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Thread: Allgemeine Neuigkeiten

  1. #791
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    An Silvester kann es wieder zu Engpässen im Netz kommen

    Fast drei Viertel aller Deutschen (71 Prozent) übermitteln Grüße zum neuen Jahr per Telefon. 39 Prozent schicken eine SMS – zwei Jahre zuvor waren es 33 Prozent. 35 Prozent planen in diesem Jahr, Briefe oder Postkarten zu schicken. Jeder vierte Bundesbürger (27 Prozent) will Mails schreiben, jeder siebte (14 Prozent) wird Grüße in Form eines Web-Eintrags aussprechen, etwa in Communitys oder Blogs. Jeder Elfte will für die Grüße eine Handy-App nutzen, 4 Prozent senden mobil eine Video- oder Bilddatei (MMS). Nur 1 Prozent verschickt überhaupt keine Grüße. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des BITKOM. „Die Kommunikationsformen der einzelnen Altersgruppen unterscheiden sich sehr stark“, sagte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des BITKOM. „Senioren schreiben zum neuen Jahr gerne Karten oder rufen an, Teenager und Twens schicken eher eine SMS und Mail oder nutzen soziale Netzwerke.“

    So wollen 69 Prozent aller Personen unter 30 Jahren eine SMS senden, doch nur 7 Prozent der Senioren. Der Hightech-Verband erwartet in diesem Jahr 310 Millionen SMS zu Silvester. Die Jüngeren nutzen deutlich häufiger auch andere elektronische Formen, um ihre Glückwünsche zu übermitteln: 45 Prozent schreiben eine Mail, jeder Dritte (33 Prozent) schreibt einen Eintrag auf einer Online-Plattform, jeder fünfte verschickt Grüße per Messenger-App.

    BITKOM gibt Tipps, damit die Neujahrsgrüße per SMS ohne Verzögerung ankommen:

    Technischer Hintergrund
    Beim SMS-Versand kann es zwischenzeitlich zu Verzögerungen kommen. Denn die SMS wird nicht von einem Mobiltelefon direkt zu einem anderen gesendet. Grundsätzlich landet die SMS nach dem Abschicken zunächst in der Kurzmitteilungszentrale des Netzbetreibers. Dort wird geprüft, welchen Mobilfunkanbieter der Empfänger benutzt. Bleibt die SMS im eigenen Netz, verschickt die Kurzmitteilungszentrale die Nachricht an das Empfängertelefon, sobald dieses eingeschaltet und im Netz eingebucht ist. Andernfalls übermittelt sie die Nachricht an das Zielnetz. Von hier wird die SMS dann an das Mobiltelefon des Empfängers verschickt. Sorgen machen muss sich wegen der Verzögerungen aber niemand. Alle versendeten SMS kommen beim Empfänger an.

    1. Vor Mitternacht verschicken
    Wer die Silvester-SMS einige Minuten vor Mitternacht verschickt, rutscht schon vor dem großen Andrang durch die Leitung. Allerdings ist in diesem Fall nicht ausgeschlossen, dass die Neujahrsgrüße noch im alten Jahr vom Empfänger gelesen werden.

    2. SMS vorschreiben und an Empfängerliste senden
    Schnell auf den Weg bringen können Mobiltelefonierer Neujahrsgrüße, wenn sie den Text der SMS vorschreiben und als Entwurf speichern. Zum Jahreswechsel müssen sie dann keine Zeit mit dem Tippen verbringen. Wer mehrere Freunde mit gleichlautenden Grüßen versorgen möchte, sollte außerdem eine Empfängerliste anlegen. Ein Knopfdruck genügt, schon gehen alle SMS auf die Reise.

    3. Mit Terminversand entspannt weiterfeiern
    Wer für Neujahrsgrüße die Silvesterparty nicht unterbrechen möchte, sollte das Internet nutzen. Denn viele Netzbetreiber und E-Mail-Anbieter bieten einen zeitversetzten SMS-Versand an. Damit können in aller Ruhe die Grüße vorbereitet werden. Der eigentliche Versand wird dann automatisch zum vorher ausgewählten Zeitpunkt ausgelöst. Dann gehört man zu den ersten, deren Grüße versandt werden. Doch auch beim Terminversand ist die große Nachfrage zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich, den Versandzeitpunkt mehrere Minuten vor Mitternacht zu setzen. Außerdem sollten die Nutzungsbedingungen genau unter die Lupe genommen werden. In manchen Fällen werden zusätzliche Gebühren erhoben.

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  3. #792
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    Die wichtigsten Neuerungen für 2012 in den HighTech-Bereichen

    • Consumer Electronics
    • Satelliten-TV nur noch digital: Zum 1. Mai 2012 schalten die Fernsehsender die analoge Satelliten-Übertragung komplett ab. Wer seine TV-Bilder per Satellit empfängt, benötigt dann einen digitalen Receiver, ansonsten sieht er schwarz. Digitale Satelliten-Receiver gibt es bereits ab 20 Euro. Allerdings geht der Trend zu hochwertigen Geräten, die hochauflösendes Fernsehen (HDTV) empfangen können oder eine integrierte Festplatte haben. Zudem sind Flachbildschirmfernseher, bei denen das Empfangsteil für Satelliten-TV bereits eingebaut ist, im Markt. Grund für die Umstellung: Digitale Signale ermöglichen eine bessere Bild- und Tonqualität. Außerdem werden durch die Abschaltung der analogen Übertragung Frequenzen frei, die für zusätzliche Programme und hochauflösendes Fernsehen genutzt werden können.


