zur Erbringung von IT-Leistungen werde Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig verändern.

    „Die CeBIT stellt das Thema genau zum richtigen Zeitpunkt in den Mittelpunkt“, sagte Scheer. „Der Markt ist derzeit in der Startphase und hebt jetzt richtig ab.“ Zentraler Anlaufpunkt auf der Messe ist die „Cloud Computing World“ des BITKOM in Halle 4 (Stand A58), Schirmherr ist das Bundeswirtschafts¬ministerium. Scheer: „Die CeBIT ist als weltweit größte ITK-Messe die ideale Plattform, um das branchenübergreifende Thema Cloud Computing in allen Facetten zu beleuchten.“

  4. #723
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    ASTRA: Projekt zur Bereitstellung von ASTRA2CONNECT über bestehende Telefonleitungen

    SES ASTRA, ein Unternehmen der SES-Gruppe (Euronext Paris und Börse Luxemburg: SESG), stellt ab heute eine neue Lösung bereit, bei der Kommunen ohne Zugang zu terrestrischen Breitbandnetzwerken mit dem innovativen satellitenbasierten Breitbanddienst ASTRA2Connect versorgt werden. Dank des neuen Dienstes können Telekommunikationsanbieter und Internet Service Provider in ganz Europa Breitbandinternetverbindungen über die bestehende Infrastruktur der letzten Meile anbieten.

    Die Technologie wurde erstmals auf der diesjährigen CeBIT in Hannover vorgestellt und wird in Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz und mit Unterstützung der Technologiepartner Nokia Siemens Networks und ND SatCom zum ersten Mal eingesetzt.

    Dank der neuen Lösung kann SES ASTRA kleine Gemeinden in den weißen Flecken mit Breitbandverbindungen von bis zu 6 Mbit/s versorgen, ohne dass Haushalte eine eigene Satellitenantenne installieren müssen. Die Satellitenbreitbandverbindung wird am Kabelverzweiger der Gemeinde installiert, die Breitbandverbindung zum Endkunden wiederum wird durch die bestehende Infrastruktur der letzten Meile realisiert. Endkunden benötigen lediglich ein Standard-DSL-Modem, um Zugang zum Breitbandinternet zu bekommen.

    „Wir freuen uns sehr, mit einer solch innovativen Lösung zur aktuellen Breitbanddiskussion beitragen zu können", sagte Norbert Hölzle, Chief Commercial Officer bei SES ASTRA. „Unsere neue Technologie hat enormes Potenzial, die weißen Flecken in Deutschland zu schließen und gleichzeitig Kooperationen zwischen Infrastrukturanbietern und Telekommunikationsunternehmen zu fördern. Wir sind davon überzeugt, dass wir eine für Gemeinden, Internet Service Provider und Endkunden gleichermaßen attraktive Lösung anbieten."

    "Der Satellit ist die ideale Technologie, um ländliche Regionen ohne Zugang zu terrestrischen Breitbandnetzen mit schnellen und verlässlichen Internetverbindungen zu versorgen", sagte Michael Reiss, Stellvertretender Referatsleiter im Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. „Mit der neuen Technologie von SES ASTRA profitieren Gemeinden in den weißen Flecken von geringen Kosten für den Aufbau der Infrastruktur, die sogar über verschiedene Fördergelder subventioniert werden kann." SES ASTRAs satellitengestützter Breitbanddienst ASTRA2Connect wird Endkunden und Unternehmen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika über Vertriebspartner angeboten. Der Dienst funktioniert unabhängig von terrestrischen Netzwerken und ist innerhalb der Ausleuchtzone des Satelliten überall sofort verfügbar. ASTRA2Connect hat heute in Europa mehr als 75.000 Endkunden und ist damit das größte satellitenbasierte Breitbandnetzwerk auf dem Kontinent.