    • Telekommunikation
      Besserungen für Verbraucher: Zahlreiche Neuerungen wird die Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) bringen. Folgende Änderungen treten voraussichtlich im Laufe des zweiten Quartals 2012 in Kraft:
    • Wartezeiten bei Servicerufnummern werden kostenlos. Da die Umstellung technisch aufwändig ist, wird die Regelung schrittweise umgesetzt. Zunächst sind die ersten zwei Minuten der Wartezeit kostenfrei.
    • Der Telefon- oder Internetanschluss darf bei einem Anbieterwechsel künftig höchstens für einen Kalendertag unterbrochen sein. Eine Mitnahme der Rufnummer muss möglich sein. Das gilt künftig auch für den Mobilfunk.
    • Telekommunikationsunternehmen müssen mindestens eine Tarifvariante mit einer Höchstlaufzeit von 12 Monaten anbieten.
    • Bei Internetanschlüssen im Festnetz ist die erreichbare Mindestgeschwindigkeit anzugeben. Bei der Nutzung von Call-by-Call-Diensten muss in Zukunft vor dem Gespräch der Preis angesagt werden.


    • E-Commerce
      Schutz vor Kostenfallen im Internet: Eine Gesetzesänderung soll den elektronischen Geschäftsverkehr transparenter machen. Der endgültige Beschluss des Bundestages wird bis Sommer 2012 erwartet. Ziel ist es, die Verbraucher vor nicht gewünschten Käufen bzw. Abonnements zu schützen. In Zukunft müssen Kunden unmittelbar vor der Bestellung die entscheidenden Informationen erhalten. Dazu zählen der Gesamtpreis, zusätzliche Kosten zum Beispiel für den Versand oder die Mindestlaufzeit eines Vertrages. Erfolgt die Bestellung über eine Schaltfläche (Button), muss die Beschriftung gut lesbar sein und eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweisen.


    • E-Government
      E-Bilanz starte
      t: Ab dem Jahr 2012 können Unternehmen ihre Jahresabschlüsse elektronisch beim Finanzamt einreichen (E-Bilanz). Für das Wirtschaftsjahr 2011 ist die elektronische Übermittlung des Jahresabschlusses freiwillig, für die folgenden Jahre wird die E-Bilanz zwingend. Hintergrund: Buchführungspflichtige Unternehmen müssen nicht nur Steuererklärungen, sondern auch ihren Jahresabschluss für steuerliche Zwecke beim Finanzamt einreichen. Dazu gehören eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung.
      Elektronische Lohnsteuerkarte kommt später: Ursprünglich sollte das Lohnsteuerverfahren zum 1. Januar 2012 auf eine rein elektronische Abwicklung umgestellt werden. Daraus wird aber nichts. Wegen technischer Schwierigkeiten auf Seiten der Finanzverwaltung wurde der Start um ein Jahr verschoben. Folgen für die Arbeitnehmer: Die letztmalig für das Jahr 2010 ausgegebenen Lohnsteuerkarten auf Papier behalten ihre Gültigkeit. Ändern sich Lohnsteuerabzugsmerkmale, z.B. Steuerklasse, Kinderfreibeträge oder Kirchenzugehörigkeit, muss der Arbeitnehmer die Angaben bei seinem Finanzamt ändern lassen. Die erfolgten Änderungen muss er seinem Arbeitgeber mitteilen. Bei einem Wechsel des Arbeitgebers muss die Lohnsteuerkarte 2010 oder eine Ersatzbescheinigung vorgelegt werden.


    • Zuwanderung
      Erleichterungen kommen
      : Für Fachkräfte aus dem Nicht-EU-Ausland werden die Zuwanderungsregelungen vereinfacht. Die Verdienstgrenzen für den Erhalt einer dauerhaften Niederlassungserlaubnis werden von 66.000 Euro auf 48.000 Euro pro Jahr gesenkt. Zudem wird die Blue-Card-Regelung der EU in deutsches Recht umgesetzt. Die Einkommensgrenze für Hochqualifizierte wird auf 44.000 Euro festgelegt, bei Mangelberufen (u.a. IT-Fachkräfte) soll sie 33.000 Euro betragen. Nach zwei Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung können Inhaber einer Blauen Karte eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis erhalten. Das Gesetzgebungsverfahren wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2012 abgeschlossen.


    • BITKOM intern
      Ausbau der Regionalnetzwerke: Der BITKOM verstärkt sein Engagement in den Bundesländern. Mit den Netzwerken in Berlin, Sachsen, Hessen und Baden-Württemberg hat der Verband 2011 den Dialog mit der Landespolitik ausgebaut. Hochkarätige Veranstaltungen bieten interessante Plattformen für die Mitgliedsunternehmen. Im Jahr 2012 folgen die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfahlen mit der Benennung weiterer Landessprecher.

  4. #793
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    Spanien: Regierung winkt umstrittenes Antipirateriegesetz durch

    Die neue spanische Regierung hat das umstrittene "Anti-Download-Gesetz" durchgewunken. Damit kann eine Sonderkommission der Regierung Webseiten sperren, welche illegal Filme und Musik zum Download anbieten. Beim ersten Anlauf zur Verabschiedung des Gesetzes waren Internetnutzer Sturm gelaufen.

    In ihrer zweiten Kabinettssitzung hat die neue Mitte-Rechts-Regierung das "Gesetz zur ökonomischen Nachhaltigkeit" - das sogenannte Anti-Download-Gesetz - durchgewunken, berichtete der "Hollywood Reporter" am Sonntag.

    Das Gesetz soll Rechteinhaber vor finanziellen Verlusten durch illegale Downloads schützen, erklärte Regierungssprecherin Soraya Saenz de Santamaria.

    Damit folge Spanien dem internationalen Standard im Kampf gegen Internetpiraterie, betonte die Politikerin. Eine Sonderkommission zum Schutz von geistigem Eigentum könne nun entscheiden, ob bestimmte Webseiten nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen und diese anschließend sperren.

    Die ehemalige Kultusministerin Ángeles González-Sinde, die für eine Beteiligung im Kabinett von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero zwischen 2009 und 2011 ihre Karriere als Film- und Werbespotregisseurin ruhen ließ, hatte das nach ihr als "Ley Sinde" benannte umstrittene Gesetz auf den Weg gebracht. Massive Proteste aus der Internet-Community und den eigenen politischen Reihen hatten das Vorhaben der Sozialdemokraten jedoch zunächst gestoppt.

    Der Präsident der spanischen Filmakademie, Enrique Gonzalez Macho, zeigte sich von der schnellen Entscheidung positiv überrascht und warf der ehemaligen Regierung vor, die Verabschiedung des Gesetzes nur hinausgezögert zu haben. Nach Meinung des Präsidenten der spanischen Produzentenvereinigung, Pedro Perez, sind die eingeleiteten Maßnahmen mit der demokratischen Entwicklung vereinbar.

    Während die Filmschaffenden den Schritt der Regierung begrüßten, bezeichnete unter anderem der Autor Juan Gomez-Jurado die Entscheidung als "großen Fehler". Die Regierung habe es versäumt, eine Maßnahme zu überdenken, welche auf heftigen gesellschaftlichen Widerstand gestoßen sei.

  5. #794
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    2011 war das "Jahr der Hacker"

    Nie zuvor sind Hacker so sehr in den Blick der breiten Öffentlichkeit geraten wie in diesem Jahr. Die Aktivitäten sind so schillernd wie der Begriff. Nur eines scheint sicher: Die Attacken gehen 2012 weiter.

    "Unsere Boote haben eure unterlegenen Raumschiffe versenkt" - so spottete die Hackergruppe LulzSec nach einem Angriff auf die Plattform für das Science-Fiction-Spiel Eve Online. Diese Hacker agierten "just for the lulz", nur so aus Spaß - oder um den attackierten Zielen zu zeigen, dass ihre Absicherung mangelhaft ist. Andere haben eine politische Agenda, viele verfolgen kriminelle Absichten, und manche dringen im Auftrag einer staatlichen Macht in fremde Computersysteme ein. Allerdings ist der Begriff Hacker sehr schillernd. Die ursprüngliche Bedeutung, für die Lösung eines Problems schnell ein paar Zeilen Software zu schreiben, pflegt etwa noch das Projekt "Random Hacks of Kindness" (RHOK), dessen Teilnehmer Programme für einen guten Zweck entwickeln.

    "Ich denke schon, dass dieses Jahr in gewisser Weise das Jahr der Hacker war", sagt Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC), der Nachrichtenagentur dpa. "Die Demonstrationen, die wir im realen Raum von der Straße kennen, haben sich jetzt ins Netz übertragen - auch mit neuen Dimensionen vom Umfang her".

    Der CCC analysierte eine Schadsoftware für staatliche Zwecke und stieß damit im Oktober eine heftige Debatte an: Unter dem ans Münchener Oktoberfest angelehnten Schlagwort "Ozapftis" ging es um die Frage, inwieweit Ermittler-Software Computer von Verdächtigen anzapfen darf, um deren Kommunikation zu überwachen.

    Vorher schon waren Behörden und Unternehmen mehrfach von "Hacktivisten" der Gruppe Anonymous vorgeführt worden. Hacktivismus, das ist "die Fusion von Hacking und Aktivismus, von Politik und Technologie", wie es ein Autor mit dem Netznamen metac0m definiert.