  5. #724
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    Neue Schadsoftware liest bei Smartphones mobile TAN-Nummern mit

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 4. März darauf hingewiesen, dass eine neue Schadsoftware-Variante zurzeit Smartphones angreift, um mTAN-Nummern für das Online-Banking mitzulesen. Der Angriffsweg führt zunächst über eine Infektion des PCs mit einer speziellen Schadsoftware. Ruft der Nutzer mit dem infizierten PC eine Online-Banking-Webseite auf, werden zusätzliche Felder oder Nachrichten eingeblendet. In der Optik der Webseite der Bank gehalten, fordern diese den Nutzer dazu auf, seine Mobilfunknummer sowie sein Handymodell oder die IMEI-Nummer (International Mobile Equipment Identity) einzugeben, um einen Link für ein angeblich notwendiges Zertifikats-Update zu erhalten. Mit dem Link, den der Nutzer daraufhin per SMS erhält, lädt er jedoch eine Schadsoftware auf sein Smartphone, die bei künftigen Online-Transaktionen die mTAN mitliest. So können Angreifer zum Beispiel Überweisungen manipulieren und auf fremde Konten umleiten.

    Grundsätzlich ist das mTAN-Verfahren, bei dem für jede Transaktion eine „mobile TAN“ per SMS an das Handy übermittelt wird, ein Sicherheitsgewinn im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren, denn der Online-Banking-Vorgang und die Übermittlung der TAN erfolgen auf verschiedenen Übertragungswegen. Die aktuelle Schadsoftware versucht, den Nutzer zur Eingabe der Handy-Daten am PC zu bewegen, um damit diese Trennung auszuhebeln.


    Diese Art von Angriffen wird nach Einschätzung des BSI künftig weiter zunehmen. Zum einen versuchen die Angreifer, mit den verbesserten Sicherheitsmechanismen im Online-Banking Schritt zu halten. Zum anderen lässt sich beobachten, dass die Zahl der Angriffe über
    Smartphones steigt – auch weil viele Nutzer den Schutzbedarf mobiler Endgeräte noch unterschätzen: Obwohl heute fast jeder Vierte ein Smartphone oder Handy mitInternetzugang besitzt (24 Prozent), ist über einem Drittel (36 Prozent) nicht bekannt, dass ein Smartphone dieselben Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen wie ein PC benötigt.

    Um sich vor den dargestellten Angriffen zu schützen, sollten Nutzer folgende Sicherheitshinweise beachten: Nutzer sollten misstrauisch sein, wenn sie auf ihrer Online-Banking-Seite gebeten werden, andere Daten einzugeben, als dies normalerweise der Fall ist. Im Zweifelsfall sollte bei der Bank nachgefragt werden. Gleiches gilt für Abfragen von Banking-Daten oder persönlichen Daten per E-Mail oder
    Telefon: Banken und seriöse Firmen fordern ihre Kunden niemals auf diesen Wegen zur Eingabe von vertraulichen Informationen auf.

    Nutzer sollten weder auf dem PC noch auf dem Smartphone Links aus unbekannten Quellen folgen. Dahinter kann sich Schadsoftware verbergen. Zudem ist auf dem Smartphone sorgfältig zu prüfen, welche Anwendungen der Nutzer installiert. Außerdem sollte der PC vor Schadsoftware geschützt werden, und zwar durch Installation eines Virenschutzprogramms, das immer auf dem aktuellen Stand zu halten ist. Windows-Nutzer sollten zusätzlich eine Personal Firewall einsetzen und diese regelmäßig aktualisieren. Zudem sind Sicherheitsupdates für das Betriebssystem und sonstige installierte Software regelmäßig zu aktualisieren.