    "Ich glaube, 2011 war nicht das aktivste, aber das sichtbarste Jahr der Hacktivisten", sagt Stephan Urbach von der internationalen Netzaktivisten-Gruppe Telecomix. "Wir zeigen stolz auf das, was wir geleistet haben. Hey, wir sind eh die neuen Rockstars, es wird Zeit, dass die Leute das auch mitbekommen". Die Telecomix-Tüftler halfen der syrischen Opposition dabei, die Zensursysteme der Regierung zu umgehen, so dass "Menschen dank der Arbeit einiger Aktivisten frei und unbeobachtet kommunizieren konnten".

    Anonymous beruht "auf einer festen antihierarchischen Ethik, die keine Promis erzeugen will, und ihre Aktionen sind offen für alle, die dazu beitragen wollen", erklärt die New Yorker Kulturwissenschaftlerin und Hacker-Expertin Gabriella Coleman in einem Beitrag für die Zeitschrift "Public Culture". Diesen Hackern gehe es um liberale Grundüberzeugungen wie Meinungs- und Informationsfreiheit und darüber hinaus um den "Nervenkitzel, in Computer einzubrechen (manchmal als Cracking bezeichnet), bei dem es ebenso um das Übertreten von Grenzen geht wie ums Lernen und Erkunden".

    "Es gibt eine wachsende Gruppe von Menschen, die Fans dieser Bewegung sind und die ihre Unterstützung öffentlich äußern wollen", sagt der Sicherheitsexperte Eddy Willems von der Bochumer Softwarefirma G Data. Und das seien keineswegs nur Leute aus der Nerd-Ecke, sondern Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen auf der Suche nach neuen Anstößen. Dabei gerate teilweise aus dem Blick, "dass viele Dinge, die von den Hacktivisten unternommen werden, einfach illegal sind".

    Das Abschießen einer Website mit einer DDoS-Attacke ist auch in der Netzszene umstritten. Dabei wird ein Web-Server von vielen Computern gleichzeitig mit sinnlosen Datenanfragen überhäuft, so dass er nicht mehr antworten kann. Urbach sieht das kritisch: "Hier mal wahllos eine Seite 'geddost' (mit DDoS-Attacke angreifen, d. Red.), dort mal eine andere mit vorgefertigten Tools aus dem Netz beschossen, für deren Benutzung man keinerlei Spezialkenntnisse haben muss außer dem Willen, etwas Illegales zu tun. Und dann werde wieder in den Medien berichtet, dass Anonymous eine Seite gehackt habe - "aber eigentlich weiß niemand warum. Das ist schlechte Kommunikation par excellence".

    Der Bremer Psychologe und Trendforscher Peter Kruse sieht bei den Hackern eine Lust an der Störung funktionierender Prozesse und hält das für durchaus nachvollziehbar: "Wer diese Lust nicht mehr hat, ist alt". Das Internet könne mit seinen Eigenschaften "maximale Vernetzungsdichte und hohe Spontanaktivität" Themen sehr schnell aufschaukeln. "Ich kann Dinge in eine allgemeine Aufmerksamkeit heben, ich kann stören oder sogar zerstören. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass ich einen fruchtbaren Aufbauprozess herstellen kann", erklärt Kruse im dpa-Gespräch. So zeige auch die Entwicklung in Ägypten, dass sich schnell eine Masse aktivieren lasse. Der Aufbau komplexer gesellschaftlicher Prozesse aber sei sehr viel schwieriger: "Ich kann zwar einen Diktator stürzen, aber eine neue Verfassung erarbeiten, das ist etwas ganz anderes".

    Auch für den Sicherheitsexperte Willems war 2011 das "Jahr der Hacker". In Deutschland habe es mehr als 100 Millionen Fälle von Sicherheitsproblemen beim Online-Banking gegeben. "Im Jahr davor hatten wir nur ein Fünftel davon". Und 2012 werde es an allen Ecken weitergehen mit den Attacken. Besonders großes Kopfzerbrechen bereitet den Experten der IT-Security der Trend zur Entwicklung von maßgeschneiderten Schadprogrammen, die nur ein oder zwei Tage wirksam sind und dann oft unbemerkt bleiben, von keinem Virenscanner entdeckt werden. Bei der Zahl der Schädlinge für mobile Geräte gibt es nach einer vorläufigen Schätzung von Willems in diesem Jahr einen Anstieg um 800 Prozent. "Mit einem Anteil von 0,1 Prozent ist das noch sehr überschaubar", erklärt der Experte. "Aber diese große Steigerung zeigt, dass da was im Gange ist".

  6. #795
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    Internet-Telefonie gewinnt weiter an Boden

    Das Telefonieren per Internet gewinnt europaweit immer mehr an Boden. Mehr als jeder vierte EU-Bürger (28 Prozent) hat 2011 bereits Internet-Telefonie genutzt. Im Jahr zuvor war es erst jeder Fünfte (22 Prozent). Das gab der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat bekannt. „Der Trend geht klar zur Online-Telefonie“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Spitzenreiter bei der Nutzung sind die baltischen Staaten. In Litauen und Lettland telefonieren jeweils zwei Drittel der Einwohner (65 Prozent) über das Web, in Estland 45 Prozent.

    Deutschland rangiert am unteren Ende der EU-Rangliste. Zwar wird VoIP auch hierzulande immer beliebter, das hatten Erhebungen das European Information Technology Observatory (EITO) in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt. Doch laut Eurostat telefonierte nur jeder fünfte Einwohner (21 Prozent) in Deutschland über das Web. In vergleichbaren Ländern wie Großbritannien oder Frankreich sind es 29 bzw. 35 Prozent.

    Laut Studie telefonieren 22 Prozent der EU-Bürger ausschließlich über die so genannte Voice-over-IP-Technologie (VoIP), weitere 6 Prozent nur in speziellen Fällen, etwa bei Anrufen ins Ausland oder auf Handys. Wer eine Telefonie-Flatrate beispielsweise für inländische Gespräche hat, spart durch IP-Telefonie in die entsprechenden Regionen kein Geld. Kosten spart IP-Telefonie nur bei Gesprächen in Regionen, die nicht von der Flatrate abgedeckt werden, etwa ins europäische Ausland oder bei Telefonaten zu Handys.

    BITKOM erklärt, worauf man bei VoIP achten sollte:

    1. Technische Voraussetzungen
    Für VoIP ist ein schneller Internetzugang per DSL oder Kabel notwendig. Langsame Internetverbindungen unter einem Mbit/s werden nicht von allen Anbietern unterstützt, zudem leidet die Sprachqualität. Ein günstiger Internetzugang zum monatlichen Pauschalpreis (Flatrate) ist ratsam. Wer am PC telefoniert, sollte möglichst über einen Kopfhörer mit Mikrofon (Headset) verfügen. Oft bieten die VoIP-Programme auch Tests zur Ermittlung der Sprachqualität an.

    2. Das alte Telefon weiter nutzen
    Wer beim Umstieg auf Internet-Telefonie keine neuen Geräte anschaffen will, benötigt einen VoIP-Adapter. Herkömmliche Festnetz- und Schnurlos-Telefone sowie Telefonanlagen können so weiter genutzt werden. Im einfachsten Fall ist der VoIP-Adapter in das Internetmodem integriert. Solche Zugangsboxen bieten viele Telefon- und Internet-Anbieter beim Abschluss eines Laufzeitvertrags an.

    3. VoIP-Anbieter wählen und Tarife vergleichen
    Zusätzlich brauchen Kunden einen Anbieter für VoIP-Gespräche. Der VoIP-Anbieter kann, er muss aber nicht identisch sein mit dem Internetprovider. Die nötigen Verträge können bei zahlreichen Anbietern abgeschlossen werden. Dabei gibt es die Wahl zwischen Pauschaltarifen für Gespräche ins Festnetz und Tarifen, die nach Minuten abgerechnet werden. Welches Modell am günstigsten ist, hängt vom eigenen Verhalten beim Telefonieren ab. Beim Vergleich sollte man darauf achten, was Anrufe zu Handys und ins Ausland kosten. Es lohnt sich zudem zu prüfen, ob der bisher genutzte Festnetzanbieter oder alternativ Call-by-Call-Dienste ähnlich niedrige Tarife anbieten.

    4. Unterschiedliche Vorwahlen bedenken
    Bei Abschluss eines VoIP-Vertrages kann der Kunde seine Telefonnummer in der Regel zum neuen Anbieter mitnehmen oder er bekommt eine neue Rufnummer. Diese hat je nach Anbieter die gewohnte Ortsvorwahl, die vom Wohnsitz abhängig ist, oder eine spezielle 032-Vorwahl. Dabei ist zu beachten, dass die Kosten für Anrufe zu solchen Nummern variieren können. Oft sind Anrufe zu 032-Anschlüssen nicht in den Flatrates für Festnetzgespräche enthalten, weil diese nur für normale Ortsvorwahlen gelten. Ein Vorteil der 032-Nummer ist, dass sie nicht ortsgebunden ist. Wer umzieht, kann sie innerhalb Deutschlands mitnehmen.

    5. Kostenlos telefonieren per Instant Messenger
    Völlig kostenfrei kann im Internet über Messenger-Dienste (z.B. Skype, Google Voice, Windows Live Messenger, FaceTime von Apple) telefoniert werden. Für solche Gratistelefonate müssen beide Gesprächspartner vor dem PC, Tablet oder Smartphone sitzen und beim gleichen Dienst angemeldet sein. Mit einer zusätzlichen Webcam können dann sogar Videotelefonate mit mehreren Gesprächsteilnehmern geführt werden. Anrufe zu normalen Telefon- oder VoIP-Anschlüssen sind damit aber gar nicht oder nur gegen zusätzliche Gebühren möglich.

  7. #796
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    Smartphone-Absatz steigt rasant

    Im Jahr 2011 sind in Deutschland 11,8 Millionen Smartphones verkauft worden. Das entspricht einem Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO). „Die Smartphone-Verkäufe haben unsere ohnehin optimistischen Prognosen noch einmal weit übertroffen“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Ursprünglich war der Verband von einem Absatz in Höhe von 10 Millionen Stück im Jahr 2011 ausgegangen. Der Verkauf von herkömmlichen Handys ging dagegen um 19 Prozent auf 15,6 Millionen Stück zurück. Inzwischen sind 43 Prozent aller in Deutschland verkauften Handys Smartphones. Der Umsatzanteil liegt sogar bei zwei Dritteln, da die Geräte deutlich teurer sind als normale Handys. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 4,1 Milliarden Euro mit Smartphones umgesetzt, ein Plus von 13 Prozent.