  6. #725
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    Zahl der Handy-Surfer in einem Jahr verdoppelt

    Die Zahl derer, die per Handy im Internet surfen, hat sich in gerade mal einem Jahr fast verdoppelt. Mittlerweile geht fast jeder fünfte Internet-Nutzer in Deutschland (18 Prozent) per Mobiltelefon online. Das sind rund neun Millionen Menschen. Vor einem Jahr waren es nur zehn Prozent. Frauen nutzen den mobilen Handyzugang zum Internet mit 20 Prozent stärker als Männer (16 Prozent). Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. „Die Zukunft der Internet-Nutzung ist mobil, und Frauen sind die Trendsetter“, sagt René Schuster, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. Dafür sorgt insbesondere der rasant steigende Absatz von Smartphones. Nach Schätzungen des Verbandes werden in diesem Jahr zehn Millionen dieser Geräte verkauft. Einige Internet-Nutzer gehen bereits ausschließlich mit ihrem Handy online – und nicht mit PC oder Notebook. „Die Zahl der Handy-Surfer wird weiter stark zunehmen“, sagt Schuster. Die Hauptgründe: Der Trend geht derzeit zu Smartphones mit größeren und hochwertigen Bildschirmen. Zudem wird der Ausbau der mobilen Super-Breitband-Netze mit der neuen Technologie LTE die Übertragung von Daten auf das Handy beschleunigen. Diese Nachfolgetechnologie von UMTS wird Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreichen. Bis Ende März werden rund 3.500 Mobilfunkstandorte in Deutschland auf LTE umgerüstet sein.

    Davon profitieren auch diejenigen, die mit einem mobilen Computer von unterwegs online gehen. Vor einem Jahr nutzte jeder Fünfte (20 Prozent) Laptop, Netbook oder Tablet-PC für den Webzugang; nun ist es jeder vierte (24 Prozent). Bei Frauen stieg der Anteil von 15 auf 24 Prozent. „Die modernen Geräte und Bedienkonzepte der mobilen Rechner haben offenbar insbesondere Frauen überzeugt, das mobile Internet zu nutzen“, sagte Schuster. Insgesamt steigt der Umsatz mit mobilen Datendiensten im Jahr 2011 voraussichtlich um zwölf Prozent auf sieben Milliarden Euro. Nach Berechnungen des BITKOM hat sich die in den deutschen Mobilfunknetzen übertragene Datenmenge im vergangenen Jahr auf 70 Millionen Gigabyte mehr als verdoppelt. Das entspricht dem Inhalt von rund 15 Millionen DVDs.

  7. #726
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    Unitymedia: 128 MBit/s Internet auch für Schalke - 145.000 Haushalte

    Der hessische und nordrhein-westfälische Netzbetreiber Unitymedia gräbt der Deutschen Telekom mit seinem Breitband-Ausbau auch weiter das Wasser ab.
    In Gelsenkirchen und Umgebung können rund 145.000 Haushalte Internet-Leitungen mit einer Kapazität von maximal 128 MBit/s bestellten, teilte das Unternehmen am Montag mit. Zum Einsatz kommt der Standard EuroDOCSIS 3.0, der bis zum Jahresende bei neun von zehn technisch erreichbaren Haushalten im Unitymedia-Verbreitungsgebiet genutzt werden soll.
    Etwa neun Millionen Anschlüsse könnte der Kabelkonzern theoretisch an den Mann bringen, aktuell nutzen aber nur 4,5 Millionen Haushalte die gebotenen Dienstleistungen wie Fernsehen und Radio, Internet oder Telefonie. Es gibt also noch erhebliches Wachstumspotential. Unitymedia befindet sich in der Hand des US-amerikanischen Kabelriesen Liberty Global, dem erst nach einer noch nicht abgeschlossenen Prüfung des Kartellamtes auch Kabel-BW in Baden-Württemberg gehört.
    Das Netz in Gelsenkirchen und Umgebung ist bereits mit EuroDOCSIS-3.0-Komponenten ausgerüstet, Straßen- und Gehwegaufbrüche wurden eigenen Angaben zufolge nur in wenigen Fällen notwendig. Auch innerhalb der an das Kabelnetz angeschlossenen Häuser sind in der Regel keine Umbaumaßnahmen erforderlich. Aktuell surfen etwa 780.000 Kunden im Unitymedia-Netz, noch einmal soviele telefonieren mit dem Anbieter.

  8. #727
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    Eutelsat baut Satelliten-Internet aus

    Der französische Konzern Eutelsat hat für die Vermarktung von Breitband-Zugängen über den neuen Ka-Sat-Satelliten unter der Marke "Tooway" neue Vertriebspartner gefunden.
    Am Montag unterzeichneten die Internet-Agentur Schott und der Anbieter K1-Electronic eine Vertriebsvereinbarung. Künftig ist das Internet aus dem All bundesweit bei weiteren 1.300 geschulten Fachhändlern erhältlich. K1-Electronic soll sich vor allem um die Installation der Empfangs-Hardware kümmern, also Spiegel-Ausrichtung, LNB-Montage und Einrichtung des Modems.
    Angeboten wird eine Multifeed-Antenne, mit der sich dann auch reguläre Fernsehprogramme einfangen lassen. Der Online-Zugang über Satellit wird unter der Marke "Satspeed" an Interessenten verkauft. Über die Laufzeit und das wirtschaftliche Volumen der Zusammenarbeiten machten Schott und K1-Electronic keine Angaben.
    Tooway wird von der Eutelsat-Tochter Skylogic federführend betreut, die am Montag wiederum einen Vertrag mit SkyDSL-Global unterzeichnete. Das neue Abkommen hat zunächst eine Laufzeit von drei Jahren und einen Wert von über fünf Millionen Euro, teilten die neuen Partner am Nachmittag mit. Das Berliner Unternehmen Sky-DSL Global ist nach eigenen Angaben in verschiedenen europäischen Märkten bereits aktiv.
    "Tooway" nutzt den neuen Ka-Sat-Himmelskörper von Eutelsat, der ab Mai Download-Raten von bis zu 10 MBit/s und im Upload bis zu 4 MBit/s anbietet. Zwischen 30 und 100 Euro müssen Haushalte ohne Kabel, DSL und UMTS/LTE ab Frühsommer einplanen, um zügig im Netz zu surfen.
    Der Dienst konkurriert mit "Astra2Connect" von SES Astra. Beide Anbieter kommen im Vergleich zu klassischen DSL- oder Kabelinternet-Anbietern aktuell nur auf marginale Kundenzahlen.
    Das liegt einerseits am vergleichweise hohen Preis der Pakete und der vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeit, andererseits aber auch an bestimmten technischen Unzulänglichkeiten beim Online-Zugang über die Schüssel. Unter anderem sind die Latenzzeiten sehr hoch, was Echtzeitanwendungen wie Internet-Radio oder Multiplayer-Spiele sehr schwierig macht. Der Anbieter Filiago hatte erst kürzlich ein Angebot auf "Astra2Connect"-Basis vorgestellt, die mit einer Vertragslaufzeit von nur einem Monat auskommt.

  9. #728
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    Media-Saturn übernimmt Online-Händler Redcoon - 24.000 Produkte

    Die Elektrofachmarktgruppe Media-Saturn treibt ihre Bemühungen voran, künftig auch im Internet erfolgreiche Geschäfte abwickeln zu können. Am Mittwochabend gab der Konzern die Übernahme des Online-Händlers Redcoon bekannt.
    Redcoon wurde 2003 in Aschaffenburg gegründet und vertreibt ausschließlich über das Internet rund 24.000 unterschiedliche Produkte aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Computer, Foto, Telekommunikation, Haushaltsgeräte, Bücher, Heimwerken und Garten, Sport und Fitness, Musikinstrumente sowie Zubehör.
    Das Unternehmen ist in zehn europäischen Ländern aktiv, verweist auf rund drei Millionen Kunden und einen Umsatz von 354 Millionen Euro. Finanzielle Details zu der Übernahme wurden nicht bekannt.
    Spätestens Anfang 2012 wollen die Elektronikmärkte Saturn und Media-Markt mit eigenen Online-Shops große Konkurrenten wie Amazon im Internet aufmischen. Das kündigte der neue Chef des größten europäischen Händlers von Unterhaltungselektronik, Horst Norberg, in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochsausgabe) an.
    Bislang war der Termin für einen Start im Netz unklar, lediglich bei Saturn wurde kolportiert, wonach es im zweiten Halbjahr soweit sein soll.