    Smartphones sind hochwertige Mobiltelefone, die in der Regel über einen berührungsempfindlichen Bildschirm gesteuert werden. Das erleichtert die Nutzung mobiler Internetanwendungen, Navigationsdienste oder Spiele. Den Durchbruch für dieses Marktsegment hat das Iphone von Apple gebracht, das heute vor 5 Jahren von Steve Jobs der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

  8. #797
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    Morgen Bewerbungsstart für neue Homepage-Namen

    Bewerbungen können zunächst von Mitte Januar bis Mitte April eingereicht werden. Icann plant, bis zum November 2012 die Anträge zu prüfen und neue Top Level Domains zuzulassen. Anfang 2013 können die Bewerber dann voraussichtlich mit ihrer neuen Web-Adresse starten.

    Die wichtigsten Fragen für interessierte Firmen und Organisationen:

    1. Wer kann eine „Top Level Domain“ beantragen?
    Neben Städten und Regionen kommt dies für Branchen, Firmen und Marken in Frage. Privatleute können keine Homepage-Endung nach dem Muster „www.homepage.meier“ beantragen. Der Grund ist, dass Icann den wirtschaftlichen Betrieb der Adress-Endungen langfristig sichern will. Wer eine eigene Domain-Endung besitzt, übernimmt die kompletten Aufgaben eines Internet-Unternehmens. Dafür sind ein eigenes Geschäftskonzept und ein entsprechend hohes Startkapital nötig.

    2. Wie teuer wird eine eigene Domain-Endung?
    Allein für die Bewerbung werden rund 120.000 Euro fällig. Zusätzlich sind abhängig vom Aufwand bis zu einer halben Million Euro für Projektmanagement, Technik und Rechtsberatung nötig. Bis zu 200.000 Euro kostet der laufende Betrieb pro Jahr.

    3. Wie werden einzelne Homepages mit neuen Endungen vergeben?
    Die einzelnen Homepages mit neuen Endungen – etwa www.meier.berlin – sollen nach einem fairen, transparenten Verfahren vergeben werden. Durch bestimmte Services für Markenrechtsinhaber soll verhindert werden, dass Webseiten zu Spekulationszwecken reserviert werden.

    Der mehrmals verschobene Startschuss für neue Homepage-Namen im Internet fällt morgen: Ab dem 12. Januar nimmt die zuständige Internet-Verwaltung Icann Bewerbungen für neue „Top Level Domains“ an. Dann können Unternehmen, aber auch Städte und Regionen eigene Adresse-Endungen nach dem Muster „.firma“ oder „.stadt“ erhalten. In Deutschland gibt es unter anderem Initiativen für die Adressen .berlin, .hamburg und .köln. Branchen-Domains wie .film oder .hotel sind ebenfalls geplant. „Alle interessierten Institutionen sollten jetzt aktiv werden, wenn sie die neuen Möglichkeiten schnell nutzen wollen“, rät der Präsident des Hightech-Verbandes BITKOM, Prof. Dieter Kempf.

  9. #798
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    92 Prozent der Jüngeren in sozialen Netzwerken aktiv

    Drei Viertel (74 Prozent) der Internetnutzer in Deutschland sind in mindestens einem sozialen Online-Netzwerk angemeldet. Zwei Drittel nutzen diese auch aktiv. 78 Prozent der Mitglieder von Online-Netzwerken wie Facebook, StudiVZ oder Xing sind Frauen, 70 Prozent Männer. Bei den 14- bis 29-Jährigen Internetnutzern sind bereits 92 Prozent Mitglied in einer oder mehreren Online-Communitys. Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 72 Prozent und in der Generation 50-Plus immerhin 55 Prozent. Das geht aus der Nutzerstudie „Soziale Netzwerke II“ hervor, die der Hightech-Verband BITKOM heute in Berlin veröffentlichte. Basis ist eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Internetnutzern ab 14 Jahre. „Soziale Online-Netzwerke haben sich zu zentralen Anlaufpunkten im Web entwickelt“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Sie verbinden verschiedene Funktionen wie E-Mail, Chat oder den Austausch von Inhalten auf einer Plattform und haben damit eine starke Sogwirkung auf die User.“ Datenschutz und Datensicherheit spielten dabei eine wichtige Rolle.