  10. #729
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    Der tragbare Computer wird 30

    Er wog 10,7 Kilogramm, hatte einen winzigen 5-Zoll-Röhrenbildschirm, kostete 1795 Dollar – und war ein Riesenerfolg: Im April 1981 wurde der erste tragbare Computer für den Massenmarkt vorgestellt, der „Osborne 1“. Er ließ sich mitnehmen wie ein Koffer und ähnelte eher einer tragbaren Nähmaschine als einem PC.

    Mit dem Koffer-Rechner begann vor 30 Jahren die Entwicklung des Marktes für mobile Computer. Diese Geräte stehen heute für fast zwei Drittel des weltweiten PC-Umsatzes. „Der mobile PC hat den Computermarkt grundlegend verändert. Die rasante Entwicklung der Geräte veranschaulicht sehr deutlich die Innovationskraft der Computerbranche“, sagt BITKOM-Präsident Professor Dr. August-Wilhelm Scheer. Während sich Leistung und Ausstattung vervielfacht haben, sind Gewicht und Preis stark gesunken. Nach BITKOM-Prognosen werden 2011 in Deutschland 14,8 Millionen Computer verkauft. Fast drei Viertel (72 Prozent) entfallen auf tragbare Geräte wie Notebooks, Netbooks oder Tablet-PCs.

    Die Erfolgsgeschichte des ersten mobilen PCs war rasant, währte indes nur kurz. Als sich der amerikanische Buchautor Adam Osborne im März 1980 mit dem Computerdesigner Lee Felsenstein traf, wollte er den Computermarkt revolutionieren: Der PC sollte tragbar und bezahlbar werden, Felsenstein sollte ihn gestalten. Osborne gründete noch im gleichen Jahr die Osborne Computer Corporation. Ein gutes Jahr später war er schon am Ziel: Im April 1981 kam der „Osborne1“ auf den Markt.

    Vor allem Geschäftsleute hatte man sich als Zielgruppe ausgesucht. In der Werbung hieß es: „Unser Computer passt unter jeden Flugzeugsitz.“ Als Speichermedium dienten zwei Diskettenlaufwerke. Eine Festplatte mit ausreichend Platz wäre zu der Zeit viel zu schwer, teuer und empfindlich gewesen. Zwischen den Laufwerken war ein kleiner Röhrenbildschirm untergebracht. Trotz seiner Größe und seines Gewichts gilt der Rechner heute als der erste kommerziell erfolgreiche, tragbare Computer. Zwar gab es bereits vorher tragbare PCs, sie wogen jedoch bis zu 25 Kilo und waren sehr viel teurer. Osborne verkaufte im ersten Monat 11.000 Stück, schon im September stieg der Umsatz der jungen Firma auf mehr als eine Million Dollar. Im Preis war ein Software-Paket enthalten, das allein fast so viel gekostet hätte wie der Rechner.

    So schnell die Firma aufstieg, so schnell war ihr Niedergang besiegelt. Im September 1983 ging das Unternehmen bankrott. Ein Hauptgrund: Adam Osborne soll damals die Nachfolgemodelle öffentlich angepriesen haben, obwohl sie noch längst nicht erhältlich waren. Potenzielle Kunden warteten ab, die Osborne-1-Lager blieben voll und die Preise für den Koffer-Computer verfielen. Der Effekt ist in der Branche bis heute als der „Osborne-Effekt“ bekannt. Osborne brachte die beiden Nachfolgemodelle zwar noch auf den Markt, doch ohne an den Erfolg des Vorgängermodells anknüpfen zu können. 1985 war für die Firma endgültig Schluss. Osborne starb nach mehreren Schlaganfällen am 18. März 2003 in Indien, wo er während der letzten Jahre seines Lebens als Venture-Capitalist tätig war. Heute werden in Deutschland nach Schätzungen des BITKOM 11 Millionen tragbare PCs pro Jahr verkauft. Laut Marktforschungsinstitut Display Search wurden im vierten Quartal 2010 weltweit fast 60 Millionen Geräte abgesetzt.

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    Zunehmend Lieferengpässe nach Katastrophe in Japan

    Die Auswirkungen der Katastrophe in Japan auf Produzenten und Händler von Elektronikgeräten verschärfen sich. Das hat eine stichprobenartige Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. „Die Nachwirkungen des Bebens, des Tsunamis und des Reaktor-Unglücks wirken sich immer stärker auf die weltweite Lieferkette im Hightech-Sektor aus“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Die ungewöhnlich starken Nachbeben und die weiterhin schwankende Stromversorgung in einigen Regionen des Landes stellen die Produzenten immer wieder vor Probleme.“ Nach Informationen der Unternehmen laufen die Reparaturarbeiten auf Hochtouren. Viele Werke beginnen wieder mit der Produktion, erreichen häufig aber noch nicht die volle Kapazität.

    In der Stichprobenumfrage wurden die Antworten großer Hersteller und Händler von Informations- und Kommunikationstechnik sowie Unterhaltungselektronik in Deutschland ausgewertet. Neben Endgeräten werden in Japan wichtige Vorprodukte, Bauteile oder Komponenten für die Hightech-Industrie wie Wafer, Chips oder Sensoren gefertigt. Vier von fünf der befragten Unternehmen beziehen Waren oder Vorprodukte aus japanischer Produktion. 17 Prozent der Hersteller und Händler registrieren aktuell Lieferengpässe bei Geräten, Komponenten oder Bauteilen. 19 Prozent erwarten Einschränkungen in den kommenden Wochen und 29 Prozent in den kommenden Monaten. Nur ein Fünftel erwartet keinerlei Auswirkungen.

    Die Katastrophe in Japan hat auch Folgen für die Preise. 21 Prozent der Hersteller und Händler beobachten bereits Preissteigerungen bei Produkten, Komponenten oder Bauteilen. 21 Prozent rechnen mit Preissteigerungen in den kommenden Wochen, 17 Prozent in den kommenden Monaten. 19 Prozent erwarten keine Preissteigerungen und 10 Prozent sind unentschieden.

    Unterdessen wird die Frage gestellt, ob aus Japan eingeführte Waren radioaktiv belastet sind und diese in den Handel kommen können. Diese Gefahr besteht aus Sicht des BITKOM zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. An den Flughäfen wird ein Großteil der Güter vom Zoll auf Radioaktivität überprüft. Warenlieferungen auf dem Seeweg sind mehrere Wochen unterwegs und dürften daher noch vor dem Reaktorunfall auf den Weg gebracht worden sein. Die deutschen Häfen und der Zoll kontrollieren die Schiffe auf eine Strahlenbelastung.

    Deutschland importierte aus Japan im Jahr 2010 Hightech-Produkte im Wert von 3,4 Milliarden Euro. Davon entfallen 1,6 Milliarden Euro auf Vorprodukte (elektronische Bauelemente und Leiterplatten) sowie 1,8 Milliarden Euro auf fertige Geräte. Zu den Fertigprodukten zählen die Unterhaltungselektronik (Fernseher, Digitalkameras etc.) mit einem Importvolumen von 730 Millionen Euro, die Informationstechnik (Computer, Drucker etc.) mit 670 Millionen Euro und Kommunikationstechnik (Handys etc.) mit Importen im Wert von 430 Millionen Euro.

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