    Einige Ergebnisse der BITKOM-Studie im Überblick:
    • Genutzte Funktionen: An erster Stelle steht generell die Kommunikation mit anderen Mitgliedern. 79 Prozent der Nutzer versenden in Online-Netzwerken Nachrichten bzw. E-Mails, 60 Prozent chatten mit ihren Freunden und 34 Prozent veröffentlichen Statusmeldungen. Ebenfalls wichtig ist der Austausch von multimedialen Inhalten. Laut Umfrage laden 44 Prozent der User Fotos hoch und teilen diese im Netzwerk. 16 Prozent laden Videos hoch oder teilen entsprechende Links. Die Gruppe der unter 30-jährigen ist hier am aktivsten: 57 Prozent teilen Fotos, 28 Prozent Videos. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der Nutzer spielt im Sozialen Netzwerk so genannte Social Games. In der jüngsten Altersgruppe der 14 bis 29-jährigen sind es 33 Prozent. Beliebt ist auch die Möglichkeit, Veranstaltungen zu planen: fast die Hälfte (46 Prozent) der Nutzer hat auf diesem Weg schon Einladungen erhalten, 12 Prozent haben selbst zu einer Feier oder Veranstaltung eingeladen.
    • Nutzungsmotive: Für die große Mehrheit von 71 Prozent steht wenig überraschend „sich über Freunde informieren“ an erster Stelle. 37 Prozent der Befragten wollen neue Freunde und Bekannte kennenlernen. Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) nutzt die sozialen Netzwerke außerdem als Informationskanal, um sich über das aktuelle Tagesgeschehen auf dem Laufenden zu halten. Immerhin 14 Prozent geben an, dass sie sich in den Communitys über Marken und Produkte informieren.
    • Nutzungsintensität: Im Schnitt nutzen 59 Prozent der Community-Mitglieder die Netzwerke täglich. Unter den 14- bis 29-Jährigen nutzen 78 Prozent die Online-Netzwerke jeden Tag, in der Altersgruppe ab 50 Jahre 46 Prozent.
    • Datenschutz: Bei der Umfrage gaben 96 Prozent der Nutzer an, bei der Auswahl einer Community sei die Sicherheit ihrer persönlichen Daten wichtig oder sehr wichtig. 93 Prozent nennen die Einstellungen zur Privatsphäre als entscheidendes Kriterium. Erst dahinter folgt mit 88 Prozent die Benutzerfreundlichkeit des Netzwerks. Was den Datenschutz angeht, sind die Nutzer aufmerksam. So haben 77 Prozent der Community-Mitglieder die Einstellungen zur Privatsphäre ihres Netzwerks aktiv verändert und damit das Datenschutz-Niveau ihren individuellen Bedürfnissen angepasst.

  10. #799
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    Die Hightech-Trends des Jahres 2012

    Die wichtigsten Hightech-Themen des Jahres 2012 sind Cloud-Computing, mobiles Computing, IT-Sicherheit und Social Media. Das geht aus einer Umfrage des BITKOM in der ITK-Branche hervor. Danach belegt Cloud Computing mit 66 Prozent der Nennungen zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz unter den Top-Trends. „Cloud-Services sind die Innovationstreiber bei der Bereitstellung und Nutzung von IT-Leistungen“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Der zweite Megatrend des Jahres sind mobile Applikationen.“ 53 Prozent der Unternehmen nennen Mobile Computing als zentrales Thema, ein Anstieg von 10 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. IT-Sicherheit und Datenschutz gehören für 48 Prozent der Unternehmen zu den zentralen Herausforderungen des Jahres (Vorjahr: 38 Prozent). Social Media legt ebenfalls weiter zu auf 37 Prozent der Nennungen. Neu unter den Top-10 ist E-Energy, das im Zuge der Energiewende besondere Aufmerksamkeit erhält. Das Thema wird von fast einem Viertel (24 Prozent) der Unternehmen als besonders wichtig angesehen. 29 Prozent sehen im Bereich Business Intelligence und Big Data einen Schwerpunkt für 2012. Mit Big Data ist die Analyse großer Datenmengen gemeint. Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich.

    Trend Cloud Computing
    Die steigende Verfügbarkeit von Cloud-Diensten sorgt für einen tiefgreifenden Umbruch in der Informationstechnologie. Beim Cloud Computing erfolgt die Nutzung von IT-Leistungen nach Bedarf über Datennetze (in der „Wolke“) anstatt auf lokalen Rechnern. Neben den großen Anbietern von Software für Unternehmen wie SAP, IBM oder Oracle entwickeln auch immer mehr spezialisierte Software-Häuser Anwendungen für die Cloud. Die Nutzer profitieren daher von einem zunehmenden Wettbewerb. Nach BITKOM-Schätzung wird sich der Umsatz mit Cloud-Services für Privat- und Geschäftskunden bis zum Jahr 2015 in Deutschland auf rund 13 Milliarden Euro mehr als verdreifachen.

    Trend Mobile Computing
    Die Bedeutung mobiler Endgeräte steigt rasant. Smartphones sind inzwischen weit verbreitet, jetzt erobern Tablet Computer den Massenmarkt. Unternehmen und andere Organisationen stehen vor der Herausforderung, Inhalte und Anwendungen für ihre Zielgruppen über Apps oder mobile Websites verfügbar zu machen. Gleichzeitig sind Smartphones und Tablets sicher und zuverlässig in die unternehmenseigenen IT-Systeme einzubinden. Stärker als bisher müssen die Unternehmen dabei auf die individuellen Wünsche ihrer Mitarbeiter eingehen, die Nutzungsgewohnheiten aus dem privaten Umfeld nur ungern aufgeben und zunehmend auch privat angeschaffte Geräte verwenden wollen.

    Trend IT-Sicherheit
    Wie bereits in den Vorjahren sorgten Hacker-Angriffe und Debatten über den Datenschutz im Internet für Schlagzeilen. Noch größere Bedeutung bekommt das Thema durch den Trend zum Cloud Computing. „Vertrauen in die Sicherheit und den Schutz der Daten ist eine zentrale Voraussetzung für die Nutzung von Cloud-Services“, sagt BITKOM-Präsident Kempf. Unternehmen, staatliche Stellen und Privatanwender sind stärker denn je gefordert, ihre IT-Systeme zu schützen. Die ITK-Industrie entwickelt dafür Lösungen. Vertrauen und Sicherheit sind unter dem Slogan „Managing Trust“ das Leitthema der CeBIT 2012.

    Trend Social Media
    Weiter im Aufwind ist das Thema Social Media. Entsprechende Tools finden Eingang in den Alltag von Unternehmen und Behörden. Sie nutzen u.a. Blogs, Wikis, Kurznachrichtendienste oder soziale Online-Netzwerke für die externe und interne Kommunikation. Dafür müssen sie die technischen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen. Laut einer BITKOM-Umfrage beschäftigen bereits 10 Prozent der Unternehmen in Deutschland eigene Mitarbeiter, die für die Kommunikation im Social Web zuständig sind.

    Trend E-Energy
    Im Zuge der Energiewende ist der Aufbau intelligenter Stromnetze (Smart Grids) stärker in den Blickpunkt gerückt. Smart Grids ermöglichen den Umstieg auf erneuerbare Energien, indem sie den Stromverbrauch an die wetterbedingt schwankende Erzeugung von Wind- und Sonnenstrom anpassen, sowie dessen Verteilung steuern. Dafür kommen spezielle ITK-Lösungen zum Einsatz. Mit intelligenten Stromzählern (Smart Meter) kann zudem der Stromverbrauch exakt gemessen und der Bedarf besser vorhergesagt werden.

    Trend Business Intelligence / Big Data
    Unter dem Stichwort Big Data wird die Verarbeitung enormer Datenmengen bezeichnet, die sowohl im Bereich der privaten Computernutzung anfallen, als auch in Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen oder in der Wissenschaft. Große Datenmengen erfordern eine intelligente Analyse und Aufbereitung von Informationen jenseits der herkömmlichen Technologien. Hierfür kommen Business-Intelligence-Systeme zum Einsatz, die in hoher Geschwindigkeit zunehmend komplexe Sachverhalte erfassen, darstellen und dabei unterschiedlichste Formate und Inhalte (Texte, Fotos, Videos u.a.) in ihre Analyse mit einbeziehen.

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    Proteste erfolgreich: US-Netzsperren-Gesetz auf Eis gelegt

    Nach zahlreichen Protesten hat das US-Repräsentantenhaus eine Vorabstimmung der umstrittenen Anti-Piraterie-Gesetze SOPA und PIPA auf unbestimmte Zeit verschoben. Endgültig vom Tisch sind die Netzsperren allerdings nicht.

    "Angesichts der jüngsten Ereignisse habe ich beschlossen, die Abstimmung am kommenden Dienstag (24. Januar) über den Protect IP Act zu verschieben", teilte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, am Freitagmittag (Ortszeit) über die Onlineplattform Twitter mit. Er hoffe allerdings, in den kommenden Wochen einen Kompromiss in der Angelegenheit erreichen zu können, um "die legitimen Anliegen vieler US-Bürger" zu addressieren, hieß es.

    Dass "ausländische Diebe" tagtäglich US-amerikanische Ideen und Produkte stehlen und weiterverkaufen, könne man nicht länger hinnehmen, sagte auch der republikanische Abgeordnete Lamar Smith in einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag. Trotzdem habe man sich dazu entschließen müssen, auch den Stop Online Piracy Act (SOPA) vorerst auf Eis zu legen, so Smith.

    Der Vorsitzende des Film-Industrieverbands Motion Picture Association of America, Chris Dodd, kritisierte in einer Pressemitteilung die Entscheidung des Repräsentantenhauses, die wichtige Vorabstimmung am Dienstag nicht durchzuführen. Die Kreativindustrie habe die stärkeren Argumente, sagte er. Die Gegner der Gesetze seien aber die besseren PR-Strategen. Somit bliebe die USA vorerst "ein Himmel für ausländische Diebe".

    Das Repräsentantenhaus hatte die Gesetzesinitiativen Stop Online Piracy Act und Protect IP Act in den vergangenen Monaten gestartet, um Onlinepiraterie zu unterbinden. Weil dadurch unter anderem der Zugang zu ausländischen Webseiten gesperrt werden kann, waren zahlreiche Gegner auf die Barrikaden gegangen. Das Onlinelexikon Wikipedia hatte seine Seite einen Tag lang abgeschaltet, woraufhin auch der politische Rückhalt für die umstrittenen Initiativen zu bröckeln begann.

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